Flughafen Brüssel-Zaventem

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Dieser Artikel behandelt den Flughafen Brüssel-Zaventem (Brussels Airport), zu anderen Flughäfen im Raum Brüssel siehe Flughafen Brüssel
Flughafen Brüssel-Zaventem
Luchthaven Zaventem
Brussels Airport logo.svg
Zaventem333.JPG
Kenndaten
ICAO-Code EBBR
IATA-Code BRU
Koordinaten
50° 54′ 5″ N, 4° 29′ 4″ O50.9013888888894.484444444444456Koordinaten: 50° 54′ 5″ N, 4° 29′ 4″ O
56 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 12 km nordöstlich von Brüssel
Straße A 201
Bahn SNCB (in Planung Thalys/TGV)
Nahverkehr Shuttlebusse, Taxi
Basisdaten
Eröffnung 1940
Betreiber Brussels International Airport Company
Passagiere 18.971.332 [1] (2012)
Luftfracht 459.265  t[1] (2012)
Flug-
bewegungen
223.431[1] (2012)
Start- und Lande-Bahnen
01/19[2] 2987 m × 50 m Asphalt
07R/25L 3211 m × 45 m Asphalt
07L/25R 3638 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Brüssel-Zaventem (offiziell Brussels Airport, früher ndl. Brussel Nationaal Luchthaven, frz. Aéroport Bruxelles-National) (IATA-Code: BRU, ICAO-Code: EBBR) ist größer und stadtnäher als der Flughafen Brüssel-Charleroi.

Der Flughafen dient auch als Militärflugplatz der belgischen Luftstreitkräfte, die die Basis als Vliegbasis Melsbroek bezeichnen. Sie nutzen ihn als Heimatbasis ihrer Transportflugzeuge.

Lage[Bearbeiten]

Straßenschild zum Flughafen

Der Flughafen liegt zwölf Kilometer nordöstlich der belgischen Hauptstadt Brüssel in der flämischen Gemeinde Zaventem und wird deswegen auch Luchthaven Zaventem oder Aéroport de Zaventem genannt. Zaventem liegt zwar in der Provinz Flämisch-Brabant, grenzt allerdings auch direkt an die Region Brüssel-Hauptstadt. Aufgrund der Sprachenteilung Belgiens kam es in Bezug auf Nachtflugregelungen häufig zu Streitigkeiten zwischen den französischsprachigen Belgiern und den niederländischsprachigen Belgiern (Flamen). Die vorgeschlagenen Pläne würden jeweils eine Bevölkerungsgruppe benachteiligen. Durch die anhaltenden Konflikte wurden Ausbauten des Flughafens häufig verzögert.[3]

→ Siehe hierzu: Flämisch-frankophoner Konflikt

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten]

Ein Bahnhof der NMBS/SNCB befindet sich im Untergeschoss des Flughafens. Ab hier fahren mehrmals pro Stunde Züge vor allem in Richtung Brüssel und über die Nossegem-Spange nach Löwen. Diese Züge werden zukünftig in das RER-Netz integriert. Der Kopfbahnhof wurde am 10. Juni 2012 mittels des neu errichteten Eisenbahntunnels unter den Landebahnen in einen Durchgangsbahnhof verwandelt. Über die nördlich daran anschließende ebenfalls neu errichtete Schnellfahrstrecke auf dem Mittelstreifen der Autobahn A1[4] verkehren dann zunächst Intercity- und Nahverkehrszüge weiter in Richtung Mechelen. Später ist auch die Bedienung durch den Hochgeschwindigkeitszug Thalys nach Antwerpen und darüber hinaus vorgesehen.

Der Anteil der per Bahn anreisenden Fluggäste soll langfristig von 15 Prozent im Jahr 2005 auf 30 Prozent steigen.[5]

Siehe auch: Diabolo-Projekt

Straße[Bearbeiten]

Ein De Lijn-Bus am Flughafen

Der Flughafen ist mit dem Auto über den äußeren Ring von Brüssel (R0) zu erreichen.[6] Er liegt am Autobahnkreuz Zaventem in östlicher Richtung an der A201. Vom Brüsseler Zentrum aus ist der Flughafen ca. 15 Straßen-Kilometer weit entfernt. Für Motorrad- und Fahrradfahrer sind überwachte Parkplätze und Fahrradwege vorhanden. Ausgeschildert ist der Flughafen zweisprachig, wie in Brüssel üblich als ndl. Brussel Nationaal und frz. Bruxelles-National oder nur als Zaventem. Taxistände sind in dem untertunnelten Ankunftsbereich und dem oberen Check-In-Bereich zu finden.

Brüssel-Zaventem verfügt über eine Großzahl an Busverbindungen. So ist der Airport an das Busnetz von De Lijn, STIB/MIVB,[7] und [8] angeschlossen. Viele größere Hotels in der Innenstadt bieten einen Shuttle-Service zum Flughafen an.

Geschichte[Bearbeiten]

RAF Meteor III, Melsbroek, 1945
Der Flughafen 1974

1914 errichteten deutsche Besatzungstruppen bei Evere, gegenüber dem jetzigen NATO-Hauptquartier, einen Zeppelinlandeplatz. Seit 1923 diente das Gelände als ziviler Flughafen, erwies sich später aber als unzureichend. 1940 errichtete die deutsche Besatzungsmacht am heutigen Standort den Fliegerhorst Melsbroeck. Im September/Oktober 1942 sowie im Januar/Februar 1943 lag hier zum Beispiel die I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2 (I./NJG 2). Anfang 1944 lag hier, zur Durchführung des Unternehmens Steinbock, der Stab und die III./Kampfgeschwader 6.

Nach Befreiung Belgiens durch die Westalliierten wurde Airfield B.58, so die alliierte Codebezeichnung, in der Schlußphase und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs u.a. von Staffeln der Royal Air Force (RAF) genutzt. Hier lag im Februar/März 1945 unter anderem ein Teil der 616. Squadron, der ersten Jetstaffel der RAF und zwischen April und November 1945 Mosquito VI des 149. Geschwaders, zu dem neben einer britischen bis zum Sommer 1945 auch je eine australische und neuseeländische Staffel gehörten.

Der Militärflugplatz wurde 1948 in einen Verkehrsflughafen umgewandelt, wobei die militärische Nutzung durch das 15. Geschwader (15. Wing), einen Transportverband, parallel bis heute weiterläuft. Dies flog als Haupteinsatzmuster zwischen 1954 bis 1971 die Flying Boxcar und später die Hercules (siehe auch weiter unten).

Ein erster größerer Ausbau erfolgte zur Weltausstellung 1958.

1994 wurde ein renovierter Terminal und der dazugehörige neu gebaute 650 Meter lange Pier B durch König Albert II. eröffnet. Dieser wird hauptsächlich für Nicht-Schengen- und Langstreckenflüge benutzt.

Der Flughafen 2001: Pier A im Bau, Sobelair noch existent
Der neue Tower des Flughafens
Pier A von innen im Jahr 2005

Bis zu ihrer Insolvenz 2001 nutzte die belgische Fluggesellschaft Sabena den Flughafen als Luftfahrt-Drehkreuz. Deren Nachfolgerin, die SN Brussels Airlines, vereinigte sich 2007 mit der ebenfalls von Brüssel aus operierenden Virgin Express zur Brussels Airlines. Daneben diente der Flughafen bis 2008 als Drehkreuz des Logistikunternehmens DHL. Seit 2007 nutzt Jet Airways den Flughafen als Europa-Hub auf Flügen nach Indien, Kanada und den USA.

2002 ging der neue Schengen-Pier A in Betrieb und löste damit ältere Gebäudeteile, die teilweise noch aus dem Jahr 1958 stammten, und den so genannten Satelliten im Pier C ab. Dieser ist jedoch architektonisch geschützt und steht nun leer. Der neue ca. 750 Meter lange Pier A besitzt rundum Glasflächen und bietet somit einen guten Blick auf die parkenden Flugzeuge und den parallel liegenden Pier B.

2005 wurde im Osten des Geländes, in der Gemeinde Steenokkerzeel, der neue Tower des Flughafens fertiggestellt. In ihm ist die Zentrale der belgischen Flugsicherung, Belgocontrol, untergebracht. Im gleichen Jahr wurde ein Rauchverbot auf dem ganzen Flughafenareal eingeführt.

2006 bekam der Flughafen seine heutige Bezeichnung Brussels Airport, Welcome to Europe. Diese löste den alten Namen Brüssel National ab. Somit stellt er sich namentlich als einzigen Brüsseler Flughafen dar, um sich vom Flughafen Brüssel-Charleroi abzugrenzen. Außerdem stellt der Flughafen damit seine internationale Rolle in den Mittelpunkt.

2006 und 2007 war der Flughafen Brüssel-Zaventem der pünktlichste Flughafen Europas.[9]

2008 hat der Flughafen vier neue Flugfeldlöschfahrzeuge (Ziegler Z8 FLF 80/125-10 Snozzle) in Betrieb genommen, die mit ihren spitzen Schläuchen in ein brennendes Flugzeug eindringen und innere Brände löschen können.[10] Der Flughafen Zaventem ist der erste Flughafen Belgiens, der diese Technik einsetzt.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Zerbrochene B747 der Kalitta Air
  • Am 15. Februar 1961 stürzte eine Boeing 707 der Sabena beim Landeanflug ab. 72 Leute starben an Bord und am Boden. Der Sabena-Flug 548 war der bisher einzige Unfall auf dem Flughafen Zaventem, bei dem Menschen starben.
  • Ende des Jahres 2000 wurde ein Airbus A319 der Lufthansa während des Beladens überfallen und ausgeraubt. Keiner der Passagiere, die sich während des Boarding-Vorganges auf dem Weg ins Flugzeug befanden, wurde dabei verletzt. Das Fluchtauto wurde wenig später ausgebrannt in einem Brüsseler Vorort aufgefunden. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vorher bereits am Flughafen Luxemburg.[11]
  • Im März 2005 wurde eine Lufthansa-Maschine von 60 Exil-Iranern unter Kontrolle gebracht. Sie wollten mit der Besetzung gegen das iranische Mullah-Regime demonstrieren. Die Polizei konnte die Situation ohne Blutvergießen lösen.[12]
  • Am 5. Mai 2006 kam es im Hangar 40 der Sabena Technics zu einem Brand, bei dem vier Flugzeuge zerstört wurden.
  • Am 25. Mai 2008 verunglückte[13] eine Boeing 747-209F der Kalitta Air, die 76 Tonnen Fracht nach Bahrain befördern sollte. Die Maschine kam von der Startbahn ab und zerbrach in zwei Teile. Alle fünf Besatzungsmitglieder konnten sich über die Notrutschen in Sicherheit bringen, vier davon wurden leicht verletzt.[14] Das Flugzeug rutschte auf einen Auffanghügel und blieb kurz vor der HSL-2-Hochgeschwindigkeitsstrecke in Richtung Löwen stehen.[15][16]

Flughafenanlage[Bearbeiten]

Die Flughafenanlage von oben: Landebahnen 07L/25R (3638 Meter), 07R/25L (3211 Meter) und 02/20 (2984 Meter), April 2006
Diagramm des Flughafens und seiner Landebahnen (noch ohne Pier A aber mit dem alten Südpier)

Das Flughafengebäude ist in mehrere Stockwerke unterteilt und besitzt zwei Terminals (Piers), die beide von der zentralen Check-In-Halle im 3. Stockwerk zu erreichen sind. Das Straßenleitsystem führt einen per Auto anhand von Brücken und Tunnels zu den verschiedenen Bereichen.

In den unteren Geschossen befinden sich der Ankunftsbereich, ein Bahnhof, Taxistände und Bushaltestellen. Des Weiteren gibt es viele verschiedene Parkhäuser und Kurzparkmöglichkeiten. Direkt auf dem Gelände liegt ein Sheraton-Hotel. Die drei Landebahnen sind 2.984 m bis 3.638 m lang und ermöglichen den Start und die Landung von Maschinen wie der Boeing 747. Im Moment fertigt der Flughafen bis zu 74 Flugbewegungen pro Stunde ab.

Im nordwestlichen Bereich des Flughafens befindet sich das Fracht- und Logistikzentrum „Brucargo“ mit verschiedenen Hangars, Gebäuden und Büros.

Die Architektur des gesamten Flughafens ist nicht einheitlich, da der Flughafen mit der Zeit gewachsen ist und immer wieder neue Teile angebaut, renoviert oder leerstehend gelassen wurden. So stammen einige Gebäudeteile noch aus den 1950er-Jahren. Zaventem bietet somit einen Mix aus verschiedenen architektonischen Epochen.

Eine Maschine der Lufthansa an der Südseite des Pier A
  • Pier A wurde ursprünglich nur für Flüge innerhalb der Region des Schengener Abkommens genutzt. Es ist ca. 750 Meter lang. Die Architektur des Gebäudeteils ist von großen, runden Glasflächen geprägt, die Ausblick auf die Landebahnen bieten. Einige Gates des Pier A dienen seit Oktober 2008 für Afrikaflüge der Brussels Airlines. Über die sogenannten „T-Gates“ (für Transferpassagiere) können nun auch im Pier A Ziele außerhalb der Schengen-Region abgefertigt werden. Die Abfertigung von Passagieren, die mit Brussels Airlines aus dem Schengen-Gebiet über Brüssel nach Afrika reisen, verbesserte sich hierdurch deutlich.[17] Um eine bessere Verbindung zwischen den T-Gates des Pier A und dem Pier B zu gewährleisten, wurde eine direkte Busverbindung über das Rollfeld eingerichtet.

