Werpeloh

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Werpeloh
Werpeloh
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Werpeloh hervorgehoben
52.8833333333337.550Koordinaten: 52° 53′ N, 7° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Sögel
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 35,34 km²
Einwohner: 1038 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49751
Vorwahl: 05952
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 058
Bürgermeister: Johann Geerswilken (CDU)
Lage der Gemeinde Werpeloh im Landkreis Emsland
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Über dieses Bild

Werpeloh ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Sögel im Landkreis Emsland in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Werpeloh liegt in der Mitte des Hümmling, einer waldreichen Geestlandschaft im Emsland, deren markanteste Erhebung mit 73 m ü. NN der östlich der Ortschaft gelegenen Windberg ist.

Bei Werpeloh befindet sich der Zeltplatz "Windberg".

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Neubörger in der Samtgemeinde Dörpen, im Nordosten die Gemeinde Börger, im Osten die Gemeinde Spahnharrenstätte, im Süden die Gemeinde Sögel und im Westen die Gemeinde Renkenberge in der Samtgemeinde Lathen, sowie die Gemeinde Wippingen in der Samtgemeinde Dörpen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Umland ist durch zahlreiche megalithische Relikte der Trichterbecherkultur, die Ganggräber (Steenhus) und die Anlagen Werpeloh II und III, sowie die Nr. 825 und 826 nach Sprockhoff gekennzeichnet. Der Ort wurde zum ersten Mal im Jahre 854 in den Unterlagen des Klosters Corvey erwähnt. Er wurde in den Anfangsjahren auch als Wedropla bezeichnet. Heute gehört der westlich des Windbergs gelegene Ort zum Landkreis Emsland.

Der Ort hat heute ca. 1100 Einwohner und ist eher von der Landwirtschaft geprägt, es gibt aber auch Betriebe aus dem verarbeitenden und produzierenden Gewerbe.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 11 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl vom 11. September 2011 gehören ihm 2 Parteien bzw. Gruppen an.[2]

  • CDU - 9 Sitze
  • Werpeloher Liste (WL) - 2 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Als Attraktionen des Ortes sind das Batak-Haus, der Steinkreis und die Skulpturen, welche von dem ehemaligen katholischen Pfarrer der Gemeinde entworfen wurden, zu nennen. Bei dem Batak-Haus handelt es sich um eine originalgetreue Nachbildung eines Hauses von der Insel Sumatra. Dieses Haus wird als Brücke zwischen den Kulturen und als Missionsmuseum genutzt.

Im Gemeindegebiet finden sich mehrere Großsteingräber (Megalithgräber).

Sport[Bearbeiten]

In Werpeloh gibt es den Sportverein Werpeloh e.V. Hier wird vor allem Fußball angeboten - von Minikicker bis Alte Herren. Die 1. Herrenmannschaft spielt derzeit in der 2. Kreisklasse Nord, in welche sie in der Saison 2004/05 aufgestiegen ist. Auch wird Volleyball, Reiten (mit eigenem Reitplatz), Laufen, Leichtathletik, Gymnastik und Tischtennis angeboten, zudem gibt es in Werpeloh eine Tanzgruppe.

Musik[Bearbeiten]

Mit einer großen Mitgliederzahl, herausragender Nachwuchsarbeit und umfangreichem Repertoire für viele festlichen Anlässe, leistet der Musikverein Werpeloh 1924 e.V. einen wichtigen Beitrag zum Miteinander in der Gemeinde. Die Hauptkapelle besteht aus ca. 70 aktiven Mitgliedern, zudem unterhält der Verein noch eine Jugendband.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück - Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling - Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels - Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth , Heinrich Dünheuft - Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) - Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. www.soegel.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werpeloh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien