Airbus A400M
| Airbus A400M Atlas[1] | ||
|---|---|---|
Airbus A400M (Prototyp) |
||
| Typ: | Militärischer Transporter | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | Airbus Military | |
| Erstflug: | 11. Dezember 2009 | |
| Indienststellung: | In der Flugerprobung | |
| Produktionszeit: | 2012- | |
| Stückzahl: | 6 (Stand: 23. Januar 2013)[2] | |
Der Airbus A400M Atlas[1] ist ein militärisches Transportflugzeug von Airbus Military. Die A400M ist mit vier Turboprop-Triebwerken ausgestattet und zeichnet sich gegenüber den von ihr zu ersetzenden älteren Typen durch eine sehr viel höhere Nutzlast und Reichweite aus. Sie soll in verschiedenen europäischen Luftwaffen den veraltenden Bestand an Transportflugzeugen ersetzen, vor allem die deutsch-französische Transall. Obwohl sie hauptsächlich für den militärischen Einsatz konzipiert und entwickelt ist, erfolgt ihre Zulassung auch nach den Richtlinien des zivilen Flugzeugbaus; ein Umstand, der maßgeblich zur Komplexität der Entwicklung und zur Verteuerung beitrug.[3]
Ende des Jahres 2007 wurde mit dem Bau des ersten Prototypen begonnen. In Serie sollte die A400M ab dem Jahr 2008 gehen, aber Ende 2007 gab Airbus bekannt, dass es zu einer Verzögerung von zweimal sechs Monaten kommen werde; diese zweimal sechs Monate sind vertragsrechtlich begründet – sollte Airbus eine Verzögerung von mehr als sechs Monaten eingestehen, so wären die beteiligten Nationen berechtigt, aus dem A400M-Programm auszusteigen, was aber nicht geschehen ist.
Der Rollout der ersten Maschine erfolgte am 26. Juni 2008 in Sevilla, die ersten Bodentests begannen am 3. September 2009.[4] Der Erstflug fand am 11. Dezember 2009 statt.[5][6]
Bei Airbus in Bremen hat im November 2010 die Produktion des ersten Serienmodells begonnen.[7]
Inhaltsverzeichnis |
Entwicklung[Bearbeiten]
Anforderungen[Bearbeiten]
Der Airbus A400M soll den gestiegenen Anforderungen an militärische Lufttransportleistungen gerecht werden. Als „strategischer Transporter“ soll er durch hohe Reichweite, Geschwindigkeit und Ladekapazität, einen geräumigen Laderaum und flexible Einsatzmöglichkeiten den europäischen Streitkräften die Möglichkeit geben, bei auftretenden außereuropäischen Krisen schnell zu reagieren und große Mengen von Material und Personal zu verlegen. Gegenüber den Typen, die die A400M ersetzt, werden sich Nutzlast und Reichweite etwa verdoppeln.
Kritiker bemängeln, dass trotz der gegenüber der Transall und Hercules erheblich gesteigerten Reichweite und Nutzlast die Bezeichnung „strategischer Transporter“ technisch nicht gerechtfertigt sei, sondern lediglich eine politisch gewollte Bezeichnung darstelle.
Als erstes militärisches Flugzeug des Airbus-Konzerns steht die A400M zugleich für das Bestreben der europäischen Nationen, bei der Neubeschaffung von Wehrtechnik auf europäische Unternehmen zu setzen und dadurch Arbeitsplätze in Europa zu sichern und zu schaffen – so verspricht Airbus zum Beispiel, der Bau der A400M sichere Arbeitsplätze in verschiedenen Ländern.
Gleichwohl war die Entscheidung für eine europäische Eigenentwicklung nicht unumstritten. In Deutschland favorisierte der damalige Verteidigungsminister Volker Rühe die Idee einer Zusammenarbeit von Antonow und Airbus, mit dem Ziel, das neu auf den Markt gekommene ukrainische Transportflugzeug Antonow An-70 weiterzuentwickeln, anstatt Airbus allein mit dem Neubau eines „Future Large Aircraft“ zu beauftragen.[8] Später geriet die bestellte Anzahl von 73 Airbus-Flugzeugen durch die CDU-Opposition in die Kritik, namentlich wegen des hohen Preises, und wurde auf 60 Stück verringert.
Anfänge[Bearbeiten]
Als Anfang der 1980er Jahre der Bedarf erkannt wurde, den allmählich veraltenden Bestand an Transportflugzeugen wie die Lockheed C-130 Hercules und Transall C-160 in den europäischen Ländern zu ersetzen, gründeten Aerospatiale, British Aerospace, Lockheed und Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) im Dezember 1982 das Future International Military/Civil Airlifter-Konsortium (FIMA), um die Machbarkeit eines gemeinsamen Militärtransporters zu untersuchen.[9][10][11] 1985 vereinheitlichten die Verteidigungsminister der Independent European Programme Group die Anforderungen an die Maschine, was den Weg für eine internationale Zusammenarbeit bei diesem Projekt freimachte. 1988 lag dann ein Anforderungsprofil (Outline Staff Target) für die neue Maschine vor. Zwischenzeitlich hatten sich 1987 Aeritalia und CASA der FIMA angeschlossen, und 1989 stieg Lockheed aus dem Projekt aus. 1991 wurde in Rom durch die Firmen das EuroFlag-Konsortium gegründet, das die Entwicklung und den Bau der Maschine übernehmen sollte.
Im September 1994 war ein 1:1-Modell der A400M unter dem Namen Future Large Aircraft (FLA) auf der Luftfahrtschau in Farnborough zu sehen. 1995 löste sich das EuroFlag-Konsortium wieder auf, wobei das Projekt nunmehr von Airbus fortgeführt wurde. 1996 wurden dann die inzwischen geänderten und ständig für Diskussionen sorgenden Anforderungen zu den European Staff Requirement (ESR) aktualisiert. Im September 1997 legten sieben Nationen eine Angebotsaufforderung vor und entschieden sich im Dezember desselben Jahres grundsätzlich für das nun A400M genannte Flugzeug, wobei die bindenden Zusagen ausblieben.
Seit 2000[Bearbeiten]
Im Juni 2001 wurde die Rüstungsbehörde OCCAR als Vertragspartner für das Projekt bestimmt, und am 18. Dezember 2001 wurde in Brüssel ein Vertrag über die Lieferung von 196 Flugzeugen unterzeichnet, der aber nicht in Kraft trat. Erst am 27. Mai 2003 wurde in Bonn nach weiteren Verhandlungen der endgültige Vertrag über 180 Maschinen unterschrieben. Im selben Monat wurde auch das Triebwerk eines europäischen Konsortiums (siehe Antrieb) für die Maschine ausgewählt – gegen ein Angebot von Pratt & Whitney Canada. Am 26. Juni 2008 wurde der Transporter bei EADS in Sevilla offiziell vorgestellt.
Der Erstflug eines Airbus A400M war laut Airbus für den Spätsommer oder Herbst 2008 geplant; die ursprünglich für den Oktober 2009 anvisierte Erstauslieferung wurde zunächst um sechs Monate verschoben – mit dem Risiko einer Verzögerung um weitere sechs Monate. Frankreich sollte im Frühjahr 2010 die erste A400M erhalten; die Bundeswehr sollte 2011 an die Reihe kommen. Da die alten Hercules- und Transall-Maschinen nicht so lange im Einsatz bleiben können, wurde verschiedentlich eine Zwischenlösung gesucht. Die deutsche Luftwaffe entschied, sechs Antonow An-124-100 zu chartern (SALIS). Lockheed Martin gab zudem ein Leasingangebot über vier Hercules C-130J ab.
Am 22. April 2008 gab der für die Airbus-Militärsparte zuständige Carlos Suarez in Sevilla bekannt, dass die internen Kosten für das Projekt um 1,4 Milliarden Euro gestiegen seien. Suarez wollte jedoch nicht beziffern, wie hoch die Gesamtkosten des Entwicklungsprogramms seien. Weiterhin bestätigte er, dass Airbus noch immer Probleme mit den Triebwerken der A400M habe.[12] Allein die digitale Überwachungs- und Regelsoftware (FADEC) der Triebwerke nach zivilen Standards führte zu einem Zeitverzug von über einem Jahr mit der entsprechenden Verteuerung.[3]
Weitere Verzögerungen durch Triebwerksprobleme gab Airbus zusammen mit einer Kostensteigerung um nochmals 314 Millionen Euro am 24. November 2008 bekannt. Der Programm-Manager Tom Williams gab zudem bekannt, dass der Erstflug gegen Ende 2009 stattfinden werde.[13]
Am 10. Januar 2009 veröffentlichte die Financial Times Deutschland (FTD) einen Artikel, demzufolge der Airbus-Konzern „vor einer kompletten Überarbeitung des 20-Mrd.-Euro-Festpreisauftrags für 180 Maschinen“ stehe. Als Grund wurde genannt, dass momentan weder das geplante Eigengewicht des Flugzeugs noch die angepeilte Nutzlast erreicht werden könne. Es werde nunmehr von einer Auslieferung im Jahre 2013 ausgegangen.[14] Im Einzelnen gebe es Probleme mit der Triebwerkssoftware (die dem Unternehmen MTU zufolge dreimal so aufwendig sei wie die des Airbus A380)[15]; der Lautstärke des Propellerantriebs; der Flugzeugsteuerung und einem um 12 t zu hohen Gewicht des Flugzeugs; außerdem sei die Laderampe im Augenblick nicht in der Lage, einen Panzer in das Flugzeug rollen zu lassen, ohne dass diese am Übergang Rampe-Flugzeug Schaden nehme.
Am 3. Februar 2009 wurde bekannt, dass Airbus wegen finanzieller Probleme durch den erhöhten Finanzbedarf infolge der technischen Probleme und der Programmverzögerung nicht mehr unbedingt an der Realisierung festhalte.[16] Weiterhin haben laut Branchenkreisen Simulationen von Airbus ergeben, dass Steilanflüge, auch „Sarajevo-Approach“ genannt, bei jetzigem technischen Stand ein Propellerflattern auslösen würden.[17] Aufgrund der schweren technischen Probleme, der langen Verzögerung des ganzen Projektes sowie der hohen Kostensteigerungen wurde in der politischen Diskussion weder ein Abbruch des Projekts noch eine Alternativplanung ausgeschlossen.[18]
Am 24. Juli 2009 vereinbarten die Verteidigungsminister der beteiligten Länder jedoch vorerst ein Festhalten an dem Projekt und eine Neuplanung von Finanzierung und Terminen innerhalb eines halben Jahres. Mit einer Verzögerung von 4 Jahren gegenüber der ursprünglichen Planung wird gerechnet.[19]
Im Januar 2010 sind die genauen Mehrkosten unbekannt. Der Spiegel spricht von etwa 11,3 Mrd. Euro,[20] wovon rund die Hälfte auf Probleme mit den Triebwerken zurückzuführen sein soll. In anderen Presseberichten ist von 5 Mrd. Euro die Rede. Ursprünglich wollte Airbus diese kostengünstig beim amerikanischen Weltmarktführer Pratt & Whitney Canada beschaffen lassen. Allerdings bestanden die europäischen Staaten bei Vertragsabschluss darauf, dass die Triebwerke bei einem europäischen Konsortium eingekauft werden müssen, welches diese aber zunächst komplett neu entwickeln musste.[21] Aufgrund dieser Entscheidung sah Airbus eine Mitverantwortung bei den Bestellernationen und drohte mit der Einstellung des Projektes, sollten diese bis Ende Januar 2010 keine Zusage zur Beteiligung an den Mehrkosten abgegeben haben.[22]
Trotz der hohen Mehrkosten einigten sich die Länder und der Luftfahrtkonzern EADS Anfang März 2010 auf den Bau des Flugzeugs. Die Länder sollen einer Preiserhöhung um zehn Prozent (etwa zwei Mrd. Euro) zustimmen und stellen weitere 1,5 Mrd. Euro bereit, die bei zusätzlichen Exportumsätzen des A400M von Airbus wieder zurückgezahlt werden sollen.[23] Insgesamt sind für das Flugtestprogramm fünf Maschinen vorgesehen, die zusammen 4370 Flugstunden (Fh) erfliegen sollen (davon 1850 Fh für zivile, 2520 Fh für militärische Zertifikationen).
Am 5. November 2010 wurde bekannt, dass die Finanzierung des A400M „steht“. EADS hat sich mit den sieben Käuferländern auf eine Lösung für den Militärtransporter geeinigt:[24]
- Deutschland bestellt 53 statt wie geplant 60 Maschinen; die übrigen sieben Bestellungen werden in eine Option umgewandelt
- die Bundeswehr verzichtet auf die geforderte vollautomatische Tiefflugfähigkeit des A400M. „Mit diesen Maßnahmen wird der deutsche Anteil an der Preiserhöhung von rund 670 Millionen Euro kompensiert.“
- die Serienproduktion der dringend benötigten Maschinen soll gegen Ende 2010 beginnen;
- Frankreich soll im Jahr 2013 eine erste Maschine bekommen. Die Auslieferung der ersten Maschine an die Bundeswehr ist für November 2014[25] geplant. Bis 2020 sollen alle Maschinen für die deutsche Luftwaffe ausgeliefert sein.
Die Armee de l'Air plant, nach dem Erhalt der siebten Maschine eine erste Einsatzbereitschaft zu erklären, was bei verzögerungsloser Auslieferung 2014 der Fall wäre.[25] Am 23. November 2011 gab Airbus Military bekannt, dass die Endmontage der ersten, für Frankreich bestimmten Maschine MSN007, begonnen hat. Einen Tag zuvor traf der Rumpf in Sevilla ein, Tragflächen und die Bugsektion befanden sich schon seit dem 26. Oktober 2011 an der spanischen Produktionsstätte der Airbus-Tochter.[26][27]
Stand Mai 2013 soll der erste A400M im zweiten Quartal 2013 an die Armee de l'Air ausgeliefert werden. Insgesamt werden 2013 nach derzeitiger Planung vier Serienmaschinen an die Nutzer übergeben, darunter auch an die türkischen Streitkräfte. Im Jahre 2014 sollen 10 und ein Jahr darauf 21 Maschinen übergeben werden.[28] Die erste türkische Maschine befindet sich seit Juli 2012 in der Endfertigung.[29]
Flugerprobung[Bearbeiten]
Der Erstflug fand am 11. Dezember 2009 in Sevilla statt und dauerte 3 Stunden und 47 Minuten. Das Abfluggewicht betrug 127 Tonnen, wovon 13 Tonnen auf die Ausrüstung für den Testflug und 2 Tonnen auf Wasserballast entfielen. An Bord waren der militärische Cheftestpilot Edward Strongman, der Testpilot Ignacio Lombo, der für die Triebwerke zuständige Flugingenieur Jean-Philippe Cottet, der Flugingenieur Eric Isorce, zuständig für die Bordsysteme, sowie die Flugingenieure Didier Ronceray und Gerard Leskerpit. Der Start erfolgte um 10:15 Uhr (MEZ). Nach einem Überflug in Landekonfiguration erfolgte die Landung um 14:02 Uhr. Während des Erstfluges detektierte einer der Steuerungscomputer für die Antriebe einen Ausfall, sodass eines der vier Triebwerke aus Sicherheitsgründen automatisch in den Leerlauf versetzt wurde.[30] Das Problem wäre möglicherweise durch einen Neustart des Triebwerks zu beheben gewesen; da das Flugzeug bei einem Scheitern des Neustarts jedoch mit einem stehenden Propeller gelandet wäre, wurde darauf verzichtet.[31]
Am 9. Mai 2012 erhielt Airbus von der EASA die vorläufige zivile Zulassung (Restricted Type Certificate) für den A400M.[32]
Am 22. Mai 2012 landete der zweite Prototyp mit der Kennung EC-402 auf dem Flughafen Cottbus-Drewitz, um dort Starts und Landungen von unbefestigten Pisten aus durchzuführen und die Eignung des A400M auch abseits ausgebauter Flughäfen festzustellen.[33] Die Tests wurden am Nachmittag des 23. Mai abgebrochen, weil der Prototyp stecken geblieben war und über mehrere Stunden erst wieder freigelegt werden musste.[34][35]
Am 13. März 2013 erhielt Airbus Military für die A400M die vollständige zivile Musterzulassung von der EASA.[36]
Liste der Prototypen[Bearbeiten]
| Seriennummer | Erstflug | Basis | Geplante Flugstunden |
Erprobungsbereich(e)[37] |
|---|---|---|---|---|
| MSN001 | Dezember 2009 | Toulouse | 1200 h | Erstflug des A400M, generelles Flugverhalten, Flattererprobung, Festlegung der Beschleunigungsgrenzen |
| MSN002 | April 2010[38] | Sevilla | 1100 h | Erprobung der Flugleistungsparameter, Flüge für die zivile Zulassung, Starts und Landungen auf unbefestigten Pisten[33] |
| MSN003 | Mai 2010 | Toulouse | 975 h | Abstimmung des Autopiloten, Tests mit unterschiedlichen Kraftstoffsorten und -temperaturen[39], Erprobung des Hydrauliksystems und der Navigationsanlagen, Kälteerprobung[40] |
| MSN004 | Januar 2011 | Sevilla | 870 h | Luft-Luft-Betankung, Beladung und Beförderung von Fracht |
| MSN0061 | Dezember 2011[41] | Toulouse | 225 h | Erstes Flugzeug nahezu im Serienzustand, Erprobung des Zusammenspiels der Komponenten, Verbrauchs- und Zuverlässigkeitstests, Versuche zur elektromagnetischen Verträglichkeit der Systeme, Kaltwettertests und Entwicklung der Frachtladesysteme[42] |
- 1 MSN005 wurde nicht gebaut. Ursprünglich sollte das Testprogramm mit sechs Maschinen durchgeführt werden. MSN005 hätte zum Ende des Testprogramms Flüge übernehmen sollen, um die Zuverlässigkeit der Systeme zu überprüfen, Airbus entschied sich letztendlich aber, das erste Serienflugzeug (MSN007) dafür zu verwenden.[43][44] MSN007 wird bereits das erste Serienflugzeug sein und soll im zweiten Quartal 2013 an die französische Luftwaffe ausgeliefert werden.[45][43] Die angestrebte zivile Zulassung durch die europäische Luftfahrtbehörde EASA erfordert laut Airbus etwa 1800 Flugstunden, bis zur endgültigen militärischen Zulassung soll die Flotte etwa 2500 Stunden geflogen sein.[44][39]
Bestellungen und Nutzer[Bearbeiten]
Die ersten Kunden werden Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei sein, die zusammen 180 Maschinen beschaffen wollten. Ursprünglich waren sogar 225 Maschinen vorgesehen, jedoch sank diese Zahl durch den Rückzug Italiens und Portugals aus dem Projekt sowie durch die Verringerung des deutschen und des türkischen Kontingents. Inzwischen ist eine Bestellung durch Malaysia mit vier Maschinen hinzugekommen. Chile plante ursprünglich, ebenfalls drei Maschinen anzuschaffen, allerdings kam nie eine Bestellung zustande. Südafrika hat den Kauf von acht Maschinen annulliert. In Deutschland und Frankreich wird der Airbus A400M die Gemeinschaftsentwicklung Transall C-160 ersetzen, in den übrigen Nationen hauptsächlich die Lockheed C-130 Hercules.
Weil die fest bestellten Maschinen um mehrere Milliarden Euro (Airbus trägt den Hauptanteil der zusätzlichen Kosten selbst) teurer wurden, wird die Anzahl der Flugzeuge durch die Bestellnationen weiter reduziert werden; jedoch gibt es noch keine endgültige Entscheidung dazu. Tom Enders (Airbus-Chef) sagte dazu, die Mindestabnahme von 170 Exemplaren sei erforderlich, da die Herstellung sich andernfalls für Airbus nicht mehr rechnen würde.
Folgende Stückzahlen wurden von den Käufernationen bestellt:
| Bestelldatum | Land | Vereinbarte Lieferdaten | Erwartete Lieferdaten (Stand 2011) | Maschinen |
|---|---|---|---|---|
| 27. Mai 2003 | Februar 2011–Mitte 2017[46] | November 2014–2020[47] | 53 (seit Okt. 2010, vorher 60)[48] | |
| 27. Mai 2003 | April 2010–Ende 2019 | März 2013–2021[49] | 50 | |
| 27. Mai 2003 | Mai 2012–Ende 2021 | 2016–2022 | 27 | |
| 27. Mai 2003 | Oktober 2010–Ende 2015 | Ende 2014–2022 | 22 (3 abbestellt)[50] | |
| 27. Mai 2003 | Juni 2010–Herbst 2014 | ab 2013 | 10 | |
| 27. Mai 2003 | März 2019–Ende 2021 | ab 2018 | 7 | |
| 27. Mai 2003 | März 2018 | ab 2018 | 1 | |
| 15. Dezember 2004 | Mitte 2011–Mitte 2013 | abbestellt | 0 (8 abbestellt)[51] | |
| 8. Dezember 2005 | 2013 | ab Januar 2015[52] | 4 | |
| Insgesamt | 174 | |||
Voraussichtliche Nutzer[Bearbeiten]
Die geplanten Stationierungen für den A400M sehen wie folgt aus:
Die belgischen Luftstreitkräfte wollen ihre A400M auf der Vliegbasis Melsbroek bei Brüssel ab 2018 beim 15. Wing Luchttransport stationieren.
Die für die deutsche Luftwaffe produzierten 40 Maschinen sollen nach derzeitiger Planung auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover beim Lufttransportgeschwader 62 stationiert werden. Dort soll ein multinationales Ausbildungszentrum nicht nur deutsche Piloten auf dem neuen Transportflugzeug ausbilden. Am 6. September 2012 landete dort mit der EC404 erstmals ein A400M-Prototyp.[53][54]
Die Armeé de l'Air wird ihre A400M ab 2013 auf der Base aérienne 123 Orléans-Bricy stationieren; bis 2014 sollen zehn A400M dem Verband zur Verfügung stehen und eine erste Einsatzbereitschaft erreicht sein.[55] Ende Januar 2013 werden bei Airbus Military die ersten Techniker der französischen Luftwaffe auf dem neuen Flugzeug geschult, am 4. Februar ist die Aufnahme der Pilotenausbildung geplant. Diese wird für die ersten Crews in Toulouse und Sevilla stattfinden.[56]
Die Streitkräfte Malaysias haben ab 2015 Subang als Basis für ihre Transportflugzeuge ausgewählt.
Die Ala 31 in Zaragoza, das zur Zeit 11 C-130 betreibt, wird ab 2016 den neuen Transporter einsetzen. Von den 27 bestellten Maschinen sollen nach derzeitigen Planungen nur 14 in den spanischen Streitkräften dienen, während die restlichen 13 für den Export bestimmt sind.[57]
Die Royal Air Force kolloziert alle Transportflugzeuge in RAF Brize Norton, dazu kommen ab 2014 die A400M in langfristig zwei Einsatzstaffeln, der 70. und 30. Squadron, und einer Umschuleinheit, der 24. Squadron (die Staffelnummern sind seitens der RAF noch nicht offiziell bestätigt). Die RAF gab zudem im März 2013 bekannt, den A400M nicht als Tankflugzeug einsetzen zu wollen und keine Umrüstsätze zu beschaffen, da man diese Fähigkeiten bereits mit der Voyager abdecken würde.[58]
Liste der Serienflugzeuge[Bearbeiten]
| Seriennummer | Erstflug | Auslieferung | Nation | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| MSN007 | 6. März 2013 [59] | Mai/Juni 2013 | |
Erster Serien-A400M |
| MSN008 [60] | Ende 2013 | |
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| MSN009 [60] | Ende 2013 | |
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| MSN010 [60] | 2014 | |
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| MSN011 [60] | 2014 | |
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| MSN012 [61] | 2014 | |
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| MSN013 [61] | 2014 | |
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| MSN014 [61] | 2014 | |
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| MSN015 [61] | 2014 | |
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| MSN016 [61] | 2014 | |
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| MSN017 [61] | 2014 | |
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| MSN018 [61] | 2014 | |
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| MSN019 [61] | 2014 | |
||
| MSN020 [61] | 2014 | |
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| MSN021 [61] | 2015 | |
||
| MSN022 [61] | 2015 | |
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| MSN023 [61] | 2015 | |
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| MSN024 [61] | 2015 | |
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| MSN025 [61] | 2015 | |
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| MSN026 [61] | 2015 | |
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| MSN027 [61] | 2015 | |
||
| MSN028 [61] | 2015 | |
||
| MSN029 [61] | 2015 | |
Leistungsfähigkeit[Bearbeiten]
Der Laderaum der A400M misst 17,7 m × 4 m × 3,85 m (L × B × H) und soll unter anderem folgende Beladung aufnehmen können:[62]
- 116 Soldaten
- sechs (3 × 2 angeordnete) Geländewagen vom Typ Land Rover o. ä. mit Anhänger,
- zwei Lastwagen vom Typ Unimog 2450L,
- acht Waffenträger vom Typ Wiesel 2,
- zwei Hubschrauber vom Typ Apache AH-64, Eurocopter Tiger oder Super Lynx,
- einen mittleren Transporthubschrauber vom Typ NH90 oder AS 332 Cougar,
- drei Transportpanzer vom Typ M113
- einen Schützenpanzer vom Typ Puma, Warrior, Patria AMV oder CV 9030,
- eine Panzerhaubitze M109
- ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf einer Kettenlafette vom Typ MLRS (MARS),
- zwei Raupenbagger.
Das Transportflugzeug weist bei taktischer Verwendung eine garantierte Nutzlast von 25 Tonnen auf. Jedoch ist es nicht für den Transport überschwerer Lasten wie etwa des Kampfpanzers Leopard 2 konzipiert, da das maximale Gewicht für Einzelfahrzeuge bei 32 Tonnen liegt.
Die A400M wird eine maximale Zuladung von 37 Tonnen transportieren können und damit eine Reichweite von etwa 3100 Kilometern haben. Bei geringerer Zuladung kann entsprechend mehr Treibstoff getankt werden, wodurch sich die Reichweite vergrößert; siehe nebenstehende Karte. Gemessen an größeren strategischen Transportflugzeugen wie der Boeing C-17 sind das relativ geringe Werte, sodass die Konkurrenzfähigkeit des Airbus-Entwurfs für strategischen Lufttransport teilweise in Frage gestellt wurde. So wird etwa davon ausgegangen, dass fünf Maschinen dieses Typs nötig wären, um die Leistung einer Antonow An-124 zu erbringen.
Die A400M verbindet allerdings die Fähigkeit zu Langstreckentransporten mit einer großen Vielseitigkeit in taktischen Situationen. Bei einer Zuladung von 20 Tonnen liegt ihre Reichweite, verglichen mit der gestreckten Version der C-130J (Super Hercules), gut doppelt so hoch.[63] Die maximale Zuladung ist, ebenfalls im Vergleich zur C-130J stretch, annähernd doppelt so groß.[63]
Zur Landung und zum Start auch unter ungünstigen Witterungsbedingungen genügt eine notdürftig vorbereitete Landebahn von unter 1000 Metern Länge und ohne besondere technische Einrichtungen. Auch ist das Fahrwerk dafür ausgelegt, auf Gras- oder Lehmflächen landen zu können.
| Militärische Freigabe |
Voll integrierte Fähigkeiten | Ab Flugzeug |
Jahr |
|---|---|---|---|
| IOC | Transport von Truppen, Fahrzeugen und militärischen Paletten mit einem Gewicht von bis zu 32 Tonnen | MSN007 | 2013 |
| SOC 1 | Absetzen aus der Luft (eingeschränkt) Selbstschutz (eingeschränkt) |
MSN010 | 2013 |
| SOC 1.5 | Absetzen aus der Luft Selbstschutz Luftbetankung (eingeschränkt) |
MSN021 | 2015 |
| SOC 2.0 | Erweitertes taktisches Einsatzspektrum Zusätzliche Leistungssteigerungen |
MSN045 | 2016 |
| SOC 2.5 | Volles Luftbetankungsspektrum Such- und Rettungsdienst |
ca. MSN090 | 2017 |
| SOC 3 | Tiefflug | ca. MSN120 | 2019 |
Der Transport von Gütern und Personal zwischen Flugplätzen ist aber nicht die einzige Einsatzmöglichkeit für die A400M. Sie ist auch dafür vorgesehen, Güter mit und ohne Fallschirm sowie Fallschirmjäger abzusetzen. Zudem soll sie, ähnlich wie bereits beispielsweise der Airbus A310 der Luftwaffe, mit einer Lazarettausrüstung („MedEvac“) eingerichtet werden können, um verletzte Personen zu transportieren.
Durch einen kurzen Umbau kann die A400M mit einer Ausrüstung für die Luftbetankung ausgestattet werden. Sie kann dann andere Flugzeuge aus ihrem normalen Tankvorrat versorgen, der durch Zusatztanks im Laderaum ergänzt werden kann. Vorteile gegenüber großen Jets wie dem A310-300 MRTT liegen in einer geringeren und damit für die Betankung von Hubschraubern geeigneteren Mindestgeschwindigkeit und -höhe sowie in der weitaus größeren Anzahl der Flugzeuge. Wiederum erlaubt der Geschwindigkeitsbereich der A400M auch das Betanken schnellerer Kampfflugzeuge.
Operating Clearances[Bearbeiten]
Der Airbus A400M wird nicht von Beginn an sein volles Leistungsspektrum besitzen. Vielmehr werden die ersten Serienexemplare in einer Initial-Operating-Clearance-Version (IOC) geliefert, eine militärische Zulassung, die zunächst den strategischen Lufttransport ermöglichen wird und damit der zivilen Musterzulassung entspricht. Mit fortschreitender Seriennummer wird dann eine Auslieferung mit der Standard Operating Clearance (SOC) angestrebt, die das taktische Spektrum des Flugzeuges erweitern.[61]
Vergleichbare Modelle[Bearbeiten]
| Maschine | Länge | Spann- weite |
Höhe | Fracht- fläche |
Fracht- volumen |
Maximale Nutzlast |
Reise- geschwin- digkeit |
Flug- reichweite |
Dienst- gipfelhöhe |
Start- rollstrecke |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| McDonnell Douglas C-17A Globemaster III |
53,04 m | 50,29 m | 16,79 m | 147,2 m² | 553,63 m³ | 77.519 kg | 818 km/h | 5.100 km (bei 50 t Zuladung) |
13.716 m | 1.064 m |
| Lockheed C-5 Galaxy |
75,53 m | 67,88 m | 19,34 m | - | - | 122.472 kg | 932 km/h | 9.565 km (bei 60 t Zuladung) |
10.900 m | 2.600 m |
| Iljuschin Il-76MF | 53,19 m | 50,50 m | 14,45 m | 89,1 m² | 302,90 m³ | 52.000 kg | 800 km/h | 6.300 km (bei 40 t Zuladung) |
15.500 m | 1.800 m |
| Antonow An-70 | 40,73 m | 44,06 m | 16,38 m | 76,4 m² | 313,24 m³ | 47.000 kg | 780 km/h | 3.500 km (bei 35 t Zuladung) |
12.000 m | 1.500 m |
| Antonow An-124 | 69,10 m | 73,30 m | 20,78 m | 233,6 m² | 1027,84 m³ | 150.000 kg | 800–8502) km/h | 4.800 km (bei 120 t Zuladung) |
11.600 m | 3.000 m |
| Airbus A400M Atlas[64] |
45,10 m | 42,40 m | 14,60 m | 70,8 m² | 272,73 m³ | 37.000 kg | 730–7802) km/h | 4.535 km (bei 30 t Zuladung) |
12.300 m | 1.140 m 1) |
| Lockheed C-130J-30 Super Hercules |
34,69 m | 40,40 m | 11,84 m | 52,7 m² | 162,12 m³ | 21.625 kg | 643 km/h | 5.240 km (bei 18 t Zuladung) |
9.315 m | 1.200 m |
| Transall C-160 | 32,40 m | 40,00 m | 12,36 m | 42,5 m² | 126,72 m³ | 16.000 kg | 513 km/h 2) | 1.850 km | 8.230 m | 650 m |
| Kawasaki C-2 | 43,90 m | 40,40 m | 14,20 m | 66 m² | 256 m³ | 37.600 kg | 890–980 km/h | 6.500 km (bei 30 t Zuladung) |
12.200 m | 900 m |
| Xian Y-20 3) Kunpeng |
46 m | 50 m | - | - | - | - | - | 4.500 km (bei 60 t Zuladung) |
- | - |
- 1) voraussichtlich
- 2) Höchstgeschwindigkeit
- 3) Werte noch nicht bestätigt
Technik[Bearbeiten]
Der türkische Rüstungskonzern Tusaş entwickelte das Querruder, die Störklappe, mehrere Teile des Flugzeugrumpfes, die Fallschirmspringertüren und die Notausgänge. Zudem ist das Unternehmen für die Innenverkableung, Innen- und Außenbeleuchtung des Flugzeuges und wasserführenden Elemente verantwortlich.[65]
Die Ausrüstung des Rumpfes mit den Systemen erfolgt im ersten Schritt im Airbus-Werk Bremen und wird nach dem Zusammenfügen aller Flugzeugkomponenten im Werk Sevilla fortgesetzt.
Für das Absetzen von Fallschirmspringern und um das Verlassen des Fallschirms aus der laminaren Strömung des Flugzeuges zu erleichtern, sind vor den seitlichen Springertüren ausfahrbare Windabweiser angebracht.[25]
Antrieb[Bearbeiten]
An der Entwicklung des Turboprop-Triebwerks EPI TP400-D6 sind Rolls-Royce plc, ITP, MTU Aero Engines und Snecma beteiligt. Für die Entwicklung, Herstellung und Betreuung des TP400-D6 wurde von den Partnerfirmen das gemeinsame Unternehmen Europrop International (EPI) gegründet. Die Leistung wird durch achtblättrige Ratier-FH-386-Propeller mit 5,34 Metern Durchmesser aus gewobenen Faserverbundwerkstoffen[66] umgesetzt.
Technische Daten:
- Typ: 3-Wellen-Turboprop
- Leistung: mehr als 8.200 Wellen-kW (11.000 PS)
- Verdichtungsverhältnis: 25
- Propellerdurchmesser: 5,3 m
- Propellerdrehzahl: 840 min-1
- Gewicht: 1.860 kg (trocken)
- Länge: 3.500 mm
Die Leistung des Triebwerks wird weltweit nur durch zwei Triebwerke, das schon relativ alte russische Kusnezow NK-12 (u. a. in der Antonow An-22 und Tupolew Tu-95) und das ukrainische Iwtschenko Progress D-27 (eingebaut in der Antonow An-70) übertroffen. Beide Triebwerke verfügen im Gegensatz zum TP400 über zwei gegenläufige Propeller auf derselben Nabe, so dass kein Gegendrehmoment auf die Tragflächenstruktur wirkt.
Technische Daten[Bearbeiten]
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Länge: | 45,10 m |
| Flügelspannweite: | 42,36 m |
| Tragflügelfläche: | 221,50 m² |
| Flügelstreckung: | 8,12 |
| Tragflächenbelastung: |
|
| Höhe: | 14,70 m |
| Frachtraumabmessung: |
|
| Frachtraumvolumen: | 340 m³ |
| Leergewicht: | 78.600 kg |
| Maximales Landegewicht: | 122.000 kg |
| Maximales Startgewicht: | 141.000 kg |
| Maximale Nutzlast: | 37.000 kg (31.500 kg für einzelne Frachtgüter, z. B. Panzerfahrzeuge) |
| Maximaler Kraftstoffvorrat: | 50,5 t |
| Höchstgeschwindigkeit: |
|
| Dienstgipfelhöhe: |
|
| Flugreichweite[67]: |
|
| Minimal benötigte Landebahnlänge: | 625 m |
| Minimal benötigte Startbahnlänge: | 940 m |
| Antrieb: | Vier TP400-D6-Turboprop-Triebwerke mit je 8.250 kW |
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der A400M (englisch)
- Airbus Military (englisch)
- Zivile Musterzulassung für den Airbus A400 (PDF; 271 kB) durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (englisch)
- Sven Böll: Riskanter Poker um den Pannenflieger in: Spiegel Online. 2. Dezember 2009.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ a b Craig Hoyle: RIAT: A400M reborn as 'Atlas'. In: Flightglobal.com. 6. Juli 2012, abgerufen am 10. Juli 2012 (englisch): „Airbus Military's A400M transport has been formally named the Atlas by its European customer nations, during a rain-affected ceremony at the Royal International Air Tattoo (RIAT).“
- ↑ Fifth Airbus Military A400M development aircraft makes first flight. A400M.com, abgerufen am 21. Dezember 2011.
- ↑ a b Risikomanagement am Beispiel A400M. Strategie & Technik, abgerufen am 18. August 2010 (auf Seite 6).
- ↑ A400M - Das Testflugzeug MSN001- Rollout in Sevilla. flugrevue.de, abgerufen am 24. November 2012.
- ↑ FliegerWeb: Airbus A400M abgehoben
- ↑ A400M startet in Sevilla zum Erstflug. Flugrevue, 11. Dezember 2009, abgerufen am 15. Februar 2012.
- ↑ Krischan Förster: Bremens fliegender Grizzly. Weserkurier, 27. November 2010, abgerufen am 15. Februar 2011.
- ↑ Dietmar Seher: Ost-West-Rüstungsprojekt vor dem Scheitern. Berliner Zeitung, 22. Oktober 1997, abgerufen am 26. Oktober 2010.
- ↑ Hewson, R.: The Vital Guide to Military Aircraft, 2nd ed. Airlife Press, Ltd. 2001
- ↑ King, J.E./McDonnell Douglas, Long Beach, California: Large Subsonic Transports and Military Aircraft. In: Ahmed Noor, Samuel L. Venneri, et al.: Future Aeronautical and Space Systems
- ↑ Europe moves to replace Hercules. In: Flight International, Juli 1987. Flightglobal, 25. Juli 1987, abgerufen am 15. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Militärtransporter kommt Airbus teuer zu stehen. Reuters Deutschland, 22. April 2008, abgerufen am 15. Februar 2012: „Die internen Kosten seien um 1,4 Milliarden Euro gestiegen, sagte der für die Airbus-Militärsparte zuständige Carlos Suarez am Dienstag in Sevilla. Die Gesamtkosten des Entwicklungsprogramms wollte er jedoch nicht beziffern. Suarez räumte zudem ein, dass Airbus noch immer Probleme mit den Triebwerken habe.“
- ↑ Airbus A400M Erstflug erst im zweiten Halbjahr 2009. Aero.de, 24. November 2008, abgerufen am 15. Februar 2012: „Airbus plant den Erstflug des Militärtransporters A400M für das zweite Halbjahr 2009. "Es ist unwahrscheinlich, dass wir den Jungfernflug vorher durchführen werden", sagte Airbus Programm-Manager Tom Williams am Montag in einer Stellungnahme. […] Der erste A400M sollte im Oktober 2009 an die französischen Streitkräfte gehen. Dieser Termin ist bereits um sechs Monate verschoben worden - mit Risiko einer Verzögerung um weitere sechs Monate. Die Bundeswehr muss bis 2011 auf den ersten ihrer 60 bestellten A400M warten. Airbus hat die Fertigung des Militärtransporters Anfang des Monats unterbrochen.“
- ↑ A400M-Technik überfordert Airbus, Financial Times Deutschland, 10. Januar 2009
- ↑ Welt-Online: MTU beschwört Burgfrieden der A400M-Konstrukteure, abgerufen am 26. Oktober 2010
- ↑ Hasnain Kazim, Anne Seith: Airbus-Projekt A400M steht auf der Kippe. In: Spiegel online, abgerufen am 3. Februar 2009
- ↑ J.Flottau: Mission impossible. In: Sueddeutsche online, abgerufen am 3. Februar 2009
- ↑ Sascha Lange: Der Airbus A400M vor dem Aus? In: SWP Aktuell 7. Stiftung Wissenschaft und Politik, abgerufen am 10. Dezember 2009 (PDF).
- ↑ Jens Flottau: Der Pannen-Airbus. In: Süddeutsche Zeitung online, abgerufen am 25. Juli 2009
- ↑ Spiegel Online: Posse um A400M – Airbus stellt europäischen Regierungen Ultimatum, abgerufen am 23. Januar 2010
- ↑ Financial Times Deutschland: A400M - Falsch gerechnet, abgerufen am 23. Januar 2010
- ↑ Financial Times Deutschland: Airbus-Chef plant Stopp des A400M, abgerufen am 23. Januar 2010
- ↑ vgl. Flottau, Jens: Nach langem Streit – Durchbruch für Militärtransporter A400M, Bei: sueddeutsche.de, abgerufen am 6. März 2010
- ↑ Die Zeit vom 5. November 2010: Die Finanzierung des A400M steht
- ↑ a b c Karl Schwarz: Auftrieb für A400M. FlugRevue Januar 2011, S. 52. " Ein ausklappbarer Windabweiser […] sorgt für eine gute Strömung beim Absetzen von Fallschirmspringern."
- ↑ French Air Force's First A400M Begins Final Assembly. Air Forces Monthly, Februar 2012, S. 11.
- ↑ First A400M for the French Air Force takes shape in Seville. Airbus Military Press Centre, 14. Februar 2012, abgerufen am 14. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Robert Wall: Airbus Targets A400M Military Airlifter Sales Push at Paris Show. bloomberg.com, 17. Mai 2013, abgerufen am 25. Mai 2013 (englisch).
- ↑ Craig Hoyle: Turkey's first A400M enters final assembly. Flightglobal.com, 19. Juli 2012, abgerufen am 4. September 2012 (englisch).
- ↑ Spiegel Online: Piloten verschwiegen Probleme beim Erstflug, abgerufen 25. Januar 2010
- ↑ Financial Times Deutschland: A400M-Piloten verschweigen Probleme, abgerufen 25. Januar 2010
- ↑ A400M erhält eingeschränkte zivile Zulassung. Aero.de, 9. Mai 2012, abgerufen am 10. Mai 2012.
- ↑ a b Nicole Nocon: Superstar der Lüfte landet in der Lausitz. In: Lausitzer Rundschau. 23. Mai 2012, abgerufen am 23. Mai 2012: „In den nächsten Tagen wird Airbus Military seine Militärtransporter A400M in Drewitz dem Praxistest unterziehen.“
- ↑ A400M-Tests in Brandenburg beendet. Airliners.de, 24. Mai 2012, abgerufen am 24. Mai 2012.
- ↑ Airbus bricht Tests vom A400M in Drewitz ab. Lausitzer Rundschau, 23. Mai 2012, abgerufen am 24. Mai 2012.
- ↑ Airbus Military A400M receives full civil type certification from EASA. AIRBUS Pressenachricht, abgerufen am 12. April 2013.
- ↑ A400M Flight Test Prototypes. Airliners.net Forum, 4. Januar 2010, abgerufen am 26. Januar 2012
- ↑ Craig Hoyle: Second A400M takes off. Flightglobal, 9. April 2010, abgerufen am 14. Februar 2012 (englisch).
- ↑ a b c Karl Schwarz: Zivile Zulassung in Sicht - A400M-Testprogramm läuft auf vollen Touren. FlugRevue, Januar 2012, S. 54ff.
- ↑ Flugrevue.de: Kälte-Erprobung in Hamburg
- ↑ Fifth A400M Flown. In: Air International. Key Publishing, Stamford Februar 2012, ISSN 0306-5634, S. 9.
- ↑ Flugrevue.de: Fünfte A400M startet zum Erstflug, abgerufen am 21. Dezember 2011
- ↑ a b Jean-Michel Guhl: Airbus Military begins final assembly of the first production A400M for France. Latinaero.com, 23. November 2011, abgerufen am 26. Januar 2012.
- ↑ a b Craig Hoyle: A400M thrusting forward. Flightglobal.com, 11. Dezember 2009, abgerufen am 26. Januar 2012.
- ↑ http://www.airbusmilitary.com/LatestNews/tabid/176/ArticleID/240/ArtMID/681/First-production-Airbus-Military-A400M-in-French-Air-Force-colours.aspx
- ↑ FlugRevue Juli 2008, S. 46–50, Europas neuer Lademeister
- ↑ RP-Online:Einigung bei Zusatzkosten für A400M, abgerufen 29. März 2010
- ↑ tagesschau.de: Nur noch 40 Militärtransporter für die Bundeswehr. Abgerufen am 31. Januar 2011.
- ↑ Jane's International Defence Review, Vol. 43, März 2010, S. 66
- ↑ aero.de Luftfahrtnachrichten: London streicht Flugzeuge aus A400M-Auftrag. Abgerufen am 30. März 2010.
- ↑ Reuters: Südafrika bestellt als erstes Land Militärtransporter A400M ab. Abgerufen am 5. November 2009.
- ↑ http://www.nst.com.my/ New Straits Times: Air force gets up-close with future. Abgerufen am 16. April 2012.
- ↑ Thomas Wiegold: A400M: Blick auf den künftigen deutschen Heimatflughafen. Augen geradeaus! (Blog), 6. September 2012, abgerufen am 6. September 2012: „Trotz erneuter technischer Probleme bei der Auslieferung des neuen Transportfliegers A400M (die allerdings vermutlich die deutsche Luftwaffe nicht betreffen werden) zeigt sich der künftige Transportflieger schon mal am geplanten Heimatstandort: Beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf landete heute erstmals eine A400M, eine der fünf Testmaschinen.“
- ↑ Ralf E. Krüger: Bundeswehr baut Standort Wunstorf mit 405 Millionen Euro für Transporter A400M aus. In: Mindener Tageblatt. 7. September 2012, abgerufen am 7. September 2012.
- ↑ Henri-Pierre Grolleau: Armee de l'Airs Quiet Revolution. In: Air International. Key Publishing, Stamford April 2012, S. 46ff..
- ↑ Craig Hoyle: First French personnel to begin A400M training. In: Flightglobal. 23. Januar 2013, abgerufen am 23. Januar 2013 (englisch): „An initial cadre of maintenance personnel will receive training in supporting the type from 28 January at the International Training Centre at Airbus Military's San Pablo site near Seville, the French air force says. Its first pilots to convert to the Atlas will undergo instruction in Toulouse from 4 February, before receiving further training in Spain, it adds.“
- ↑ Los recortes de Defensa en el programa de armamento: del Eurofighter al NH-90. In: libertaddigital.com. 23. Mai 2013, abgerufen am 24. Mai 2013 (spanisch).
- ↑ Craig Hoyle: No tanker role for UK A400Ms. In: Flightglobal.com. 15. März 2013, abgerufen am 25. April 2013 (englisch): „'The Ministry of Defence has recently refreshed its study into requirements for air-to-air refuelling capability,' Dunne said on 14 March. 'This concluded that [the A330] Voyager will meet all requirements; therefore, there is no need for an air-to-air refuelling capability by the A400M Atlas.'“
- ↑ Dominic Perry: First production A400M makes maiden flight. In: Flightglobal.com. 7. März 2013, abgerufen am 17. März 2013 (englisch): „Aircraft MSN7 took off from Airbus's San Pablo facility near Seville at 11:48 local on 6 March and returned to the site after a flight lasting 5h 42min.“
- ↑ a b c d Jens Flottau: Airbus Commits To May/June A400M Delivery To France. In: Aviation Week (Onlineausgabe). 20. Februar 2013, abgerufen am 17. März 2013.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Ulrich Rapreger: Erstflug des A400M-Serienflugzeuges. In: Europäische Sicherheit & Technik. Nr. 4, 2013, S. 53-54.
- ↑ Airbus Military: Strategic and Tactical Capabilities. Abgerufen am 1. Februar 2010.
- ↑ a b Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Theo Liebig, A400M-Programmmanager, 3. November 2005, PDF, 7,14 MB
- ↑ Specifications – Performance – A400M. Airbus Military, abgerufen am 17. August 2010 (englisch).
- ↑ A400M. In: http://www.tai.com.tr/. Tusaş, S. 1, abgerufen am 6. Juni 2009 (türkisch).
- ↑ „Focus on Engine – Horsepower on board“, A400M Countdown, abgerufen am 27. Januar 2009
- ↑ Strategic Payload-Range Capability. Airbus Military, abgerufen am 2. Dezember 2010 (englisch).
Liste von Luftfahrzeugen der Bundeswehr