Michael Thurk

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Michael Thurk
Spielerinformationen
Geburtstag 28. Mai 1976
Geburtsort Frankfurt am MainDeutschland
Größe 178 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1982–1995 FFV Sportfreunde 04
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1995
1995–1997
1997–1999
1999–2004
1999–2000
2004
2005–2006
2006–2007
2008–2011
2012–2014
FFV Sportfreunde 04
SpVgg 05 Oberrad
SV Jügesheim
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05 II
Energie Cottbus
1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt
FC Augsburg
1. FC Heidenheim
0
0
[1]23 (11)
139 (42)
10 0(2)
8 0(3)
45 (18)
36 0(4)
104 (51)
60 (13)
Nationalmannschaft
Deutschland U-16 5 0(6)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 2. März 2014

Michael Thurk (* 28. Mai 1976 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Fußballspieler. Er wird als Stürmer eingesetzt.

Laufbahn[Bearbeiten]

Erste Stationen und FSV Mainz 05, bis 2006[Bearbeiten]

Thurk wuchs im Frankfurter Stadtteil Gallus auf. Im Alter von sechs Jahren begann er das Fußballspielen beim Frankfurter Verein Sportfreunde 04. Er wechselte 1999 vom hessischen Oberligisten SV Jügesheim zum Zweitligisten 1. FSV Mainz 05, bei dem er nach einem Eingewöhnungsjahr mit etlichen Spielen in der Oberligamannschaft, 17 meist kurzen Zweitliga-Einsätzen (kein Tor) und einem Treffer im DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten Hertha BSC Stammspieler wurde. Von 2000 bis 2004 erzielte Thurk in weiteren 122 Spielen für die 05er 42 Tore, darunter das Tor des Monats November 2001 mit einem Volleyschuss aus spitzem Winkel beim 1. FC Saarbrücken. Hinzu kamen zwei Tore aus acht Pokalspielen. Damit war Thurk zu diesem Zeitpunkt nach Sven Demandt (55) und Jürgen Klopp (52) drittbester Zweitliga-Torjäger der Mainzer. Dennoch war Thurk als Mannschaftsspieler oft wertvoller.

Am Ende der Saison 2003/04 wurde Thurk zum tragischen Helden der 05er. In der Schlussphase einer schwachen Rückrunde (kein Tor bis zum 30. Spieltag) gab der Verein bekannt, Thurks auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Der Stürmer unterschrieb bereits vor Saisonende einen Vertrag beim Aufstiegskonkurrenten Energie Cottbus. Mit drei Toren in den letzten drei Spielen, darunter zwei beim 3:0 im Aufstiegs-Endspiel gegen den Eintracht Trier schoss Thurk die Mainzer in die Bundesliga und verhinderte gleichzeitig den Aufstieg seines neuen Klubs. Mainz stieg in die Bundesliga auf und Thurk wechselte zu Energie Cottbus, für die er dann in der 2. Bundesliga spielte.

In Cottbus hatte Thurk mit sechs Toren in zehn Liga- und Pokalspielen einen starken Einstand, ehe er nach einem Zusammenprall mit dem Trierer Spieler Claus Grzeskowiak eine komplizierte Kieferverletzung erlitt und monatelang ausfiel. Bereits in der Winterpause 2004/05 wechselte Thurk zurück nach Mainz. Einen Teil der Ablösesumme zahlte er zunächst selbst. Später übernahm der 1. FSV Mainz 05 auch diesen Anteil. Mit sechs Treffern in 13 Bundesligaspielen, darunter dem Siegtreffer im „Jubiläumsspiel“ – kurz nach dem 100. Jahrestag der Vereinsgründung von Mainz 05 – gegen den FC Schalke 04, war Thurk maßgeblich am Klassenverbleib der Mainzer beteiligt.

Eintracht Frankfurt, 2006 bis 2007[Bearbeiten]

Zur Saison 2006/07 wechselte er zu Eintracht Frankfurt. Dieser Transfer lief nicht geräuschlos ab, da Thurk noch in der Saisonvorbereitung fester Bestandteil der Mainzer Mannschaft war. Dennoch begann der Spieler während der Vorbereitung, seinen alten Verein öffentlich über die Medien anzugreifen. Schließlich erhielt er von Mainz 05 die Freigabe. Nach langen Ablösestreitigkeiten einigten sich beide Vereine schließlich über den Wechsel.

In seinem ersten UEFA-Cup-Spiel für Eintracht Frankfurt gegen Brøndby IF erzielte Thurk einen Hattrick und damit auch seine ersten Tore für die von Friedhelm Funkel trainierten Hessen, drei Tage später auch das erste Bundesligator. Allerdings folgten diesem während der Saison 2006/07 nur noch zwei weitere Treffer. In der Gesamtbilanz der Spielzeit erreichte Thurk bei 24 Spielen in der Wertung des kicker Sportmagazins lediglich einen Notendurchschnitt von 4,30 und damit den schlechtesten der gesamten Frankfurter Mannschaft. In der Hinrunde der Bundesligasaison 2007/08 kam Thurk zwar regelmäßig zum Einsatz, stand aber nur noch selten in der Startelf, in der meist Ioannis Amanatidis als einzige Spitze gesetzt war.

FC Augsburg, 2008 bis 2012[Bearbeiten]

In der Winterpause der Saison 2007/08 wechselte Michael Thurk in die 2. Bundesliga zum FC Augsburg, für den er in seinem ersten Spiel gegen 1860 München gleich zwei Tore erzielte. Seinen ursprünglich bis Sommer 2010 laufenden Vertrag verlängerte er bereits im Dezember 2009 auf zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2012. In der Saison 2009/10, seinem dritten Jahr bei den Schwaben, wurde Thurk mit 23 Treffern Torschützenkönig der 2. Fußball-Bundesliga und belegte mit dem von Jos Luhukay trainierten FCA am Saisonende den dritten Tabellenplatz, scheiterte aber in den Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Bundesliga, den 1. FC Nürnberg. Auch in der Zweitligarunde 2010/11 zählte Thurk zur Stammbesetzung des FC Augsburg. Mit einem 2:1-Heimsieg des FC Augsburg gegen den FSV Frankfurt am 8. Mai 2011 machte Thurk mit dem FC Augsburg den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga perfekt.

Am 1. August 2011 wurde Thurk mit sofortiger Wirkung von seinem Verein vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt. Begründet wurde dies damit, dass nach einem taktischen Systemwechsel für Thurk keine Position mehr frei sei,[2] andere Berichte sahen vor allem zwischenmenschliche Probleme.[3] Schließlich einigten sich beide Parteien am 2. Januar 2012 auf eine Auflösung des noch bis zum 30. Juni 2012 laufenden Vertrags.[4]

1. FC Heidenheim, 2012 bis 2014[Bearbeiten]

In der Winterpause 2011/12 wechselte Thurk zum Drittligisten 1. FC Heidenheim [5], der für die Rückrunde Ersatz für zwei verletzte Stürmer suchte, und kam 13-mal zum Einsatz, wobei er wegen einer Rotsperre und eines Muskelfaserrisses einige Spiele verpasste. Nach der Saison 2011/12 verlängerte Michael Thurk seinen Vertrag in Heidenheim bis Juni 2014.[6] Sein im Sommer 2014 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert und somit verließ Thurk Heidenheim nach 2 Jahren wieder.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Torschützenkönig der 2. Bundesliga 2009/10 (23 Tore in 30 Spielen)
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga 2004 mit dem 1. FSV Mainz 05
  • Aufstieg in die 1. Bundesliga 2011 mit dem FC Augsburg
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 2014 mit dem 1. FC Heidenheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Thurk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einsatzdaten nur von der viertklassigen Spielzeit 1998/99
  2. Augsburg trennt sich von Thurk. In: Süddeutsche Zeitung. 1. August 2011. Abgerufen am 2. August 2011.
  3. Tilmann Mehl: Michael Thurk - der ungeliebte Top-Stürmer. In: ZDF.de. 5. August 2011, abgerufen am 14. August 2011.
  4. Michael Thurk löst Vertrag auf, Vereinshomepage des FC Augsburg vom 2. Januar 2012
  5. Michael Thurk wechselt zum 1. FC Heidenheim 1846, Vereinshomepage des 1. FC Heidenheim vom 2. Januar 2012
  6. Michael Turk verlängert seinen Vertrag bis 2014 bei transfermarkt.de, abgerufen am 3. August 2013