Trausdorf an der Wulka

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Trausdorf an der Wulka
Wappen von Trausdorf an der Wulka
Trausdorf an der Wulka (Österreich)
Trausdorf an der Wulka
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 15,42 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 16° 33′ O47.81416666666716.558055555556151Koordinaten: 47° 48′ 51″ N, 16° 33′ 29″ O
Höhe: 151 m ü. A.
Einwohner: 1.969 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 128 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7061
Vorwahl: 02682 (ident mit Eisenstadt)
Gemeindekennziffer: 1 03 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
DDr. Stefan Laszlo Platz 3
7061 Trausdorf an der Wulka
Website: www.trausdorf-wulka.gv.at
Politik
Bürgermeister: Viktor Hergovich (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
13
7
1
13 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Trausdorf an der Wulka im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Breitenbrunn am Neusiedler See Donnerskirchen Großhöflein Hornstein Klingenbach Leithaprodersdorf Loretto Mörbisch am See Müllendorf Neufeld an der Leitha Oggau am Neusiedler See Oslip Purbach am Neusiedler See Sankt Margarethen im Burgenland Schützen am Gebirge Siegendorf Steinbrunn Stotzing Trausdorf an der Wulka Wimpassing an der Leitha Wulkaprodersdorf Zagersdorf Zillingtal Eisenstadt Rust BurgenlandLage der Gemeinde Trausdorf an der Wulka im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Trausdorf an der Wulka (kroatisch Trajštof) ist eine Gemeinde mit 1969 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Darázsfalu. Die Gemeinde zählt zum Siedlungsgebiet der burgenlandkroatischen Volksgruppe.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland am Fluss Wulka, nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Trausdorf an der Wulka ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Trausdorf dann in der Provinz Pannonia.

Der Ort wurde 1529 und 1532 von den Türken zerstört. Danach erfolgte eine Neubesiedlung durch Kroaten.

Trausdorf (rechts außen) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Trausdorf an der Wulka gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Darázsfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Im Jahr 1936 wurde durch das Bundesheer ein Flugplatz errichtet, der 1938 von der Wehrmacht übernommen und bis Kriegsende genutzt wurde. Anschließend wurde der Flugbetrieb eingestellt. Erst 1957 nahm der Union Sportflieger Club seinen Flugbetrieb auf dem für Klein- und Segelflugzeuge zugelassenen Flugplatz auf. Es gab zwei Landebahnen mit 1.100 und 800 Metern Länge. Dazu wurden Gründe der Urbarialgemeinde gepachtet. Es wurden Hangars und eine Nachtflugeinrichtung errichtet, wodurch der Flugbetrieb stieg. Auch ein Tower wurde errichtet. Durch die Lärmbelästigung wurde der Pachtvertrag nicht mehr verlängert. So kam es nach jahrelangem Rechtsstreit 1994 zur kompletten Schließung des Platzes.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Infrastruktur[Bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Trausdorf wurde im Jahre 1889 gegründet. Bereits bei der Gründung besaß die Freiwillige Feuerwehr eine eigene Handdruckspritze. Diese wurde im alten Spritzenhaus, welches sich in der Oberen Hauptstraße befand, untergebracht.

Im Jahre 1968 wurde in der Magdalenagasse ein neues Feuerwehrhaus errichtet und das alte Spritzenhaus 1975 abgerissen.

Das erste Tanklöschfahrzeug wurde 1977 mit Unterstützung der Gemeinde und der Landesregierung angekauft. Später erhielt die Feuerwehr ein Kleinlöschfahrzeug. Da das Feuerwehrhaus einerseits zu klein und andererseits nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entsprach, wurde im Jahre 1993 das alte abgerissen und am selben Standort ein neues Feuerwehrhaus gebaut.

Zuletzt wurden ein neues modernes Tanklöschfahrzeug sowie ein Kleinlöschfahrzeug angeschafft, sodass die Ausstattung der Feuerwehr dem neuesten technischen Stand entspricht. Die Feuerwehr Trausdorf besitzt einen Hydraulischer Rettungssatz, welcher bei der Befreiung von eingeklemmten Fahrzeuginsassen in Unfallwracks eingesetzt wird. Die Feuerwehr ist außerdem mit sechs Atemschutzgeräten ausgestattet.

Die Feuerwehr stellt jedes Jahr einige Brandsicherheitswachen bei den Seefestspielen in Mörbisch und bei den Opernfestspielen in St. Margarethen.

Nach dem Rücktritt des Kommandanten OBI. Gerhard Schoretits, übernahm OBI. Anton Filipich mit Beginn des Jahres 2005 die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Trausdorf.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Viktor Hergovich von der SPÖ.

Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 13, ÖVP 7, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen (PULT) 1 Mandat.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Im roten Schild auf einem Sockel, der die Jahreszahl 1546 trägt, ein Blumentopf, aus dem ein Ast mit drei Rosen hervorwächst.

Das Wappen wurde am 7. Mai 1996 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche Trausdorf
  • Ortsbild: Trausdorf an der Wulka ist ein typischer Weinbauort, dessen Ortsbild durch alte Häuser mit weißen Giebelfassaden und Buschenschanken geprägt ist.
  • Pfarrkirche Trausdorf: Die Pfarrkirche von Trausdorf ist ein 1767 errichtetes Rokoko-Bauwerk mit einer Mariensäule aus dem Jahr 1642 und einem neobarocken Hochaltar aus dem Jahr 1897.
  • Pestsäule: errichtet 1680
  • Dreifaltigkeitssäule: errichtet 1838
  • Sühnekreuz:
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Trausdorf an der Wulka

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ralf Egger (* 1938), Maler, lebte von 1971 bis 2007 in Trausdorf
  • Helmut Gekle (* 1959), Autor, lebt seit 2006 in Trausdorf
  • Robert Hergovich (* 1976), Politiker, Gemeindevorstand in Trausdorf
  • Barbara Karlich (* 1969), Fernsehmoderatorin, Journalistin und Publizistin, wuchs in Trausdorf auf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trausdorf an der Wulka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien