Mazda 787B

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Der Mazda 787B No.55 im Otaru Synthesis Museum
Mazda 787B

Der Mazda 787B war ein 1990 von der japanischen Firma Mazdaspeed entwickelter Sportwagen-Prototyp mit einem 4-Rotor-Wankelmotor. Das Gewicht des Wagens betrug 830 kg. Der Wankelmotor mit der Bezeichnung 26B und speziellen Dichtleisten aus Siliciumnitrid brachte eine Leistung von über 515 kW (700 PS) bei 9.000 min−1 aus 2,6 Liter Kammervolumen.

Der Wagen gewann 1991 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit den Fahrern Volker Weidler, Johnny Herbert und Bertrand Gachot nach einer gefahrenen Strecke von 4922,81 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 205,333 km/h. Es war der bisher einzige Gesamtsieg eines japanischen Autos sowie der einzige Erfolg eines mit Rotationskolbenmotor angetriebenen Wagens bei diesem Rennen und hat damit historischen Wert, wurde aber von Mazda nie nennenswert zur Image-Verbesserung der Marke oder des Motorkonzeptes genutzt.

Vorläufer des 787B waren ab 1983 verschiedene Typen, beginnend beim 717C (als Nachfolger der bisherigen Mazda RX-7-Rennversionen); alle mit Wankelmotoren und Einsätzen in Le Mans, teilweise auch mit Klassensiegen. Nachdem die FIA das Reglement für 1992 dahingehend änderte, dass Fahrzeuge mit Kreiskolbenmotor wie der Mazda 787B nicht mehr in dieser Motorsportklasse starten durften, stellte Mazda die Entwicklung ein und kaufte bei Tom Walkinshaw Racing die 1991er Jaguar XJR-14-Chassis, die leicht modifiziert wurden und als Gruppe-C-Sportwagen von nun an Mazda MXR-01 hießen. Damit nahm Mazda ein wenig erfolgreiches Jahr lang an der Sportwagen-WM teil, bevor man sich Ende 1992 offiziell aus dem Motorsport zurückzog.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mazda 787B – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien