Fritz Schumacher

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Dieser Artikel behandelt den Architekten, für den Ökonomen siehe Ernst Friedrich Schumacher.
Fritz-Schumacher-Statue im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Finanzbehörde am Gänsemarkt: Fassade schräg aufwärts
Davidwache

Fritz Schumacher (* 4. November 1869 in Bremen; †  5. November 1947 in Hamburg; vollständiger Name: Friedrich Wilhelm Schumacher) war ein deutscher Architekt, Stadtplaner, Baubeamter und Hochschullehrer, der viele Jahre als Oberbaudirektor in Hamburg wirkte. Er war Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und Förderer der neuzeitlichen Backstein-Bauweise in Norddeutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

[Bearbeiten] Jugend und Ausbildung

Fritz Schumacher war der Sohn des Juristen, Historikers und Syndicus der Handelskammer Bremen Dr. Hermann Albert Schumacher (1839–1890). Der Vater war Ministerresident des Deutschen Reiches in Bogota und New York. Nach seiner Kindheit kehrte die Familie 1883 nach Bremen zurück. Er besuchte das Alte Gymnasium in Bremen. Sein Schulfreund war der spätere Historiker Karl Ludwig Hampe.

Schumacher studierte von 1889 bis 1896 an der Technischen Hochschule München zuerst Mathematik und Naturwissenschaften in München und wechselt schließlich zur Architektur, unter anderem bei Friedrich von Thiersch.

[Bearbeiten] Architekt und Hochschullehrer

Seine beruflichen Einstieg fand Schumacher im Büro des Münchner Architekten Gabriel von Seidl, der ihn bereits während seines Studiums zeitweilig in die Mitarbeitergruppe aufnahm und nach dem Studienabschluss anstellte. Dadurch kam er zweimal mit dem Projekt des Bayerischen Nationalmuseums in Berührung. Fritz Schumacher fand dabei in der Zusammenarbeit mit Seidl, einen exponierten Vertreter des Historismus, große Freude. Besonders schätzte der junge Architekt die Maßgabe seines Arbeitgebers, das Aufgreifen historischer Epochen innerhalb der Architektur des neuen Nationalmuseums durch die jeweils zeitgerechte Formensprache und Stimmung umzusetzen.

In der Münchner Zeit kam Schumacher mit Ferdinand von Miller und dem Kunstsammler Alexander Günther zusammen. Für Günther übernahm er selbständig Aufgaben zur Umgestaltung in dessen Schloss (Schloss Prösels) in Tirol und späteren Wohnsitz am Gardasee. Er unterstützte ihn zwischen 1895 und 1898 finanziell bei seinen Studienreisen.[1]

Im Jahr 1896 nahm er durch Empfehlung von Theodor Fischer im Stadtbauamt Leipzig unter der Leitung von Hugo Licht seine Tätigkeit auf, die bis 1901 andauerte. Hier kam Schumacher mit Friedrich Naumann und dessen Reformgedanken für die Gesellschaft zusammen und war Mitglied verschiedener reformorientierter Gruppen. Während der Weimarer Republik stand er der Deutschen Demokratischen Partei nahe. Das freundschaftliche Verhältnis mit Max Klinger brachte ihn schnell mit avantgardistischen Kreisen von Leipzig in Verbindung. Die sich zunehmend konfliktreich entwickelnde Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten Hugo Licht beförderte seine Abkehr vom Historismus. Das von Licht innerhalb eines Wettbewerbes geplante, anonym ausgewählte und daraufhin errichtete Neue Rathaus in Leipzig bezeichnete Schumacher in einem Brief an seinen Bruder als „scheußliches Werk“, das er mit mehreren Verbesserungsvorschlägen beeinflussen konnte. Diese Kontroverse war in einen aktuellen kunstkritischen Diskurs eingebettet, zu dem Schumacher 1899 mit einem eigenen Theaterstück Phantasien in Auerbachs Keller beitrug. Dessen Aufführung diente dem Festspiel anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Kunstgewerbemuseums in Leipzig. Dabei band er die Rollen des Faust und Mephisto in einen Disput über Aspekte der modernen Kunst ein. Kontakte mit Leipziger Verlegern ermunterten Schumacher zu Entwürfen für die Buchgestaltung und Exlibris, von denen 1901 ausgewählte Arbeiten im Deutschen Buchgewerbe-Museum gezeigt wurden.[2]

Im Jahr 1901 wurde er als Professor an die Technische Hochschule Dresden berufen, die er bis 1909 ausübte.[3] Schumachers Tätigkeit als Hochschullehrer an der Hochbau-Abteilung der Technischen Hochschule und seine Begeisterung für John Ruskins kulturkritische Impulse veranlassten ihn mit Überlegungen und einem Beitrag zur Revision der Rolle des Architekten in seiner Gesellschaft. Während seiner Dresdner Professur war Schumacher an der Gründung des Städtebauseminars beteiligt. Aus diesen Erfahrungen beschrieb er 1916 rückschauend, zu diesem Zeitpunkt bereits in Hamburg als Baudirektor tätig, die Architekturentwicklung des 19. Jahrhunderts als eine Periode singulär hervortretender Werke, wonach jedes für sich „in einer Art Verteidigungsstellung gegen seine Umgebung zu behaupten“ bestrebt war. Diese Auffassung verband Schumacher mit der Forderung nach einer besseren Berücksichtigung städtebaulicher Zusammenhänge, die er um 1916 bereits als sich vollziehende Veränderung wahrnahm. Seiner Meinung nach sind „an die Bildung des Architekten bedeutsame neue Anforderungen“ gestellt, die Aufgaben als Volkswirt und architektonischer Regisseur erforderlich machen. Die großen Herausforderungen an jeden verantwortungsvoll gestalteten Bebauungsplan, besonders im Bereich der Großstädte, bestehen in der harmonischen Verknüpfung von volkswirtschaftlichen und architektonischen Zielen.[4]

„Es [das Kulturideal] ist ein anderes geworden; in der Epoche der Großstadt und der Maschinen wird es gefärbt von sozialen und wirtschaftlichen Forderungen; Warenhaus, Kleinwohnungsanlage, Volksschule und Fabrik sind nicht mit der aristokratischen Formenwelt der Antike zu lösen, höchstens die rhythmischen Werte ihres abgeklärten Wesens können uns Wegweiser werden. Für die großen sozialen Organisationen unserer Zeit mußten wir den Ausdruck finden. Eine Kunst, die für das Volk schafft, wird unsere nächste Aufgabe ihrem Inhalte nach sein, und das ideale Ziel, das hinter dieser Aufgabe steht, wird sein, nicht nur eine Kunst für das Volk, sondern eine Kunst des Volkes langsam daraus zu entwickeln.“

Fritz Schumacher: Grundlagen der Baukunst, 1916[5]

Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer konnte er deutschlandweit einige Privatwohnhäuser realisieren. Viele seiner Entwürfe entstanden in seiner Freizeit und am Wochenende. Er schrieb sehr viel und äußerte sich zu verschiedenen Themen der Stadtplanung und Architektur. In seiner Zeit in Hamburg traf er auf erörterungsfreudige Zeitgenossen und diskutierte seine Entwürfe. Für ihn stellte das Bauen einen wesentlichen Beitrag zur Reform der Kunst und damit des Lebens überhaupt dar.[6]

Schumacher war gemeinsam mit Hermann Muthesius, Friedrich Naumann und Henry van de Velde Initiator und Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und hielt die Eröffnungsrede zur Gründungsversammlung am 5. Oktober 1907. Als konservativer Vertreter der Reformarchitektur stand er den weiteren Entwicklungen kritisch gegenüber und bemängelte an dem aus der Werkbund-Idee heraus entstandenen Bauhaus dessen „‚Konstruktionsfanatismus‘ einer neuen Sachlichkeit“. Dennoch gehörte auch Schumacher in den 1920er Jahren, insbesondere mit seinen funktionalistischen Hamburger Schulbauten, zu den Vertretern des Neuen Bauens und propagierte eine moderate, an regionalen Traditionen orientierte Moderne.

Schumacher war sein ganzes Leben auch dem Theater sehr zugetan. Neben dem Stück Phantasien in Auerbachs Keller inszenierte er 1908 in Dresden den Hamlet.

[Bearbeiten] Wirken für Bremen

In Bremen bewarb er sich 1908/1909 für den Bau des neuen Rathauses, ein Auftrag, den sein erster Arbeitgeber Gabriel von Seidl nach einem beschränkten Wettbewerb erhielt. 1908 gestaltete er das Franziusdenkmal an der Weserbrücke in Bremen. Noch einmal konnte er von 1925 bis 1930 für eine Mitarbeit an der Stadt- und Landesplanung für Bremen gewonnen werden. Hierbei verhinderte er einen Straßendurchbruch am Bischofstor.[7]

[Bearbeiten] Berufung nach Hamburg

Nach der Choleraepidemie von 1892 entschloss sich der Senat unter Bürgermeister Mönckeberg, das Gängeviertel in der östlichen Altstadt abzureißen und großzügig neu zu gestalten. Zu diesen Maßnahmen zählt der Bau der Mönckebergstraße, deren Verlauf der bereits 1901 vorgeschlagenen Trasse der U-Bahn zwischen Rathausmarkt und Hauptbahnhof Süd entspricht. Im Rahmen der Citybildung als Folge der wachsenden Bedeutung des Handels nach dem Zollanschluss Hamburgs bestand außerdem ein wachsender Bedarf an Büroräumen in modernen Kontorhäusern. Im bisherigen Gängeviertel dominierten kleinere Betriebe und vor allem Wohnungen der Arbeiter. Neben dem Bedarf für eine zeitgemäße Verkehrsanbindung des Zentrums befriedigten vor allem die neu errichteten Geschäftshäuser, nahezu alle ohne Wohnungen konzipiert, den Bedarf des frühen 20. Jahrhunderts an Büroräumen. Es war auch ein Ziel aller Beteiligten, Hamburgs Stadtbild seiner Größe und Wirtschaftskraft entsprechend zu verschönern.

Hamburg war auf dem Wege zur Großstadt und der Senat unter Bürgermeister Mönckeberg suchte jemanden mit einem entsprechenden Weitblick als Stadtplaner. Schumacher stellte sich auf die besonderen Anforderungen ein, die Stadt war sich hierüber aber im klaren und hat gezielt keinen Verwaltungsexperten, sondern einen Künstler gewählt. Beim Amtsantritt standen 31 Neubauten und neun Umbauten an.[8] Sein Vorgänger Carl Johann Christian Zimmermann hatte sich bereits seit einigen Jahren auf reine Entwurfstätigkeiten zurückgezogen. Albert Erbe, der Zimmermann vertreten hatte und sich für die Stelle beworben hatte, wechselte schließlich 1911 nach Essen.

1908 erfolgte die Berufung zum Baudirektor und Leiter des Hochbauwesens in Hamburg, wo er die Stelle am 1. September 1909 antrat. Seine Bauten dieser ersten Hamburger Phase adaptierten lokale Vorbilder der Baugeschichte und wirkten insbesondere mit der werkgerechten Verwendung des Klinkers prägend. Zu den Bauten aus dieser Zeit zählen das Tropeninstitut (1910–1914), die Hochschule für bildende Künste am Lerchenfeld (1911–1913), das Johanneum (1912–1914) und das Museum für Hamburgische Geschichte (1914–1923).

Bernhard-Nocht-Institut

Hans Mackowsky würdigte bereits 1914 das Hamburger Werk Schumachers, er verneinte den regionalen, der Heimatschutz nahestehenden Aspekt und betonte die technischen Eigenarten von Backstein und Klinker.[9]

Nach einem Wettbewerbssieg wurde Schumacher in Hamburg beurlaubt und begleitete von 1920 bis 1923 als Stadtplaner unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer die Stadtentwicklung Kölns, wo die Schleifung der Festungsringe die Anlage der Kölner Grüngürtel erlaubte. Nach seiner Rückkehr wurde er in Hamburg zum Oberbaudirektor ernannt und wirkte dort bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten am 3. Mai 1933. Die genauen Gründe, die zur Entlassung führten, sind nicht bekannt.

Das Hochbauamt wurde unter seiner Leitung ausgebaut und hatte schließlich über einhundert Mitarbeiter, die auch verantwortliche Planungsaufgaben übertragen bekamen, so lässt sich bei etlichen Schumacher zugeschriebenen Bauten der genaue Anteil am Entwurf nicht genau feststellen.

Er betätigte sich vor allem stadtplanerisch. Die Gestaltung der Mönckebergstraße, des Kontorhausviertels, die Wohnbereiche der Jarrestadt, Veddel, die Fritz-Schumacher-Siedlung in Hamburg-Langenhorn, der Stadtpark und die Siedlung Dulsberg gehen maßgeblich auf ihn zurück.

Die Umgestaltung des Rathausmarktes und Errichtung des Ehrenmals (1929 - 1932) waren ein lange gegen politische Widerstände verfolgtes Anliegen. Schumacher hatte die Absicht, das ursprüngliche Aussehen des Platzes wiederherzustellen, besonders die Reiterstatue von Wilhelm I. von Johannes Schilling war ihm ein Dorn im Auge. Der zunehmende Verkehr gab ihm dann die Möglichkeit, die Umsetzungs des Denkmals zum Sievekingsplatz zu fordern. Die Erben des Bildhauers strengten dagegen einen Prozess an und unterlagen.[10]. Der geschaffene Raum führte zum Umgestaltung der kleinen Alster mit dem Viertelrund und dem Ehrenmal, Bereits bei der Ausschreibung des Wettbewerbs für das Ehrenmal an der kleinen Alster hatte Schumacher Ernst Barlach als Künstler im Auge. [11]

Mit seinem Kollegen Gustav Oelsner, der von 1924 bis 1933 in Altona Bausenator und Stadtbaurat war, arbeitet er eng zusammen. Ihre gemeinsamen Konzepte wirken noch nach ihrer Entlassung 1933 fort und werden von Konstanty Gutschow, der bereits unter Schumacher gearbeitet hatte, nach 1933 weiter verfolgt. Im Oktober 1945 beteiligt sich Schumacher an einer Diskussion zum Wiederaufbau und vertritt Grundsätze der Auflockerung und Durchgrünung des Stadtbildes. [12]

Nach seinen Entwürfen entstanden etliche öffentliche Bauten, unter anderem die Finanzbehörde am Gänsemarkt, das Gebäude der Handwerkskammer, der Erweiterungsbau des Gerichtsgebäudes am Sievekingplatz, das Untersuchungsgefängnis, die Justizbehörde in der Drehbahn, das Museum für Hamburgische Geschichte am Holstenwall, die Kapelle 13 und das Krematorium auf dem Friedhof Ohlsdorf, die Davidwache, das Lotsenhaus Seemannshöft, das Planetarium (ehemaliger Wasserturm) im Stadtpark, die Klinik Finkenau und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Schumacher blieb unverheiratet und lebte mit seinen beiden Schwestern in einem Haus. Von 1943 bis zu seinem Tode in einem Hamburger Krankenhaus lebte Schumacher in Lüneburg.

[Bearbeiten] Seine Bauten, sein Stil

Das Zusammenwirken aller Künste war Schumacher ein stetes Anliegen und so bezog er bereits in der Entwurfsphase Bildhauer und Maler in die Ausgestaltung seiner Bauten ein. Kaum einer seiner Bauten entstand im Stillen, eine erörterungsfreudige Generation von Zeitgenossen publizierte alles Neue, man sah damals im Bauen einen wesentlichen Beitrag zur Reform der Kunst und damit des Lebens überhaupt. [13]

Richard Kuöhl, der 1912 nach Hamburg kam und Schumacher von der Dresdner Hochschule kannte, übernahm als freier Künstler häufig die dekorative Ausgestaltung der Bauten mit Steinplastiken und vor allem mit Klinkerkeramik. Für etliche Bauten sind noch Brunnen erhalten, die ebenfalls von Kuöhl stammten.

1925 trat ein Programm zur Förderung und Unterstützung bildender Künstler in Hamburg in Kraft, die Schumacher dazu nutzte bis 1933 etliche seiner Staatsbauten mit zeitgenössischer Kunst auszustatten. Die Künstler gehörten im Wesentlichen der Hamburgischen Sezession an.

[Bearbeiten] Museum für Hamburgische Geschichte

Museum für Hamburgische Geschichte, 1930)

Das Museum für Hamburgische Geschichte (1913–1922) entstand auf einer Bastion der alten Wallanlagen an Stelle des nach Bergedorf verlegten Observatoriums, von dem das Zeitbüro und die Normaluhr zunächst erhalten blieben. Schumacher legte in der Konzeption großen Wert auf eine möglichst hohe Flexibilität der Ausstellungsräume um Veränderungen in der Sammlungsanordnung zu ermöglichen, für einige Sammlungen wurden Räume über zwei Stockwerke vorgesehen. verschiedene Sammlungsgegenstände – das Portal des alten Rathauses und andere Portale – wurden nicht in den Bau integriert sondern vor Klinkerflächen angebracht. Der vorhandene alte Baumbestand wurde nach Möglichkeit geschont und beibehalten. Zum Holstenwall – dem Eingangsbereich – wurde der Bau höher ausgeführt, während die Flügelbauten mit drei Etagen niedriger gehalten sind. Der L-förmige Innenhof liegt teilweise über dem Erdgeschoss und wurde 1994 mit einer transparenten Gitterschale überdacht.[14]

[Bearbeiten] Finanzdeputation am Gänsemarkt

Finanzbehörde: Gesamtansicht

Der Bau, in dem heute die Finanzbehörde ihren Sitz hat, zählt zu den flächenmäßig größten Bauten Schumachers. Auf einer Grundfläche von 3.100 m² entstanden 490 Räume mit einer Nutzfläche von 17.780 m². Der Bau wurde auch in Hinblick auf die herrschende Arbeitslosigkeit 1914 begonnen und stockte wegen der fehlenden Mittel im Ersten Weltkrieg und während der Inflationsjahre. 1923 wurden zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weitere zwei Milliarden Mark genehmigt, wegen der Inflation wurde der Bau, der als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme fortgesetzt werden sollte, im Dezember 1923 wieder eingestellt, da die inflationsbedingten Nachforderungen nicht mehr aufgebracht werden konnten. 1925 wurde mit der Fortsetzung der 1926 abgeschlossenen Arbeiten durch Oberbaurat Göbel begonnen.[15]

Der mit Oldenburger Klinkern verblendete Stahlbetonbau trägt einen reichen Fassadenschmuck aus farbig emaillierter Keramik von Richard Kuöhl, mit dem Schumacher eng zusammenarbeitete.

[Bearbeiten] Stilwandel

Nach der Stabilisierung der Währung durch Einführung der Reichsmark 1924 konnten zahlreiche Bauten umgesetzt werden. In Schumachers Werken wird eine Zuwendung zur Stilrichtung des „Neuen Bauens“ erkennbar. Die von ihm bisher geplanten hohen Dachformen weichen zugunsten von Flachdächern, seine Bauten haben jetzt Fenster über die gesamten Treppenhäuser, die meist an den Gebäudeseiten liegen.

[Bearbeiten] Grundbuchhalle (1927–1930)

Grundbuchhalle

Das 1903 erbaute Ziviljustizgebäude bot nicht genügend Raum für die Rechtspflege der wachsenden Stadt. Der notwendige Anbau wurde nicht als Erweiterungsbau konzipiert, sondern stellt einen eigenen Bau dar, der mit zwei Übergängen mit dem bestehenden Bau verbunden wurde. Dem im Renaissancestil in gelbem Klinker ausgeführten Ziviljustizgebäude wurde so ein Kontrapunkt in dunklem Klinker hinzugefügt, der zu den Wallanlagen als Polygon ausgeführt wurde. An den beiden Ecken liegen zwei Treppenhäuser. Im Innenhof liegt die als Rundbau ausgeführte Publikumshalle mit einem Lichthof um ein inneres Treppenhaus und Flure ausgeführt ist und von einem blauen Keramikbrunnen von Richard Kuöhl geschmückt wird. Vor dem Eingang ist eine Bronzeplastik des Bildhauers Albert Woebcke (1896–1980) aufgestellt.

Das Gebäude besteht aus drei Abteilungen: Amtsgericht, Landgericht und Grundbuchamt. Im Landgerichtsabschnitt liegen die Diensträume des Präsidenten, die Arbeitsräume des Präsidianbetriebes, 16 Räume für die Kammervorsitzenden und acht Sitzungssäle; im Amtsgerichtsbereich liegen weitere fünf Sitzungssäle.[16]

Die Planungen begannen bereits 1912, der eigentlich Bau, den Schumacher als ein Sorgenkind bezeichnet [17] wird 1927 wieder aufgenommen und 1930 fertiggestellt.

[Bearbeiten] Ein neuer Schultypus für Hamburg

Der Mangel an Schulen in Hamburg wurde in den späten 1920er Jahren offensichtlich. Er postulierte 1928 Einen neuen Schultypus für Hamburg, dessen Zielsetzung er formulierte: „Streben nach sachlicher Schlichtheit, das wirken will durch Dreierlei: Rhythmische Werte der Raumgestaltung im Inneren und Körpergestaltung im Äußeren, Farbe, Qualität der Arbeit an denjenigen Stellen. Wo die Funktion des Bauwerkes zu einer handwerklichen Detaillierung führt: ‚Reinlichkeit‘ in ästhetischen Dingen.“[18]. Emil Krause, der zu dieser Zeit Schulsenator war, nahm auf die Gestaltung der Schulen nach Gesichtspunkten der Reformpädagogik Einfluss.

Die Umsetzung dieser Prinzipien machte Fachräume, Turnhallen, Aulen, Speiseräume, Lehrküche, Schulkindergarten, Arztzimmer, Zahn„klinik“, Musikräume, Elternsprechzimmer und – in einigen Vierteln − Kindergarten und Jugendheim notwendig. Dies brachte einen Raumzuwachs von über 60 %. Da die durchschnittliche Größe des Bauplatzes nur von 5000 m² auf 6000 m² wuchs, musste die Baumasse konzentriert werden. „Raumökonomie und Konstruktionsökonomie müssen sich die Hand reichen.“

  • Zweiseitige Raumbebauung der Korridore
  • Große Fenster in den Treppenhäusern und auf den Stirnseiten der Korridore zur Belichtung
  • Abkehr von den typischen hohen Dachformen

Die Erhöhung der Baukosten lag wesentlich unter dem Zuwachs an Raum (die Kosten der Schulen mit Aula lagen im Durchschnitt bei 1,3 Millionen Reichsmark).[19]

[Bearbeiten] Krematorium Ohlsdorf

Das „neue” Krematorium (2007)

Das „neue” Krematorium im Friedhof Ohlsdorf, 1930 - 1932 als Ersatz für das Krematorium an der Alsterdorfer Straße geplant, wurde es zu Schumachers letztem öffentlichen Bau. Es liegt im westlichen Teil des Friedhofs und gruppiert sich um eine hohe zentrale Feierhalle, die mit einem steilen Schrägdach versehen ist. Parabelförmige Betonstützen geben dem Innenraum eine kirchenschiffähnliche Höhe. Der Raumeindruck wird geprägt von den von Ervin Bossányi entworfenen Glasfenstern. [20]

Engelplastik am Krematorium

Der Bau liegt auf einem im gleichen dunklen Klinker ausgeführten Sockel. Der gesamte Bauschmuck mit Keramik wurde wiederum von Richard Kuöhl ausgeführt. Bemerkenswert ist die Großplastik des schwebenden Engels die das Muster der Klinker aufnimmt.

Schumacher äußert sich Ende 1932 in einem Brief an seinen Bruder Hermann:

„In der zweiten Januarwoche wird mein Krematorium übergeben, nach 8-jähriger Arbeit. Es wird mein letzter großer Bau sein und zugleich der persönlichste unter allem, was ich gebaut habe. Ich kann in ihm das Gleiche zeigen, womit ich in Dresden meine Tätigkeit begann, daß meine stärkste Neigung nach der Seite des Sakralen liegt.“

zitiert nach OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe: Nr. 115, IV, 2011 - November 2011[3]

Der eigentliche Kremierungsvorgang blieb im Verborgenen und ausgegrenzt. Der Schornstein hat eine turmähnliche Struktur erhalten.[21] Durch einen Geländeversprung können die technischen Räume mit den Brennöfen von der Fuhlsbüttler Straße ebenerdig erreicht werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Tausende Opfer aus den hamburger Konzentrationslagern hier eingeäschert.

Der Bau wurde 1952 um eine weitere Feierhalle ergänzt, diese Feierhalle „C” war mit Glasfenstern von Alfred Mahlau ausgestattet. [22]

Die gesamte Anlage wurde 2010 renoviert und 2011 als „Bestattungsforum” wieder eröffnet.[23]

[Bearbeiten] Werk

[Bearbeiten] Werkbegleitende Schriften

Die Arbeiten Schumachers wurden von ihm selbst dokumentiert. Er verfasste in drei Bänden eine Dokumentation seiner „Staatsbauten“, in denen die Aufgabenstellung, die Besonderheiten des Geländes und die Raumaufteilung erläutert wurden. Ergänzt wurden diese um Aufnahmen. Zum Nachlass gehörten rund 1.200 Fotografien, die von den Gebrüdern Adolf und Carl Dransfeld, die ihr Fotoatelier 1902 in Berlin gegründet hatten und 1904 nach Hamburg umzogen[24], kurz nach der Fertigstellung aufgenommen wurden und die als Glasnegative vorliegen.[25]

1919 erschien in Zusammenarbeit mit dem Lübecker Karl Schäfer, der in Lübeck Denkmalpfleger war und als Direktor das St.-Annen-Museum seit 1911 leitete, der erste Band der Staatsbauten.

Der dritte Band wurde von ihm nach seiner Entlassung konzipiert. Die Staatsbauten wurden in neuerer Zeit neu aufgelegt und um Beschreibungen des aktuellen Zustandes unter denkmalschützerischen Aspekten ergänzt.

Er betont in seinen Schriften, seinen Ehrgeiz, nicht nur dem Kulturzweck des Gebäudes Rechnung tragen zu müssen, sondern auch der Natur, also der Umgebung des Bauplatzes.[26] Die Begründung gibt er auch in seiner Darstellung der Gebäude, beispielsweise in den Staatsbauten.

