Przemyśl

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Dieser Artikel behandelt die polnische Stadt Przemyśl. Für das gleichnamige böhmische Adelsgeschlecht Přemysl, siehe: Přemysliden.
Przemyśl
Wappen von Przemyśl
Przemyśl (Polen)
Przemyśl
Przemyśl
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 44,10 km²
Geographische Lage: 49° 47′ N, 22° 46′ O49.78333333333322.766666666667Koordinaten: 49° 47′ 0″ N, 22° 46′ 0″ O
Einwohner: 63.990
(30. Jun. 2013)[1]
Postleitzahl: 37-700 bis 37-720
Telefonvorwahl: (+48) 16
Kfz-Kennzeichen: RP
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 40 KrakauKiew
Schienenweg: KrakauLemberg
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 44,10 km²
Einwohner: 63.990
(30. Jun. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 1451 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1862011
Verwaltung (Stand: 2012)
Stadtpräsident: Robert Choma
Adresse: Rynek 1
37-700 Przemyśl
Webpräsenz: www.um.przemysl.pl

Przemyśl Zum Anhören bitte klicken! [ˈpʃɛmɨɕl] (ukr. Перемишль/Peremyschl; russisch Перемышль/Peremyschl; deutsch [wenig gebräuchlich]: Premissel) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Karpatenvorland im äußersten Südosten Polens am Fluss San mit rund 65.000 Einwohnern. Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der Grenze zur Ukraine und besitzt einen wichtigen Grenzbahnhof an der Strecke Krakau–Lemberg.

Przemyśl
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Przemyśl
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,3 1,7 6,8 12,8 18,5 17,0 18,6 18,2 18,1 8,6 5,6 1,7 Ø 10,7
Min. Temperatur (°C) -5,1 -4,2 -0,8 3,7 8,5 7,7 9,3 8,7 9,4 1,2 0,1 -3,2 Ø 3
Niederschlag (mm) 25 27 30 50 74 87 93 68 65 48 37 39 Σ 643
Regentage (d) 14 13 14 13 14 14 13 12 12 13 14 16 Σ 162
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Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Przemyśl im Jahre 981 als Peremyschl, eine Stadt der Kiewer Rus. In den Jahren 1085 bis 1269 war sie das Zentrum eines eigenständigen russischen Teilfürstentums. Als Folge der mongolischen Verwüstung der Rus wurde sie im 13. Jahrhundert von Polen erobert. Zu Zeiten der österreichischen Monarchie gehörte Przemyśl zum Kronland Galizien. In den letzten Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg wurde die ganze Stadt zu einer Festung gegen die sich entwickelnde Bedrohung durch das Russische Reich ausgebaut (äußerer Festungsring: 45 km). 1914 waren über 140.000 Soldaten dort stationiert. Im März 1915 wurde die Festung nach einer langen Belagerung von den Russen eingenommen (sogar der russische Zar besuchte damals Przemyśl). Im Juni 1915 folgte die Rückeroberung durch österreich-ungarische und deutsche Truppen. Da die meisten Verteidiger der Festung Ungarn waren, wurde in Budapest ein Denkmal an der Margaretenbrücke zum Andenken an die Schlacht im Jahre 1915 errichtet. In Przemyśl gab es ein Schtetl.

Während des 2. Weltkrieges wurde die Stadt am 15. September 1939 zunächst von deutschen Truppen besetzt, diese zogen sich am 28. September 1939 hinter den San zurück um die Stadt der Roten Armee zu übergeben. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 kam die Stadt dann aber wieder unter deutsche Kontrolle und wurde ein Teil des Generalgouvernements (bzw. des Distrikts Galizien). Am 28. Juli 1944 wurde die Stadt dann durch die Rote Armee erobert und wurde danach wieder der polnischen Kontrolle übergeben.[3]

Von Bedeutung im alltäglichen Leben der Stadt waren bis zum Zweiten Weltkrieg die große jüdische (siehe auch: Massaker von Przemyśl, Judenverfolgung in Przemyśl) und die ukrainische Bevölkerungsgruppe (siehe Aktion Weichsel).

Blick vom Schlossberg auf die Kathedrale und die Altstadt

Sehenswert sind die Altstadt, die römisch-katholische und die griechisch-katholische Kathedrale und verschiedene Klöster.

Hauptbahnhof

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat bei Przemysl eine Kriegsgräberstätte für über 5.000 deutsche Kriegstote angelegt (Zahl von Dezember 2011).
Eine Anlage mit österreichisch-ungarischen Kriegstoten aus dem Ersten Weltkrieg befindet sich an derselben Straße (Ul. Przemysława).[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

verbunden mit Przemyśl[Bearbeiten]

  • Marc Rich (1934-2013); internationaler Rohstoffhändler und Investor, sein Vater David Reich kam aus dem Schtetl Przemyśl

Partnerstädte[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Muzeum Narodowe Ziemie Przemyskiej (Hrsg.): Tajemnice placu Berka Joselewicza w Przemyślu. Rezultaty badań archeologicznych w rejonie „żydowskiego miasta“. (Katalog wystawy). Przemyśl 2006, ISBN 83-921500-9-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Przemyśl – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. November 2013.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. November 2013.
  3. Webseite der Stadt
  4. [1], VIA REGIA - Kulturstraße des Europarates: Die Europastraße E40 als Erinnerungspfad in Europa (Seite 35)