Reichelsheim (Wetterau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Reichelsheim (Wetterau)
Reichelsheim (Wetterau)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Reichelsheim (Wetterau) hervorgehoben
50.3569444444448.8725124–225Koordinaten: 50° 21′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 124–225 m ü. NN
Fläche: 27,6 km²
Einwohner: 6879 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 249 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61203
Vorwahl: 06035
Kfz-Kennzeichen: FB
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 021
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Bingenheimer Str. 1
61203 Reichelsheim
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bertin Bischofsberger (parteilos)

Reichelsheim (Wetterau) ist eine deutsche Stadt im Bundesland Hessen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Reichelsheim liegt zwischen Frankfurt am Main und Gießen, mitten im Herzen der „Goldenen Wetterau“ (circa 30 km nördlich von Frankfurt). Östlich an Reichelsheim fließt der Fluss Horloff vorbei. Geteilt wird Reichelsheim von der Bahnstrecke Friedberg-Nidda. Nordwestlich der Bahnlinie liegt das Neubaugebiet und das Mischgebiet Im Mühlahl. Südöstlich der Bahnlinie liegt der alte Reichelsheimer Ortskern; daran angrenzend das alte Neubaugebiet (60er Jahre). Im Nordosten grenzt direkt an das Mischgebiet Im Mühlahl das Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Reichelsheim grenzt im Norden an die Gemeinden Wölfersheim und Echzell, im Osten an die Gemeinde Ranstadt, im Süden an die Stadt Florstadt, sowie im Westen an die Stadt Friedberg.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Reichelsheim besteht aus den Stadtteilen Beienheim, Blofeld, Dorn-Assenheim, Heuchelheim, Reichelsheim und Weckesheim.

[Bearbeiten] Beienheim

Beienheim ist der westlichste Stadtteil. In Bahnhof Beienheim trennt sich die Horlofftalbahn in die Zweige nach Wölfersheim (alte Bahnstrecke Friedberg–Mücke) und Nidda (alte Bahnstrecke Beienheim–Schotten).

[Bearbeiten] Blofeld

Der östlichste Stadtteil Blofeld liegt am Südhang des Eichelberges direkt an der Autobahn A45 und ist der höchst gelegene Stadtteil (160–190 Meter). Südwestlich von Blofeld war früher eine Mülldeponie, die zwischenzeitlich stillgelegt und saniert wurde.

[Bearbeiten] Dorn-Assenheim

Der südlichste Stadtteil ist Dorn-Assenheim. Schon von weitem kann man die riesigen Silos der RWZ Getreideannahme erkennen, welche nordöstlich von Dorn-Assenheim stehen. Dorn-Assenheim wird im Volksmund auch als „Schloggebach“ bezeichnet.

[Bearbeiten] Heuchelheim

Der kleinste Reichelsheimer Stadtteil Heuchelheim liegt nördlich von Reichelsheim und ist durch die Neubaugebiete fast ganz mit Reichelsheim zusammen gewachsen. Nur der "Ortenbergsgraben" trennt die beiden Stadtteile noch. Am nördlichen Ortsausgang ist der Bauhof der Stadt Reichelsheim in den ehemaligen Tagesanlagen der PREAG untergebracht.

[Bearbeiten] Weckesheim

Tagebauzug in Weckesheim

Der Bergbauort Weckesheim liegt zwischen Reichelsheim und Beienheim. In diesem vom Bergbau geprägten Reichelsheimer Stadtteil wurde ein kleines Bergbaumuseum angelegt, dessen Freilichtbereich am Bahnhof und eine Ausstellung im Foyer des Bürgerhauses zu finden sind.

[Bearbeiten] Geschichte

  • Reichelsheim wurde 817 erstmals urkundlich erwähnt. Der Stadtteil Beienheim wurde gar schon 773 dokumentiert.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlungung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,7 13 36,9 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 52,5 16 53,2 17
FWG Freie Wählergemeinschaft Reichelsheim 6,8 2 7,4 2
FDP Freie Demokratische Partei 1,3 0
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,2 0
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 48,9 58,9

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister von Reichelsheim ist seit 2009 Bertin Bischofsberger (parteilos). Er wurde am 21. September 2008 im zweiten Wahlgang mit 50,4 Prozent der Stimmen in das Amt gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 52,9 Prozent.

Davor war von 1985 - 2008 Gerd Wagner (SPD) Bürgermeister.

[Bearbeiten] Wappen

In geteiltem Schild, oben im blau gold-beschindelten Feld ein schreitender, goldener Löwe mit roter Bewehrung, unten in Gold ein schwarzes Kreuz, beseitet von zwei roten Rebblättern. Mit den Farben Blau und Gold sowie dem Löwen wird an die einstmalige Zugehörigkeit zu Hessen-Nassau erinnert. Das Kreuz weist in die Geschichte zurück, nämlich die Zugehörigkeit des Ortes zur Fuldischen Mark. Die Rebblätter sind als Symbol für den historisch belegten Weinanbau in der Gemarkung zu verstehen.

[Bearbeiten] Sonstiges

Zu weltweiter Berühmtheit kam der Reichelsheimer Bahnhof, der seit geraumer Zeit als spiegelverkehrtes H0-Modell von der Fa. Kibri gefertigt wird.

Südlich von Reichelsheim liegt außerdem der als Verkehrslandeplatz klassifizierte Flugplatz Reichelsheim.

[Bearbeiten] Braunkohle

Bis ins Jahr 1991 war die Gegend rund um die Reichelsheimer Stadtteile Reichelsheim, Heuchelheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim vom Braunkohletief- und -tagebau geprägt. Die Braunkohle wurde von der HEFRAG, später PREAG, abgebaut und im Kraftwerk Wölfersheim verarbeitet. Zunächst wurde die Braunkohle im Tiefbau gewonnen. Zu dieser Zeit existierten Gruben in Heuchelheim und Weckesheim. 1961 wurde auf Tagebaubetrieb umgestellt und es gingen nach und nach die Tagebaue II/III (Weckesheim/Heuchelheim), Tagebau VI (Reichelsheim) und VII (Dorn-Assenheim) in Förderung. Die Braunkohle wurde mit einer werkseigenen Grubenbahn ins Kohlekraftwerk nach Wölfersheim transportiert. Dazu wurde westlich von Reichelsheim ein Verladebunker errichtet. Die Braunkohle gelangte aus den Tagebauen VI/VII über Transportbänder dorthin.

Am 30.September 1991 wurde die letzte Braunkohle aus dem Tagebau VII gefördert. Ende Oktober waren auch die Vorräte im Kraftwerk Wölfersheim aufgebraucht und der Betrieb eingestellt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Reichelsheim (Wetterau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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