Friedhof Wilmersdorf
Der landeseigene Friedhof Wilmersdorf im Berliner Ortsteil Wilmersdorf ist ein seit 1885/86 bestehender Alleequartierfriedhof, der mehrfach erweitert wurde. Die jetzige Größe beträgt 10,12 Hektar.[1] Die Belegungsflächen A, B und D sind ein eingetragenes Gartendenkmal des Landes Berlin.[2]
Mit der Erweiterung des Friedhofes nach Nordwesten wurde von 1919 bis 1923 ein Krematorium mit weitläufigen Kolumbarien auf dem Friedhof errichtet. Einäscherungen finden hier seit 1990 nicht mehr statt, die Trauerhalle im Gebäude wird aber weiterhin genutzt. Das Krematorium ist ein eingetragenes Baudenkmal des Landes Berlin.[3]
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Der Friedhof wurde als „Städtischer Friedhof der Landgemeinde Deutsch-Wilmersdorf“ westlich des Ortskerns von Wilmersdorf südlich der Berliner Straße angelegt. Die Größe betrug damals ungefähr ein Hektar. Im Zentrum des Friedhofs wurde bis 1887 nach Entwürfen von Max Contag und Christian Havestadt eine Friedhofskapelle mit angeschlossener Leichenhalle in Klinkerbauweise errichtet. Von der Kapelle aus wurde der Friedhof mit einem rechtwinkligen Wegeraster erschlossen, wobei die Hauptwege als Alleen, hauptsächlich mit Linden und Platanen ausgeführt wurden. Der Friedhof wurde durch eine Friedhofsmauer abgeschlossen an welcher zahlreiche monumentale Erbbegräbnisstätten errichtet wurden.
Die Friedhofskapelle wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und nachfolgend abgetragen. Das Wegerondell, das um die Kapelle führte, besteht noch, der ehemalige Standort der Kapelle wurde mit Rhododendronbüschen bepflanzt. Die Alleen und die Außenmauern mit den Wandgräbern und Mausoleen sind in großen Teilen noch vorhanden. Der ehemalige Haupteingang ist heute der Nebeneingang an der Berliner Straße.
Zwischen 1906 und 1915 erfolgten mehrere Erweiterungen der Friedhofsanlage nach Süden, Westen und Osten. Die Gestaltungsprinzipien des Friedhofs wurden bei den Erweiterungen im Großen und Ganzen beibehalten. Die Entwürfe für die Erweiterungen werden Richard Thieme zugeschrieben.[4] Nur durch eine rechteckige Wasserfläche und eine parkartig angelegte Gräbergruppe, die als „Hainbegräbnisplatz“ bezeichnet wurde, sind Auflockerungen im strengen Raster geschaffen worden. Die Wasserfläche ist später einem Unterstand gewichen.
Bei den Erweiterungen sind Straßenverlängerungen der Wilhelmsaue nach Westen und der Brienner Straße nach Süden, die den Friedhof geviertelt hätten, berücksichtigt worden. Erst ab den 1950er-Jahren, als im Zusammenhang mit der Planung des nahen Stadtautobahnringes diese Straßenverlängerungen ihren Sinn verloren, wurden die Flächen belegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden an mehreren Stellen auf dem Friedhof Grabfelder für die zahlreichen Opfer des Krieges angelegt. Diese Gräber müssen entsprechend dem Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft dauerhaft erhalten bleiben.
Krematorium Wilmersdorf [Bearbeiten]
Nach der Legitimierung der Feuerbestattung in Preußen und positiven Erfahrungen in den damaligen Bezirken Wedding (Urnenfriedhof Seestraße mit Krematorium Gerichtsstraße) und Treptow (Friedhof Baumschulenweg mit Krematorium Baumschulenweg), beschloss auch die Gemeinde Wilmersdorf den Bau eines Krematoriums und den verstärkten Einsatz der Feuerbestattung. Hiervon versprach man sich eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und eine Reduzierung der benötigten Bestattungsfläche. Die Planungen konnten jedoch erst nach dem Ersten Weltkrieg umgesetzt werden. Von 1919 bis 1922 wurde nach Entwürfen von Otto Herrnring im nordwestlichen Bereich des Friedhofs das Krematorium errichtet.
Herrnring entwarf das Krematorium in klassizistischer Formensprache mit einem Zentralbau und zwei Seitenflügeln. Eine 17,5 Meter hohe Kuppel im Zentrum dominiert den Bau. Als einziges äußeres Schmuckelement befindet sich auf dem Giebel des Zentralbaus über dem Haupteingang ein Chronos darstellendes Relief mit dem Titel „Die eilende Zeit“ von Eberhard Encke. Der Zentralbau wird über eine breite Freitreppe betreten, die zu einer Wandelhalle führt, welche der gesamten Vorderseite des Gebäudes vorgelagert ist.
Die Trauerhalle befindet sich im Zentrum des Baus. Durch einen hohen Tambour unterhalb der Kuppel fällt Licht in den Raum. Gegenüber dem Eingang befindet sich ein Altar und über dem Eingang auf einer Empore eine Orgel und Platz für Sänger.
Die technischen Einrichtungen zur Einäscherung befinden sich im Sockelgeschoss und im Tiefkeller des Krematoriums. Für die Einäscherung standen hier zwei Öfen zur Verfügung. Eine besonders geschickte Lösung wurde für die Abluft gefunden, da kein sichtbarer Schornstein die optische Erscheinung des Gebäudes beeinträchtigen sollte. Sowohl die Abluftschächte der beiden Öfen als auch die Entlüftungsschächte aus den Leichenaufbewahrungsräumen werden an der Rückseite des Turmbaues nach oben geführt und treten über dem Gesims in die Kuppelhaube ein. Oberhalb des massiv gemauerten inneren Kuppelgewölbes führen die Schächte zur Mitte der Kuppel und enden dort in einem attikaartigen Aufbau. Diese Konstruktion führt zu der von außen sichtbaren parabelförmigen Kuppelform während die Kuppel im Inneren mit einer Halbkugel abschließt.
Die Anlieferung der Verstorbenen und der Abtransport der Asche für die Beisetzung auf anderen Friedhöfen erfolgte über einen Wirtschaftshof, der südwestlich vom Krematorium, abgeschirmt von Zentralbau und Westflügel, ohne Störung der Friedhofsbesucher über die Kalischer Straße erreicht werden konnte. Zudem liegt der Wirtschaftshof tiefer, so dass direkt die Räume im Sockelgeschoss angefahren werden konnten. Das Heben und Senken der Särge aus dem Wirtschaftsbereich in die Andachtshalle erfolgte durch eine mit Druckwasser betriebene Hebeeinrichtung.
Die Gestaltung der Friedhofsanlage im Umfeld des Krematoriums wurde wiederum von Richard Thieme durchgeführt. Um die Wirkung des Krematoriums zu verstärken, legte er vor diesem vertiefte Rasenflächen an. Die Achse vom neuen Haupteingang zum Krematorium gestaltete Thieme mit mehreren Pflanzbecken und zwei jeweils spiegelbildlich identischen Skulpturenpaaren von Trauernden, die ebenfalls vom Bildhauer Eberhard Encke geschaffen wurden.
Bereits 1931 wurde die Vorfläche wieder umgestaltet. Die Fläche des Vorplatzes wurde um bis zu zwei Meter abgesenkt, um den Gesamteindruck der Anlage zu verbessern. Das noch neue Urnenfeld rechts des Weges zum Krematorium wurde wieder aufgelassen und durch eine viereckige Grünanlage ersetzt, die mit den neu errichteten Kolumbarien an einen Kreuzgang erinnert.[5]
1948, 1951, 1953 und 1970 erfolgen weitere Anbauten (Kühlanlage, Pflanzenhalle, Kondolenzhalle, Leichenhalle).[6] Vor allem die Errichtung eines neuen Gebäudeflügels am Ostende des Krematoriums veränderte das Erscheinungsbild des Krematoriums stark.
Im Jahr 1966 erfolgte eine Renovierung mit zeitweiliger Schließung des Krematoriums. 1990 wurde das Krematorium stillgelegt, da die Kapazitäten in den Krematorien Baumschulenweg und Ruhleben für Berlin ausreichen und genügend Reserven bieten.[7]
Kolumbarien [Bearbeiten]
Trotz der platzsparenden Feuerbestattung wurde der Raum auf dem Friedhof eng und bereits 1925 wurde mit dem Bau mehrerer Kolumbarien begonnen, die teilweise an das Krematorium anschlossen, somit die Symmetrie des Baus aufhoben und hierdurch die architektonische Wirkung einschränken. Eine Besonderheit im Wilmersdorfer Kolumbarium ist ein Gartenhof in maurisch-gotischem Stil, der etwa auch bei der Errichtung der Feuerhalle Simmering Verwendung fand. Hier und in weiteren schmuckvoll gestalteten Räumen konnte auch bei einer Urnenbeisetzung ein Repräsentationsbedürfnis befriedigt werden.
Anfang der 1930er Jahre wurden stetig die Kolumbarien erweitert. Die anfängliche Gestaltung als Kreuzgang und Gartenhof bot jedoch zu wenige Beisetzungsmöglichkeiten zu „volkstümlichen Preisen“.[5] Im Verlauf des weiteren Ausbaus der Kolumbarien wurden deshalb Wände errichtet, in denen auf engstem Raum, die Asche der Verstorbenen ohne Urne, sondern nur in der Aschekapsel des Krematoriums, beigesetzt wurden.
Ab 1935 waren auf dem Friedhof Wilmersdorf nur noch Urnenbestattungen zugelassen. Der Name des Friedhofes wurde in „Urnenhain Wilmersdorf“ geändert. Nach 1945 wurde diese Regelung jedoch wieder aufgehoben.[8]
Kunstwerke [Bearbeiten]
Vor allem in den älteren Friedhofsteilen befinden sich kunsthistorisch wertvolle Grabanlagen und Grabskulpturen. Die zahlreichen Wandgräber und Mausoleen bilden hier ein einzigartiges Ensemble in der Berliner Sepulkralkultur.[9] Vor allem der Bildhauer Hans Dammann hat hier zahlreiche Werke, sowohl architektonischer als auch bildhauerischer Art, hinterlassen, die sich bis heute in gutem Erhaltungszustand befinden.
Grabstätte von Dincklage [Bearbeiten]
Für den 1907 verstorbenen Rittmeister Freiherr Max Ildefonso von Dincklage ließen dessen Nachkommen ein monumentales Erbbegräbnis errichten. Den Auftrag hierfür erhielt Hans Dammann. Er entwarf hier eine nach oben offene tempelartige Anlage. Auf einem Sockel aus Granit stehen an den Seiten- und der Forderfront insgesamt zwölf dorische Säulen aus Ettringer Tuff. Aus der geschlossenen Rückseite tritt halbkreisförmig der Gruftzugang heraus, dessen schmiedeeiserne Tür ursprünglich blau verglast war. Auf den Säulen und der Rückwand liegt ein massives Gebälk. Zu finden ist das Grab in der Grablage A Ost.
2007 wurde die Grabstelle neu vergeben.
Familiengrab Gieseler [Bearbeiten]
Das Grab der alten Wilmersdorfer Familie Gieseler wurde um 1900 an der Westmauer des ältesten Friedhofsteils angelegt. Es wird geschmückt von einem etwa vier Meter breiten Relief aus der Hand des Tiroler Bildhauers Norbert Pfretzschner, der von 1891 bis 1913 in Charlottenburg lebte. Dieser setzte das Zitat aus der Offenbarung des Johannes (Offb. 2,10) Sei getreu bis in den Tod so will ich Dir die Krone des Lebens geben künstlerisch um. Pfretzschner zeigt einen sitzenden Engel, in der einen Hand als Symbol für das Leben eine aufrechte Fackel haltend,[Anm 1] in der anderen Hand eine Krone, die er an zwei auf dem Boden sitzende Alte übergibt. Der Engel blickt jedoch nicht zu den Alten, sondern zu einer neben ihm stehenden Putte, was der Szene den Eindruck eines Lehrstücks verleiht.
Das Grab Gieseler wurde bereits in den 1970er Jahren aufgelassen. Die Grabinschriften, die an die Bestatteten der Familie Gieseler erinnerten, wurden demontiert und die Fläche vor der Grabwand wurde neu mit Einzelgräbern belegt.
Grabmal Kemmann [Bearbeiten]
Der Verkehrsexperte Gustav Kemmann ließ 1928 für seine am 8. Dezember 1927 verstorbene Frau eine repräsentative Familiengrabstätte durch den Schweizer Architekten Sepp Kaiser errichten. Kemmann und Kaiser kannten über ihre Tätigkeiten für die Berliner Hoch- und Untergrundbahn. Die Gestaltung des Grabmals Kemmann als Wandgrab an der Außenmauer zur Barstraße (Grablage B Ost 70-72) zeigt alle für den Stil und die Formensprache Kaisers typischen Merkmale: die profilierten, nach innen offenen Rahmenstücke zu beiden Seiten, den nach oben abschließenden Architrav sowie den auffälligen Schriftzug KEMMANN. Gustav Kemmann folgte seiner Frau im Jahre 1931. Die Grabstätte wird heute als Ehrengrab des Landes Berlin geführt. Sie wird weiterhin von den Nachfahren Kemmanns (Familie Lenke) genutzt.
Grabstätte von Loebell [Bearbeiten]
1911 ließ Friedrich Wilhelm von Loebell im ältesten Friedhofsteil (Gräberfeld A) nach dem Tod seines Sohnes Dietrich, der 20-jährig verstarb, ein Familiengrab anlegen. Der Entwurf für diese Anlage stammt von Hans Dammann.[10] Er gestaltete eine dreifeldrige Grabwand. Die beiden äußeren Felder wurden als Ehrentafeln für die Namen der Verstorbenen vorgesehen und das mittlere Feld als Scheinportal ausgebildet, zu dem eine kurze Freitreppe hinauf führt. Das Portal ist jedoch durch ein großes marmornes Kreuz verstellt, das den Zugang der Hinterbliebenen ins Jenseits symbolisch versperrt. Für die Darstellung des Jenseits auf der Wand hinter dem Kreuz wählte Dammann eine Auskleidung mit dunkelblauem Glasmosaik mit einem abgesetzten goldenen Mosaikrand und goldenen Strahlen die hinter dem Kreuz hervortreten. Auch Friedrich Wilhelm von Loebell und seine Frau Margarethe, geb. von Flottwell, wurden hier beigesetzt. Die Anlage befindet sich in der Grablage A Ost.
Das Grabmal wurde 2007 als Gemeinschaftsgrabstätte des Kirchenkreises Wilmersdorf umgenutzt. Neben einer Neugestaltung des Grabfeldes erfolgte an der Grabwand eine Überdeckung der Namen der Familie von Loebell mit zwei schwarzen Metalltafeln auf denen die Namen der nun hier neu beigesetzten aufgelistet werden.
Grabanlage Pfeffer [Bearbeiten]
Die Grabanlage Pfeffer ist im Berliner Raum einzigartig. Vor einer Reliefwand, die über und über mit Pflanzenmotiven bedeckt ist, steht die Skulptur einer Trauernden. Die in Muschelkalkstein gearbeitete Wand erweckt durch die geringe Bearbeitungstiefe der Reliefs, verstärkt durch die mittlerweile deutliche Verwitterung, den Eindruck von Fossilien. Vor Reliefwand und Skulptur befindet sich die mit vier großen Platten abgedeckelte Gruft, so dass in deutlichem Gegensatz zu den zahlreichen Pflanzendarstellungen auf der Reliefwand, das Grab selbst nicht durch reale Pflanzen geschmückt werden konnte. Architekt bzw. Bildhauer des Grabes sind nicht bekannt. Es wird jedoch gemutmaßt, dass es sich um ein Werk des Bildhauers Richard Langer handeln könnte.[11] Das Grab befindet sich in der Grablage B Ost.
Grabstätte Wislicenus-Finzelberg [Bearbeiten]
Die erste Beisetzung in diesem Familiengrab war die des Historienmalers Hermann Wislicenus im Jahre 1899. 1922 folgte Hermann Finzelberg. Im Dezember 1939 verstarben die verheirateten Kinder der beiden zuerst beigesetzten, der Maler Hans Wislicenus und dessen Ehefrau, die Bildhauerin Lilli Wislicenus-Finzelberg innerhalb von zwei Tagen. Beide wurden hier beigesetzt.
Die Grabmalwand ist dreifeldrig. Über einem Sockelberich befinden sich auf den Außenfeldern die mittlerweile stark verwitterten und kaum noch lesbaren Namensinschriften. Die Nische im Mittelfeld nimmt die Grabmalsskulptur einer Trauernden auf, die eine Rose, im Grabschmuk ein häufiges Symbol der Liebe, niederlegt. Diese Skulptur wurde von der hier später selbst beigesetzten Lilli Wislicenus-Finzelberg im Jahre 1910 geschaffen. Skulptur und Grabwand bedienen sich der Formensprache des Jugendstils. Auch dieses Grab befindet sich in der Grablage A Ost.
Die gleiche Skulptur befindet sich auch auf einem Grab auf dem Wwedenskoje-Friedhof in Moskau.[12]
Weitere Grabstätten [Bearbeiten]
Weiterhin sind einige Grabmale mit einzelnen Grabskulpturen ausgestattet. Hier sind zu nennen
- eine marmorne Engelsfigur von August Bauer auf dem Erbbegräbnis Bolze (A Ost),
- eine marmorne Christusfigur auf der ehemaligen Grabstätte Blisse-Ochs (heute Gemeinschaftsgrabanlage) von Franz Ochs, der auch hier bestattet wurde (A West),
- eine selbst geschaffene, marmorne Christusfigur des hier bestatteten Bildhauers Michel Lock (A5 am Rondell),
- eine bronzene galvanoplastische Skulptur einer Trauernden auf einem ehemaligen Familiengrab (heute Gemeinschaftsgrab) von Hans Dammann (A Ost), die auf zahlreichen (Berliner) Friedhöfen anzutreffen ist,
- ein Relief von August Rhades am Grab von Henriette von Hollitscher (B Ost).
An vier Grabsteinen befinden sich zur Erinnerung an den jeweils dort Beigesetzten Porträtreliefs.
- Grabrelief des Mathematik-Professors Richard Günschte (1861–1913), seltenes Hochrelief im Halbprofil angefertigt 1914 vom Bildhauer Richard Grüttner (B1-15-9)
- Relieftondo für den Komponisten Theo Mackeben (A5-UW-118)
- Grabrelief des Architekten und Stadtrats Otto Schnock (1865–1922), signiert „V. E. Schmidt 1922“ (B12)
- Hochrelieftondo des Wilmersdorfer Hauptlehrers Christian Schulz (1824–1898, Grabfeld A6)
-
Tondo Theo Mackeben
Beigesetzte bekannte Persönlichkeiten [Bearbeiten]
| Name | Geburtsjahr | Sterbejahr | Beruf / Wirken | Ehrengrab[13] | Grablage | Foto des Grabes | Bemerkungen |
| Günther Abendroth | 1920 | 1993 | Politiker | x | D16-23 | Foto | |
| Otto Antoine | 1865 | 1951 | Kunstmaler | C7-4-8 | Foto | ||
| Hans Arnold | 1860 | 1913 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Ewno Asew | 1869 | 1918 | Lockspitzel Asew | nicht erhalten | |||
| Bruno Balz | 1902 | 1988 | Schlagertexter, Textdichter | B6-UW-54 | Foto | ||
| Otto Baschin | 1865 | 1933 | Professor für Geographie (HU) | nicht erhalten | |||
| Max Baumbach | 1859 | 1915 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Giuseppe Becce | 1877 | 1973 | Komponist | Raum 21, Wand C, Reihe 11, Nr. 6 | Foto | ||
| Peter Behrens | 1868 | 1940 | Architekt und Designer | nicht erhalten | |||
| Franz Beyschlag | 1856 | 1935 | Geologe | nicht erhalten | |||
| Robert Biberti | 1902 | 1985 | Sänger bei den Comedian Harmonists | C5-89 | Foto | ||
| Rudolf Biebrach | 1866 | 1938 | Filmregisseur und Schauspieler | B9-UR-212 | Foto | ||
| Auguste Blisse | 1845 | 1907 | „Millionenbauern“, Stifter eines Waisenhauses | seit 1969 | A West 96-97 | Foto | |
| Christian Blisse | 1823 | 1905 | „Millionenbauern“, Stifter eines Waisenhauses | seit 1969 | A West 96-97 | Foto | |
| Carl Bohm | 1844 | 1920 | Komponist | nicht erhalten | |||
| Curt Bois | 1901 | 1991 | Schauspieler | A9-87[14] | ohne Grabstein | ||
| Richard van der Borght | 1861 | 1926 | Nationalökonom | nicht erhalten | |||
| Richard Börnstein | 1852 | 1913 | Physiker und Meteorologe | B1-15-8 | Foto | ||
| Egon Brosig | 1889 | 1961 | Schauspieler | B5-Ur-104 | Foto | ||
| Alexander Calandrelli | 1834 | 1903 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Max Contag | 1852 | 1930 | Ingenieur („Erbauer“ des Teltowkanals) | A West 81-86 | Foto | ||
| Max Delbrück | 1850 | 1919 | Agrikulturchemiker | nicht erhalten | |||
| Ludwig Deubner | 1877 | 1946 | Altphilologe und Religionswissenschaftler | nicht erhalten | |||
| Emil Doepler | 1855 | 1922 | Kunstmaler | nicht erhalten | |||
| Julius Ehrentraut | 1841 | 1923 | Kunstmaler | nicht erhalten | |||
| Richard Ermisch | 1885 | 1960 | Architekt, Stadtbaudirektor | A9-UW-16 | Foto | ||
| Hans Fiebrandt | 1905 | 2001 | Schauspieler | ||||
| Hermann Föttinger | 1877 | 1945 | Elektroingenieur und Erfinder | C14-2-31 | Foto | ||
| Friedrich Freund | 1861 | 1924 | Staatssekretär im preußischen Innenministerium | nicht erhalten | |||
| Hugo Gasteiger | 1899 | 1978 | Ophthalmologe | Foto | |||
| Nikolaus Geiger | 1849 | 1897 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Otto Geyer | 1843 | 1914 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Siegfried Grönig | 1942 | 2000 | Schauspieler | B2-Ur-3 | Foto | ||
| Wilhelm Grube | 1855 | 1908 | Sinologe | nicht erhalten | |||
| Isa Gruner | 1897 | 1989 | Sozialarbeiterin | ||||
| Heinrich Grünfeld | 1855 | 1931 | Cellist | nicht erhalten | |||
| Carl Halir | 1859 | 1909 | Violinvirtuose | nicht erhalten | |||
| Otto Hammann | 1852 | 1928 | Jurist und Pressereferent im Auswärtigen Amt | nicht erhalten | |||
| Agnes Harder | 1864 | 1939 | Dichterin | nicht erhalten | |||
| Karin Hardt | 1910 | 1992 | Schauspielerin | ||||
| Johannes Hass | 1873 | 1945 | Gewerkschafter und Politiker | seit 1965 | B10-UW3-15 | Foto | |
| Otto Hauser | 1874 | 1932 | Vorgeschichtsforscher, entdeckte den Aurignac-Menschen | seit 1990 | C2-UW-20 | Foto | |
| Christian Havestadt | 1852 | 1908 | Architekt („Erbauer“ des Teltowkanals) | A Ost 25-28 | Foto | ||
| Wolf Hilbertz | 1938 | 2007 | Architekt, Unternehmer, Forscher | ||||
| Matthias Hinze | 1969 | 2007 | Schauspieler und Synchronsprecher | Foto | |||
| Gerhard Huttula | 1902 | 1996 | Kameramann | ||||
| Eliza Illiard | 1905 | 1969 | Koloratursopranistin | ||||
| Julius Jacob | 1842 | 1929 | Kunstmaler | nicht erhalten | |||
| Gerhard Janensch | 1860 | 1933 | Bildhauer und Maler | nicht erhalten | |||
| Victor Janson | 1884 | 1960 | Schauspieler | ||||
| Leon Jessel | 1871 | 1942 | Komponist (Schwarzwaldmädel) | C8-16a-23 | Foto | 1955 Umbettung vom Südwestkirchhof Stahnsdorf[15] | |
| Peter Jokostra | 1912 | 2007 | Schriftsteller | Raum 2, Nr. 30 | Foto | ||
| Gustav Kemmann | 1858 | 1931 | Verkehrswissenschaftler | seit 2004 | B Ost 70-72 | Foto | |
| Reinhard Kolldehoff | 1914 | 1995 | Schauspieler | C13-16-18 | Foto | ||
| Willi Krause | 1903 | 1987 | Politiker, Gewerkschaftsfunktionär | x | A11-UW-129 | Foto | |
| Reinhold Kuebart | 1879 | 1937 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Heinrich Kühn | 1894 | 1981 | Politiker und Gewerkschafter | x | E3-UR-317 | Foto | |
| Wilhelm Külz | 1875 | 1948 | Politiker, preußischer Innenminister, Mitbegründer der LDPD | A9-113 | Foto | ||
| Artur Landsberger | 1876 | 1933 | Schriftsteller | nicht erhalten | |||
| Tilly Lauenstein | 1916 | 2002 | Schauspielerin und Synchronsprecherin | ||||
| Heinrich Lautensack | 1881 | 1919 | Schriftsteller | nicht erhalten | |||
| Hans Lietzmann | 1875 | 1942 | Theologe, Kirchenhistoriker | A8-UW-69 | Foto | ||
| Georgia Lind | 1905 | 1984 | Schauspielerin | A6-UW-126 | Foto | ||
| Walter List | 1898 | 1987 | Politiker | x | B7-UW4-27 | Foto | |
| Michel Lock | 1848 | 1898 | Bildhauer | A5 | Foto | ||
| Friedrich Wilhelm von Loebell | 1855 | 1931 | Politiker und preußischer Innenminister | A Ost 119-120 | Foto | ||
| Theo Mackeben | 1897 | 1953 | Komponist, Pianist und Kapellmeister | A5-UW-118 | Foto | ||
| Will Meisel | 1897 | 1967 | Komponist, Musikverleger | C11-1-1/3 | Foto | ||
| Dénes von Mihály | 1894 | 1953 | Ingenieur und Erfinder | D11-12-9 | Foto | ||
| Heinrich Müller-Breslau | 1851 | 1925 | Professor für Statik und Brückenbau | ehem. Raum 7a, Wand B, Nr. 146 | Foto | 2009 aufgelassen | |
| Selma Nicklass-Kempner | 1849 | 1928 | Sängerin und Gesangspädagogin | nicht erhalten | |||
| Ernst Niekisch | 1889 | 1967 | Politiker, Autor und Verleger der Zeitschrift Widerstand | Raum 13, Wand C, Reihe 2, Nr.2 | Foto | ||
| Heinz van Nouhuys | 1929 | 2005 | Verleger und Journalist | ||||
| Richard Ohmann | 1850 | 1910 | Bildhauer | C1-3/8 | Foto | ||
| Otto Ostrowski | 1883 | 1963 | Politiker und Oberbürgermeister Groß-Berlins | D1-1-6 | Foto | ||
| Paul Otto | 1878 | 1943 | Schauspieler | nicht erhalten | |||
| August von Parseval | 1861 | 1942 | Konstrukteur von Luftschiffen | nicht erhalten | |||
| Ida Perry | 1877 | 1966 | Schauspielerin | ||||
| Rudolf Platte | 1904 | 1984 | Schauspieler | seit 2010 | A6-UW-126 | Foto | |
| Kurt Pomplun | 1910 | 1977 | Schriftsteller und Heimatforscher | seit 1978 | B1-UW-53 | Foto | |
| Ludwig Preller | 1897 | 1974 | Sozialpolitiker | D3-1-31 | Foto | ||
| Kurt Reimann | 1913 | 2001 | Sänger | A2-102 | Foto | ||
| Jakob Riesser | 1853 | 1932 | Jurist, Politiker und Bankfachmann | nicht erhalten | |||
| Willy Römer | 1887 | 1979 | Pressefotograf | Raum 20, Wand D, Reihe 1, Nr. 2 | Foto | ||
| Erich Schellow | 1915 | 1995 | Schauspieler | D4-39 | Foto | ||
| Eugen Schiffer | 1860 | 1954 | Politiker | seit 1997 | D7-4-4/6 | Foto | |
| Fritz Schmidt-Clausing | 1902 | 1984 | Pfarrer und Theologe | ehem. C12-1/12 | 2009 aufgelassen | ||
| Otto Schramm | 1845 | 1902 | Gründer des Seebades am Wilmersdorfer See | A West 21-24 | Foto | ||
| Friedrich Schröder | 1910 | 1972 | Komponist und Dirigent | C3-3-16/17 | Foto | ||
| F. Albert Schwartz | 1836 | 1906 | Berliner Landschafts- und Architekturfotograph | nicht erhalten | |||
| Rolf Schwedler | 1914 | 1981 | Politiker und Berliner Senator | seit 1984 | D10-UW2-4a | Foto | |
| Heinrich Seeling | 1852 | 1932 | Architekt | x | A1-UW-4 | Foto | |
| Vera Skoronel | 1906 | 1932 | Tänzerin | nicht erhalten | |||
| Senta Söneland | 1882 | 1934 | Schauspielerin | nicht erhalten | |||
| Hans Heinz Stuckenschmidt | 1901 | 1988 | Musikkritiker und Komponist | Raum 12, Wand C, Reihe 10, Nr. 4 | Foto | ||
| Hans Stüwe | 1901 | 1976 | Schauspieler und Regisseur | D2-UW-40 | ohne Grabstein | ||
| Walther Suessenguth | 1900 | 1964 | Schauspieler und Regisseur | E5-UW-217 | Foto | ||
| Guido Thielscher | 1859 | 1941 | Schauspieler | seit 1952 | D3-1-8/11 | Foto | |
| Rudolf Tobias | 1873 | 1918 | Komponist und Hochschullehrer | 1992 nach Estland überführt | |||
| Cuno von Uechtritz-Steinkirch | 1856 | 1908 | Bildhauer | nicht erhalten | |||
| Hans Wallenberg | 1907 | 1977 | Journalist und Zeitungsgründer | Raum 10, Nr. 53b | Foto | ||
| Hildegard Wegscheider | 1897 | 1953 | Pädagogin und Schulreformerin | seit 1956 | C7-3-12 | Foto | |
| Rolf Weih | 1906 | 1969 | Schauspieler | ||||
| Herbert Weißbach | 1901 | 1995 | Schauspieler | C9-Ur-137 | Foto | ||
| Lilli Wislicenus-Finzelberg | 1877 | 1939 | Bildhauerin | A Ost 85-87 | Foto | ||
| Hans Wislicenus | 1864 | 1939 | Kunstmaler | A Ost 85-87 | Foto | ||
| Hermann Wislicenus | 1825 | 1899 | Historienmaler | A Ost 85-87 | Foto | ||
| Margarethe von Witzleben | 1853 | 1917 | Begründerin der Schwerhörigen-Bewegung in Deutschland | seit 1995 | D5b-1-22 | Foto | |
| Inge Wolffberg | 1924 | 2010 | Schauspielerin und Kabarettistin | ||||
| Ignaz Zadek | 1858 | 1931 | Politiker, „Arbeiter-Arzt“ | seit 1990 | B2-UW-123 | Foto | |
| Fedor von Zobeltitz | 1857 | 1934 | Schriftsteller | seit 1952 | Raum 7a, Wand B, Nr. 123 | Foto |
Literatur [Bearbeiten]
- Fritz Grüder: Die neue Flammbestattung auf dem Friedhof in Berlin-Wilmersdorf. (PDF; 1,8 MB) In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 42. Jg., Nr. 75 (16. September 1922), S. 449–451.
- Berlin und seine Bauten, Teil X, Band A Anlagen und Bauten für die Versorgung: (3) Bestattungswesen. Wilhelm Ernst, Berlin 1981, ISBN 3-433-00890-6, S. 31–32, 76–77 und 116–117.
- Eines Schattens Traum ist der Mensch / Berliner Friedhöfe Teil 1 (CD-ROM). GBBB e. V., Berlin 1997.
- Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006, ISBN 3-7759-0476-X, S. 204–211.
- Gartendenkmale in Berlin: Friedhöfe. Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin, Nr. 27. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2008, ISBN 978-3-86568-293-2, S. 39–42.
Anmerkungen [Bearbeiten]
- ↑ Weitaus häufiger trifft man auf Friedhöfen auf die Darstellung einer gesenkten Fackel als Symbol des Todes.
Weblinks [Bearbeiten]
- Webseiten des Umweltamtes Charlottenburg-Wilmersdorf
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Liste Berliner Friedhöfe (PDF; 84 kB) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
- ↑ Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste Städtischer Friedhof Wilmersdorf, Belegungsflächen A, B, D
- ↑ Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste Städtischer Friedhof Wilmersdorf, Krematorium
- ↑ Berlin und seine Bauten: Bestattungswesen, S. 116.
- ↑ a b Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf / Die Jahre 1920 bis 1945. Wilhelm Möller, Berlin 1985, ISBN 3-9801001-1-1, S. 245
- ↑ Berlin und seine Bauten: Bestattungswesen, S. 117.
- ↑ Krematorium Wilmersdorf – aufgelassen im Lexikon des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
- ↑ Friedhof Wilmersdorf auf den Webseiten des Umweltamtes Charlottenburg-Wilmersdorf
- ↑ Gartendenkmale in Berlin: Friedhöfe, S. 39
- ↑ Gartendenkmale in Berlin: Friedhöfe, S. 42
- ↑ Beschreibung der Grabstelle auf berliner-grabmale-retten.de
- ↑ Foto der Trauernden-Skulptur auf dem Wwedenskoje-Friedhof in Moskau
- ↑ Ehrengrabstätten des Landes Berlin (PDF; Stand März 2011; 566 kB)
- ↑ Foto in der Biographie Curt Bois auf Cabaret Berlin / Exploring the entertainment of the Weimar era
- ↑ Lexikon Berliner Grabstätten, S. 471
52.48516666666713.311Koordinaten: 52° 29′ 7″ N, 13° 18′ 40″ O