Bis 2015 wird zwischen dem Hauptgebäude und Pier A ein neuer, großer Verbindungsbau namens Connector (engl. etwa Verbindungsstück) errichtet, der einen ebenerdigen Übergang ermöglichen wird. Um Pier A zu erreichen ist bisher der Weg über mehrere Rolltreppen in einen unterirdischen Verbindungsgang notwendig, der anschließend ebenfalls wieder über mehrere Zwischenetagen verlassen werden muss. Ebenso werden in den neuen Bau zentrale Sicherheitskontrollstellen sowie Ankunftsbereiche für Pier A und B integriert.[18]

Eine Maschine der Brussels Airlines an Pier B
  • Pier B wird für Langstreckenflüge und Flüge außerhalb der Schengen-Region benutzt. Er ist ca. 650 Meter lang. Architektonisch eher funktionell geplant und gebaut, bietet es nicht die großen Glasflächen des Pier A und wirkt somit nicht so weitläufig.
  • Der mittlerweile abgerissene südliche Pier war der Hauptpier des Brüsseler Flughafens und befand sich nördlich des sogenannten Satelliten. Der gesamte südliche Teil des Flughafens ist seit der Errichtung des Pier B abgesperrt und dient nicht mehr zur Abfertigung von Passagieren.
  • Der Satellit ist ein runder, vor dem Umbau sternförmiger, Pier am südlichsten Teil des Flughafengebäudes und stammt aus den 1970er-Jahren. Er diente ursprünglich als Terminal für Interkontinentalflüge der Sabena. Er wurde nach der Eröffnung des Pier A im Jahr 2002 nicht mehr für den Flugbetrieb benutzt und beherbergt nach Umbauarbeiten nun die Büroräume der Flughafengesellschaft.[19]

Planungen[Bearbeiten]

Die Flughafengesellschaft BIAC (Brussels International Airport Company) entschied sich im Jahre 2008, wieder einen dritten Terminal in Betrieb zu nehmen. Dieser soll nur für den Low-Cost-Bereich konzipiert werden und mehr Billigfluggesellschaften anziehen als zuvor. Bisher nutzen Low-Cost-Airlines eher den Flughafen Brüssel-Charleroi 50 km südlich von Brüssel.[20] In der Diskussion befand sich seinerzeit die Renovierung des ca. 50 Jahre alten (seit der Inbetriebnahme des Pier A geschlossenen) südlichen Teils des Flughafengebäudes in Verbindung mit einem Neubau an der Stelle des ehemaligen „südlichen Piers“.[21][22] Mit den Bauarbeiten sollte im Sommer 2008 begonnen werden, eine Fertigstellung wäre frühestens im April 2009 erfolgt.[23][24]

Neuere Pläne sehen vor, auf die Errichtung eines neuen Piers zu verzichten und stattdessen den Betrieb ohne Fluggastbrücken durchzuführen und hierfür den Apron Bereich 3 zu nutzen. Mehrere umliegende Gemeinden haben bereits Beschwerde eingelegt, da eine Erhöhung der Flugbewegungen und somit auch eine höhere Fluglärmbelastung befürchtet wird.[25]

Verkehrszahlen und internationaler Vergleich[Bearbeiten]

Fluggesellschaften & Verbindungen[Bearbeiten]

Brussels Airlines an ihrem Hub in Zaventem

Den Flughafen fliegen ca. 80 Personenfluggesellschaften und ca. 16 Frachtfluggesellschaften an. Die Fluggesellschaften Brussels Airlines, Jet Airways, Jetairfly und Thomas Cook Belgium Airlines haben in Brüssel-Zaventem ein Luftfahrt-Drehkreuz. Es werden ca. 200 Flugziele in 66 Ländern angeboten. Hauptsächlich werden innereuropäische Flüge durchgeführt, die auf Geschäftsreisende abzielen. Daneben gibt es ein großes Angebot an Flügen nach Afrika (besonders von Brussels Airlines), Asien und Amerika.

DHL unterhielt bis 2010 unter dem Namen European Air Transport (EAT) eine eigene Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Brüssel. Im März 2008 ist das europäische Luftfrachtdrehkreuz von Brüssel zum Flughafen Leipzig/Halle verlagert worden, da in Brüssel kein politischer Konsens über einen weiteren Ausbau und die Nachtflugregelungen gefunden wurde. Auch den DHL-Frachtflugverkehr übernahm im April 2010 die EAT Leipzig. Das Drehkreuz Brüssel blieb nach 2008 noch als regionales bestehen.[26]

Von Brüssel aus existieren viele Verbindungen zu anderen deutschsprachigen Ländern. Brussels Airlines bietet Flüge nach Basel, Berlin, Frankfurt, Genf, Hamburg, und München, Wien und Zürich an. Die Lufthansa fliegt von Brüssel nach Berlin-Tegel, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die Austrian Airlines fliegen nach Wien, die Swiss International Airlines steuert Basel, Genf und Zürich an und British Airways (bzw. ihr Franchise-Partner „SUN-AIR of Scandinavia“) verbindet Brüssel mit Bern.[27] Transavia Airlines bot bis zum Winter 2009/2010 Flüge nach Salzburg und Innsbruck an.

Passagieraufkommen[Bearbeiten]

Im Jahre 2000 wurde der Flughafen noch von ca. 21,6 Millionen Passagieren genutzt. 2001 litt der Flughafen jedoch stark durch die Insolvenz der belgischen Fluggesellschaft Sabena und den Auswirkungen der Anschläge vom 11. Septembers 2001, so dass die Passagierzahlen im folgenden Jahr rapide auf ca. 14,4 Millionen sanken. 2012 war das seitdem aufkommensstärkste Jahr mit fast 19 Millionen Fluggästen.

Grafik: Passagierzahlen 1999–2004
Verkehrszahlen
Betriebsjahr Fluggastaufkommen Flugbewegungen
2012 18.971.332 223.431
2011 18.786.034 233.758
2010 17.180.606 225.682
2009 16.999.154 231.668
2008 18.516.730 258.795
2007 17.877.000 264.368
2006 16.707.892 254.772
2005 16.179.733 253.255
2004 15.632.773 254.070
2003 15.194.097 252.249
2002 14.410.555 256.889
2001 19.684.867 305.532
2000 21.637.003 325.972
1999 20.048.532 312.892


Meistgenutzte Reiserouten[28]
Kontinental
Rang Ziel Passagiere Fluggesellschaften
1 SpanienSpanien Madrid 561.757 Brussels Airlines, Iberia
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London/Heathrow 548.544 British Airways, Brussels Airlines
3 SpanienSpanien Barcelona 523.191 Brussels Airlines, Vueling Airlines
4 SchweizSchweiz Genf 514.159 Brussels Airlines, Easyjet Switzerland
5 ItalienItalien Rom/Fiumicino 486.410 Alitalia, Brussels Airlines
6 DanemarkDänemark Kopenhagen 481.191 SAS, Brussels Airlines
7 TurkeiTürkei Istanbul 403.334 Pegasus, Turkish Airlines
8 ItalienItalien Mailand (alle) 459.383 Alitalia, Brussels Airlines, Easyjet
9 DeutschlandDeutschland Frankfurt 450.607 Lufthansa
10 TurkeiTürkei Antalya 450.386 Jetairfly, Pegasus
Interkontinental
Rang Ziel Passagiere Fluggesellschaften
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York/Newark 664.152 Brussels Airlines, United, Jet Airways
2 MarokkoMarokko Casablanca 194.262 Jetairfly, Royal Air Maroc
3 IsraelIsrael Tel Aviv Ben Gurion 184.786 Brussels Airlines
4 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Abu Dhabi 171.619 Etihad
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington-Dulles 159.764 United Airlines, Brussels Airlines
6 IndienIndien Mumbai 151.670 Jet Airways
7 KanadaKanada Montreal 150.033 Air Canada
8 KanadaKanada Toronto 145.089 Jet Airways
9 TunesienTunesien Monastir 137.196 Jetairfly
10 IndienIndien Delhi 127.417 Jet Airways

Frachtaufkommen[Bearbeiten]

Eine C-130 Hercules der belgischen Luftwaffe am militärischen Teil des Flughafens

Das westlich auf dem Flughafengelände gelegene Cargo-Zentrum „Brucargo“ beheimatet viele Flugfrachtgesellschaften. Das Luftfrachtaufkommen in Brüssel-Zaventem lag 2006 im Europavergleich auf Platz 7, dicht gefolgt vom Flughafen Lüttich (Platz 8). Auf den ersten drei Plätzen der größten Luftfracht-Umschlagplätze europaweit lagen die Flughäfen Frankfurt/Main, Amsterdam und Paris CDG.[29]

Das Frachtaufkommen lag im Jahr 2007 bei 783.727 Tonnen.[30] Aufgrund der Verlagerung des Hubs der DHL von Brüssel nach Leipzig ist das Frachtaufkommen im Jahr 2008 um 15,6 % auf 661.100 Tonnen gesunken.[31]

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

15. Wing

Der Flughafen wird nach wie vor als Militärflugplatz von den belgischen Luftstreitkräften als Vliegbasis Melsbroek genutzt.

Hier ist das 15. Geschwader, ein gemischter Transportverband, stationiert. Häufig fliegen auch, aufgrund der Nähe zu den Institutionen der NATO und der EU, Maschinen von ausländischen Regierungen auf dem Flughafen ein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Zahlen der BIAC 2012
  2. Runway 02/20 gets a new name: 01/19. In: brusselsairport.be. 23. August 2013, abgerufen am 31. August 2013 (englisch).
  3. http://taz.de/Nach-neun-Monaten-steht-das-Kabinett/!14697/ Artikel der TAZ über die Nachtflugdiskussion
  4. http://www.b-rail.be/corp/D/projects/project_rer/lines/bnat/index.php Diabolo-Projekt
  5. Meldung Bessere Schienenanbindung des Brüsseler Flughafens. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2005, S. 394.
  6. http://www.brusselsairport.be/en/passngr/to_from_brussels_airport/ Verkehrsverbindungen
  7. Brusselsairportexpress
  8. AirportExpress
  9. Brussels Airport - most punctual airport - 22/02/2008 (Version vom 17. April 2009 im Internet Archive) Pressemitteilung BIAC über Pünktlichkeit (Archivversion)
  10. New crash tender for Brussels Airport - 22/04/2008 Brussels Airport fire service puts innovative crash tender into use (Version vom 2. Mai 2008 im Internet Archive) Pressemitteilung über Flugfeldlöschfahrzeug (Archivversion)
  11. Spiegel.de: "Überfall auf Lufthansa-Maschine"
  12. Spiegel.de: "Polizei räumt besetzte Lufthansa-Maschine"
  13. AFP:US-Frachtflugzeug in Brüssel nach Start abgestürzt Auf: afp.google.com. 25. Mai 2008, 20:00 Uhr
  14. aerosecure (Simon Widmaier) :Boeing 747 bricht entzwei Auf: www.aerosecure.de. 25. Mai 2008, 20:00 Uhr
  15. http://www.airliners.net/photo/Kalitta-Air/Boeing-747-209F-SCD/1357525&tbl=photo_info&photo_nr=3&prev_id=1357526&next_id=1357524 Bilder der zerbrochenen Kalitta Air
  16. "Kalitta Air B747-200 Crash In BRU"
  17. BrusselsAirport.be: Brussels Airlines' Africa flights depart in pier A (Archivversion) (Version vom 17. April 2009 im Internet Archive)
  18. brusselsairport.be - CONNECTOR (englisch) abgerufen am 10. Mai 2014
  19. BrusselsAirport.be: Satellite gets new life as office environment (Version vom 15. Juli 2009 im Internet Archive)
  20. Bericht in der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws
  21. "Le terminal low cost à Zaventem a du plomb dans l'aile" (frz.)
  22. PDF-File: New low cost facilities @ Brussels Airport (19. März 2008)
  23. http://www.lalibre.be/economie/actualite/article/401007/bruxelles-elargit-son-horizon-low-cost.html
  24. New low-cost terminal at Brussels Airport (Version vom 17. April 2009 im Internet Archive) (Archivversion), Pressemitteilung vom 8. Februar 2008
  25. 7sur7.be: "Des travaux à l'aéroport de Zaventem créent la polémique"
  26. n-tv Bericht über den Abschluss des DHL-Umzuges
  27. Direkt von Bern nach Brüssel fliegen – mit British Airways
  28. www.brusselsairport.be Statistischer Jahresbericht 2012 (PDF), S.16/17, aufgerufen am 27. Mai 2013.
  29. Corporate Info von SAB (englisch) (Version vom 1. Mai 2009 im Internet Archive)
  30. Zahlen der BIAC 2007
  31. http://www.brusselsairport.be/nl/cf/res/pdf/corp/en/brutrends2008 Zahlen der BIAC 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Brüssel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien