Rastdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rastdorf
Rastdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rastdorf hervorgehoben
52.9122222222227.708888888888935Koordinaten: 52° 55′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Werlte
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner: 1014 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26901
Vorwahl: 05956
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 042
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Sportplatz 1
26901 Rastdorf
Webpräsenz: www.rastdorf.de
Bürgermeister: Hans Flüteotte (CDU)
Lage der Gemeinde Rastdorf im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
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Rastdorf ist eine Gemeinde und Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Werlte im Nordosten des Landkreises Emsland im westlichen Niedersachsen (Deutschland).

Die Gemeinde, die sich auf rund 26.33 km² Fläche erstreckt, hat 1000 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Rastdorf liegt im nordöstlichen Teil der Geestlandschaft des Hümmling im Emsland. Die nächstgelegene Stadt, etwa 16 km nördlich ist Friesoythe, 24 km östlich liegt Cloppenburg, 28 km nordwestlich Papenburg, 31 km südlich Haselünne und 37 km südwestlich die Kreisstadt Meppen. Höchste Erhebung bei Ratsdorf ist der Queckenberg mit 35 m. NN.

Ortsbild[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte unterscheidet sich der Ort in seiner Siedlungsstruktur stark von den anderen Dörfern der Umgebung. Während der Hümmling sonst von Haufendörfern mit erkennbaren Ortsrändern geprägt ist, hat Rastdorf den Charakter eines Straßendorfes mit langen, geraden Erschließungsstraßen, wie diese sonst eher im Emsland westlich der Ems und in Ostfriesland vorkommen, jedoch ohne die dort typischen Kanäle.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Hilkenbrook in der Samtgemeinde Nordhümmling, im Osten die Stadt Friesoythe im Landkreis Cloppenburg und die Gemeinde Vrees, im Süden die Gemeinde Werlte und im Westen die Gemeinden Spahnharrenstätte und Lorup.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde geht auf die im Jahre 1833 gegründete, zunächst aus drei Häusern bestehende „Kolonie Rastdorf“ zurück.

Zu Beginn der 1940er Jahre wurde der Kruppsche Schießplatz Meppen erweitert, es war daher notwendig, einige Siedlungsstellen aufzugeben. Ihre Bewohner wurden zwangsweise umgesiedelt. Unter anderem wurde die gesamte Ortschaft Wahn dem Erdboden gleichgemacht. Viele der Vertriebenen aus Wahn wurden in Rastdorf angesiedelt. Auch aus anderen Orten, die nicht komplett dem Schießplatz weichen mussten, wurden Bewohner vertrieben und in Rastdorf angesiedelt. Diese kamen aus Emmeln, Tinnen, Sprakel und Apeldorn.

Im Jahr 1941 war die Umsiedlung überwiegend abgeschlossen. Dieses Jahr wird allgemein als Entstehungsjahr des Dorfes Rastdorf angesehen. Am 1. November 1943 erhielt Rastdorf per Gesetz ein eigenes Ortsrecht und wurde selbständige Gemeinde. Seit der niedersächsischen Gemeindereform, die am 1. Januar 1973 im Altkreis Aschendorf-Hümmling in Kraft trat, gehört Rastdorf zur Samtgemeinde Werlte.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 11 gewählte Mitglieder. Ihm gehören als Ergebnis der Kommunalwahl vom 11. September 2011 drei Parteien an.[2]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2016 statt.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen, Rastdorf

Das Wappen der Gemeinde Rastdorf beschreibt die Herkunft der Siedler, die sich zu einer neuen Gemeinde zusammengefunden haben; es verdeutlicht jedoch auch den Mut und den Willen zum Erfolg in der neuen Heimat.

Die acht Ähren, zu einer Garbe zusammengebunden, weisen auf die acht Gemeinden hin, aus denen die ersten Siedler nach Rastdorf kamen. So wie die Ähren zur Garbe gebunden wurden, bilden diese Siedler eine neue Gemeinde. Die Ähren stehen aber gleichzeitig für den Erfolg in der neuen Heimat. Das Steindenkmal im unteren Teil des Wappens ist dem Rastdorfer Heimatstein nachgebildet, der zur Erinnerung an die Kolonie Rastdorf und der Bildung der neuen Gemeinde aufgestellt worden ist. Die Farben Rot und Gold drücken die Verbundenheit mit den anderen vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Werlte aus, auf deren Wappen ebenfalls diese Farben vorhanden sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Aloys Wobben, geb. 1952 in Rastdorf, Ingenieur und Windenergie-Pionier

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück - Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling - Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels - Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth , Heinrich Dünheuft - Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) - Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. www.werlte.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rastdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien