ProA

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Dieser Artikel beschreibt die deutsche Basketballliga ProA. Für die französische Basketball-Liga siehe Ligue Nationale de Basket.
ProA
Logo der 2.BBL
Voller Name 2. Basketball-Bundesliga ProA
Aktuelle Saison ProA 2014/15
Sportart Basketball
Abkürzung ProA
Verband DBB, Arge 2. BBL
Ligagründung 2007
Mannschaften 16
Land/Länder Deutschland
Titelträger BG Göttingen
Rekordmeister Mitteldeutscher BC (2mal)
Website http://www.zweite-basketball-bundesliga.de/
Basketball-Bundesliga
ProB
höchste Klasse Basketball-Bundesliga
zweite Klasse ProA
dritte Klasse ProB

Die ProA ist seit ihrer Gründung 2007 die zweithöchste Basketball-Liga der Herren in Deutschland. Unter der ProA existiert eine ProB-Liga, die offiziell als hierarchisch untergeordnete Staffel ebenfalls zur 2. Basketball-Bundesliga gezählt wird und seit 2010 zudem in die regionalen Gruppen Nord und Süd unterteilt ist.

Verantwortlich für den Spielbetrieb in der ProA ist die AG 2. Basketball-Bundesliga, jedoch hat auch die von der 1. und 2. Bundesliga gemeinsam gegründete BBL Holding GbR ein Mitspracherecht. Zur Vermarktung und Geschäftsführung der Liga betreibt die AG die „2. Basketball-Bundesliga, die Junge Liga GmbH“ (DJL), die auch die gleichnamige Webseite und Homepage der Liga führt.[1] Der Firmensitz der DJL ist Hagen in Westfalen, von wo aus auch der offizielle Verband Deutscher Basketball Bund seine Tätigkeiten organisiert, die unter anderem auch die Bereitstellung von Schiedsrichtern für diese Liga vorsehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der DJL ist der derzeitige Präsident des DBB, Ingo Weiss.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ProA löste ab der Saison 2007/2008 die bisher zweigleisige 2. Basketball-Bundesliga ab, die vorher in die regionalen Staffeln Nord und Süd aufgeteilt war. Sie wurde geschaffen, um die Vereine zu professionalisieren und um bei Aufstieg den Übergang in die erste Basketball-Bundesliga (BBL) zu erleichtern. Ursprünglich mit einer Sollstärke von 16 Mannschaften ausgestattet, reduzierte sich die Anzahl der Mannschaften in der Saison 2011/12 auf 15, da nach dem Rückzug des UBC Hannover kein Nachrücker mehr gefunden werden konnte.[2]

Modus[Bearbeiten]

Aus der BBL steigen zwei Mannschaften in die ProA ab, im Gegenzug steigen die zwei Erstplatzierten der ProA in die BBL auf. Aus der ProA steigen die beiden Letztplatzierten in die ProB ab, im Gegenzug steigen zwei Mannschaften aus der ProB in die ProA auf. Seit der Spielzeit 2011/12 spielen die acht erstplatzierten Vereine Play-off-Serien im Modus „Best of Five“ um die beiden Aufstiegsplätze.[3] Die Gewinner der Halbfinal-Serien spielen dann als sportlich zum Aufstieg Qualifizierte in Hin- und Rückspiel den Meister der Liga aus.

Rahmenbedingungen für Lizenzerteilung in der ProA[Bearbeiten]

  • Es muss in einer Halle gespielt werden, die mindestens 1.500 Zuschauer fasst (Ausnahmeregelung möglich, es besteht aber kein Rechtsanspruch)
  • Tribünen an mindestens drei Spielfeldseiten
  • Die Spiele müssen in Hallen durchgeführt werden, die über einen Holzparkettfußboden verfügen.
  • Die 24-Sekunden-Anzeige muss oberhalb des Spielbrettes angebracht sein.
  • Die Mannschaften benötigen einen V.I.P.-Raum (der sich am BBL-Maßstab orientiert).
  • Ein separater Medienraum für eine verpflichtende Pressekonferenz nach dem Spiel muss vorhanden sein.
  • Es müssen immer mindestens zwei deutsche Spieler auf dem Spielfeld stehen.

Zusätzlich muss noch eine gewisse Anzahl an infrastrukturellen Bedingungen abgedeckt werden, dabei sollen die Anforderungen in den nächsten Jahren immer weiter steigen.[4] Mit der „Wirtschaftsqualifikation“ soll die Lücke zwischen der Basketball-Bundesliga und der zweiten Liga kleiner und die Mannschaften professionalisiert werden, so dass es keine größeren Umstellungen bei einem möglichen Aufstieg gibt.

Vor der Saison 2013/2014 wurde ein Punktesystem in das Lizenzverfahren integriert, das für Erfüllung bestimmter Kriterien aus den Bereichen Personal, Infrastruktur, Video/PR, VIP und Nachwuchsförderung Punktezahlen vergibt. Ein ProA-Ligist muss dabei eine bestimmte Mindestpunktzahl erreichen, im Gegenzug entfiel der bisher vorgeschriebene Mindestat von 350.000€.[5]

Mannschaften der ProA[Bearbeiten]

Mannschaften der ProA 2014/15
Team Heimspielort
Bike-Café Messingschlager Baunach Bamberg
BV Chemnitz 99 Chemnitz
Cuxhaven BasCats Cuxhaven
Erdgas Ehingen/Urspringschule Ehingen (Donau)
ETB Wohnbau Baskets Essen
Gießen 46ers Gießen
Oettinger Rockets Gotha
Hamburg Towers Hamburg-Wilhelmsburg
MLP Academics Heidelberg Heidelberg
Science City Jena Jena
Kirchheim Knights Kirchheim unter Teck
Bayer Giants Leverkusen Leverkusen
Nürnberger Basketball Club Nürnberg
finke baskets Paderborn
SC Rasta Vechta Vechta
s.Oliver Baskets Würzburg

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Saison[6] Insgesamt Anzahl Spiele im Schnitt (Ø) Ø-Entwicklung Ø-Kapazität
2006/07 251.520 240 1.048 k. A.
2007/08 249.388 240 1.039 –0,81 % 1.999
2008/09 280.647 240 1.169 +12,6 % 2.210
2009/10 282.566 240 1.177 +0,7 % 2.178
2010/11 338.373 2371 1.428 +21,3 % 2.685
2011/12 257.372 2102 1.226 -14,2 % 2.5393
2012/13 280.560 240 1.169 -4,9 % 2.4193
2013/14 325.106 240 1.355 +15,9 % 2.4953

Hinweis: Die dargestellten Zuschauerzahlen beziehen sich auf die Hauptrunde, die seit der Saison 2011/2012 existierenden Playoffs werden hier nicht berücksichtigt.
1 In der Spielzeit 2010/11 wurden wegen der Insolvenz und des folgenden Entzugs der Spielberechtigung der GiroLive-Ballers Osnabrück drei Spiele weniger ausgetragen.
2 In der Spielzeit 2011/12 startete man im Gegensatz zu den Vorjahren mit einer Mannschaft weniger und nur 15 Vereinen in die Saison.
3 Ausweichspielstätten wurden nicht berücksichtigt.

Bestleistungen[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Wert Spieler Schnitt Spieler
Punkte 53 Jean Francois (Cuxhaven) 07/08 23,7 Johannes Lischka (Lich) 08/09
Rebounds 22 Gary Hamilton (Lich) 07/08 11,4 David Berghoefer (Düsseldorf) 07/08
Dreier 10 Al Elliott (Bremen) 07/08 3,2 Melvin Hall (Schalke) 08/09
Zweier 18 Marcus Smallwood (Kirchheim) 10/11
Assists 15 Japhet McNeil (Heidelberg) 08/09 8,4 Whit Holcomb-Faye (Saar-Pfalz) 09/10
Ballgewinne 8 Kelvin Parker (Rhöndorf) 07/08 3,5 Japhet McNeil (Heidelberg) 08/09
Geblockte Würfe 8 Jonas Wohlfarth-Bottermann (Rhöndorf) 10/11 2,3 Anthony Slack (Hannover) 09/10
Effektivität 50 Marcus Smallwood (Saar-Pfalz) 10/11 23,15 Johannes Lischka (Lich) 08/09

Mannschaften[Bearbeiten]

Pro Spiel höchster Mannschaft niedrigster Mannschaft
Punkte 93,1 Hagen 08/09 69,4 Nürnberg 07/08
Rebounds 41,1 Cuxhaven 07/08 29,8 Langen 07/08
Dreier 8,7 Saar-Pfalz 08/09 3,6 Lich 07/08
Assists 16,5 Hagen 08/09 9,2 Lich 08/09
Ballgewinne 9,4 Heidelberg 08/09 6,2 Nürnberg 07/08
Geblockte Würfe 4,2 Cuxhaven 07/08 0,9 Nürnberg 07/08
Effektivität 113,6 Bayreuth 08/09 59,6 Nürnberg 07/08
  • Höchste Niederlage/ Sieg: BG Karlsruhe 163:44 USC Freiburg (119 Punkte Differenz) am 13. März 2010.[7]

Meister der ProA[Bearbeiten]

Saison 1.Platz 2.Platz
2007/08 Giants Nördlingen Cuxhaven BasCats1
2008/09 Mitteldeutscher BC Phoenix Hagen
2009/10 BBC Bayreuth Cuxhaven BasCats1
2010/11 FC Bayern München Würzburg Baskets
2011/12 Mitteldeutscher BC Kirchheim Knights1
2012/13 SC Rasta Vechta Düsseldorf Baskets2
2013/14 BG Göttingen Crailsheim Merlins

1 Anmerkung: Aufgrund der strengen Auflagen unter anderem bezüglich der Halleninfrastruktur nahmen die Cuxhaven BasCats das Aufstiegsrecht nicht wahr, da keine Aussicht auf eine Lizenzerteilung bestand. Es wurde von der BBL eine Wildcard vergeben, die 2008 das Team des TBB Trier sowie 2010 das Team der Düsseldorf Baskets erlangen konnte. Aus gleichen Gründen beantragten die Kirchheim Knights 2012 auch keine Lizenzerteilung für die Basketball-Bundesliga.
2 Die Düsseldorf Baskets erhielten keine Lizenz für die Saison 2013/2014 in der Basketball Bundesliga (BBL). Den dadurch frei gewordenen Platz erhielten die Neckar Riesen Ludwigsburg per Wild-Card.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Junge Liga – Impressum. DieJungeLiga.de, abgerufen am 9. Mai 2012.
  2. Keine Bürgschaft für Rhöndorf – ProA spielt mit 15 Teams. DieJungeLiga.de (DJL), 28. Juli 2011, abgerufen am 9. Mai 2012 (Pressemitteilung in Form eines Interviews mit DJL-Geschäftsführer Nicolas Grundmann).
  3. ProA-Teams stimmen für Play-Offs. DieJungeLiga.de, 13. September 2010, abgerufen am 9. Mai 2012 (Pressemitteilung).
  4. Standardkatalog. DieJungeLiga.de (DJL), 1. März 2013, S. 7-9, abgerufen am 2. April 2014.
  5. http://www.diejungeliga.de/magazin/artikel.php?artikel=26232&menuid=2
  6. Zuschauerzahlen der ProA. DieJungeLiga.de, abgerufen am 9. Mai 2012.
  7. Zuschauer feiern beide Teams. BG Karlsruhe, 14. März 2010, abgerufen am 9. Mai 2012 (Spielbericht).