Gołdap

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Goldap ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für den gleichnamigen Fluss siehe Goldap (Fluss).
Gołdap
Wappen von Gołdap
Gołdap (Polen)
Gołdap
Gołdap
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Gołdap
Fläche: 17,20 km²
Geographische Lage: 54° 18′ N, 22° 18′ O54.322.3Koordinaten: 54° 18′ 0″ N, 22° 18′ 0″ O
Einwohner: 13.766
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 19-500 und 19-501
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NGO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 65: (Gussew/Russland–) ↔ OleckoGrajewo–Bobrowniki/Weißrussland
DW 650: BarcianyWęgorzewo → Gołdap
DW 651: SejnyŻytkiejmyDubeninki → Gołdap
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 361,73 km²
Einwohner: 20.417
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2818033
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Marek Miros
Adresse: pl. Zwycięstwa 14
19-500 Gołdap
Webpräsenz: www.goldap.pl
Im Zentrum von Goldap
Wasserspiele im Zentrum von Goldap

Gołdap [ˈgɔwdap] (prußisch galdape: Fluss in der Mulde; deutsch Goldap) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt rund 130 km südöstlich von Kaliningrad (Königsberg, Russland) und etwa 200 km südwestlich von Vilnius (Litauen) an der Grenze zur Oblast Kaliningrad im historischen Ostpreußen. Dort befindet sie sich an den Nordausläufern der Seesker Höhen am Flüsschen Goldap, nahe dem Wald-, Mittelgebirgs- und Heidegebiet Rominter Heide (prußisch ram, rom: still, heilig).

Stadt Gołdap (Goldap)[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt ist nach dem Fluss Goldap benannt. Im Umkreis von Goldap gab es prußische Wallburgen, beispielsweise in Klein Wronken, bei Texeln am Rominteufer, bei Ballupönen, bei Kollnischken, bei Pellkauen und bei Gut Adlerfelde.

Das spätere Kreisgebiet Goldap wurde erst ab 1535 planmäßig besiedelt.

Am 15. Mai 1570 wurde die Stadt Goldap durch Kaspar von Nostitz gegründet. Bis zum 17. Jahrhundert hatte die Stadt an der Ostgrenze Preußens ständig durch kriegerische Überfälle aus dem Osten zu leiden.

1657 wurde die Stadt von Tataren niedergebrannt. Dabei sollen auch viele Bürger verschleppt oder getötet worden sein, und Bürgermeister Dullo wurde auf dem Markt bei lebendigem Leibe öffentlich am Spieß gebraten.[2][3] 1694 brannte die Stadt erneut ab.

Von 1709 bis 1711 wurde Ostpreußen von einer Pestepidemie heimgesucht. Einwanderer aus Brandenburg, Pommern, Magdeburg, Halberstadt, aus der Pfalz und Nassau, Deutsche und Schweizer, Preußen und Litauer ersetzten die gestorbene Bevölkerung. Seit 1732 kamen auch Salzburger, die aus religiösen Gründen vertrieben wurden. Nach dem zweiten Schlesischen Krieg wurde die Stadt Garnisonsstadt der „Schwarzen Husaren“. Von den ursprünglichen Laubenhäusern blieb beim dritten Brand 1834 kaum etwas übrig.

Am 29. September 1818 wurde Goldap zur Kreisstadt für den Landkreis Goldap und nach Aufhebung seiner vier Tore zur offenen Stadt erklärt. 1879 wurde die Eisenbahnstrecke Insterburg–Goldap–Lyck in Betrieb genommen. Später kamen Nebenbahnen nach Angerburg und Tollmingkehmen hinzu.

Seit 1887 diente die Rominter Heide als Jagdrevier für Kaiser Wilhelm II., der dort ein Haus im norwegischen Stil (Jagdhaus Rominten) und eine Stabkirche (die Hubertuskapelle) errichten ließ.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde Goldap von der russischen Armee zerstört und besetzt. Nach Abzug der russischen Armee wurde die Stadt im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ wiederaufgebaut. Der Ort war Sitz des Landkreises Goldap.

Am 21. Oktober 1944 wurden die deutschen Bewohner der Stadt evakuiert; am folgenden Tag wurde die Stadt von der sowjetischen Armee besetzt. Nach schweren Kämpfen gelang es der deutschen Wehrmacht jedoch am 15. November noch einmal, die Stadt zurückzuerobern. Die deutsche Propaganda feierte den Sieg. Wenige Tage nach Beginn der Winteroffensive der Roten Armee gelang dieser jedoch am 18. Januar 1945 die endgültige Eroberung der nun zu 90 % zerstörten Stadt.

1945 kam Goldap mit dem südlichen Ostpreußen unter polnische Verwaltung. Der Nordteil des Kreises mit dem größten Teil der Rominter Heide fiel jedoch an die Sowjetunion. Goldap lag fortan nur rund 3 Kilometer von einer nahezu undurchdringlichen Grenze entfernt und litt unter seiner abgelegenen Lage im Grenzgebiet. Mit der Öffnung der Grenze nach 1991 wurde Goldap zu einem Grenzhandelsort. Seit 2002 ist die Stadt wieder Sitz eines gleichnamigen Kreises.

Gołdap, östliches Stadtgebiet
Gołdap, nördliches Panorama

Goldap war unter anderem bekannt durch große Vieh- und Pferdemärkte und den zweitgrößten Marktplatz Ostpreußens (und Deutschlands). Berühmt war Goldap durch seine Tuchmacher, Hutmacher, Strumpfstricker, Gerber und Bäcker. Von den Goldaper Kringeln und Brezeln wurden sogar einige Tonnen nach Batavia (Jakarta) exportiert. Auch der Goldaper Met war berühmt. „Die Bewohner der Stadt haben den Namen Ferkelmacher, weil ein boshafter Maler eine in Öl gemalte Sau mit Ferkeln dem eigentlichen Wappen der Stadt, das er in Wasserfarben malte, geschickt unterzulegen verstand“.

Redensart: „Goldap brennt“, wenn man dringend auf die Toilette muss.

Name[Bearbeiten]

Der Name leitet sich vom prussischen galdape ab, was Fluss in der Mulde bedeutet.[4]

Architektur[Bearbeiten]

Wohnhaus Franz Hoyer in Goldap, ca. 1917/18

Nach den Zerstörungen während des Ersten Weltkrieges wurde ein „Wiederaufbauprogramm Ostpreußen“ durchgeführt, an dem die Architekten Hans J. Philipp, Goldap, und Fritz Schopohl großen Anteil hatten. Die äußere Gestaltung der neuen Häuser orientierte sich an der bekannten Architektur Ostpreußens: Pfannendach auf Stülpschalung, auf dem Land wurde überwiegend rauer Kellenputz, in der Stadt Kratzputz verwendet. Die Fenster erhielten in den feststehenden Blendrahmen dunklen, in dem Flügelholz weißen Anstrich.[5] Die Gebäude wurden auf den Fundamenten oder Kellermauern der zerstörten Häuser aufgebaut, oft jedoch wurden durch andere Grundrisse die Größe der Neubauten verändert. Ein typisches Gebäude aus dem Wiederaufbauprogramm Ostpreußens ist/war das „Kleinbürgerhäuschen“ von Franz Hoyer, das als Reihenhaus konzipiert war.[5]

Kirche[Bearbeiten]

Die Marienkirche (ehemals Alte Kirche) in Gołdap (Goldap)

Kirchengebäude[Bearbeiten]

Marienkirche, ehemals Alte Kirche[Bearbeiten]

Am 14. Mai 1570 erfolgte die Landverschreibung für den ersten Kirchenbau[6], der um 1580 begonnen und nach mehr als zehn Jahren fertiggestellt wurde. Nach einem Brand im Jahre 1623 erfolgte ein Neubau des Kirchenschiffs aus Feldsteinen und Ziegeln in den Jahren bis 1627. Dieser Bau stand bis 1944, auch wenn im Januar 1818 durch einen Orkannoch größerer Schaden entstanden war. Im pyramidal geschlossenen Turm befanden sich zwei Glocken aus den Jahren 1635 und 1705. Im Kircheninnern stand ein Kanzelaltar von Bildhauer Pfeffer aus Königsberg (heute russisch: Kaliningrad).

Bei den Kämpfen um Goldap 1944/45 wurde die Alte Kirche schwer zerstört. In den frühen 1980er Jahren erfolgte der Wiederaufbau im ursprünglichen Baustil, und 1984 wurde die Kirche – bisher evangelisches Gotteshaus, jetzt von der katholischen Kirche neu geweiht mit der Namensgebung Najświętszej Maryi Panny Matki Kościół. Seit 1992 ist sie Konkathedrale im Bistum Ełk.

Ehemalige Neue Kirche[Bearbeiten]

An der Stelle einer früheren reformierten und Garnisonkirche entstand durch General Daniel Friedrich von Lossow 1778 der Bau eines neuen Kirchengebäudes. Bis 1817 war sie ein reformiertes Gotteshaus. Wegen Baufälligkeit musste die Kirche 1842 geschlossen werden. 1856 erfolgte ein Neubau auf dem Goldaper Markt: Ein neugotischer Ziegelrohbau mit einem 148 Meter hohen Turm. In den Kriegswirren 1944/45 wurde das Gotteshaus zerstört und brannte bis auf den Turm aus. Der Turm wurde 1956 abgerissen. Ein Wiederaufbau der Kirche erfolgte nicht.

St.-Leo-Kirche[Bearbeiten]

Bei der Leo-Kirche (Kościół św. Leona) handelt es sich um ein Bauwerk aus dem Jahre 1894, das schon immer ein katholisches Gotteshaus war und es auch heute noch ist. Das Gebäude überstand den Krieg nahezu unbeschadet.

St.-Josef-Kirche[Bearbeiten]

Die jüngste Kirche unter den Goldaper Gotteshäusern wurde 1991 in Dienst gestellt und als Kościół św. Jozefa Robotnika geweiht. Sie ist heute die dritte katholische Kirche der Stadt.

Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten]
Gemeinde[Bearbeiten]

Bis 1945 bestanden in Goldap zwei evangelische Gemeinden[7], die der Alten bzw. der Neuen Kirche zugeordnet waren. In früherer Zeit wurden die Gottesdienste in Deutsch, Litauisch und Polnisch gehalten, später nur noch in Deutsch. Die litauische Gemeinde wurde vom ersten Pfarrer, die polnische Gemeinde vom zweiten Pfarrer (Diakonus) der Alten Kirche versehen. 1890 lebten 6.743 evangelische Kirchenglieder in der Stadt, 1939 waren es 10.876. Zum Bezirk der Alten Kirche gehörte der nördliche Teil der Stadt mit zwanzig Ortschaften der Umgebung, der südliche Teil mit neun Kirchspielorten war der Neuen Kirche zugeordnet. Beide Gemeinden gehörten bis 1945 zum Kirchenkreis Goldap in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Aufgrund von Flucht und Vertreibung infolge des Zweiten Weltkrieges sank die Zahl der evangelischen Kirchenglieder fast auf Null. In den Nachkriegsjahren fand sich jedoch in Gołdap wieder eine kleinere evangelische Gemeinde, die zusammen mit Menschen aus dem weiteren Umland sich hier wieder ein Zentrum schuf. Die Kirchengemeinde Gołdap ist Filialgemeinde der Kirche in Suwałki (Suwalken) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Pfarrer (bis 1945)[Bearbeiten]

Alte Kirche:

In der Zeit seit Bestehen einer evangelischen Gemeinde in Goldap amtierten bis 1945 an der mit zwei Pfarrstellen versehenen Alten Kirche als Geistliche[8].

  • N. Buchholz, 1568–1571
  • Laurentz Buchholtz, 1571–1615
  • Stanislaus Wirzinsky, 1589–1595
  • Michael Monugius, 1590
  • Georg Buchholtz,1601–1625
  • Johann Loebel, 1624–1630
  • Albrecht Faber, 1626–1636
  • Joachim Lossau, 1636–1647
  • Samuel Meyer, 1638
  • Christoph Sperber, 1640–1646
  • Johann Dullo, 1647–1657
  • Christoph Grewius, 1647–1651
  • Matthias Schütz, 1651–1657
  • Jacob Faber, 1657–1660
  • Albert Sesko, 1659–1661
  • Matthäus Drigalski,
    1660–1702
  • Paul Kolencowius, 1662–1686
  • Johann Mertens, 1686–1691
  • Bernhard Mertens, 1702–1709
  • Johann Böckel, 1702–1704
  • Wilhelm Dullo, 1704–1709
  • Johann Drigalski, 1709–1710
  • Albrecht Johswich, 1710–1725
  • Georg Heinrich Gloger, 1711–1763
  • Christoph Friedrich Weißermel, 1725–1730
  • Johann Trentowius, 1731–1746
  • Friedrich Tyska, 1746–1788
  • Miachel Hintz, 1763–1796
  • Johann Georg von Kobylinski, 1788–1808
  • Gottlieb Hintz, 1786–1813
  • Daniel Wilhelm Schröder, 1808–1843
  • Adolf Fürchtegott Kah, 1813–1817
  • Albert Leopold Pianka, 1817–1825
  • Benjamin Szczesny, 1826–1831
  • Daniel Laurenz, 1832–1835
  • Albert Adolph Deutschmann, 1838–1874
  • Johann Friedrich Groehn, 1842–1884
  • Karl Otto Friedrich Woysch, 1874–1892
  • Carl Otto Glang, 1885–1886
  • Carl Wohlfeil, 1887–1888
  • Albert Rudzewski, 1889–1892
  • Albert Wodaege, 1892–1899
  • Anton Wormit, 1892–1901
  • Heinrich Leidreiter, 1899–1901
  • Ernst Kroll, 1901–1934
  • Constantin Ferdinand Paul Heinrici, 1902–1907
  • Hugo Otto Buchholz, 1908–1934
  • Franz-Reinhold Hildebrandt, 1934–1945
  • Wilhelm Krüger, 1936–1945

Neue Kirche:

An der 1778 fertiggestellten Kirche amtierten als evangelische (bis 1817 reformierte) Geistliche[9]:

  • Thimotheus Gisewius, 1778–1782
  • Carl Gotthardt Keber, 1782–1787,
    danach von Göritten aus versehen: 1787–1799
  • Georg Victor Franz Killmar
  • Friedrich Bösecke, 1802–1840
  • Arnold Theodor Ludwig Dubois, 1845–1847
  • Carl Heinrich R. Aegidii, 1849–1879
  • Hugo Theodor Burdach, 1879–1884
  • Johann Heinrich Wilhelm Fischer,
    1888–1934
  • Ludwig Emil Moysich, 1911
  • Herbert Potschka, 1933–1935
  • Harry Goroncy, 1934–-1945
  • Max Hüske, ab 1940
Kirchenkreis Goldap[Bearbeiten]

Goldap war bis 1945 zentraler Ort eines Kirchenkreises innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Diesem Kirchenkreis, dessen letzter Superintendent der Goldaper Pfarrer Wilhelm Krüger war, waren neun Kirchengemeinden zugeordnet. Das Gebiet des damaligen Kirchenkreises wird heute von der polnisch (PL)-russischen (RUS) Staatsgrenze durchschnitten:

Name (bis 1945/46) Heutiger Name/Land Name (bis 1945/46) Heutiger Name/Land
Dubeningken, 1938–1945: Dubeningen
mit Hubertuskapelle in
Jagdhaus Rominten =Raduschnoje/RUS
Dubeninki/PL Groß Rominten, 1938-1946: Hardteck Krasnolessje/RUS
Gawaiten, 1938–1946: Herzogsrode Gawrilowo/RUS Gurnen Górne/PL
Goldap, Alte Kirche/Neue Kirche Gołdap/PL Szittkehmen, 1936-1938: Schittkehmen,
1938–1946: Wehrkirchen
Żytkiejmy/PL, und:
Saslonowo/RUS
Grabowen, 1938–1945: Arnswald Grabowo/PL Tollmingkehmen, 1938–1946: Tollmingen Tschistyje Prudy/RUS
Katholisch[Bearbeiten]
Gemeinde[Bearbeiten]

Eine katholische Gemeinde bestand in Goldap seit 1894. 1890 lebten in der Stadt 358 Gemeindeglieder, 1939 waren es 385, und etwa 1.000 Menschen in den umliegenden Ortschaften kamen hinzu. An Goldap angegliedert war die Gemeinde in Darkehmen (1938–1946 Angerapp, heute russisch: Osjorsk).

Heute gibt es in Gołdap drei katholische Pfarrgemeinden, die zum Dekanat Gołdap im Bistum Ełk der Katholischen Kirche in Polen gehören.

Dekanat Gołdap[Bearbeiten]

Dem Dekanat Gołdap sind neben den drei Gołdaper Pfarrgemeinden vier weitere aus dem Umland zugeordnet:

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Schrägrechts geteilt; oben in Silber der rote (brandenburgische) Adler, wachsend, die Brust ist mit einem silbernen „S“ belegt, unten schräggeviertet von Schwarz und Silber.“[10]

Am 14. Mai 1570 verlieh Herzog Albrecht Friedrich von Preußen der Stadt obiges Wappen, wobei merkwürdig ist, dass der rote markgräfliche Adler „ein S am Halse“ hat, wie es doch nur der schwarze preußische Adler als Zeichen seiner Lehensabhängigkeit von König Sigmund von Polen tragen musste.[11]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Gmina Gołdap[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Gołdap umfasst eine Fläche von 362 km², was 46,86 % der Gesamtfläche des Powiat Gołdapski ausmacht. 62 % der Fläche werden landwirtschaftlich, 26 % forstwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden sind:

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören, neben Gołdap selbst, die folgenden umliegenden Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name
(bis 1945)
polnischer Name deutscher Name
(bis 1945)
polnischer Name deutscher Name
(bis 1945)
Babki Babken
1938–45 Steinbrück
Janowo Johannisberg Pietrasze Pietraschen
1938–45 Rauental
Bałupiany Ballupönen
1938–45 Ballenau
Jany Groß Jahnen Pietraszki Petrelskehmen
1938–45 Peterkeim
Barkowo Barkehmen
1938–45 Barkau
Jeziorki Małe Klein Jesziorken
1930–45 Klein Schöntal
Pogorzel Pogorzellen
1906–45 Hegelingen
Bitkowo Bittkowen
1938–45 Bittkau
Jezirki Wielkie Groß Jesziorken
1930–45 Schöntal
Regiele Regellen
1938–45 Glaubitz
Błażejewo Juchnajcie Juckneitschen
1935–45 Steinhagen
Rostek Schöneberg
Boćwinka Bodschwingken
1938–45 Herandstal
Jurkiszki Jörkischken
1938–45 Jarkental
Rożyńsk Mały Klein Rosinsko
1938–45 Bergershof
Boćwiński Młyn Bodschwingken Mühle
1938–45 Herandstaler Mühle
Kalkowo Kalkowen
1938–45 Kalkau
Rożyńsk Wielki Groß Rosinsko
1938–45 Großfreiendorf
Botkuny Buttkuhnen
1938–45 Bodenhausen
Kalniszki Kallnischken
1938–45 Kunzmannsrode
Rudzie Rudzien
1938–45 Rodenstein
Bronisze Wittichsfelde Kamionki Kamionken
1938–45 Eichicht
Samoniny Samonienen
1938–45 Klarfließ
Czarnowo Średnie Mittel Jodupp
1938–45 Mittelholzeck
Kolniszki Kollnischken
1938–45 Burgfelde
Siedlisko Scheelhof
Czarnowo Wielkie Groß Jodupp
1938–45 Holzeck
Konikowo Kleeberg Skocze Skötschen
1938–45 Grönfleet
Dąbie Eichenort Kośmidry Kosmeden Sokoły Sokollen
1938–45 Hainholz
Dunajek Groß Duneyken
1928–38 Duneyken
1938–45 Duneiken
Kowalki Kowalken
1938–45 Beierswalde
Suczki Sutzken
1933–45 Hitlershöhe
Dunajek Mały Klein Duneyken
1938–45 Klein Duneiken
Kozaki Kosaken
1938–45 Rappenhöh
Szyliny Schillinnen
1938–45 Heidensee
Dzięgiele Dzingellen
1938–45 Widmannsdorf
Łobody Liegetrocken Tatary Tartarren
1938–45 Noldental
Galwiecie Gehlweiden Marcinowo Marczinowen
1934–45 Martinsdorf
Użbale Uszballen
1936–38 Uschballen
1938–45 Langenrück
Gieraliszki Herzogsthal Mażucie Masutschen
1938–45 Oberhofen
Wiłkajcie Wilkatschen
1938–45 Birkendorf
Główka Glowken
1938–45 Thomasfelde
Nasuty Nossuten Wilkasy Wilkassen
1938–45 Kleineichicht
Górne Gurnen Niedrzwica Niederwitz Włosty Flösten
1938–45 Bornberg
Grabowo Grabowen
1938–45 Arnswald
Nowa Boćwinka Neu Bodschwingken
1938–45 Neu Herandstal
Wronki Wielkie Groß Wronken
1938–45 Winterberg
Grygieliszki Grilskehmen
1938–45 Grilsen
Okrasin Kettenberg Wrotkowo Friedrichowen
1938–45 Friedrichau
Jabłońskie Jablonsken
1938–45 Urbansdorf
Osieki Ostkehmen Zatyki Satticken
Jabramowo Abrahamsruh Osowo Ossöwen
1938–45 Ossau
Żelazki Szielasken
1936–38 Schielasken
1938–45 Hallenfelde
Janki Klein Jahnen Piękne Łąki Schönwiese Zielonka

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Biolik: Die Namen der fließenden Gewässer im Flußgebiet des Pregel. = Nazwy wód płynących dorzecza Pregoły. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06933-X, S. 65f. (Hydronymia Europaea 11).
  • Hermann Frischbier: Preußisches Wörterbuch: ost- und westpreußische Provinzialismen in alphabetischer Folge. Band 1: A – K. Enslin, Berlin 1882, S. 245.
  • Georg Hermanowski: Ostpreußen-Lexikon. Für alle, die Ostpreußen lieben. Adam Kraft Verlag, Mannheim 1980, ISBN 3-8083-1162-2 (Deutsche Landschaften im Lexikon. 3).
  • Vilius Peteraitis: Mažoji Lietuva ir Tvanksta. Prabaltų, pralietuvių ir lietuvininkų laikais. Daugiau kaip 4000 metų nenutrūkstamos baltiškosios vandenvardinės kultūros raida. = Lithuania Minor and Tvanksta. Mažosios Lietuvos Fondas u. a., Vilnius 1992, S. 195.
  • Rozalia Przybytek: Ortsnamen baltischer Herkunft im südlichen Teil Ostpreussens. = Nazwy miejscowe pochodzenia bałtyckiego w południowej części Prus Wschodnich. Steiner, Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06449-4, S. 74f. (Hydronymia Europaea. Sonderband 1).
  • Gerhard Salemke: Lagepläne altprußischer Wallburganlagen der ehemaligen Provinz Ostpreußen. Salemke, Gütersloh 2005.
  • Daniel Wilhelm Schröder: Chronik der Stadt Goldapp. In: Preußische Provinzialblätter, Band 7, Königsberg 1832, S. 433-454 (Online, Google)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gołdap – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 22. November 2014.
  2. Ambrassat, August: Die Provinz Ostpreußen, ein Handbuch der Heimatkunde, 1912, Nachdruck Weidlich, Frankfurt a.M. 1978, S.311 ff
  3. http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=248 Ostpreussen.net
  4. Rozalia Przybytek: Hydronymia Europaea: Ortsnamen baltischer Herkunft im südlichen Teil Ostpreußens. Steiner, Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06449-4, S. 73f.
  5. a b Wasmuths Monatshefte. Heft 11–12, Berlin 1919–20, S. 321ff.
  6. Die Kirchen in Goldap bei ostpreussen.net
  7. Kreisgemeinschaft Goldap, Kirchen im Kreis Goldap
  8. Friedwald Moeller, Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945, Hamburg, 1968, Seite 43
  9. Friedwald Moeller, wie oben, S. 43–44
  10. Prof. Dr. Erich Keyser: Deutsches Städtebuch - Handbuch städtischer Geschichte Band I Nordostdeutschland Seite 56/57. W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1939.
  11. Prof. Otto Hupp: Deutsche Ortswappen. Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft, Bremen 1925.