Juliette Lewis

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Juliette Lewis, 2010
Juliette Lewis, 2010
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Terra incognita
  CH 63 13.09.2009 (1 Wo.)

Juliette Lewis (* 21. Juni 1973 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Musikerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Juliette Lewis wurde am 21. Juni 1973 als Tochter des Schauspielers Geoffrey Lewis und der Graphikdesignerin Glenis Batley[2] in Los Angeles geboren. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie zwei Jahre alt war.[2] Sie wuchs mit mehreren Geschwistern in Hollywood und auf einer Ranch im kalifornischen Tarzana auf.[3] Mit 15 Jahren ging sie ohne Abschluss von der High School ab, um sich ganz auf ihre Schauspielkarriere zu konzentrieren.[2]

Film[Bearbeiten]

Schon als Kind wollte Lewis Schauspielerin werden und nach mehrmaligem Vorsprechen erhielt sie schließlich im Alter von zwölf Jahren ihre erste Rolle in dem Fernsehfilm Home Fires (1987). Danach spielte sie in den Sitcoms I Married Dora (1987 bis 1988) und The Facts of Life (1988) mit Mindy Cohn und Cloris Leachman. Ihren ersten Kinofilm, Meine Stiefmutter ist ein Alien (1988), drehte sie an der Seite von Dan Aykroyd, Kim Basinger und Alyson Hannigan. 1989 war sie in Schöne Bescherung als Tochter von Chevy Chase und Beverly D’Angelo zu sehen. Im selben Jahr wurde sie für die Rolle der Delores, der Freundin von Wayne Arnold, in der Serie Wunderbare Jahre engagiert, die sie bis 1990 verkörperte.

Ihre erste Hauptrolle spielte Juliette Lewis 1990 in dem Fernsehfilm Zum Sterben viel zu jung mit Brad Pitt. Dies machte den Regisseur Martin Scorsese auf sie aufmerksam, der die junge Schauspielerin daraufhin für seinen Film Kap der Angst (1991) verpflichtete. Die Rolle der Danielle Bowden, Tochter des Anwalts Samuel Bowden (Nick Nolte), brachte Lewis jeweils eine Nominierung als beste Nebendarstellerin für den Oscar und den Golden Globe Award ein, was ihre nationale und internationale Bekanntheit förderte.

Nun folgten weitere größere Rollen, so z. B. 1992 in Woody Allens Ehemänner und Ehefrauen, in dem Thriller Kalifornia (1993) erneut an der Seite von Brad Pitt sowie in Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa (1993) neben Johnny Depp und Leonardo DiCaprio. 1994 verkörperte sie in Natural Born Killers Mallory Knox, die narzisstisch-überspannte, wie hintergründig selbstunsichere Lebensgefährtin des Psychopathen Mickey Knox, gespielt von Woody Harrelson. 1996 spielte sie in From Dusk Till Dawn unter anderem neben George Clooney, Harvey Keitel und Quentin Tarantino.

Aufgrund von Drogenproblemen wurde es danach einige Zeit ruhiger um sie, bis sie 1998 in Some Girl auf die Leinwand zurückkehrte und dann an der Seite von Giovanni Ribisi in dem Film Ganz normal verliebt ein geistig zurückgebliebenes Mädchen spielte. Nennenswert sind außerdem ihre Nebenrollen in den Komödien Old School und Starsky & Hutch. 2002 spielte sie an der Seite von Jennifer Lopez eine Nebenrolle im Film Genug. 2007 erschien Lieben und lassen, in dem sie an der Seite von Jennifer Garner, Timothy Olyphant und Kevin Smith spielte.

In Deutschland war sie 2010 in den Filmen Umständlich verliebt an der Seite von Jennifer Aniston, Jason Bateman und Jeff Goldblum sowie Stichtag mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis im Kino zu sehen. 2013 kam der Film Im August in Osage County in die Kinos, in dem Lewis unter anderem neben Meryl Streep, Ewan McGregor und Benedict Cumberbatch spielte.

Die deutsche Synchronstimme von Juliette Lewis stammt in der Regel von Bettina Weiß.

Musik[Bearbeiten]

1994 sang sie für den Film Natural Born Killers das Lied „Born Bad“. Ein Jahr später sang sie in Strange Days unter anderem das Lied „I can hardly wait“ von PJ Harvey und hatte auch eine Rolle inklusive Gesangsauftritt als die Musikerin Faith Justin.

Anfang 2003 gründete Lewis die Rock 'n' Roll-Band Juliette and the Licks. Ihr Debütalbum … Like a Bolt of Lightning wurde im Oktober 2004 veröffentlicht, gefolgt von ihrem zweiten Album You're Speaking My Language, das im Mai 2005 erschien. 2003 wählte die finnische Rock-Band HIM Lewis als Hauptfigur für ihr Video zu Buried Alive By Love, das von dem Profi-Skateboarder und MTV-Star Bam Margera gedreht wurde.

2004 schrieb und sang sie einige Texte für die britische Band The Prodigy, welche auf dem Album Always Outnumbered, Never Outgunned erschienen sind. Im Oktober 2006 veröffentlichten Juliette & the Licks ihr drittes Album Four on the Floor. Anfang 2009 gab Lewis auf Myspace das vorläufige Aus der Band bekannt. Sie widmet sich einem neuen Projekt, das „Juliette and the New Romantiques“ heißen sollte. Die Band benannte sie im Mai 2009 wieder um, seitdem tritt sie unter ihrem eigenen Namen auf.

Im September 2010 wirkte sie bei dem MTV-Unplugged-Konzert von Mando Diao bei dem Lied High Heels mit.

Privatleben[Bearbeiten]

Zu Beginn ihrer Karriere teilte sich Lewis für kurze Zeit eine Wohnung mit der Schauspielerin Karen Black.

Von 1990 bis 1993 war Juliette Lewis mit ihrem zehn Jahre älteren Schauspielkollegen Brad Pitt liiert, den sie bei den Dreharbeiten zu Zum Sterben viel zu jung kennengelernt hatte.[2][4]

1997 zog sie nach Florida, um ihre Kokainabhängigkeit zu überwinden, was sie dank eines privaten Entzugs- und Betreuungsprogramms auch schaffte.

1999 heiratete Lewis den Profi-Skater Steve Berra. Die Ehe endete nach vier Jahren mit der Scheidung.

Juliette Lewis ist Mitglied bei Scientology.[5]

Trivia[Bearbeiten]

Juliette Lewis ist in dem Spiel GTA 4 als Radiomoderatorin des fiktiven Senders Radio Broker, auf dem das Lied Inside The Cage (David Gilmour Girls Remix) der Gruppe Juliette and the Licks gespielt wird, zu hören.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Juliette and the Licks

  • 2004: … Like a Bolt of Lightning
  • 2005: You're Speaking My Language
  • 2006: Four on the Floor

Juliette Lewis

  • 2009: Terra Incognita

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juliette Lewis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chartdiskografie Schweiz
  2. a b c d She’s Got a Foot in the Door People Magazine, abgerufen am 6. September 2011 (englisch)
  3. Juliette Lewis Interview Seventeen Magazine, abgerufen am 6. September 2011 (englisch)
  4. Wild at Heart People Magazine, abgerufen am 6. September 2011 (englisch)
  5. Eric Spitznagel: Juliette Lewis Explains Why Scientologists Can Celebrate Christmas. Vanity Fair. 9. Dezember 2010. Abgerufen am 5. Oktober 2011.