[Bearbeiten] Bauten

  • Bayerisches Nationalmuseum München, 1893 (mitbeteiligt durch seine Tätigkeit im Architekturbüro Gabriel von Seidl)
  • Künstlerhaus München, 1893 (mitbeteiligt durch seine Tätigkeit im Architekturbüro Gabriel von Seidl)
  • Umbau eines Palazzo in Fasano (Region Gardasee), 1894
  • Hotelbau in Gardone, 1894/1895
  • Konzertsaal im Städtischen Kaufhaus Leipzig, 1895; 1945 Innenräume zerstört (mitbeteiligt durch seine Tätigkeit in der Stadtbaubehörde von Leipzig)
  • Villa Heinrich Siller in Wuppertal-Barmen, 1896-1897 (erstes selbständiges Projekt für eine Villa)
  • Neues Rathaus Leipzig, 1897–1899 (mitbeteiligt durch seine Tätigkeit in der Stadtbaubehörde von Leipzig)
  • Villa Toelle in Barmen 1897-1898
  • Villa Erbslöh in Wuppertal-Barmen, 1897-1898 (nicht mehr vorhanden)
  • Villa von Halle in Berlin-Grunewald, 1900 (nach 1945 beseitigt)
  • Villa Klug in Dehnitz bei Wurzen, 1900
  • Landhaus Iken in Rockwinkel, 1900 (nicht mehr vorhanden)
  • Villa in Konstanz, 1901-1902
  • Villen für Mitglieder der Familie Weddigen in Wuppertal-Barmen, 1902
  • Villa Grübler in Dresden, 1903
  • Villa Georg Hirzel in Leipzig, 1905 (Innengestaltung einschließlich Möbel)
  • Haus Brauer in Lüneburg, 1905 (nicht mehr vorhanden)
  • Villa Sombart in Oberschreiberhau, 1906–1908
  • Villa Osthaus in Hagen, 1908 (abgebrochen)
  • Krematorium Tolkewitz auf dem Urnenhain Tolkewitz in Dresden, 1908–1911
    Friedhof Tolkewitz
  • Gasometer in Hamburg-Fuhlsbüttel, 1909
  • Pfarrhaus und Kirchplatz St. Michaelis in Hamburg, 1910–1912, das Pfarrhaus wurde 1943 zerstört. Nur die südliche Terrasse ist erhalten, da weitere Umbauten wegen der Ost-West-Straße vorgenommen wurden.[27]
  • Technische Lehranstalten, 1910–1914, die Entwürfe gehen auf eine bereits vorliegende Raumplanung zurück, die Schumacher in seinen Entwürfen umsetzte[28], der Bau wurde im Krieg teilweise zerstört und 1951 bis 1960 wieder hergestellt
  • Verschiedene Bauten im Hamburger Stadtpark (Entwurf der Gesamtanlage 1911)[29]
    • Hauptrestaurant im Stadtpark, 1912–1916, im Krieg zerstört und abgerissen, es bildete das östliche Ende der Hauptachse Planetarium–Stadtparksee
    • Sportzentrum am Wasserturm, 1914
    • Landhaus Walter im Hamburger Stadtpark, 1914/1915[30]
    • Trinkhalle mit Sondergarten im Hamburger Stadtpark, 1914/1915[31]
      Trinkhalle im Stadtpark
    • Kaskade am Stadtparksee, 1914–1915, 1957 abgerissen, in einem erheblich reduzierten Ausmaß an der westlichen Seeseite neu errichtet, liegt genau auf der Hauptachse
    • Stadtparkcafé, 1914–1916
    • Kleinkinderhaus Winterhude, 1914–1916, Winterhuder Weg 11, Uhlenhorst, heute: Jugendheim und Kindertagesstätte[32]
    • Planschbecken mit Schutzhalle, 1914–1923
    • Luft- und Sonnenbad im Hamburger Stadtpark, 1920
    • Stadtgärtnerei Alsterdorferchaussee, 1929
    • Planetarium im ehemaligen Wasserturm, 1927-1928
  • Polizeiwache Hammer Deich in Hamburg, 1911-1912, die Bauplanung sah eine mehrgeschossige Bebauung mit Etagenhäusern in der Umgebung vor, um den staatlichen Charakter zu betonen, wurde die Ecke besonders betont, nach Kriegszerstörungen mit einem Flachdach versehen und 1980 verkauft.[33]
  • ehemaliges Institut für Geburtshilfe der Finkenau in Hamburg, 1911–1914,[34][35] wird zum Mediencampus Hamburg umgebaut (2009)
    Finkenau
  • Seglerheim mit Arbeiterspeisehalle, um 1914
  • Irrenanstalt Friedrichsberg, 1912–1914 (später Allgemeines Krankenhaus Eilbek, bis auf Einzelgebäude abgerissen, da die Gesamtanlage nicht mehr besteht[36])
  • Erika-Schwesternhaus
    Erika-Schwesternhaus
    Eppendorfer Krankenhaus, 1912–14, in der ursprünglichen Gestalt durch Kriegsfolgen, Straßenverlegung und Umbauten innerhalb der Krankenhausanlage erheblich verändert[37]
  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg, 1912–14[38][39]
  • Gewerbehaus (Handwerkskammer), Holstenwall 12, Hamburg, 1912–15 [40] / 1917 Übergabe an die Gewerbekammer
  • Pathologie Eppendorfer Krankenhaus, 1912–1916/1926
  • Markthalle Hamburg, 1913
  • Erweiterung des Botanischen Staatsinstituts, 1913
  • Feuerwache Petroleumhafen, 1913
  • Feuerwache Alsterdorf, Alsterkrugchausse 288, 1913/1914[41]
  • Davidwache am Spielbudenplatz, Hamburg 1913/1914
    Seitenfassade der Davidwache
    [42][43]
  • ehemalige Polizeiwache Lübecker Straße 54, Hamburg Hohenfelde, 1913/1914[44], Schumacher wollte die umgebende Grünanlage erhalten und versuchte dem Gebäude eine gewisse Zierlichkeit zu geben[45]
  • Volkslesehalle und Mönckebergbrunnen, 1913/14. Durch den Bau der Mönckebergstraße war an dieser Stelle durch die Einmündung von Spitaler- und Lilienstraße ein kleiner spitzer Platz entstanden, der von den hohen Bauten umgeben ist. Schumacher votierte gegen eine private Bebauung und schlug das Denkmal für Johann Georg Mönckeberg (1839–1908) vor. Die geplante Kupfereindeckung konnte erst 1950 durchgeführt werden, da 1914 kriegswirtschaftsbedingt kein Kupfer zur Verfügung stand. 1970 wurde die Nutzung als Bücherhalle aufgegeben.[46]
Holthusenbad
  • Holthusenbad in Hamburg-Eppendorf, Goernestraße 21, 1913/1914 Durch die angestrebte Unterbringung des Standesamtes im Mittelteil des Baus konnten die Planungen auf eine große Baumasse abgestellt werden und eine gelungene Verbindung der beiden großen Schwimmhallen harmonisch erzielt werden.[47][48]
  • Verwaltungsgebäude Dammtorwall 9-13, 1913–1915, und Drehbahn 36, 1926/27 – Justizverwaltung und Post[49][50]
  • Museum für Hamburgische Geschichte, 1913–1922
  • ehemaliges Jachthaus, Jachtweg 10, Hamburg Waltershof, 1914–1920[51]
  • Lotsenhaus Seemannshöft, Bubendeyweg 33, Hamburg-Waltershof, 1913/14[52]
  • Polizeiwache Hoheluft, 1914
  • Leichenhalle im Barmbeker Krankenhaus, Hamburg-Barmbek, 1914/1915
  • Leichenhalle Jarrestraße, 1915, 1943 zerstört[53]
  • Hauptfeuerwache Berliner Tor, Westphalensweg 1, 1914–1922[54]
  • Dritte Irrenanstalt Groß-Hansdorf, 1915
  • Freibad Lattenkamp, 1915 (1926), Anfang der 1990er Jahre zugunsten neuer Wohnbebauung abgebrochen
  • Bedürfnisanstalt Paulinenplatz, 1917
  • Bedürfnisanstalt Stellinger Weg, 1919
  • Bedürfnisanstalt Alsterdorfer Damm, 1919
  • Heimatkunde-Museum Bergedorf, 1919-1920
  • Säuglingsabteilung des Eppendorfer Krankenhauses, 1919
  • Hörsaal der Säuglingsabteilung des Eppendorfer Krankenhauses, 1919
  • Fritz-Schumacher-Siedlung Hamburg-Langenhorn, 1919/1920[55]
  • Wohnhäuser in Hamburg-Fuhlsbüttel, 1920
  • Staatswohnungsbauten Dulsberg, 1921–1923
  • Müllverwertungsanlage in Köln, 1923
  • Bücherhalle am Museum für Kunst und Gewerbe, 1923
  • Bedürfnisanstalt am Goldbekplatz, 1925
    ehemalige Bedürfnsianstalt am Goldbekplatz
  • Anlage des Heinrich-Heine-Denkmals, 1925-1926, besteht nicht mehr
  • Polizeiwache Oberalster, 1925-1926
  • Staatskrankenhaus Cuxhaven, 1925–1927
  • Finanzdeputation Hamburg am Gänsemarkt, 1926[56]
    Finanzdeputation
  • Bedürfnisanstalt im Wehber'schen Park, 1926
  • Amtsgericht Hamburg-Bergedorf, Ernst-Mantius-Straße 9, 1926/1927[57]
  • Flughallen A und B, 1926-1927
  • Gefängnis Glasmoor, Norderstedt, Am Glasmoor 99, 1926–1928, ursprünglich für 250 Gefangene konzipiert[58] Umbauten 1980
  • Entwurf für das Naturhistorisches Museum, 1910 und 1926/1928
  • Bedürfnisanstalt Klein-Borstel, 1927
  • Polizeiwache Geffkenstraße, 1927
  • Polizeihaus Springeltwiete, 1927
  • Kraftwagenhalle für die Stadtreinigung, 1927
  • Seeflughalle Travemünde, 1927-28, auf dem Priwall, Stahlkonstruktion 60 x 60 Meter, 20 Meter hoch, Klinker, oberhalb 12 Meter umlaufende Verglasung – im Krieg zerstört[59]
  • Friedhofskapelle XIII, 1927-28[60]
  • Feuerwache Veddel, Am Zollhafen 11, Hamburg-Veddel, 1927/28 [61]
  • Gorch-Fock-Halle, Finkenwerder, Focksweg 12–14, 1927–1929, ursprüngliche Intention war die Bereitstellung einer Turnhalle für die Finkenwerder Schule[62]
    Gorch-Fock-Halle, Finkenwerder
  • Altersheim Groß-Borstel, Borsteler Chaussee 301, 1927–1929[63]
  • Erweiterungsbau des Ziviljustizgebäudes (Grundbuchhalle), 1927–1930
  • Bedürfnisanstalt Hoheluft, 1928
  • Bedürfnisanstalt Steintorplatz, 1928
  • Bedürfnisanstalt am Klosterstern, 1928
  • Tierkörper-Verwertungsanstalt, um 1928
  • Polizeiwache Alsterdorfer Straße, 1928
  • Heringskühlhaus Grasbrookhafen, 1928/1929, abgerissen 1983[64]
  • Krematorium Ohlsdorf, 1928/1932
  • Bedürfnisanstalt Billhorner Kanal, 1929
  • Bedürfnisanstalt und Beratungsstelle, 1929
  • Bedürfnisanstalt Süderstraße, 1929
  • Bedürfnisanstalt Osterbekstraße, 1929
  • Wohlfahrtsstelle II auf St. Pauli, 1929
  • Bürogebäude für die Stadtreinigung, 1929
  • Mannschaftsgebäude für die Stadtreinigung, 1929
  • Polizeiwache Hartzlohplatz, 1929-1930, jetzt: Bürgerhaus[65]
    Hartzlohplatz
  • Direktorenwohnhaus im Institut für Geburtenhilfe, 1926-1927
  • Friedhofskapelle Finkenwerder, 1926-1927
  • Toranlagen Friedhof Finkenwerder, 1927
  • Bedürfnisanstalt Ohlsdorfer Friedhof, 1927
  • Bezirksdepot der Straßenreinigung, 1928
  • Wohnhaus auf dem Materialplatz Ohlsdorfer Friedhof, 1920
  • Jugendstrafanstalt Hahnöfersand, 1926–1929
  • Polizeiwache Alte Rabenstraße, 1926
  • Erweiterung Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis in Hamburg, 1927–1929 [66]
  • Pavillons auf dem Hamburger Rathausmarkt, 1929-1930
  • Beamtenwohnhäuser Glasmoor, 1928
  • Bedürfnisanstalt Heubergredder, 1930
  • Feuerwache Rugenberger Hafen, 1930
  • Kaischuppen 59, Veddeler Damm, Hamburg Kleiner Grasbrook, 1930 [67]
  • Bedürfnisanstalt und Warteraum Wilhelmsburger Platz, 1931
  • Polizeiwache Geesthacht, 1931
  • Bedürfnisanstalt Winterhuder Marktplatz, 1933
  • Kapelle in Worms (ohne Jahreszahl)

[Bearbeiten] Schulwesen

Eine Reihe von Schumachers Schulbauten ist bis heute ihrer Nutzung erhalten geblieben. Während in Hamburg 21 % des Gesamtbestandes von 463 Schulen nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Totalschaden eingestuft wurden, war von etwa 40 Schulgebäuden Schumachers lediglich eine mit schweren Schäden zu verzeichnen, weitere konnten schnell wieder hergestellt werden.[68]

Handelsschule Schlankreye
ehem. Oberschulbehörde
Volksschule am Tieloh
Gelehrtenschule des Johanneums
Hansa-Gymnasium
Heinrich-Hertz-Schule, Grasweg
Emil-Krause-Gymnasium
Volksschule Wendenstraße
Volksschule Wiesendamm
Luisen-Gymnasium Bergedorf
Schule Berne
Walddörfer-Gymnasium
Oberrealschule für Mädchen Hamm
  • Handelshochschule Leipzig, 1908–1910, jetzt: Kunstpädagogisches Institut der Universität Leipzig – Geschwister-Scholl-Haus
  • Technische Staatslehranstalten in Hamburg-St. Georg, 1910–1914
  • Hilfsschule Birkenau, 1911
  • ehemalige Volksschule (II) Lutterothstraße, Hamburg 1911–1912[69] jetzt: Dependance der Handelsschule Schlankreye, mehrere Umbauten 1974 und 1976[70]
  • ehemalige Volksschule Rübenkamp, Rübenkamp 50, Genslerstraße, Hamburg-Barmbek 1911/1912 [71]
  • Volksschule Teutonenweg, Hamburg 1911/1912[72]
  • ehemalige Oberschulbehörde Hamburg, Dammtorstraße 25, 1911/1912[73]
  • ehemaliges Lehrerinnenseminar, Hohe Weide 16, Hamburg 1911/1912, jetzt: staatliches Studienseminar[74]
  • Staatliche Kunstgewerbeschule, heute: Hochschule für bildende Künste Hamburg, Lerchenfeld, Hamburg 1911–1913 – etliche Umbauten nach Kriegszerstörungen ab 1951 durch Gustav Hassenpflug, Bernhard Winking und Holger Moths[75]
  • Volksschule am Tieloh, Hamburg 1911–13[76][77]
  • Gelehrtenschule des Johanneums, Maria-Louisen-Straße 114, Hamburg-Winterhude 1912–1914. Durch die Verlagerung der Schule vom Domplatz in der Innenstadt, wo das alte Gebäude von Wimmmel (1840) als Bibliothek genutzt wurde, konnte ein großzügiger Neubau auf 8000 m² Fläche errichtet werden.[78][79]
  • Hansaschule, heute: Hansa-Gymnasium, Hermann-Distel-Straße 25, Bergedorf 1913/1914. Ein mit seiner hohen Dachform typischer Bau Schumachers für die Zeit vor dem ersten Weltkrieg.[80][81]
  • Stiftungsschule von 1815 heute: Anna-Siemsen-Schule am Zeughausmarkt, Hamburg 1914/15,[82] heute: Gewerbeschule Textil und Bekleidung
  • Realschule Uferstraße, Hamburg 1914/1915
  • Entwurf der Volksschule Großmannstraße, Hamburg 1915
  • Volksschule Burgstraße, Hamburg 1915 (1921)
  • Schule Kleiner Grasbrook, Hamburg 1916
  • Volksschule Ratsmühlendamm, Hamburg 1919
  • ehemalige Lichtwarkschule heute: Heinrich-Hertz-Gesamtschule, Grasweg 74, Hamburg-Winterhude 1919–1920 Fertigstellung:1925[83]
  • Lyzeum am Lübeckertorfeld, Hamburg 1919/1920
  • Kaufmännische Fortbildungsschule, 1919/1920
  • Pavillonschule Langenhorn, Hamburg 1919/1920
  • Volksschule Ahrensburger Straße, heute: Emil-Krause-Gymnasium, Krausestraße 53, Hamburg Dulsberg 1919–1923[84]
  • Realschule im Alstertal heute: Gymnasium Alstertal, Erdkampsweg 89, Hamburg-Fühlsbüttel 1924[85]
  • Gewerbeschule Angerstraße 4, Hamburg 1926/1927[86]
  • Förderschule Bundesstraße, Hamburg 1926/1927[87]
  • Höhere Mädchenschule Curschmannstraße 39, Hamburg um 1926–1928[88]
  • Volksschule Langenfort, Langenfort 68–70, Hamburg 1927–1929 heute: Kooperative Gesamtschule Benzenberg[89]
  • ehemalige Jahnschule Bogenstraße 34–36, Hamburg-Harvestehude, 1929–1930; heute: Ida-Ehre-Gesamtschule[90]
  • Erziehungsheim Wulfsdorf bei Hamburg, 1927–1930
  • Gewerbeschule Uferstraße, Uferstraße 9–10, Hamburg 1928. Das 1943 zerstörte Walmdach wurde durch ein zusätzliches Geschoss mit Flachdach ersetzt. Im Konferenzzimmer befand sich das Wandbild Die klugen und die törichten Jungfrauen von Anita Ree.[91]
  • Höhere Realschule und Volksschule, Hamburg-Volksdorf 1928/1929
  • Volksschule Schaudinnsweg,Fraenkelstraße 1–3, Hamburg-Barmbek 1928/1929, Schumacher bezeichnet den Bau als klarste Form der neueren Volksschulen (1930) und konnte hier auf einem großzügigen Grundstück eine Idealform umsetzen.[92]
  • Volksschule Marienthaler Straße, Hamburg 1928/1929, heute: Haupt- und Realschule Griesstraße 110, Hamburg-Hamm nach Zusammenlegung zweier Gebäude[93]
  • Volksschule Wiesendamm, Hamburg 1928/1929
  • Volksschule Wendenstraße, Wendenstraße 166, Hamburg 1928/1929, heute staatliche Handelsschule. Der zerstörte Ostteil und die Turnhalle wurde 1975 in alter Form wiederaufgebaut. Das für Gymnastik und Freiluftunterricht genutzte Flachdach wurde durch ein Dach mit leichter Neigung ersetzt. Das Haus wird von einem gläsernen Treppenhausturm überragt.[94]
  • Volksschule Veddel, Slomanstieg 1–3, 1928/1929[95]
  • Volksschule Amalie-Dietrich-Weg, 1928/1929, heute: Grundschule Lämmersieth und Institut für Schiffbau der TU Harburg, Lämmersieth 72 a, Hamburg-Barmbek[96]
  • Volksschule Wiesendamm heute: Gesamtschule Winterhude, Meerweinstraße 28, 1928/1929[97]
  • Lyzeum,
    Lichtenberg Gymnasium Cuxhaven
    heute: Lichtenberg-Gymnasium Cuxhaven, Cuxhaven, 1929
  • Erweiterung des Amandus-Abendroth-Gymnasiums, Cuxhaven, 1929
  • Luisen-Gymnasium Hamburg, Reinbeker Weg 76, Bergedorf, 1929/1930[98]
  • Volksschule Langenhorn, Hamburg, 1929/1930
  • Volksschule Berne, heute Grund-, Haupt- und Realschule Lienaustraße, Lienaustraße 32, Hamburg, 1929/1930[99]
  • Volksschule Bauersberg, Hamburg 1929/1930
  • Walddörfer-Gymnasium, Im Allhorn 45, Hamburg-Volksdorf, 1929–1931[100]
  • Siedlungschule Langenhorn heute: Fritz-Schumacher-Schule, Timmerloh 27–29, Hamburg-Langenhorn 1929/1930. Hier wurde noch einmal ein Bau mit einem steilen Walmdach erstellt [101]
  • Volksschule Hamm-Marsch, Osterbrook 17–19, Hamburg-Hamm 1929–1931, heute: Grund-, Haupt- und Realschule Osterbrook[102]
  • Volksschule Bogenstraße, heute Ida-Ehre-Gesamtschule, Bogenstraße 34–36, Hamburg-Eimsbüttel[103]
  • Volksschule Tiroler Straße, Hamburg 1930
  • Volksschule Rungestraße, Hamburg 1931
  • Volksschule Graudenzer Weg, heute: Gesamtschule Alter Teichweg, Alter Teichweg 200, Hamburg , 1931/1932[104]
  • (ehemalige) Volksschule
    Beim Pachthof 15,
    Hamburg-Horn, 1930/1931[105]

[Bearbeiten] Brücken

  • Alsterdammbrücke, Hamburg 1914
  • zwei Brücken am Stadtpark-Kanalhafen, Hamburg 1914–1916
  • Blumenstraßenbrücke, Hamburg 1919
  • Skagerrakbrücke, Hamburg 1919
  • Hindenburgstraßenbrücke, Hamburg 1925
  • Heilwigbrücke, Hamburg 1925/1926
  • Brücke Von-Essen-Straße, Hamburg 1926/1927
  • Eppendorfer Brücke, Hamburg 1927
  • Wiesendammbrücke, Hamburg 1927/1928
  • Fernsichtbrücke, Hamburg 1927/1928[107]
  • Krugkoppelbrücke, Hamburg 1927/1928[108]
  • Bellevuebrücke, Hamburg 1928/1929
  • Schleidenbrücke, Hamburg 1929

[Bearbeiten] Stadtentwicklungsplanungen

  • Umgestaltung des Theaterplatzes, 1905
  • Bebauungsplan Kronprinzenstraße, 1907
  • Bebauungsplanung Groß-Borstel, 1910/11
  • Bebauungsplanung Wohldorf-Ohlstedt, 1911
  • Stadtpark Hamburg, 1911–30
  • Studien zur Reform des Kleinwohnungsbaus, um 1912
  • Bebauungsplanung Kleinwohnungssiedlung Finkenwerder, 1912
  • Bebauungsplanung Farmsen-Berne, 1912
  • Bebauungsplanung Kleinhaussiedlung Farmsen-Berne, 1912
  • Neugestaltung des Platzes hinter der Kunsthalle, 1912
  • Alsterkanalisierung, 1913–16
    kanalisierte Alster bei Alsterdorf
  • Bebauungsplanung Alsterdorf-Fuhlsbüttel, 1914
  • Erweiterungsplanung Friedhof Ohlsdorf, 1914/15
  • Bebauungsplanung Cuxhaven, 1915
  • Studie zum Bebauungsplan Habichtplatz, 1916 (1929)
  • Bebauungsplanung Horn, 1917–26
  • Bebauungsplan Kleinwohnungssiedlung Dulsberg, 1918–19
  • Kleinhaussiedlung Langenhorn, 1919–21
  • Wettbewerb zur Bebauung des Inneren Rayon, Köln 1919
  • Studie zur Platzgestaltung am Dammtor, um 1920
  • Bebauungsplan Kleingartenkolonie Groß-Borstel, 1918
  • Bebauungsplanung Volksdorf-Wensenbalken, 1918
  • Achsenmodell – Stadtentwicklungsplanungen für Hamburg, um 1919
  • Generalsiedlungsplan Köln, 1920–23
  • Bebauungsplan Kleinwohnungssiedlung Veddel, 1925
  • Bebauungsplan Hamm-Nord, 1925/26
  • Bebauungsplanung des Lübeckertorfeldes, 1926–29
  • Gutachten zum Generalssiedlungsplan Bremen, 1926–30
  • Bebauungsplan Jarrestadt, 1926–28
  • Projekt zur Verlegung der Universität Hamburg, 1928
  • Entwurf für den Umbau der Großen Markthalle, 1928
  • Bebauungsplan Zoologischer Garten, um 1929, heute: Planten un Blomen

[Bearbeiten] Entwürfe und Teilnahme an Wettbewerben

  • Entwurf einer Kirche in Gardone (Gardasee), 1894
  • Wettbewerb zum Teichmann-Brunnen in Bremen, 1895
  • Vorschlag zur Erhaltung der Matthäikirche in Leipzig, 1897
  • Medaille für die Sächsisch-Thüringische Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Leipzig, 1897
  • Entwurf für ein Bismarckdenkmal, 1897
  • Wettbewerb Hochbahnhaltestelle Berlin, 1898 (gemeinsamer Entwurf mit Bruno Möhring und Architekt Schellewald)
  • Grabmalentwürfe, 1898
  • Entwürfe für zwei Tischstanduhren, 1898
  • „Architektur-Studien“, 1898
  • Studien zu einem Krematorium, 1899
  • Studie zu einem Justizpalast, um 1899
  • Entwürfe für Exlibris, 1900/01
  • Buchausstattungen, 1900/01
  • Teppichentwürfe, 1900–02
  • Entwurf zu einem Ludwig-Richter-Denkmal, um 1902
  • Skizze zu einem Brunnendenkmal, 1902
  • Entwurf einer freireligiösen Kirche, 1903
  • Wettbewerb Neues Rathaus Dresden, 1903
  • Ausgestaltung des Hauptsaales im Städtischen Ausstellungspalast der Deutschen Städte-Ausstellung 1903
  • Entwurf eines Krematoriums, 1903 (ideeller Entwurf)
  • Entwurf zu einem Brunnen, 1903
  • Entwurf zu einem Goethe-Monumentalbrunnen in Ilmenau, 1903
  • Vorschlag zur Aufstellung eines Bismarck-Denkmals in Bremen, 1903
  • Entwurf eines Damenzimmers im Haus Lorenzen in Flensburg, 1905
  • Wettbewerb Stadthaus Bremen, 1906
  • Wettbewerb für eine Kirche in Hagen, 1908
  • Wettbewerb für eine Kirche in Recklinghausen, 1908
  • Gutachten für den Dürerbund, 1908
  • Entwurf des Ausstellungsraumes der Zunft, 1908
  • Wettbewerb Heilandskirche in Dresden-Cotta, 1909, (Sieger im Wettbewerb, aber von ihm nicht umgesetzt)
  • Entwurf zu einem Brückenpfeiler für Hamburg, um 1911
  • Grabmalentwürfe, 1912
  • Museum für Hamburgische Geschichte (nicht ausgeführter Entwürfe), 1913–22
  • Entwurf Grundbuchamt Alstertor, 1913
  • Entwurf eines Zollverwaltungsgebäudes, 1914
  • Entwurf für ein Kunstvereinsgebäude an der Außenalster, 1912
  • Studie zu einem Kriegsgedächtnismal, um 1915
  • Studie zu einem Ehrenhof am Wasserturm, 1916
  • Studie Eckbebauung Ankelmannstraße, 1916
  • Gestaltung der Deutschen Kriegsausstellung, 1916
  • Entwurf eines Ernst-Merck-Denkmal, um 1916
  • Entwurf eines Pfarrhaus für St. Georg in Huchting (Bremen), 1920
  • Wettbewerb Brückenkopf Deutzer Brücke, 1922
  • Entwurf einer Universitätsbibliothek, 1924
  • Entwurf zum Neubau eines Planetariums, 1925–27
  • Entwurf Flughafengebäude Lübeck-Travemünde, 1928–30
  • Entwurf für die Feuerwache Wandsbek, 1929

[Bearbeiten] Sonstige Arbeiten

  • Damenkabine im Dampfer „Elbe“, 1892
  • Grabplastiken im Park von Schloss Kronberg, 1894
  • Grabumlegungen im Neubau der Johanniskirche, 1895
  • Erweiterung des Schlosses Pfauenmoos am Bodensee (Schweiz), 1901
  • Innenraumausstattung der eigenen Wohnung, 1901
  • Denkmal Christian Otto Mohr und Karl Ernst Hartig für die Technische Hochschule in Dresden, 1901–1905 (nicht mehr erhalten)
  • Franzius-Denkmal, um 1901-1905
  • Grabmal, um 1902
  • Grabmal Langewiesche, um 1902
  • Grabmal Meissner, um 1902
  • Grabmal Scharff, um 1903
  • Gestaltung des Hauptsaales der Dresdner Kunstausstellung, 1904
  • Wahlurne für den Rat der Stadt Dresden, 1904
  • Umbau des Landsitzes von Heyl in Seeheim bei Darmstadt, 1905
  • Grabmalentwürfe (ebenso Werke 65, 67, 77, 93), 1903–1907
  • Standuhr für das Leipziger Rathaus, 1906
  • Protestantischer Kirchenraum, 1906, im Städtischen Ausstellungspalast von Dresden (Dritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung)
  • Wohnzimmer im Sächsischen Haus, 1906, temporäres Gebäude (Dritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung)
  • Kindergrabmäler, 1906 (Dritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung)
  • Grabmal, 1906 (Dritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung)
  • Ladenpavillon, 1906 (Dritte Deutsche Kunstgewerbe-Ausstellung)
  • Grabmal Louise Gushurst, um 1906
  • Grabmalentwurf, 1906
  • Kriegsgedächnismal in Seeheim, 1906
  • Grabmal Kuoni-Stoppany, 1906
  • Grabmal Klinkhardt, 1906-1907
  • Grabmal Mohr, 1906-1907
  • Grabmal Floh, 1906-1907
  • Grabmal Fusbahn, 1906-1907
  • Grabmal Friedrich Otto Schneider, 1906–1908
  • Grabmal Kluepfel, 1906–09
  • Grabmal Lauenpusch, 1909
  • Innengestaltung Villa Metrowsky, 1909
  • Grabmal Böcking, 1909
  • Grabmal Marie Kunze, um 1909
  • Grabmal Ernst von Halle, um 1909
  • Grabmal Kenzler, um 1909
  • Innenumgestaltung des St.-Petri-Domes in Bautzen, 1909-1910
  • Grabmal Marcus, um 1911
  • Grabmal Friedrich Assmann, um 1907
  • Grabmal Weichardt, um 1907
  • Hochkreuz auf dem Friedhof Uerdingen, um 1907
  • Grabmal Wilhelm Grube, um 1908
  • Grabmal Franz Zimmermann, um 1908
  • Grabmal Helene Thierfelder, um 1908
  • Grabmal Bernhard Flossum, 1908
  • Grabmal Hüttel, 1908
  • Empfangszimmer in einem Redaktionsgebäude von Dresden, 1908
  • Speisesaal für die Hessische Landesausstellung, 1908
  • Umbau Villa Schumacher in Dresden, 1908-1909
  • Erweiterung des Strafjustizgebäudes in Hamburg, 1911–15
  • Grabmal Rosen, 1912
  • Erweiterung des Physikalischen Staatslabors, 1913
  • Erweiterung der Anstalt für schulentlassene Mädchen, 1913-1914
  • Umbau Wohnhaus Fritz Schumacher in Hamburg St. Georg, 1914
  • Grabmal Lichtwark, 1914
  • Stadthauserweiterung, 1914
  • Erweiterung des Hüttengefängnisses, 1914
  • Kriegsgedächnismal 1916
  • Seekriegsgedächtnismale 1916
  • Spiel- und Kampfanlage als Kriegsgedächtnisstätte, 1916
  • Kriegsgedächnismal, 1916
  • Grabmal Troplowitz-Mankiewcz, 1918
  • Grabmal Mollweide, 1919
  • Grabanlage für die Opfer der Revolutionsjahre 1918–1920
  • Denkmal für Wilhelm Cordes, 1920
  • Grabmal Burchard, 1913–1915
  • Erweiterung des Vorlesungsgebäudes Krankenhaus Eppendorf, 1920
  • Ehrengrabstätte der Polizei, Hamburg 1923
  • Anbauten Hafenkrankenhaus, Hamburg 1925
  • Erweiterung der Blumenmarkthalle, Hamburg 1926
  • Umbau des Karstadt-Verwaltungsgebäudes zum Finanzamt Hamburg, Steinstraße, 1927
  • Erweiterungsbau für das Beleuchtungswesen, Hamburg, ca. 1927
  • Erweiterung des Untersuchungsgefängnisses, Hamburg, 1927-1928
  • Erweiterungsbauten für die Straßenreinigung, Hamburg, 1927–1929
  • Anbau Verwaltungsflügel Museum für Völkerkunde, Hamburg, 1928
  • Erweiterung der höheren Staatsschule in Cuxhaven, 1929
  • Umgestaltung Rathausmarkt (Verlegung Kaiser-Wilhelm-Denkmal/Hamburger Ehrenmal), um 1930
  • Grabmal Schumacher, 1941

[Bearbeiten] Entwurfsarbeiten für das Theater

  • Bühnenbild und Plakat zu Phantasien in Auerbachs Keller, 1899
  • Plakat für Champagne-Reitverein, Maskenfest, 1900
  • Bühnenbild zu Johann Wolfgang von Goethe, Palaeophron und Neoterpe, 1900/01
  • Bühnenbild zu Shakespeares Hamlet 1907–09
  • Bühnenbildentwürfe, 1909
  • Bühnenbildentwürfe für eine Monumentalbühne – Goethes Iphigenie auf Tauris, um 1919
  • Bühnenbild zu Shakespeares Macbeth, 1920
  • Bühnenbildentwürfe, um 1933

[Bearbeiten] Schriften

  • Fritz Schumacher: Stufen des Lebens. 1935 (Autobiografie).
  • Fritz Schumacher: Selbstgespräche – Erinnerungen und Betrachtungen. 1949.
  • Fritz Schumacher: Das Werden einer Wohnstadt. Hamburg 1932, ISBN 3-7672-0866-0 (Nachdruck 1984 bei Georg Westermann).
  • Fritz Schumacher: Der Geist der Baukunst. DVA, Stuttgart/Berlin 1938.
  • Fritz Schumacher: Das bauliche Gestalten. Birkhäuser, Basel, Berlin, Boston 1991, ISBN 3-7643-2611-5, S. 94.
  • Fritz Schumacher, Ziegel-Zentrum Nordwest e.V., Essen (Hrsg.): Das Wesen des neuzeitlichen Backsteinbaues. Callwey, München 1985, ISBN ISBN 3-7667-0775-2, S. 149 (Nachdruck).
  • Fritz Schumacher: Wie das Kunstwerk Hamburg nach dem großen Brande entstand : ein Beitrag zur Geschichte des Städtebaus. Christians, Hamburg (Veröffentlichungen des Vereins für Hamburgische Geschichte).
  • Fritz Schumacher: Wandlungen im Bühnenbild. [Hamburger Theaterbücherei; Bd. 1.]. 1948.

[Bearbeiten] Preise

[Bearbeiten] Fritz-Schumacher-Preis

Der Hamburger Industrielle und Mäzen Alfred Toepfer und dessen Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. lobten in Verbindung mit dem Hamburger Senat seit 1949 bis 1955 einen Fritz-Schumacher-Architekturpreis aus. Nach Unstimmigkeiten wurde der Preis dann über die TH Hannover verliehen (1960–2004). Im Jahre 2005 wurde der Preis wegen einer Neustrukturierung der Stiftung aufgegeben. Der Hamburger Senat lobte von 1960 bis 1986 einen eigenen und von der Stadt finanzierten Fritz-Schumacher-Preis aus. 2007 beschloss der Senat in Einvernehmen mit der Stiftung und der Fritz-Schumacher-Gesellschaft, diesen Preis nach 20 Jahren wieder aufleben zu lassen. Er ist seitdem mit 20.000 Euro dotiert und soll alle drei Jahre verliehen werden. Dazu gibt es zwei Förderstipendien mit je 2.500 Euro. Die Preise werden jeweils zum 5. November, dem Todestag von Schumacher, verliehen.[109]

[Bearbeiten] Preis für Architektur der Alfred-Töpfer-Stiftung

[Bearbeiten] Preise der TH Hannover - Auswahl -

[Bearbeiten] Preise der Stadt Hamburg [110]

[Bearbeiten] Neuer Fritz-Schumacher-Preis

[Bearbeiten] Fritz-Schumacher-Gesellschaft

Die Fritz-Schumacher-Gesellschaft e.V. wurde auf Initiative von Hamburger und Dresdner Persönlichkeiten 1994 in Dresden gegründet. Sie befasst sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen und praxisorientierten Themen aus dem Bereich der Baukultur mit besonderem Bezug zum Wirken Schumachers.

[Bearbeiten] Fritz-Schumacher-Institut

Das 2003 gegründete Institut ist eine Einrichtung der Fritz-Schumacher-Gesellschaft e.V. und der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Neben dem Aufbau einer Bibliothek mit den Schriften, Plänen und Fotografien von Schumacher sollen hier Projekte im Umfeld der Stadtentwicklung und Regionalentwicklung gefördert werden.

[Bearbeiten] Literatur

  • Dieter Schädel (Hrsg.): Hamburger Staatsbauten von Fritz Schumacher Band 3 (1920–1933,. Dölling und Galitz Verlag, München, Hamburg 2006, ISBN 978-3-937904-29-0.
  • Fritz Schumacher, Manfred F. Fischer (Hrsg.): Hamburger Staatsbauten 1909–1919/21 eine denkmalpflegerische Bestandsaufnahme. Hans Christians Verlag, Hamburg 1995, ISBN 3-7672-1248-X.
  • Fritz Schumacher, J.Paschen (Hrsg.): Mein Hamburg – Bilder und Erinnerungen. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 1994, ISBN 3-929229-19-6.
  • Fritz Schumacher: Das bauliche Gestalten. Birkhäuser, Basel, Berlin, Boston 1991, ISBN 3-7643-2611-5.
  • Fritz Schumacher: Das Werden einer Wohnstadt, Hamburg 1932,. Nachdruck bei Georg Westermann, 1984, ISBN 3-7672-0866-0.
  • Fritz Schumacher: Die Kleinwohnung. Studien zur Wohnungsfrage, 2. Auflage, Quelle & Meyer, Leipzig 1919
  • Ralf Lange: Architektur in Hamburg Der große Architekturführer,. Hamburg 2008, ISBN 978-3-88506-586-9.
  • Hartmut Frank (Hrsg.): Fritz Schumacher. Reformkultur und Moderne; zugleich Katalog zu der Ausstellung „Fritz Schumacher und seine Zeit“, Deichtorhallen Hamburg, 20. Mai–17. Juli 1994. Stuttgart 1994 (Schriften des Hamburger Architekturarchivs). ISBN 3-7757-0491-4
  • Thomas Völlmar: Bild – Bühne – Architektur. Fritz Schumachers Entwürfe für das Theater 1899–1920. CulturconMedien, Berlin/Wildeshausen 2009, ISBN 978-3-941092-25-9.  Inhalt  Presse  Presse

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Fritz Schumacher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Christian Weller: Reform der Lebenswelt durch Kultur. Die Entwicklung zentraler Gedanken Fritz Schumachers bis 1900. In: Hartmut Frank (Hrsg.): Reformkultur und Moderne. Stuttgart 1994. ISBN 3-7757-0491-4, S. 48
  2. Christian Weller: Reform der Lebenswelt durch Kultur. Die Entwicklung zentraler Gedanken Fritz Schumachers bis 1900. In: Hartmut Frank (Hrsg.): Reformkultur und Moderne. Stuttgart 1994. ISBN 3-7757-0491-4, S. 50-54, 300
  3. Christian Weller: Reform der Lebenswelt durch Kultur. Die Entwicklung zentraler Gedanken Fritz Schumachers bis 1900. In: Hartmut Frank (Hrsg.): Reformkultur und Moderne. Stuttgart 1994. ISBN 3-7757-0491-4, S. 302
  4. Fritz Schumacher: Grundlagen der Baukunst. Studien zum Beruf des Architekten. München 1916, S. 52-53
  5. Fritz Schumacher: Grundlagen der Baukunst. Studien zum Beruf des Architekten. München 1916, S. 64-65
  6. Staatsbauten 1909/21, S. 8
  7. Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.
  8. Staatsbauten 1909/21, S. 15f
  9. Staatsbauten 1909/21, S. 9
  10. Mein Hamburg, S. 28ff
  11. Staatsbauten (Bd.3, S. 142)
  12. Jan Lubitz: Kurt Schumacher in architekten-portrait
  13. Staatsbauten 1909/21 S. 8
  14. Staatsbauten, Bd. 3, S. 30 ff.
  15. Staatsbauten, Bd. 3, S. 56 ff.
  16. Staatsbauten, Bd. 3, S. 110
  17. Dokumentation beim Richterverein abgerufen 2012-02-19
  18. Staatsbauten, Bd. 3, S. 164
  19. Staatsbauten, Bd. 3, S. 194 f.
  20. Lange, 2008, I 26.3
  21. PD Dr. Norbert Fischer (Universität Hamburg): Feuerbestattung und Krematorien vom Ersten Weltkrieg bis zur NS-Diktatur[1]
  22. OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe: Nr. 115, IV, 2011 - November 2011 [2]
  23. Werkverzeichnis Schumacherges.
  24. Staatsbauten 1909/21, S. 13
  25. Staatsbauten, Bd. 3, S. 7
  26. Bauliches Gestalten, S. 56
  27. Staatsbauten 1909/21, S. 49ff.
  28. Staatsbauten 1909/21, S. 26 ff.
  29. Lange, 2008, F 45
  30. Lange, 2008, F 45.2
  31. Lange, 2008, F 45.1
  32. Staatsbauten 1909/21, S. 190 ff.
  33. Staatsbauten 1909/21, S. 38 f.
  34. Staatsbauten 1909/21, S. 139 ff.
  35. Lange, 2008, F 5
  36. Staatsbauten 1909/21, S. 166 f.
  37. Staatsbauten 1909/21, S. 34 ff.
  38. Lange, 2008, C 29
  39. Staatsbauten 1909/21, S. 56 ff.
  40. Lange, 2008, B 44
  41. Staatsbauten 1909/21, S. 128 ff.
  42. Staatsbauten 1909/21, S. 105 ff.
  43. Lange, 2008, C 27
  44. Lange, 2008, E 44
  45. Staatsbauten 1909/21, S. 70 ff.
  46. Staatsbauten 1909/21, S. 146 ff.
  47. Staatsbauten 1909/21, S. 90 ff.
  48. Lange, 2008, D 70
  49. Staatsbauten 1909/21, S. 98 ff.
  50. Lange, 2008, B 32
  51. Lange, 2008, L 13.1
  52. Lange, 2008, L 13.2
  53. Staatsbauten 1909/21, S. 137 ff.
  54. Lange, 2008, E 20
  55. Lange, 2008, I 41
  56. Lange, 2008, B 27
  57. Staatsbauten, Bd. 3, S. 64 ff.
  58. Staatsbauten, Bd. 3, S. 72 ff.
  59. Staatsbauten, Bd. 3, S. 90 ff.
  60. Staatsbauten, Bd.3, S. 80 ff.
  61. Lange, 2008, E 72
  62. Staatsbauten, Bd.3, S. 208 ff.
  63. Lange, 2008, I 11
  64. Staatsbauten, Bd. 3, S. 96 ff.
  65. Lange, 2008 F 64.6
  66. Lange, 2008, L 42.2.2
  67. Lange, 2008,L 8
  68. Schulrat Fr. Jürgens: Der Neubau des Schulwesens. In: Erich Lüth (Hg.): Neues Hamburg. 1. Folge. Hammerich & Lesser, Hamburg 1947
  69. Lange, 2008, C 74.2
  70. Staatsbauten 1909/21, S. 86 ff.
  71. Lange, 2008, F 66
  72. Staatsbauten 1909/21, S. 74 ff.
  73. Lange, 2008, B 36
  74. Staatsbauten 1909/21, S. 131 ff.
  75. Staatsbauten 1909/21, S. 198 ff.
  76. Staatsbauten 1909/21, S. 122 ff.
  77. Lange, 2008 F 62
  78. Staatsbauten 1909/21, S. 116 ff.
  79. Lange, 2008 F 32
  80. Staatsbauten 1909/21, S. 110 ff.
  81. Lange, 2008,M 32
  82. Staatsbauten 1909/21, S. 154 ff.
  83. Lange, 2008, F 36
  84. Lange, 2008, G 22
  85. Staatsbauten, Bd. 3, S. 218 ff.
  86. Lange, 2008, E 43
  87. Lange, 2008, erwähnt in C 88
  88. Lange, 2008, D 81
  89. Staatsbauten, Bd. 3, S. 198 ff.
  90. Lange, 2008, C 81
  91. Staatsbauten, Bd. 3, S. 227 ff.
  92. Staatsbauten, Bd. 3, S. 296 ff.
  93. Staatsbauten, Bd. 3, S. 252 ff.
  94. Staatsbauten, Bd. 3, S. 234 ff.
  95. Staatsbauten, Bd. 3, S. 322 ff.
  96. Staatsbauten, Bd. 3, S. 242 ff.
  97. Staatsbauten, Bd. 3, S. 272 ff.
  98. Staatsbauten, Bd. 3, S. 304 ff.
  99. Staatsbauten, Bd. 3, S. 322 ff.
  100. Staatsbauten, Bd. 3, S. 260 ff.
  101. Staatsbauten, Bd. 3, S. 312 ff.
  102. Staatsbauten, Bd. 3, S. 282 ff.
  103. Staatsbauten, Bd. 3, S. 342 ff.
  104. Staatsbauten, Bd. 3, S. 356 ff.
  105. Lange, 2008, G 4
  106. Staatsbauten, Bd. 3, S. 348 ff.
  107. Lange, 2008, F 19
  108. Lange, 2008, D 50
  109. Baukultur: Senat verleiht erneut „Fritz-Schumacher-Preis“. Freie und Hansestadt Hamburg, 17. Juli 2007, abgerufen am 12. Juli 2008.
  110. Liste der Preisträger abgerufen 2012-02-19
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