Chimki
| Stadt
Chimki
Химки
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Chimki (russisch Хи́мки, wiss. Transliteration Chimki) ist eine russische Stadt in der Oblast Moskau vor der nordwestlichen Stadtgrenze Moskaus. Sie hat rund 181.000 Einwohner (Stand 2007) und liegt an der Bahnstrecke Sankt Petersburg–Moskau.
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[Bearbeiten] Geschichte
Chimki ging aus einer Ansammlung von Datschen hervor und entwickelte sich zu einer Wohn- und Naherholungsvorstadt von Moskau. Daneben sind hier auch kleine Industriebetriebe wie Fliesen- und Glasfabriken angesiedelt. 1939 erhielt Chimki Stadtrechte. Heute werden dort unter anderem die Raketentriebwerke für die Buran- und die Sojus-Raumschiffe gefertigt.
In den 1930er-Jahren befand sich in Chimki eine Hauptabteilung der NKWD, in der unter Jeschow Teile des Großen Terrors vorbereitet wurden.
Am 2. Dezember 1941 gelang es einem Erkundungstrupp der Wehrmacht bis zum Moskauer Vorort Chimki, ca. 8 km vor der Stadtgrenze, vorzudringen. Es war der weiteste Punkt, den die Wehrmacht in der Schlacht um Moskau erreicht hatte; die Moskauer Festungsbatterien schossen nun in die vordersten deutschen Linien.[1][2]
2004 erfolgte die Eingemeindung der Dörfer Waschutino, Kljasma und Iwakino, der Siedlung städtischen Typs Starbejewo sowie der Stadt Schodnja.
2008 wurde Bürgermeister Streltschenko dafür kritisiert, einen Wald nahe Chimki als lukratives Bauland nutzen zu wollen. Vor allem der Chefredakteur der Chimkinskaja prawda, Michail Beketow, berichtete wiederholt über die illegale Vermarktung von Waldgrundstücken. Nachdem er mehrmals bedroht wurde, überfielen Unbekannte Mitte November 2008 Beketow und verletzten ihn so schwer, dass der Journalist seitdem schwerstbehindert ist.[3] Im Sommer 2010 sorgte die geplante Verlegung einer neuen Autobahn von Moskau über den Flughafen Scheremetjewo nach Sankt Petersburg durch dieses Waldgebiet für Kritik in ganz Russland[4]; inzwischen wurden die Rodungsarbeiten auf öffentlichen Druck hin bis auf weiteres gestoppt.
[Bearbeiten] Sport
Der Fußballverein FK Chimki nimmt 2007 als Meister der zweitklassigen Ersten Division am Spielbetrieb der höchsten russischen Liga, der Premjer-Liga, teil. Überregional bekannt ist auch der Basketballverein BK Chimki, der in der höchsten russischen Liga spielt.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Maxim Konzewitsch (* 1964), russischer Mathematiker
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ J. Piekalkiewicz: Die Schlacht um Moskau, S. 205. (Vgl. auch: Der Zweite Weltkrieg - Ein Lexikon, Christian Zentner, S. 381.)
- ↑ Karl-Heinz Janßen: „Bis Chimki. Warum der deutsche Musketier nicht bis zum Kreml kam“, in: Die Zeit, 13. Dezember 1991.
- ↑ „Tödliche Recherchen“, Zapp, 17. Dezember 2008.
- ↑ RIA Novosti, 29. Juli 2010 (deutsch)
[Bearbeiten] Weblinks
- Chimki auf mojgorod.ru (russisch)
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Verwaltungssitz ist Moskau, das jedoch ein eigenständiges Subjekt der Russischen Föderation bildet.