Frauenbewegung

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Die Suffragette „Mrs. Suffern“ hält ihr Transparent hoch. (1914, vermutlich in New York)

Die Frauenbewegung (auch Frauenrechtsbewegung) ist eine globale soziale Bewegung, die sich für die Gleichberechtigung von Frauen in Staat und Gesellschaft einsetzt. Sie entstand im Zusammenhang mit den sozialen und erzieherischen Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts in Westeuropa und den USA (→ Lebensreform) und breitete sich rasch in andere Länder aus.
Wichtige Themen der Frauenbewegung sind u. a. die Gleichstellung der Geschlechter und die Neubewertung der tradierten Geschlechterrollen.

Weltanschauliche Grundlagen[Bearbeiten]

Erste Ansätze einer Frauenrechtsbewegung entstanden im Zeitalter der Aufklärung gleichzeitig mit dem Beginn bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen. Grundgedanke war die Gleichheit aller Menschen, wie sie beispielsweise im Laufe der französischen Revolution proklamiert wurde. So forderte Olympe de Gouges mit ihrer Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne bereits 1791, also kurz nach der Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte (1789), dieselben Rechte und Pflichten für Frauen ein. Denn Formulierungen von Menschen- und Bürgerrechten galten zu diesem Zeitpunkt nur für Männer.

In Bezug auf das Verhältnis zwischen den Geschlechtern kristallisierten sich bereits sehr früh zwei grundlegend verschiedene Auffassungen heraus: eine dualistische bzw. differenzialistische und eine generalistische bzw. egalitäre Sichtweise. Erstere ging von einer grundlegenden, natürlich oder durch die neuen Wissenschaften begründeten „Verschiedenheit der Geschlechter“ aus.

Der egalitäre Ansatz basierte auf den Ideen der Aufklärung. Danach waren alle Menschen „von Natur aus gleich“, woraus die Forderung nach der Gleichstellung der Geschlechter in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft abgeleitet wurde.

Moderne Frauenrechtsbewegung[Bearbeiten]

Die moderne Frauenrechtsbewegung lässt sich in drei Wellen unterteilen:

  • Die erste Welle der modernen Frauenbewegung oder Frauenrechtsbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts) kämpfte für die grundsätzlichen politischen und bürgerlichen Rechte der Frauen wie z. B. das Frauenwahlrecht, das in Deutschland im November 1918 rechtlich verankert wurde, das Recht auf Erwerbstätigkeit, das Recht auf Bildung und für eine Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage.
  • Die zweite Welle der Frauenbewegung entstand in den 1960er Jahren als Kritik an der massiven Diskriminierung von Frauen, besonders von Müttern. Wegen ihrer Kritik an allen bisherigen Formen organisierter Politik verstanden sich zumindest große Teile der zweiten Phase etwa ab 1968 auch als autonome Frauenbewegung. Diese zweite Welle wird oft als Teil der Neuen Linken und der neuen sozialen Bewegungen verstanden. Sinnvollerweise wird aber die Frauenbewegung der letzten beiden Jahrhunderte in einem Zusammenhang betrachtet und nach Phasen oder Wellen unterschieden.
  • In den 1990er Jahren zeichnete sich vor allem in den USA eine dritte Welle (Third-wave feminism) der Frauenbewegung ab, die die Ideen der zweiten Welle in modifizierter Form fortsetzt. Neue Aspekte sind vor allem eine globalere, weniger ethnozentristische Sichtweise, die Betonung der Notwendigkeit, dass auch Männlichkeit ein nach Zeiten und Regionen unterschiedliches Konstrukt ist, das kritisch hinterfragt werden muss. Unter dem Begriff des Gender-Mainstreaming verabredeten 1995 auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz die dort versammelten Regierungen inkl. des Vatikans den kleinsten Reformkompromiss, auf den sie sich einigen konnten, als eine Top-Down Strategie, die Frauen-, aber auch Lesben- und Schwulenbewegungen unterstützen soll.

Frauenrechtlerin ist nicht nur Bezeichnung für eine Mitstreiterin der älteren Frauenbewegung (1848–1933), sondern ist auch heute noch gebräuchlich.[1] Für Angehörige der neuen Frauenbewegung seit den 1960er Jahren wird jedoch eher die Bezeichnung Feministin verwendet.

Erste Welle[Bearbeiten]

Christabel Pankhurst (1880–1958) gehörte zu den britischen Suffragetten, die sich entschieden für das Frauenwahlrecht einsetzten

Im Zuge der Französischen Revolution wurde auch die Gleichheit zwischen Mann und Frau zum Thema gemacht, zuerst vor allem in den Salons Europas, aber während des Vormärz auch bei den Altkatholikinnen. Auf diese intellektuellen Zirkel bezog sich die abfällige Bezeichnung Blaustrumpf.

Die erste Welle der Frauenbewegung in den USA entstand im Zuge der Anti-Sklaverei-Bewegung. Unter den Abolitionisten befanden sich auch viele, oft religiös motivierte, Frauen. Sie erkannten, dass nicht nur die Rechte der Afroamerikaner, sondern auch die der Frauen nicht den Bürgerrechten anglo-amerikanischer Männer entsprachen. So wurde 1848 die „Declaration of Sentiments“ beschlossen, die sich bewusst an der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung orientierte und die Gleichheit von Frau und Mann und somit von deren Rechten deklarierte. Gefordert wurden vor allem das Wahlrecht für Frauen und eine Reform des Ehe- und Besitzrechtes.[2]

Die Mitglieder der ersten Frauenbewegung wurden Frauenrechtlerinnen genannt. Da eines ihrer Hauptziele das Frauenwahlrecht war, wurden sie auch (häufig abwertend) als Suffragetten (suffrageengl. Wahlrecht, von latein. suffragium – Abstimmung) bezeichnet.

Die wichtigsten angestrebten Ziele der ersten Welle waren:

Führerinnen der Frauenbewegung in Deutschland. Illustration aus Die Gartenlaube (1894)

Auch in den deutschsprachigen Ländern gab es zu Anfang keine einheitliche Frauenrechtsbewegung. Je nach Herkunft und Zielvorgabe bildeten sich im Laufe der Zeit drei wesentliche Strömungen heraus: die bürgerlich-gemäßigte Frauenbewegung um Henriette Goldschmidt (1825–1920), Louise Otto-Peters (1819–1895), Auguste Schmidt (1833–1902), Helene Lange (1848–1930) und Gertrud Bäumer (1873–1954) mit dem Allgemeinen Deutschen Frauenverein, die bürgerlich-radikale Frauenbewegung um Minna Cauer (1841–1922) und Anita Augspurg (1857–1943) mit dem Deutschen Verband für Frauenstimmrecht und die sozialistische Frauenbewegung um Clara Zetkin (1857–1933). Die früher vorgenommene Unterscheidung innerhalb der deutschen Frauenbewegung wird im heutigen Diskurs aus sachlichen Gründen und wegen vielfältiger Überschneidungen in Einzelfragen nicht mehr aufrechterhalten. Sinnvoller ist es, Schwerpunkte des Engagements zu unterscheiden. Der bürgerlich-gemäßigte Flügel trat vorrangig zunächst für das Kommunalwahlrecht und für eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für Frauen sowie für die Anerkennung der Erwerbsarbeit von Frauen ein, oft mit Blick auf besonders benachteiligte Berufsgruppen (Dienstboten, Schauspielerinnen). Der bürgerlich-radikale Flügel strebte das volle Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene und das Recht auf Zugang zu den Universitäten an, teilweise auch gemeinsam mit den Sozialistinnen. Allen Flügeln gemeinsam ging es um die Umgestaltung der Gesellschaft auf neuer sittlicher Grundlage.[3]

Ab dem Jahr 1900 ging die Geburtenrate deutlich zurück. Um 1910 betrug sie knapp 4, während des Krieges sank sie auf 2; nach einer kurzen Spitze fiel sie wieder Richtung 2 (und ab der Weltwirtschaftskrise 1929 auch darunter).[4] Die durchschnittlich gesunkene Kinderzahl trug zu einem Rollenwandel von Frauen mit Kindern bei.[5]

Während des ersten Weltkrieges wurden Millionen von Frauen berufstätig, um Männer zu ersetzen, die an einer der Fronten des Ersten Weltkriegs kämpften. Nach 1918 waren Millionen von Männern kriegsinvalide und damit erwerbsunfähig; viele Frauen wurden zur Familienernährerin (siehe auch Erster Weltkrieg#Kriegsfolgen). Dieser Krieg und die Deutsche Inflation 1914 bis 1923 erzeugten eine bis dahin noch nicht gekannte soziale Not bei Kriegswaisen und -witwen.[6]

1918 wurde in Deutschland die Republik ausgerufen; aus der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wurden die Republiken Österreich und Ungarn; mit der Oktoberrevolution in Russland stürzte das Zarentum und auch Polen wurde eine Republik. Dies zog zahlreiche gesellschaftliche Änderungen nach sich.

Speziell in der kurzen Blütezeit von 1924–1929 ('goldene Zwanziger') wurden viele gesellschaftliche Umwälzungen sichtbar.

Zweite Welle[Bearbeiten]

Der Auslöser der zweiten Welle der Frauenbewegung war ein allgemeiner gesellschaftlicher Umbruch und Wertewandel nach dem Golden Age of Marriage der 1950er und 1960er Jahre. In Deutschland wie in den USA wurde sie im Zuge der Neuen Linken im Rahmen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) von der Studentenbewegung zur sozialen Bewegung. In den USA wurden die Frauen durch die Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner und die Massenbewegung gegen den Vietnamkrieg inspiriert, sich auch wieder stärker für die Lösung ihrer eigenen Probleme zu engagieren.

Die besonderen Merkmale dieser Frauenbewegung waren

  • an den Protestformen der anderen sozialen Bewegungen orientierte spektakuläre Aktionsformen inklusive Akte des bürgerlichen Ungehorsams;
  • Consciousness Raising“, ein aus China und Vietnam übernommenes „Sprechen über Schmerzen, um Schmerzen zu erinnern“, bei dem der Austausch von zunächst individuell erlebten Problemen und die daraus gewonnene Erkenntnis, dass diese weit verbreitet sind, Fragen nach den Ursachen und Lösungsmöglichkeiten hervorruft;
  • Analyse der Ursachen des als Diskriminierung und Gewalt erfahrenen Unrechts;
  • Themen wie Schwangerschaftsabbruch (Schlagwort: „Mein Bauch gehört mir“), Sexualität, sexueller Missbrauch.

Schon der Aktionsrat zur Befreiung der Frauen formulierte 1968 weniger „Frauenprobleme“ als Kritik an der auch von der Neuen Linken nicht in Frage gestellten hierarchischen Geschlechterordnung und leitete daraus die temporär notwendige Selbstorganisation der Frauen ab. Daraus entstand die „autonome“ Frauenbewegung. Der hier benutzte Begriff der Autonomie war nicht identisch mit dem der anarchistischen Bewegung. Vielmehr meinte er im geteilten Deutschland (und in Absetzung vom „Sozialistischen Frauenbund“) die Unabhängigkeit von allen Formen traditioneller und neuer linker Politik.

Als Reaktion auf die Frauenbewegung entwickelte sich ab den späten 1960er Jahren eine Männerbewegung. Diese trägt heute teilweise reaktionäre maskulistische Züge, Strömungen innerhalb dieser betrachten den Feminismus als Feindbild und sind Teil des konservativen „Backlash“ der 1980er Jahre. Es gibt jedoch seit den 1960er Jahren auch Männergruppen, die versuchen, ein neues Selbstverständnis zu finden, das Erkenntnisse der Geschlechter- und Männerforschung aufnimmt. Der Schwäche des kritischen Ansatzes innerhalb der Männerbewegung in Deutschland geschuldet, entwickelten sich die Männerforschung und die praktische Jungenarbeit hier erst mit großer Verspätung.

Dritte Welle[Bearbeiten]

Frauen in Dhaka, Bangladesh, demonstrieren am 8. März für ihre Rechte

In den 1990er Jahren entwickelte sich in den USA eine dritte Welle der Frauenbewegung. Sie war vor allem eine Reaktion auf einen populären Antifeminismus und auf die Ansicht, dass Feminismus obsolet sei, weil er alle Ziele erreicht hätte. Die Bezeichnung „dritte Welle“ (third-wave feminism) kam in der ersten Hälfte der 1990er Jahre auf und geht zurück auf Rebecca Walker, die einige Jahre später (1997) Mitbegründerin der Third Wave Foundation war.[7]

Die dritte Welle des Feminismus orientiert sich sehr stark an den Zielen der zweiten Phase, die sie auch heute noch nicht verwirklicht sieht. Angebliche oder tatsächliche Fehler des radikalen und kulturellen Feminismus der zweiten Welle, wie z. B. Ethnozentrismus und (teilweiser) Ausschluss der Männer, sollen korrigiert und der Feminismus den aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Darüber hinaus geht es um das Infragestellen problematischer Identitätskonzepte, von Geschlechtsidentität und Sexualität.

Es ist vor allem ein Generationenwechsel. Feminismus hatte unter der jungen Generation einen schlechten Ruf, galt als hausbacken und „uncool“. Andererseits sehen viele junge Frauen eine Gleichberechtigung der Geschlechter noch keineswegs verwirklicht. So entstanden u. a. die Riot Grrrls in den USA aus einem Punk-Kontext. Elemente der Riot-Grrrl-Bewegung wurden auch in Deutschland aufgegriffen. Die jungen Feministinnen der dritten Welle arbeiten vor allem mit dem Internet und zielorientiert in Projekten und Netzwerken mit feministischer Ausrichtung, z. B. in der Third Wave Foundation (USA) bzw. mit konkreten Projekten wie etwa Ladyfesten. Durch die Aneignung von Internetmedien vernetzen sich Frauen und Frauenorganisationen über nationale und kulturelle Grenzen hinweg; bilden translokale Netzwerke, durch die sie sich in ihrer lokalen Arbeit und Anliegen unterstützen und gemeinsam Advokatinnenpolitik betreiben.

Wichtige rechtliche Stationen zur Emanzipation in Deutschland[Bearbeiten]

Wesentliche rechtliche Schritte der Gleichberechtigung der Frau sind auch in Deutschland zum Teil erst im 20. Jahrhundert erfolgt.

  • 1754 wird Dorothea Erxleben aufgrund einer königlich angeordneten Ausnahme als erste Frau – in Medizin – promoviert.
  • Ab 1896 werden Frauen als Gasthörerinnen an Universitäten in Preußen zugelassen.
  • 1900 erlaubt das erste deutsche Land – das Großherzogtum Baden – das Frauenstudium uneingeschränkt.
  • 1918 wird das Frauenwahlrecht gewährt (die erste Reichstagswahl mit Frauenwahlrecht findet 1919 statt).
  • 1949 wird die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in das Grundgesetz aufgenommen.
  • 1954 wird das Beschäftigungsverbot verheirateter Frauen im öffentlichen Dienst aufgehoben.
  • 1958 tritt das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft.
  • Ebenfalls 1958 wird das Lehrerinnenzölibat aufgehoben.
  • 1958 wird nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil das Ehegattensplitting anstelle der steuerlichen Gesamtveranlagung eingeführt.
  • 1959 entscheidet das Bundesverfassungsgericht, dass die ins Gleichberechtigungsgesetz übernommene Regelung des Gehorsamsparagraphen nichtig ist.
  • Ab den späten 1950ern wird schrittweise die Koedukation eingeführt (seit 1945 in der Deutschen Demokratischen Republik).
  • 1974 bis 1976 wird durch Novellierung des Paragraph 218 die Abtreibung erleichtert. Die zunächst beschlossene Fristenlösung (Abtreibung während der ersten drei Monate straffrei) wird vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und deshalb durch das Indikationenmodell ersetzt (Abtreibung nur bei Vergewaltigung, Gefährdung des Lebens der Mutter, drohender Behinderung des Kindes sowie soziale Notlage zulässig).
  • Ebenfalls 1976 wird die Gleichberechtigung bei finanziellen Angelegenheiten in der Ehe jenseits der Schlüsselgewalt eingeführt.
  • Ebenfalls 1976 wird es möglich, den Namen der Frau als Familienname zu wählen.
  • 1991 verwirft das Bundesverfassungsgericht den Grundsatz, dass der Nachname des Mannes Ehename wird, wenn das Paar sich nicht auf einen Nachnamen einigt.
  • 1992 wird beim Schwangerschaftsabbruch erneut eine Fristenlösung eingeführt, dieses Mal aber mit Beratungspflicht. Dieses Modell wird vom Bundesverfassungsgericht gebilligt.
  • Ab 1997 ist die Vergewaltigung auch in der Ehe strafbar, wird allerdings nur auf Antrag verfolgt. 2004 wird daraus ein Offizialdelikt, das von Amts wegen verfolgt wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Frauenbewegung in einzelnen Ländern[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

  • Antoinette Burton: History is Now: feminist theory and the production of historical feminisms. Women’s History Review. Volume 1, Number 1, 1992, S. 25–39 – die Konstruktion der Geschichte(n) des Feminismus.
  • Anke Domscheit-Berg: Mauern einreißen! Weil ich glaube, dass wir die Welt verändern können. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-20042-5.
  • Stefanie Ehmsen: Der Marsch der Frauenbewegung durch die Institutionen: Die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik im Vergleich. Westfälisches Dampfboot, Münster 2008.
  • Margarete Grandner, Edith Saurer (Hrsg.): Geschlecht, Religion und Engagement. Die jüdischen Frauenbewegungen im deutschsprachigen Raum. 19. und frühes 20. Jahrhundert. Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2005, S. 79–101, ISBN 978-3-205-77259-0.
  • Antonia Meiners (Hrsg.): Kluge Mädchen: Oder wie wir wurden, was wir nicht werden sollten. Sandmann, München 2011, ISBN 978-3-938045-56-5.
  • Reimar Oltmanns: Vive la Française! Die stille Revolution der Frauen in Frankreich. Rasch und Röhring, Hamburg 1995, ISBN 3-89136-523-3.
  • Ute Planert (Hrsg.): Nation, Politik und Geschlecht. Frauenbewegungen und Nationalismus in der Moderne. Campus, Frankfurt am Main, New York, NY 2000, ISBN 978-3-593-36578-7.
  • Renate Reimann: Frauen auf den Barrikaden. Mutige Schritte auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung. (Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, 47). Einst und Jetzt, Würzburg 2002, S. 193–226.
  • Hannelore Schröder: Widerspenstige – Rebellinnen – Suffragetten. Feministischer Aufbruch in England und Deutschland. Ein-Fach, Aachen 2001, ISBN 978-3-928089-30-2.

Literatur- und Ideengeschichte und Geschichte der Frauenbewegung[Bearbeiten]

  • Peggy Antrobus: The global women’s movement – Origins, issues and strategies. Zed Books, London 2004.
  • Margaret Atherton (Hrsg.): Women Philosophers of the Early Modern Period. Hackett, Indianapolis, IN 1994.
  • John J. Conley: The Suspicion of Virtue: Women Philosophers in Neoclassical France. Cornell University Press, Ithaca, NY 2002.
  • Angela N. Creager, Elizabeth Lunbeck, Londa Schiebinger (Hrsg.): Feminism in Twentieth-Century Science, Technology, and Medicine. University of Chicago Press, Chicago 2001.
  • Mary Ellmann: Thinking About Women. Harcourt, Brace & World, New York 1968.
  • Frauenselbstverlag: Hexengeflüster, Frauen greifen zur Selbsthilfe. Berlin 1975.
  • Miriam Gebhardt: Alice im Niemandsland. Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04411-2.
  • Ute Gerhard: Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789. Beck-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-406-56263-1.
  • Elizabeth Harvey, Kathleen Okruhlik (Hrsg.): Women and Reason. University of Michigan Press, Ann Arbor, MI 1992.
  • Florence Hervé (Hrsg.): Geschichte der deutschen Frauenbewegung. 7., verbesserte und überarbeitete Auflage. PapyRossa, Köln 2001, ISBN 3-89438-084-5.
  • Sigrid Kannengießer: Translokale Ermächtigungskommunikation. Medien, Globalisierung, Frauenorganisationen. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-01802-3.
  • Margret Karsch: Feminismus für Eilige. Aufbau Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-7466-2067-8.
  • Elsbeth Krukenberg-Conze: Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung. Mohr Verlag, Tübingen 1905.
  • Donna Landry, Gerald McLean: Materialist Feminisms. Blackwell, Cambridge, MA 1993.
  • Ilse Lenz: Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Eine Quellensammlung. 2. Auflage. VS Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17436-5.
  • Gerda Lerner: Die Entstehung des feministischen Bewusstseins. Vom Mittelalter bis zur Ersten Frauenbewegung. dtv, 1998, ISBN 3-423-30642-4.
  • Genevieve Lloyd: Feminism and the History of Philosophy. Oxford University Press, New York 2002.
  • Genevieve Lloyd: The Man of Reason. "Male" and "Female" in Western Philosophy. Methuen, London 1984.
  • Ian Maclean: Woman Triumphant. Feminism in French literature 1610–1652. Clarendon Press, Oxford 1977.
  • Kate Millett: Sexual Politics. Virago, London 1977.
  • Rosemarie Nave-Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland. Leske + Budrich Verlag, 1994, ISBN 3-8100-1250-5.
  • Eileen O’Neill: Women Philosophers of the Seventeenth and Eighteenth Centuries. A Collection of Primary Sources. Oxford University Press, Oxford 1998.
  • Herrad Schenk: Die feministische Herausforderung. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland. ISBN 3-406-06013-7.
  • Londa Schiebinger: The Mind Has No Sex? Women in the Origins of Modern Science. Harvard University Press Cambridge, MA 1989.
  • Elaine Showalter: A Literature of Their Own. British Women Novelists from Brontë to Lessing. Princeton University Press, Princeton, NJ 1977.
  • Domna C. Stanton, Abigail J. Stewart (Hrsg.): Feminisms in the Academy. University of Michigan Press, Ann Arbor 1995.
  • Cecile T. Tougas, Sara Ebenrick (Hrsg.): Presenting Women Philosophers. Temple University Press, Philadelphia 2000.
  • Nancy Tuana (Hrsg.): Re-Reading the Canon. 26 Bde. Pennsylvania State University Press, University Park 1994–2005.
  • Nancy Tuana: Woman and the History of Philosophy. Paragon Press, New York 1992.
  • Mary Ellen Waithe (Hrsg.): A History of Women Philosophers. 4 Bde., Kluwer Academic Publishers, Boston/ London 1987–1995.
  • Heinrich-Böll-Stiftung, Feministisches Institut (Hrsg.): Wie weit flog die Tomate? Eine 68erinnen-Gala der Reflexion. Berlin 1999. (Mit Beiträgen von Seyran Ates, Halina Bendkowski, Christina von Braun, Erica Fischer, Frigga Haug, Cristina Perincioli, Cäcilia Rentmeister, Helke Sander, Marlene Streeruwitz)

Zum Third-Wave-Feminismus[Bearbeiten]

  • Jennifer Baumgardner, Amy Richards: Manifesta: Young Women, Feminism, and the Future. Farrar, Straus and Giroux 2000, ISBN 0-374-52622-2. (engl., über die Dritte Welle in den USA mit historischem Rückblick)
  • Jennifer Baumgardner, Amy Richards, Winona LaDuke: Grassroots: A Field Guide for Feminist Activism. Farrar, Straus and Giroux 2005, ISBN 0-374-52865-9. (engl.)
  • Leslie Heywood, Jennifer Drake (Hrsg.): Third Wave Agenda: Being Feminist, Doing Feminism. University of Minnesota Press 1997, ISBN 0-8166-3005-4. (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Frauenbewegung – Quellen und Volltexte

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Begriff „Frauenrechtlerin“ in der Gegenwart: tagesschau.de 29. November 2006 taz.de 26. September 2006 tagesspiegel.de 3. September 2006 PR Newswire 4. Januar 2006
  2. Howard Zinn: A People’s History of the United States. Harper Perennial, 2005, ISBN 0-06-083865-5, S. 123.
  3. André Böttger: Frauenwahlrecht in Deutschland. In: Marjaliisa Hentilö, Alexander Schug (Hrsg.): Von heute an für alle! Hundert Jahre Frauenwahlrecht. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2006.
  4. Der Geburtenrückgang in Deutschland
  5. siehe auch Barbara Beuys, Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich. Hanser Verlage 2014, ISBN 978-3-446-24491-7 (Inhaltsverzeichnis)
  6. Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich und Irina Renz (Hrsg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76578-9, S. 663 ff.
  7. Antje Schrupp: Third Wave Feminismus