Ramenskoje
| Stadt
Ramenskoje
Раменское
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Ramenskoje (russisch Раменское) ist eine russische Stadt mit rund 83.740 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2010 Quelle [1]) in der Oblast Moskau. Sie liegt rund 45 km südöstlich von Moskau. Nächstgelegene Stadt ist das durch sein Flugtechnikzentrum bekannte Schukowski, sieben Kilometer von Ramenskoje entfernt.
[Bearbeiten] Geschichte
In einer Urkunde von 1328 findet sich eine erste Erwähnung der Gegend namens Ramenje, was damals so viel wie „Waldrand“ bedeutet hatte. Die eigentliche Entstehung der heutigen Stadt muss jedoch erst in den 1760er-Jahren eingesetzt haben, als in dieser Gegend das Dorf Troizkoje erbaut wurde. Dieses wurde später nach der ursprünglichen Bezeichnung Ramenje in Ramenskoje, also „Ortschaft in Ramenje“, umbenannt. Noch im 18. Jahrhundert entstand in Troizkoje ein ausgedehntes Landgut, das damals dem Fürstengeschlecht Wolkonski gehört hatte.
Im frühen 19. Jahrhundert wurde Ramenskoje Sitz einer der ersten Baumwollfabriken im Großraum Moskau. Diese Fabrik wurde von Vertretern des Geschlechts der Galitzins gestiftet und galt schon in den 1870er-Jahren als eine der größten ihrer Art in Russland. Weitere Industrien entstanden in Ramenskoje ab Mitte des 19. Jahrhunderts nach der Verlegung der Eisenbahnlinie Moskau–Rjasan.
Am 15. März 1926 erhielt die Fabriksiedlung Ramenskoje Stadtrechte. Drei Jahre später wurde es Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons in der Moskauer Oblast.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Heute ist Ramenskoje eine Industriestadt vorwiegend mit Maschinenbau (darunter der hier ansässige Rüstungskonzern Avionika) und Nahrungsmittelindustrie, während die einst bedeutende Textilindustrie inzwischen weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Eine große Rolle spielt in Ramenskoje auch der Wohnungsbau.
Über eine Landstraße hat Ramenskoje Anschluss an die Magistrale M5. Zudem liegt die Stadt direkt an der Moskau-Rjasaner Eisenbahnlinie und verfügt dort über regelmäßige Verbindungen mit Moskau, die 2006 zusätzlich um die im dichten Taktverkehr fahrenden Expresszüge Sputnik erweitert wurden.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Wladimir Lutschenko (* 1949), ehemaliger Eishockeyspieler
- Wladimir Muchanow (* 1954), Fußballtrainer
- Igor Saizew (* 1938), Schachmeister
[Bearbeiten] Sonstiges
In Ramenskoje befand sich der Fußballverein Saturn Ramenskoje, der seine Heimspiele im hiesigen Saturn-Stadion absolvierte.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Ramenskoje auf mojgorod.ru (russisch)
- Inoffizielles Portal des Rajons Ramenskoje (russisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Föderaler Dienst für staatliche Statistik Russlands, Einwohnerzahlen zum 1. Januar 2010, Excel-Arbeitsblatt (549 KB)
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Verwaltungssitz ist Moskau, das jedoch ein eigenständiges Subjekt der Russischen Föderation bildet.