Maria-Anzbach

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Maria Anzbach
Wappen von Maria Anzbach
Maria-Anzbach (Österreich)
Maria-Anzbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 18,19 km²
Koordinaten: 48° 11′ N, 15° 56′ O48.19027777777815.93245Koordinaten: 48° 11′ 25″ N, 15° 55′ 48″ O
Höhe: 245 m ü. A.
Einwohner: 2.821 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 155 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3034
Vorwahl: 02772
Gemeindekennziffer: 3 19 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 22
3034 Maria Anzbach
Website: www.maria-anzbach.at
Politik
Bürgermeister: Karin Winter (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
15 L.ÖVP, 3 L.Grüne, 2 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Maria Anzbach im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperhofen Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Maria-Anzbach Markersdorf-Haindorf Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Ober-Grafendorf Obritzberg-Rust Prinzersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach Weinburg Statzendorf Stössing Traismauer St. Margarethen an der Sierning Weißenkirchen an der Perschling Wilhelmsburg (Niederösterreich) Wölbling St. Pölten NiederösterreichLage der Gemeinde Maria-Anzbach im Bezirk Sankt Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Marktplatz
Marktplatz
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Luftaufnahme von Maria Anzbach

Maria-Anzbach (offizieller Name[1]; allgemein auch Maria Anzbach) ist eine Marktgemeinde mit 2821 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Maria Anzbach liegt im Mostviertel südöstlich von Neulengbach im Tal des Anzbaches, eines Nebenflusses der Großen Tulln. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 18,19 Quadratkilometer. 36,31 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Burgstall (112)
  • Furth (31)
  • Götzwiesen (73)
  • Groß-Raßberg (151)
  • Gschwendt (52)
  • Hof (17)
  • Hofstatt am Anzbach (263)
  • Klein-Weinberg (12)
  • Knagg (45)
  • Maierhöfen (203)
  • Maria-Anzbach (1329)
  • Oed (46)
  • Pameth (19)
  • Unter-Oberndorf (405)
  • Winkl (5)
  • Winten (23)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Getzwiesen, Großraßberg, Maria Anzbach und Unteroberndorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 29. April 998 wird Maria Anzbach als Amizinesbach erstmals urkundlich erwähnt. Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2621 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2562 Einwohner, 1981 2151 und im Jahr 1971 1808 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist seit 29. Mai 2008 Karin Winter, Vizebürgermeister ist Helmut Peter, Amtsleiter Adolf Wagner.

Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 15, Liste Grüne 3, SPÖ 2, FPÖ 1, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Maria-Anzbach

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Wallfahrtskirche und Martinikapelle: Im Kellerraum der Kapelle befinden sich die Gebeine aus dem früheren Friedhof.
  • Grafenhaus: Hier wohnten früher bedeutende Leute. Das Grafenhaus soll der Sitz der „Hochfreien von Amizinesbach“ gewesen sein, die von 1090 bis 1203 die Herrschaft in Maria Anzbach hatten.
  • Schmiede: An der Fassade der Schmiede befindet sich ein aus der Türkenzeit stammendes Relief eines Kopfes eines Türken. Im Keller der Schmiede war früher ein unterirdischer Gang, der vermutlich zur Kirche führte.
  • Schönbeck-Mühle: In der Mühle wurde in den 1910er Jahren der erste elektrische Strom für den Ort produziert. Heute befindet sich darin ein Heimatmuseum und ein Restaurant (Mühlenwirt)
  • Kloster Stein: Das am 4. August 1898 gegründete und zur Gemeinde Maria Anzbach gehörige, unter Denkmalschutz stehende Annunziatakloster „Am Stein“ in der Klosterstraße 5 in Furth - die erste Niederlassung der Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens in Österreich - stellte Ende März 2011 den Betrieb ein. Zuvor wurde am 19. Juni 2010 das 100-Jahr-Jubiläum der Weihe der im neugotischen Stil des Späthistorismus ab 1899 erbauten Klosterkirche - ein Werk des k.u.k. Hofbaumeisters Josef Schmalzhofer - gefeiert.[3] Es wurde im Juni 2012 um 2,3 Mill. Euro an eine Investorengruppe verkauft. Geplant ist ein Seniorenrefugium und leistbares Wohnen.[4]
  • Buchbergwarte

Sicherheit und Soziales[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Maria Anzbach
  • Freiwillige Feuerwehr Unter-Oberndorf
  • SV Maria Anzbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 109, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 56. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1176. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,16 Prozent.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. http://www.ris2.bka.gv.at/Dokumente/LrNo/LRNI_2006043/LRNI_2006043.html
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Annunziata-Kloster Am Stein Website der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal– und Ortsbildpflege. Abgerufen am 22. Mai 2012.
  4. Jelitzka und Tojner kaufen Kloster APA-OTS Presseaussendung des Wirtschaftsmagazins GEWINN vom 25. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria-Anzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien