Wippingen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Wippingen im Emsland. Für weitere Orte mit diesem Namen siehe Wippingen (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wippingen
Wippingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wippingen hervorgehoben
52.9247222222227.406666666666714Koordinaten: 52° 55′ N, 7° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Dörpen
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 16,54 km²
Einwohner: 929 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26892
Vorwahl: 04966
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 060
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 25
26892 Dörpen
Webpräsenz: www.hallo-wippingen.de
Bürgermeister: Hermann Gerdes (CDU)
Lage der Gemeinde Wippingen im Landkreis Emsland
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Wippingen ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Dörpen im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

Die Gemeinde, die sich auf 16,54 km² Fläche erstreckt, hat 881 Einwohner. Sie ist landwirtschaftlich geprägt, viele Einwohner sind als Pendler in der Industrie sowie im Dienstleistungssektor beschäftigt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wippingen liegt im nordwestlichen Teil des Emslands etwa 10 km nordwestlich der Geesthügel des Hümmling. Die Gemeinde befindet sich etwa 7 km östlich der Ems, rund 17 km südlich von Papenburg und rund 25 km nördlich von Meppen.

Durch den Nordteil des Gemeindegebiets verläuft die Nordschleife der Transrapid-Versuchsanlage Emsland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wippingen besteht aus dem gleichnamigen Kernort und Strotburg, ihrem kleinen nördlichen Ortsteil.

Geologie und Landschaftsbild[Bearbeiten]

Das flächenmäßig ebene Gemeindegebiet besteht teils aus eiszeitlichen Sandböden, teils aus kultiviertem Moor, das über die Fließgewässer Wippinger Dever und Haar-Dever (an der Grenze zu Neubörger im Nordosten) entwässert wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinden Dörpen und Neubörger, im Osten die Gemeinden Börger und Werpeloh in der Samtgemeinde Sögel, im Süden die Gemeinde Renkenberge in der Samtgemeinde Lathen und im Westen die Gemeinde Kluse.

Namensherkunft[Bearbeiten]

ing, ingen bedeutet: herkommend, abstammend von ...‚ scheint aber auch für Häusergruppen verwendet zu sein. Wippingen wohl von Wübbe, Kosename für Willibald, was sich auch in Süddeutschland und der Schweiz findet.

Geschichte[Bearbeiten]

Wippingen wird erstmals 1534 im Pflugschatzungs-Register als burschop tor Wyppinge genannt (Wippingen West); im gleichen Jahr werden zwei Höfe tor wyppinge in den Renten- und Erbschatzungslisten des Emslandes unter „Hymelingen Werplo Burschop“ (wörtlich: „Hümmling, Bauernschaft Werpeloh“, dem nächstgelegenen Dorf) aufgeführt (Wippingen Ost). Die damals bestehende und vermutlich weit ältere Zweiteilung des Siedlungsgebiets mit der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Gerichts- und Amtsbezirken bzw. Kirchspielen sowie – später – Landkreisen blieb über Jahrhunderte bestehen. Erst zum 1. Oktober 1939 wurde die heutige Gemeinde Wippingen als Verwaltungseinheit des damaligen Landkreises Aschendorf-Hümmling (1932 bis 1977) gegründet.

Kirchspiel[Bearbeiten]

Kirchlich gehörte Wippingen West zur Pfarrei Steinbild, Wippingen Ost zum Kirchspiel Sögel. Am 1. April 1911 wurde die Kapellengemeinde zur Kuratie erhoben. Karl der Große als Patron der 1843 erbauten Kirche wurde 1952 vom hl. Bartholomäus abgelöst.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wippingen setzt sich aus 9 Ratsfrauen und -herren zusammen. Ihm gehören nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 zwei Parteien an.[2]

  • CDU – 8 Sitze
  • SPD – 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeister Hermann Gerdes (CDU) wurde am 16. November 2006 einstimmig gewählt. Er löste Hermann Hackmann (CDU) nach zehnjähriger Tätigkeit ab.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen,Wippingen

In Rot ein goldenes schräggestelltes Windmühlen-Flügelkreuz, bewinkelt oben von einem goldenen gleicharmigen Kreuz, unten von einer goldenen Ähre (Entwurf und Ausführung: Dr. Ulf-Dietrich Korn, Münster, 1998).

Die Pfarrkirche, hier vertreten durch ein einfaches Kreuz, und die Windmühle, dargestellt nur durch ihr charakteristisches Flügelkreuz, sind die wichtigsten Elemente des Wappens, ergänzt durch die Ähre als Sinnbild für die im Gemeindegebiet vorherrschende Landwirtschaft. Die Ähre verweist zudem auf die Zugehörigkeit zur Samtgemeinde Dörpen, die unter anderem eine Korngarbe im Wappen führt; eine einzelne Ähre steht entsprechend auch im Wappen der Gemeinde Dörpen.

Rot und Gold sind die Wappenfarben des alten Fürstbistum Münster, zu dessen Niederstift das Gemeindegebiet bis zum Ende des alten Reiches 1803 gehörte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schon die frühen Viehschatzungslisten (zum Beispiel von 1545) belegen einen hohen Viehbestand bei geringen Ackerflächen. Weide- und Hutewirtschaft mit Rindern bzw. Schafen waren und sind die vorherrschenden Betriebsformen, doch war im 19. Jahrhundert der Anteil an Getreideanbau immerhin so groß, dass zwischen 1860 und 1887 zwei Kornmühlen betrieben werden konnten.

Verkehr[Bearbeiten]

Drei Kilometer westlich von Wippingen führt die Bundesstraße 70 (PapenburgMeppen) vorbei.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Windmühle Wippingen

Zwei markante Bauten prägen den Ortskern: der 1896 erhöhte Turm der alten, 1977 durch einen Neubau ersetzten Pfarrkirche und die 1860 für eine Interessenten-Gemeinschaft aus beiden Ortsteilen errichtete Holländer-Durchfahrtsmühle. Sie war seit 1937 stillgelegt, ging 1979 in den Besitz der Gemeinde über und wurde nach der Restaurierung 1981 dem Heimat- und Verkehrsverein Aschendorf-Hümmling zur weiteren Nutzung und Instandhaltung übergeben.

Außerdem ist die Transrapid-Versuchsanlage Emsland sehenswert, deren Nordschleife durch den Nordteil des Gemeindegebiets verläuft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinrich Schniers (* 25. März 1880 in Wippingen; † 30. August 1942 im KZ Dachau), katholischer Geistlicher, Pfarrer in Leer, Opfer des Nationalsozialismus

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück – Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling – Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels – Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth , Heinrich Dünheuft – Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) – Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. www.doerpen.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wippingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien