Werner Faymann
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Werner Faymann (* 4. Mai 1960 in Wien) ist ein österreichischer Politiker und seit 11. Jänner 2007 Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie in der Regierung von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Darüber hinaus ist Faymann geschäftsführender Bundesparteivorsitzender der SPÖ sowie designierter Spitzenkandidat für die Nationalratswahl 2008. Die offizielle Wahl erfolgt am Bundesparteitag am 8. August 2008.
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[Bearbeiten] Leben
Während seiner Schulzeit an einem Bundesrealgymnasium in Wien XV trat Faymann der Sozialistischen Jugend, der Jugendorganisation der SPÖ, bei. Nach seiner Matura und absolviertem Militärdienst wurde er 1981 Landesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Wien.
Von 1985-1988 studierte er vier Semester Rechtswissenschaften und arbeitete als Konsulent der Zentralsparkasse. Faymann war von 1985-1994 Mitglied des Wiener Landtages und Gemeinderates.
Von 1988 bis 1994 war er Geschäftsführer und Landesvorsitzender der Wiener Mietervereinigung. 1994 wurde Faymann amtsführender Stadtrat für Wohnbau und Stadterneuerung, Präsident des Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds (WBSF) und Vizepräsident des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF). Ab 1996 war er amtsführender Stadtrat von Wien für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung. Seit Jänner 2007 bekleidet er das Amt des Infrastrukturministers. Am 16. Juni 2008 wurde er zum geschäftsführenden Vorsitzenden der SPÖ bestellt und soll auf dem nächsten Parteitag in dieser Funktion Kanzler Alfred Gusenbauer nachfolgen. Nach der Aufkündigung der SPÖ-ÖVP-Koalition durch Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) am 7. Juli 2008 wurde Faymann von der SPÖ zum Spitzenkandidat für die Neuwahl des Nationalrates designiert.
Faymann ist seit 2001 mit der Wiener Landtagsabgeordneten Martina Ludwig-Faymann verheiratet und hat zwei Töchter, aus erster Ehe die 17-jährige Martina, aus der bestehenden Ehe die fünfjährige Flora. Er wohnt in Wien-Liesing. Jedes Jahr verbringt der begeisterte Fisch- und Spaghettikoch einen Urlaub in Venedig, wo er auch seine Gattin Martina geheiratet hat.[1]
[Bearbeiten] Beziehungen zu Medienunternehmern
Mit Hans Dichand, dem Herausgeber der Tageszeitung Kronen Zeitung, verbindet Faymann eine langjährige Freundschaft. Der in Medienberichten aufgetauchten Behauptung, er würde Dichand „Onkel Hans“ nennen[2], widersprach Faymann und bezeichnete dies als "Unsinn". Er gab an, Dichand zu kennen, seit er 25 gewesen sei, und zu ihm ein gutes Verhältnis zu haben.[3]. Während Faymanns Zeit als Wiener Wohnbaustadtrat unternahm er gemeinsam mit Dichand Städtereisen und schrieb für die Kronen Zeitung eine Kolumne unter dem Titel Der direkte Draht zum Stadtrat.[4][5]. In der Kronen Zeitung wurde auch jener an Dichand adressierte Brief Faymanns und Gusenbauers veröffentlicht, in dem sie die Änderung der Parteilinie in Europafragen sowie Volksabstimmungen über zukünftige EU-Verträge ankündigten[6], der wenige Tage vor der Aufkündigung der Koalitionsregierung durch die ÖVP für Aufregung sorgte[7].
Der ehemalige Pressesprecher Faymanns, Wolfgang Jansky, ist Geschäftsführer der Gratiszeitung Heute, die von Eva Dichand herausgegeben wird, der Schwiegertochter Hans Dichands. Jansky ist mit SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures liiert.[8]
Seit Jugendtagen ist Faymann mit Wolfgang Fellner befreundet, dem Herausgeber der Tageszeitung Österreich.[4]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Österreich vom 13. Juli 2008
- ↑ Erna Lackner/Frankfurter Allgemeine Zeitung: Mediokratie in Österreich: Der Onkel Hans, der kann's, 1. Juli 2008
- ↑ Michael Völker/Der Standard: "Ich sage nicht Onkel Hans zu ihm", 12. Juli 2008
- ↑ a b Saskia Jungnikl/Datum (Nr. 06/2008, S. 16f): Der Minister ohne Eigenschaften (Auszug des Artikels)
- ↑ Die Welt: Freundlich, aber glatt: Werner Faymann, neuer SPÖ-Kandidat, 9. Juli 2008
- ↑ Kurier: EU-Vertrag: Der SPÖ-Brief im Wortlaut, Juli 2008
- ↑ Eva Linsinger/Stern: Der Knieschuss von Wien, 8. Juli 2008
- ↑ Der Standard: Porträt: Kronprinz will Kanzler werden, 8. Juli 2008
[Bearbeiten] Weblinks
- Biografie, Kontaktangaben und Debattenbeiträge ab 1996 von Werner Faymann im österreichischen Parlament
Adolf Schärf | Bruno Pittermann | Bruno Kreisky | Fred Sinowatz | Franz Vranitzky | Viktor Klima | Alfred Gusenbauer | Werner Faymann (designiert)
Alfred Gusenbauer | Wilhelm Molterer | Ursula Plassnik | Heidrun Silhavy | Andrea Kdolsky | Maria Berger | Norbert Darabos | Josef Pröll | Erwin Buchinger | Claudia Schmied | Werner Faymann | Martin Bartenstein | Johannes Hahn | Maria Fekter
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Faymann, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1960 |
| GEBURTSORT | Wien |

