August Diehl

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August Diehl auf der Berlinale 2013

August Diehl (* 4. Januar 1976 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Diehl ist der Sohn des Schauspielers Hans Diehl; seine Mutter ist Kostümbildnerin. Nach dem Abitur an einer Waldorfschule[1] studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin Schauspiel. Diehls Vorbilder sind die Schauspieler Gert Voss, mit dem er zusammen spielte, und Robert De Niro.[2]

Seine erste Filmarbeit, die Hauptrolle als Computerhacker Karl Koch im Kinofilm 23 – Nichts ist so wie es scheint aus dem Jahr 1998, brachte ihm Bekanntheit und den Deutschen Filmpreis als bester Darsteller ein. Es folgten zahlreiche weitere Filmrollen sowie Theaterarbeiten an den großen deutschsprachigen Bühnen, für die er weitere Auszeichnungen erhielt.

In Quentin Tarantinos Oscar-nominiertem Film Inglourious Basterds hatte Diehl 2009 eine größere Rolle als SS-Sturmbannführer Dieter Hellstrom. Im amerikanischen Actionthriller Salt, der im August 2010 in die Kinos kam, ist Diehl als Ehemann der von Angelina Jolie gespielten Hauptfigur zu sehen.

Neben seinen Hauptrollen in den deutschen Kinofilmen Die kommenden Tage (2010) und Wer wenn nicht wir trat Diehl 2011 auch im Musikvideo zu Herbert Grönemeyers Single Schiffsverkehr auf.

Seit 2009 ist Diehl in der Band „hands up-excitement!“[3] als Gitarrist aktiv.

Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist August Diehl Ensemblemitglied am Burgtheater Wien.

Persönliches[Bearbeiten]

Diehl ist seit 1999 mit der Schauspielerin Julia Malik verheiratet. Er spielte mit ihr zusammen im Mai 2008 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.[4] Im Mai 2009 wurde ihr erstes Kind, eine Tochter, in Berlin geboren.

Sein Bruder Jakob Diehl ist Komponist und Schauspieler.

In der Nacht zum 8. März 2011 unternahm Diehl gemeinsam mit Pete Doherty und einem Unbekannten eine Kneipentour in Regensburg, wo sich beide zu Dreharbeiten für den Film Confession of a Child of the Century aufhielten. Dabei schlugen eine oder mehrere der drei das Schaufenster eines Platten- und CD-Ladens in der Altstadt ein und stahlen aus der Dekoration eine Gitarre und eine Platte.[5] Ging die Polizei zunächst von Einbruchdiebstahl aus, kam man später zum Schluss, dass die Beteiligten zum Tatzeitpunkt berauscht und schuldunfähig gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft Regensburg beantragte gegen Diehl und Doherty einen Strafbefehl wegen „fahrlässigen Vollrausches“.[6]

Theater[Bearbeiten]

Peter Simonischek als Kurfürst und August Diehl als Homburg, Salzburger Festspiele 2012

Filmografie[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

  • 2004: Der Clan der Otori – Das Schwert in der Stille (als Takeo)
  • 2004: Der Clan der Otori – Der Pfad im Schnee
  • 2005: Der Clan der Otori – Der Glanz des Mondes
  • 2008: In Plüschgewittern von Wolfgang Herrndorf

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: August Diehl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annabel Wahba: Das Jahr des August Diehl. In: Die Zeit. 27. November 2008, abgerufen am 4. Januar 2013.
  2. Sendung „Gero von Boehm begegnet: August Diehl“, ausgestrahlt am 7. April 2008, 22:25 auf 3sat
  3. hands-up-excitement.de
  4. Kerstin Halstenbach: Das Spielfreude-Gen. derwesten.de, 27. April 2008, abgerufen am 8. März 2013.
  5. Brach Skandal-Rocker Doherty in Plattenladen ein?
  6. Strafbefehl gegen Pete Doherty