Werneuchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werneuchen
Werneuchen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Werneuchen hervorgehoben
52.63305555555613.73305555555675Koordinaten: 52° 38′ N, 13° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Höhe: 75 m ü. NN
Fläche: 116,34 km²
Einwohner:

7.920 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16356
Vorwahl: 033398
Kfz-Kennzeichen: BAR
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 280
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 5
16356 Werneuchen
Webpräsenz: www.stadt-werneuchen.de
Bürgermeister: Burkhard Horn (Die Linke)
Lage der Stadt Werneuchen im Landkreis Barnim
Ahrensfelde Althüttendorf Bernau bei Berlin Biesenthal Breydin Britz (bei Eberswalde) Chorin Eberswalde Friedrichswalde Hohenfinow Joachimsthal Liepe Lunow-Stolzenhagen Marienwerder Melchow Niederfinow Oderberg Panketal Parsteinsee Rüdnitz Schorfheide Sydower Fließ Wandlitz Werneuchen Ziethen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Werneuchen ist eine östlich von Berlin gelegene Stadt im Bundesland Brandenburg, Landkreis Barnim. Die nächsten Mittelzentren sind Bernau und Strausberg. Als Stadt im „engeren Verflechtungsraum“ gehört das Grundzentrum Werneuchen zur Europäischen Metropolregion Berlin/Brandenburg. Werneuchen liegt im Regionalpark Barnimer Feldmark.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Werneuchen liegt auf dem Barnim, einem Höhenzug zwischen Berlin und Eberswalde.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Werneuchen sind:

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Die Stadt gliedert sich in die Ortsteile:

[Bearbeiten] Geschichte

Werneuchen wurde 1247 erstmals urkundlich erwähnt. Obwohl mit Stadtrecht versehen, hatte der Ort nie überregionale Bedeutung. Theodor Fontane beschreibt ihn in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg.

Durch den Bau der Eisenbahnverbindung Berlin-Wriezen, der Wriezener Bahn, deren Führung über Werneuchen durch einen lokalen Verein wesentlich gefördert wurde (Eröffnung 1898), verbesserte sich die Verkehrsanbindung Werneuchens erstmals erheblich. Unverändert ist die Regionalbahnverbindung mit Berlin eine wichtige Ergänzung der bei Ahrensfelde endenden Berliner S-Bahn. Dies führte jedoch weder zu einer großmaßstäblichen Industrialisierung, noch kam es zu einer auf Berlin bezogenen Suburbanisierung.

Werneuchen wird Garnison: Schlüsselübergabe 1937

Ab 1937 gewinnt Werneuchen neue Bedeutung als Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe (Jagdfliegerschule 1). Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Flugplatz Werneuchen als Militärflugplatz der sowjetischen Garnison erheblich ausgebaut und von der Westgruppe der Truppen der Sowjetarmee (GSSD/WGT) durch ein Jagdbomberregiment der 16. Luftarmee bis zu deren Abzug 1993 militärisch genutzt (heute Sportflugplatz).

In Weesow befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum August 1945 das sowjetische Speziallager Nr. 7, ein Internierungslager, es wurde nach Sachsenhausen verlegt.

Werneuchen gehörte bis zum 28. April 1950 zum Landkreis Oberbarnim, kam dann zunächst zum Landkreis Niederbarnim und am 25. Juli 1952 zum Kreis Bernau. Am 5. März 1993 wurde der heutige Landkreis Barnim geschaffen.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Weesow wurde am 31. Dezember 2001 eingemeindet.[2] Durch Gesetz wurde am 26. Oktober 2003 das Amt Werneuchen aufgelöst. Die ehemals amtsangehörigen Gemeinden wurden Ortsteile der Stadt Werneuchen.[3] Vier Ortsteile klagen vor dem Landesverfassungsgericht des Landes Brandenburg erfolglos gegen diese Entscheidung.

Die Stadt besteht nunmehr aus den Ortsteilen Stadt Werneuchen, Tiefensee, Hirschfelde, Seefeld-Löhme, Krummensee, Weesow, Schönfeld und Willmersdorf.

[Bearbeiten] Politik

In der Stadtverordnetenversammlung sind folgende Parteien und Wählergruppen vertreten:

(Stand: Kommunalwahl vom 28. September 2008)[4]

[Bearbeiten] Wappen

Wappen von Werneuchen

Das Wappen wurde am 10. August 2001 genehmigt.

Blasonierung: „Unter grünem Schildhaupt, belegt mit einem silbernen Doppelsturzsparren, in Silber auf grünem Boden eine gründe Linde.“[5]

Die Linde im Wappen Werneuchens geht auf ein Siegel aus dem Jahr 1670 zurück. Als Baumart setzte sich im 19. Jahrhundert die Eiche durch. Im Jahr 2000 wurde durch das Landeshauptarchiv von Brandenburg das Führen des Wappens vorläufig untersagt, da ein einzelner Baum kein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Wappen darstelle. Bis zur endgültigen Klärung führt die Stadt aus rechtlichen Gründen ein neu entworfenes Wappen.

Das heutige Wappen mit dem oben angefügten „Doppelsturzsparren“ in Silber auf grünem Grund, der in seiner Form an den Anfangsbuchstaben des Stadtnamens erinnert, entstammt der Gestaltung des Erfurter Heraldikers Frank Diemar.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Werneuchen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

[Bearbeiten] Bauwerke

Dorfkirche Seefeld

[Bearbeiten] Geschichtsdenkmale

[Bearbeiten] Parks

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die ehemalige Ackerbürgerstadt Werneuchen ist im Gemeindegebiet noch stark von Land- und Forstwirtschaft geprägt. An der Grenze zu Märkisch-Oderland dominiert der Obstanbau. Die Stadt selbst verfügt über zahlreiche kleinere, vornehmlich handwerkliche Betriebe, aber auch größere Unternehmen beispielsweise der Nahrungsmittelindustrie. Sie hält gemeinsam mit der BBG Brandenburgische Boden GmbH mehrere Gewerbegebiete vor. Der ADAC betreibt in Werneuchen ein Fahrsicherheitszentrum. Im Norden, am Gamensee im Gamengrund stehen Naherholung, Freizeit und Tourismus im Vordergrund. Die romantische Landschaft lädt zum Wandern, Radfahren und Baden ein. Ein moderner Campingplatz in Tiefensee am Großen Gamensee bietet Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Discounter-Firma Aldi-Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen im Werneuchener Ortsteil Seefeld ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Die Stadtverwaltung Werneuchen beschäftigt mit nachgeordneten Einrichtungen ca. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

[Bearbeiten] Verkehr

Chausseehaus an der B 158 in Werftpfuhl (seit 2010 abgerissen)

[Bearbeiten] Bildung

Für seine Einwohner hält Werneuchen folgende Bildungseinrichtungen vor:

[Bearbeiten] Schulen

  • Grundschule Am Rosenpark
  • Oberschule Europaschule

[Bearbeiten] Kitas

  • Kita „Sonnenschein“ Werneuchen
  • Kita Schönfeld
  • Kita „Wirbelwind“ Seefeld

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen:

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Werneuchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. statistik-berlin-brandenburg.de (PDF) Seite 16
  5. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  6. siehe Theodor Fontane, Vor dem Sturm, Band I Kapitel 15 zum Verhältnis der Dichterschule im Niederbarnim und der im Land Lebus in Ziebingen um Ludwig Tieck
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