Nippon Yūsei

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Nippon Yūsei
Das Logo der Japan Post Holdings
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
Sitz Kasumigaseki, Chiyoda, Tokio
Leitung Jirō Saitō
Branche Logistik, Bankwesen, Versicherungswesen
Website Japan Post

Die Nippon Yūsei K.K. (jap. 日本郵政株式会社, Nippon Yūsei kabushiki-gaisha, engl. Japan Post Holdings Co., Ltd.) ist eine japanische Holdinggesellschaft für die vier Unternehmen, die 2007 aus der Japan Post, dem Nachfolger der japanischen Staatspost, entstanden sind.

Die Holdinggesellschaft hat (Stand: 1. Oktober 2007) 3.500 Mitarbeiter, ist aber mit ihren Tochterunternehmen für 240.100 Mitarbeiter verantwortlich.

Die JP Group wurde 2006 zur Vorbereitung der Umwandlung der öffentlichen Post in ein privatrechtliches Unternehmen geschaffen. Am 1. Oktober 2007 wurde die Japan Post an die vier Teilbereiche der JP Group übertragen:

  • die Postzustellungsdienste an die Japan Post Service (郵便事業株式会社, Yūbin Jigyō K.K.),
  • die Postämter an die Japan Post Network (郵便局株式会社, Yūbin Kyoku K.K.),
  • die Postbank an die Japan Post Bank (株式会社ゆうちょ銀行 K.K. Yūcho Ginkō) und
  • die Lebensversicherung der Post an die Japan Post Insurance (株式会社かんぽ生命保険 K.K. Kampo Seimei Hoken).

Die Positionierung der vier Teilbereiche als voneinander unabhängige Unternehmen und die Übertragung in Privatbesitz sollte nach zehn Jahren abgeschlossen sein. Allerdings beschloss das Unterhaus des nationalen Parlaments – da es sich um einen gemeinsamen Entwurf der drei größten Parteien handelt, gilt die Zustimmung des Oberhauses als sicher – im April 2012 nach mehrjährigen Verhandlungen vor allem auf Drängen der seit 2009 mit regierenden Neuen Volkspartei eine Reform des bereits 2009 abgeschwächten Postprivatisierungsgesetzes: Das neue Gesetz macht keine Zeitvorgabe mehr für die Privatisierung, die Gesellschaften für Zustellungsdienste und Postämter sollen wieder zusammengeschlossen werden und die Postämter werden verpflichtet, weiterhin flächendeckend Post-, Bank- und Versicherungsdienste anzubieten. Außerdem soll ein großer Teil der Privatisierungserlöse für den Wiederaufbau nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 eingesetzt werden.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natsuko Fukue: Lawmakers give nod to weakened postal bill. In: The Japan Times. 12. April 2012, abgerufen am 12. April 2012 (englisch).

35.671363888889139.75076388889Koordinaten: 35° 40′ 16,9″ N, 139° 45′ 2,8″ O