Lisa Nordén

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Elina Elisabeth „Lisa“ Nordén (* 24. November 1984 in Kristianstad) ist eine schwedische Profi-Triathletin, U23-Weltmeisterin 2007, Vize-Weltmeisterin der Weltmeisterschaftsserie 2009, Weltmeisterin der Weltmeisterschaftsserie 2012, Sprint-Weltmeisterin 2010 und 2012, dritte bei der Europameisterschaft 2010, schwedische Staatsmeisterin 2008 und Olympiateilnehmerin 2008 sowie Silbermedaillengewinnerin bei den olympischen Spielen 2012.

Lisa Nordén bei der Sprint-WM in Lausanne, 2011

Werdegang[Bearbeiten]

Ihren internationalen Durchbruch hatte Nordén im Jahr 2007, als sie in Hamburg U23-Weltmeisterin wurde, nachdem sie schon bei den Weltmeisterschaften 2003, 2005 und 2006 in ihren Altersklassen Top-Ten-Plätze erreichen konnte.

In Schweden geht oder ging Nordén für den Verein ihres Geburtsortes an den Start: Kristianstads Triatlonklubb – in Kristianstad leben heute noch ihr Vater und ihre Halbschwester. Lisa Nordén lebt jedoch, wenn sie in Schweden ist, in Löddeköpinge, dem Wohnort ihrer Mutter Kerstin. Als Triathlon-Stützpunkt dient Nordén freilich Canberra, wo sie von Darren Smith trainiert wird.

In den acht Jahren von 2003 bis 2010 nahm Nordén an 49 ITU-Bewerben teil und erzielte 28 Top-Ten-Platzierungen. Im Jahr 2009 erreichte sie 5 Weltmeisterschaftsserien-Medaillen und wurde zweite in der Gesamtwertung der WM-Serie. 2010 glückten Nordén zwei Weltmeisterschaftsserien-Podestplätze und sie errang den dritten Platz in der Gesamtwertung. Nordén nimmt auch an Nicht-ITU-Bewerben teil, so etwa an der Ersten Bundesliga in Deutschland. Im Jahr 2010 etwa konnte sie bei ihren drei Rennen (Gladbeck, Witten, Schliersee) dreimal Gold für Stadtwerke Team Witten gewinnen. 2011 fiel sie auf Platz 9 in der Weltmeisterschaftsserien-Rangliste zurück.

Ihre bisher größten Erfolge sind der Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London, bei dem sie nach spannenden Schlussspurt zeitgleich mit der Siegerin, der Schweizerin Nicola Spirig, im Fotofinish unterlag, sowie der Gesamtsieg bei der WM-Serie 2012. Am 4. Dezember wurde sie für ihre sportlichen Leistungen mit der Svenska-Dagbladet-Goldmedaille („Bragdguldet“) ausgezeichnet.[1] Bei der Sportgala des schwedischen Fernsehens am 14. Januar 2013 wurde sie außerdem mit den Preisen für die beste sportliche Leistung 2012, als beste Sportlerin sowie mit dem Sportpreis „Radiosportens Jerringpris“ ausgezeichnet.

In der Saison 2013 startet Nordén auch bei mehreren Rennen über die halbe Ironmandistanz und gewann im April bei ihrem ersten Start die Challenge Fuerteventura.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Lisa Nordén in Kitzbühel – knapp hinter Andrea Hewitt, 2011
Nordén mit der Silber-Medaille in Kitzbühel, 2011

ITU-Wettbewerbe[Bearbeiten]

Die folgende Aufstellung beruht auf den offiziellen ITU-Ranglisten und der Athletes's Profile Page.[13] Wo nicht eigens angemerkt, handelt es sich im Folgenden um Triathlon-Bewerbe (Olympische Distanz) und um die Elite-Kategorie.

Datum Wettbewerb Ort Rang
19. Februar 2006 Ozeaniencup Hobart 6
26. März 2006 Weltcup Mooloolaba 22
04. Juni 2006 BG-Weltcup Madrid 27
30. Juli 2006 BG-Weltcup Salford 20
09. September 2006 BG-Weltcup Hamburg 19
24. September 2006 BG-Weltcup Peking 35
03. März 2007 Afrikacup Langebaan 2
13. Mai 2007 BG-Weltcup Richards Bay 18
10. Juni 2007 BG-Weltcup Vancouver 11
24. Juni 2007 BG-Weltcup Edmonton 12
29. Juli 2007 BG-Weltcup Salford 26
15. September 2007 BG-Weltcup Peking 36
07. Oktober 2007 BG-Weltcup Rhodos 7
30. März 2008 BG-Weltcup Mooloolaba 3
25. Mai 2008 BG-Weltcup Madrid 5
27. September 2008 BG-Weltcup Lorient 1
26. Oktober 2008 BG-Weltcup Huatulco 5
27. Juni 2009 Elite-Cup Hy-Vee 7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lisa Nordén – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Den största rysaren på flera år. Svenska Dagbladet, 4. Dezember 2012, abgerufen am 4. Dezember 2012 (schwedisch).
  2. 5150 Zürich: Lisk und Bazlen auf dem Siegerpodest (26. Juli 2014)
  3. Nordén und Gómez glänzen im Fernen Osten (23. September 2013)
  4. Findlay claims 2011 World Championship Series opener in Sydney
  5. Alpen Triathlon 2010: Steffen Justus und Lisa Norden siegreich
  6. WM-Serie in London: Paula Findlay siegt überraschend, Emma Moffatt nur auf Platz 9
  7. Kurzdistanz-EM Athlone: Spirig verteidigt Titel
  8. ÖTRV Kaderathleten im Bundesligaeinsatz
  9. 2010 Dextro Energy Triathlon - ITU World Championship Series Seoul : Elite Women : Results
  10. ETU-Kurzdistanz EM: Titel an Gomez und Spirig
  11. 2008 BG ITU Triathlon Worldcup New Plymouth, Neuseeland: Emma Moffat macht sich Hoffnungen auf Olympia-Ticket ...
  12. Triathlon WM Queenstown (NZL) (5.−7. Dezember 2003)
  13. Lisa Nordén im Archiv der ITU auf Triathlon.org (englisch), abgerufen am 201108