Spiesen-Elversberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spiesen-Elversberg
Spiesen-Elversberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spiesen-Elversberg hervorgehoben
49.3166666666677.1330555555556325Koordinaten: 49° 19′ N, 7° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Neunkirchen
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 11,4 km²
Einwohner: 13.183 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1156 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66583
Vorwahlen: 06821
06894 (Spiesermühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NK
Gemeindeschlüssel: 10 0 43 117
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 116
66583 Spiesen-Elversberg
Webpräsenz: www.spiesen-elversberg.info
Bürgermeister: Reiner Pirrung (CDU)
Lage der Gemeinde Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen
Eppelborn Illingen (Saar) Merchweiler Schiffweiler Ottweiler Spiesen-Elversberg Neunkirchen (Saar) Rheinlan-Pfalz Landkreis St. Wendel Landkreis Saarlouis Regionalverband Saarbrücken Saarpfalz-KreisKarte
Über dieses Bild
Der Galgenbergturm zwischen Spiesen und Elversberg
Panorama des Ortsteils Elversberg

Spiesen-Elversberg ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Neunkirchen, rund 15 km nordöstlich von Saarbrücken.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Spiesen-Elversberg liegt 1 km südwestlich der Kreisstadt Neunkirchen, 2 km nördlich von St. Ingbert, 3 km nördlich vom St. Ingberter Stadtteil Rohrbach und 2 km östlich von Friedrichsthal. In der Umgebung gibt es zahlreiche Wälder, die Teil des Saarkohlenwaldes sind.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Spiesen und Elversberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind die Städte Neunkirchen (Landkreis Neunkirchen), Friedrichsthal und Sulzbach (Regionalverband Saarbrücken) sowie St. Ingbert (Saarpfalz-Kreis)

Geschichte[Bearbeiten]

Antike und Mittelalter[Bearbeiten]

Das Gebiet wurde bereits zur Römerzeit besiedelt.

Im Mittelalter hatten Fürsten und Grafen Besitzungen in Spiesen und Umgebung, die nach und nach an die Klöster Neumünster (heute Stadtteil von Ottweiler) und Wadgassen verkauft oder verschenkt wurden[2].

Die erste urkundliche Erwähnung Spiesens im Jahre 1195 findet sich in einem Dokument, in dem Graf Ludwig I. der Ältere von Saarwerden dem Kloster Wadgassen eine Hufe bei Spizze schenkt. Zwei Jahre später bestätigt Papst Coelestin III. dem Kloster Wadgassen seine Rechte an einem Mansus (Hufe) bei Spize. 1286 wurde erstmals eine Kirche zu Spizzen erwähnt, deren Pfarrbesetzungsrecht in einem Vertrag zwischen dem Kloster Neumünster und dem Ritter Friedrich von Stein geregelt wurde. Dieser Ritter und seine Frau verkauften 1295 ihre Eigentümer in Spizzen dem Kloster Wadgassen. Über das Patronatsrecht der Kirche (ecclesie de Spissa) brach ein Streit zwischen Ritter Joffried von Saarbrücken und den Klöstern Wadgassen und Neumünster aus, der 1307 beigelegt wurde. 1345 trugen Joffried von Saarbrücken und Frau Sophie dem Erzbischof Balduin von Trier ihr Eigengut in Spiesen zu Lehen auf. Fünf Jahre später, im Jahr 1350, übertrug Joffried sein Viertel am Patronat der Kirche zu Spiesen auf ewig an das Kloster Wadgassen. Ohne Wissen des beschöflichen Lehnsherrn verkaufte Joffried 1357 seinen Teil an Spiesen an Graf Walram II. von Zweibrücken. Dieser Teil wurde 1366 von Graf Eberhard von Zweibrücken an Wadgassen übergeben. Die lehnsherrliche Zustimmung hierfür gab Erzbischof Otto von Trier erst 1419. 1377 übergab Mechthilde von Spiesen (Metza) sich und ihre Eigentümer in Spiesen dem Kloster Neumünster. Damit besaß Wadgassen 3/4 und Neumünster 1/4 aller Güter und Rechte[3].

Kriegsknechte Herzog Ludwigs I. von Pfalz-Zweibrücken, genannt der Schwarze, überfielen 1454 Spiesen, plünderten den Ort und vertrieben das Vieh[3].

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

1538 wurde auf der Spiesener Gemarkung eine Mühle erbaut, die Spiesermühle.

In den Jahren von 1549 bis 1573 kam es zu einem Grenzstreit mit Rohrbach um Bottenberg, Eulenbronnen (die heutige Lindenquelle nahe dem Glashütter Weiher) und Spieser Mühle.

Graf Albrecht von Nassau-Weilburg-Ottweiler, durch Neumünster Herrscher über Spiesen, führte 1575 die Reformation ein. Das Kloster Neumünster wurde 1576 säkularisiert und seine Güter in Spiesen eingezogen. 1592 wurde die katholische Pfarrei von Spiesen durch Graf Albrecht offiziell aufgehoben, 1605 die katholische Kirche von Amts wegen geschlossen.[3]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Spiesen 1631 von schwedischen Truppen besetzt und gelangt im gleichen Jahr endgültig in den Besitz der Grafen von Ottweiler, als Graf Wilhelm Ludwig von Ottweiler (Graf von Nassau-Saarbrücken) die wadgassischen Besitzungen in Spiesen annektierte. Die wadgassischen Mönche flohen nach Trier.[3]

1634 begann ein 150-jähriger Grenzstreit mit St. Ingbert.

Durch die Kriegsereignisse (am 25. Juli 1635 brandschatzten und zerstörten kaiserliche Kriegsvölker (Kroaten) Dorf und Kirche), Pest und Hungersnöte hatte Spiesen im Dezember des Jahres 1635 nur noch eine Haushaltung[3] und noch höchstens vier Einwohner.[4]

Eine Wiederbesiedlung wurde 1677 durch Kriegsscharen Ludwigs XIV. von Frankreich, der im Gefolge seiner Reunionspolitik die Grafschaft Saarbrücken (und damit auch Spiesen) annektierte, zunächst zunichtegemacht. Erst 1687 konnte mit der Neubesiedlung wieder begonnen werden. Ebenfalls 1687 setzte sich Wadgassen wieder in den Besitz seiner Güter und Rechte in Spiesen ein, verlor aber 1691 vor dem Präsidialgericht in Saarlouis gegen Graf Friedrich Ludwig von Nassau-Ottweiler. Im Frieden von Rijswijk musste Frankreich fast alle seine Reunionen und Eroberungen, darunter auch Spiesen, wieder zurückgeben. Die Katholiken Spiesens gehörten ab 1705 zur Pfarrei St. Ingbert. Ein Grenzvertrag von 1739 zwischen den Grafen von Nassau-Ottweiler und den Reichsgrafen von der Leyen regelte die Grenzziehung zwischen Spiesen und St. Ingbert. Eine Grenzregulierung zwischen Spiesen und St. Ingbert gab es 1744.[3]

1789 begann die Französische Revolution, in deren Folge ab 1792 die Koalitionskriege ausbrachen. In diesem Zusammenhang marschierten 1793 französische Revolutionstruppen durch Spiesen. Ein Freiheitsbaum wurde errichtet, der Fürst von Nassau-Saarbrücken floh. 1794 kam es zu Kämpfen in und um Spiesen, bei denen zunächst der preußische Feldherr von Blücher gegen die Franzosen vorrückte, jedoch bald wieder zurückweichen musste. Das linke Rheinufer, und damit auch Spiesen, wurde von Frankreich besetzt und in der Folge annektiert.[3]

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1800 wurde eine neue katholische Kirche, 1803 ein dazugehöriges Pfarrhaus erbaut. 1813 wurde die Spieser Mühle wieder errichtet.

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Spiesen preußisch und gehörte zur Bürgermeisterei Neunkirchen im neugebildeten Kreis Ottweiler.

1847 wurde der Heinitzstollen angehauen. Elversberg entstand nach 1852 als Kolonistensiedlung für diese nahe gelegene neue Kohlengrube Heinitz. 1872 wurde durch eine Kabinettsorder von König Wilhelm I. von Preußen aus gleich großen Bannteilen der Gemeinden Neunkirchen und Spiesen eine neue Gemeinde unter dem Namen „Elversberg“ gebildet[3].

1899 wurde das Wasserwerk Spiesermühltal gebaut und 1902 das Gaswerk des Gasverbandes Spiesen-Elversberg.

Neueste Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg führten die Bestimmungen des Friedensvertrag von Versailles von 1919 dazu, dass Spiesen und Elversberg von 1920-1935 im Saargebiet lagen, das mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt wurde. 1935 erfolgte die Rückgliederung zum Deutschen Reich. 1922 schieden Spiesen und Elversberg aus der Bürgermeisterei Neunkirchen aus und bildeten eine eigene Bürgermeisterei (Amt). 1926 kam es zum Bau der Straßenbahnlinie Saarbrücken-Spiesen und zur elektrischen Stromversorgung der Gemeinde. Zum Bau einer weiteren Straßenbahnlinie (Neunkirchen–Spiesen) kam es 1927.[3]

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde der Adolf-Hitler-Turm gebaut (heute Galgenbergturm). Er ist das wichtigste Symbol des Ortes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen Spiesen und Elversberg zunächst in der französischen Besatzungszone, bevor die Orte 1946 bis Ende 1956 Teil des Saarprotektorats wurden.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 wurde das Amt Spiesen-Elversberg aufgelöst. Beide Verwaltungen wurden getrennt. 1969 begann der Bau des Rathauses in der Ortsmitte von Spiesen.

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1974 im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den bisher selbständigen Gemeinden Spiesen und Elversberg gebildet.[5]

Bei der ersten Direktwahl des Bürgermeisters 2004 wurde Reiner Pirrung (CDU) mit 58,9 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Spiesen

  • 1861: 0 etwa893 Einwohner
  • 1885:  etwa3171 Einwohner
  • 1961:  etwa6422 Einwohner[5]
  • 1970:  etwa6883 Einwohner[5]
  • 2007: etwa 6800 Einwohner

Elversberg

  • 1858: etwa 0600 Einwohner
  • 1885: etwa 3000 Einwohner
  • 1905: etwa 5000 Einwohner
  • 1961:  etwa9691 Einwohner[5]
  • 1970:  etwa9728 Einwohner[5]
  • 2007: etwa 7900 Einwohner

Religion[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche Herz Jesu in Elversberg

Die Klöster Wadgassen und Neumünster übten über das Gebiet im Mittelalter die kirchliche Gewalt aus.

In Spiesen-Elversberg besteht die katholische Pfarrei und Kirchengemeinde „St. Ludwig - Herz-Jesu Spiesen-Elversberg“[6]. Die zuvor eigenständigen Pfarreien und Kirchengemeinden „St. Ludwig“ (Spiesen) und „Herz-Jesu“ (Elversberg) wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 zu einer gemeinsamen zusammengeschlossen[7]. Sie liegt im Dekanat Neunkirchen, das zum Bistum Trier gehört[8].

Für die evangelischen Christen bestehen die „Evangelische Kirchengemeinde Elversberg-Spiesen-Heinitz“, die zum Kirchenkreis Saar-Ost der Rheinischen Landeskirche gehört[6][9], und die „Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Martin“, die Teil der Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche ist[6][10].

Darüber hinaus gibt es eine Neuapostolische Kirche und eine Evangelisch-Methodistische Kirchengemeinde[6].

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsvorsteher Spiesen[Bearbeiten]

1860–1874 Friedrich Wilhelm Hoppstädter
1875–1889 Mathias Raber
1890–1900 Gräber
1901–1920 Peter Kiefer
1921–1923 Bayer
1924–1926 Johannes Nikolaus Poth
1927–1929 Bayer
1929–1935 Ruffing
1935–1945 Otto Heinrichs
1946–1956 Nikolaus Noll
1956–1964 Herbert Recktenwald
1963–1973 Heinrich Kohler
1974–1989 Alois Kohler
1989–1994 Josef Hoffmann
1994–2004 Fritz Berwanger
2004– Thomas Thiel

Ortsvorsteher Elversberg[Bearbeiten]

1872–1873 Wilhelm Sondermann
1873–1901 Alexander Wittig
1901–1914 August Blümer
1914–1920 Moritz
1920–1926 Johannes Heidinger
1926–1933 Jakob Wallacher
1933–1935 Baptist Schmitt
1935–1945 Johann
1946–1955 Franz Becker
1956–1960 Johannes Haußler
1960–1962 Paul Schommer
1963–1973 Johann Blatt
1974–1994 Karl Friedrich Kausch
1994–2004 Norbert Welker
2004– Lothar Engelbreth

Amtsvorsteher Spiesen und Elversberg[Bearbeiten]

1922–1923 Nicola
1923–1945 Otto Heinrichs
1946–1947 Hermann Trittelvitz, SPD
1947–1952 Theodor Okon
1952–1963 Johann Blatt

Bürgermeister Spiesen-Elversberg[Bearbeiten]

1974–1984 Heinrich Kohler, CDU
1984–1994 Friedhelm Pfeifer, CDU
1994–2004 Karl Friedrich Kausch, SPD
2004– Reiner Pirrung, CDU

Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 23. Oktober 2011 konnte sich der amtierende Bürgermeister Reiner Pirrung mit 52,9 % der abgegebenen Stimmen gegen seinen Herausforderer Steffen-Werner Meyer (SPD) durchsetzen, auf den 47,1 % entfielen.[11]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 52,0 % (2004: 50,0 %)
 %
40
30
20
10
0
34,2 %
33,5 %
15,2 %
7,0 %
6,4 %
3,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+0,8 %p
-11,1 %p
+15,2 %p
+7,0 %p
-11,5 %p
-0,6 %p

Der Gemeinderat mit 33 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen[12]:

  34,2 %  (+0,8)   12 Sitze
  33,5 %  (−11,1)   11 Sitze
  15,2 %  (neu)   5 Sitze
  7,0 %  (neu)   2 Sitze
  6,4 %  (−11,5)   2 Sitze
  3,6 %  (−0,6)   1 Sitz

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

  • Spiesen: Thomas Thiel, CDU
  • Elversberg: Lothar Engelbreth, SPD

Wappen und Gemeindefarben[Bearbeiten]

Auf Antrag der Gemeinde vom 26. April 1976 an den Innenminister und nach Zustimmung des Landesarchivs vom 18. Mai 1976 erfolgte die Verleihung des neuen Gemeindewappens mit Urkunde vom 31. Mai 1976. Gleichzeitig wurden auch die Farben Rot und Gelb als Gemeindefarben verliehen.

Blasonierung

„In Rot eine goldene Spitze, belegt mit einem gekrönten roten Löwen, der in der rechten Pranke eine schwarze Grubenlampe mit silbernem Glas und roter Flamme hält; die Spitze beiderseits begleitet von je einem durchgehenden goldenen Kreuz. Das Wappen symbolisiert mit der Spitze den Ortsnamen.“[13]

Der rote Löwe im goldenen Feld war das Wappen der ersten Grafen von Saarbrücken, die in und um Spiesen ursprünglich einmal Grundherren waren. Die beiden Klöster Wadgassen und Neumünster, die sich später den Grundbesitz von Spiesen teilten, werden durch die beiden Kreuze symbolisiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Gänselieselbrunnen
  • Gänselieselbrunnen – Erbaut 1935 zum Gedenken an ein Mädchen, das die Einwohner im dreißigjährigen Krieg vor dem Hungertod bewahrt haben soll.
  • Galgenbergturm – Der als „Adolf-Hitler-Turm“ gebaute Turm wurde am 8. Juli 1939 eingeweiht.

Museen[Bearbeiten]

Heimatmuseum Spiesen
  • Heimatmuseum Spiesen – Das Heimatmuseum befindet sich Ecke Hauptstraße/Marktstraße und wurde 1998 im ältesten Haus der Gemeinde eingerichtet.
  • Heimatstube Elversberg – Die Heimatstube in Elversberg, befindet sich in der St. Ingberter Straße schräg gegenüber der Glück-Auf-Halle.

Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

  • Festhalle und Glückauf-Halle.
  • CFK – Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH

Sport[Bearbeiten]

Die Sportvereinigung 07 Elversberg, die in der 3. Fußball-Liga 2013/14 spielte, trägt ihre Heimspiele im Waldstadion Kaiserlinde aus. Außerdem spielen in Spiesen der SV Borussia 09 Spiesen (Landesliga Nordost) und in Elversberg die DJK Elversberg.

Der Billardclub 1921 Elversberg spielt in der Bundesliga.

Für den Breiten- und Wettkampfsport gibt es neben Freiluftsportplätzen auch zwei Sporthallen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Spiesen-Elversberg ist durch die Bundesstraße 41 (SaarbrückenBad Kreuznach) sowie durch die Bundesautobahn 8 an das überregionale Straßennetz angebunden.

Rundfunkanlagen[Bearbeiten]

Am 13. Dezember 2007 startete im Saarland das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T. Der Sender Spiesen, der als Antennenträger einen Ende 2007 auf der „Spieser Höhe“ errichteten freistehenden Stahlfachwerkturm verwendet, ging allerdings erst am 8. Februar 2008 in Betrieb.

Kanal/Pol. Gleichwellennetz (SFN) Multiplex DVB-T-Programme im Ensemble ERP
42 V Göttelborner Höhe, Riegelsberg-Schoksberg SR Das Erste, SR Fernsehen, arte, Phoenix 25 kW

Eigentümer und Betreiber des Sendeturms ist der Saarländische Rundfunk.

Siehe auch: Liste von Sendeanlagen im Saarland

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Grundschule, Erweiterte Realschule, Kindergarten, Volkshochschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Just Dillgardt (1889–1960), Politiker (NSDAP) und Oberbürgermeister von Essen
  • Leo Gottesleben (1909–1983), Politiker (CDU) und Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Fritz Schuster (1916–1988), Politiker (DPS, CDU), saarländischer Innenminister und Oberbürgermeister von Saarbrücken
  • Horst Claus Recktenwald (1920–1990), Professor für Volkswirtschaft in Nürnberg
  • Rudolf Malter (1937–1994), Philosoph und Professor in Mainz
  • Klaus Jürgen Herrmann (* 1947 in Elversberg), Historiker, Stadtarchivar von Schwäbisch Gmünd
  • Anne-Karin (* 1948), (eigentlich Anne-Karin Mayer), Schlagersängerin sowie Moderatorin bei Hörfunk und Fernsehen
  • Gerhard Bungert (* 1948 in Spiesen), Autor und Moderator beim Hörfunk
  • Alfred Louis (* 1949 in Elversberg), Professor für Angewandte Mathematik in Saarbrücken
  • Bernhard Pack (1964–1992), Dokumentarfilmer und Höhlentaucher

Sonstige[Bearbeiten]

  • Bernhard Trittelvitz (1878–1969), deutscher Arzt und Schriftsteller, lebte in Elversberg.
  • In den 1960er Jahren lebte Frank Farian in Elversberg. Bekannt wurde er durch die Musikgruppe „Franky und die Schatten“. Später gründete er die Pop-Gruppe Boney M. Diese probte in der heute einsturzgefährdeten „Flitcher-Stube“.
  • Jerzy Klempel, Handballspieler beim TV Spiesen.
  • Alexander Beyrodt, Rockmusiker, international erfolgreich, spielt mit Ian Gillan (Deep Purple), Steve Lukather (Toto), Lou Gramm (Foreigner) neben vielen anderen, hat über eine Million Alben weltweit verkauft und ist derzeit der erfolgreichste aktive saarländische Rockmusiker, in Elversberg aufgewachsen.
  • Wilfried Dietrich („der Kran von Schifferstadt“) deutscher Ringer, 1953/54 beim AC Spiesen[14], Olympiasieger 1960 in Rom und Weltmeister 1961 in Yokohama.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spiesen-Elversberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2013 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu)
  2. Die Geschichte der Gemeinde vor der urkundlichen Erwähnung Auf: www.saarland-lexikon.de, abgerufen am 3. Juli 2012.
  3. a b c d e f g h i j Zeittafel zur Geschichte von Spiesen-Elversberg Auf: www.spiesen-elversberg.info, abgerufen am 3. Juli 2012.
  4. Von den offiziellen Anfängen bis zum Dreißigjährigen Krieg Auf: www.saarland-lexikon.de, abgerufen am 3. Juli 2012.
  5. a b c d e  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 805.
  6. a b c d Kirchengemeinden Auf: www.spiesen-elversberg.info, abgerufen am 3. Juli 2012.
  7. Neue Pfarrei Auf: pgr-spiesen.jimdo.com, abgerufen am 3. Juli 2012.
  8. Pfarreien im Bistum, Dekanat Neunkirchen Auf: www.bistum-trier.de, abgerufen am 3. Juli 2012.
  9. Evangelische Kirchengemeinde Elversberg Auf: www.evks-data.de (Evangelisch im Saarland), abgerufen am 3. Juli 2012.
  10. Gemeinden der SELK, St. Martins-Kirche Auf: www.selk.de, abgerufen am 3. Juli 2012.
  11. Direktwahlen im Saarland (PDF; 406 kB).
  12. Wahlergebnis 2009 von der Landeswahlleiterin, Statistisches Amt Saarland.
  13. Spiesen-Elversberg: Das Gemeindewappen.
  14. http://www.rsv-spiesen-elversberg.de/html/body_ac_spiesen.html