Handrup

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Handrup
Handrup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Handrup hervorgehoben
52.5616666666677.576666666666728Koordinaten: 52° 34′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Lengerich
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 14,6 km²
Einwohner: 860 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49838
Vorwahlen: 05904, 05909
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Mittelstraße 15
49838 Lengerich
Webpräsenz: www.handrup-emsland.de
Bürgermeister: Josef Stockel (CDU)
Lage der Gemeinde Handrup im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
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Die Gemeinde Handrup ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lengerich im Landkreis Emsland in Niedersachsen .

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Handrup liegt ca. 20 km östlich der Ems, des Dortmund-Ems-Kanals und der Stadt Lingen. Der Ortsteil Stroot entwickelte sich in den letzten Jahren zum neuen Ortskern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Nordosten die Gemeinde Wettrup, im Osten die Gemeinde Bippen und die Stadt Fürstenau beides in der Samtgemeinde Fürstenau im Landkreis Osnabrück, im Süden die Gemeinde Andervenne in der Samtgemeinde Freren und im Westen die Gemeinde Lengerich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlentwicklung[Bearbeiten]

1880 1900 1925 1933 1939 1950
Handrup 652 705 763 856 726 1.006

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat neun gewählte Mitglieder. Ihm gehört als Ergebnis der Kommunalwahl vom 10. September 2006 eine Partei an.

  • CDU – 9 Sitze

Bürgermeister ab 1918[Bearbeiten]

  • 1918–1935 Heinrich Schomaker
  • 1935–1945 Josef Giese
  • 1945 Clemens Hesemann sen. MdB (nur für einige Tage, danach wurde er zum Landrat des Landkreises Lingen gewählt)
  • 1945–1976 Anton Triphaus
  • 1976–1991 Clemens Hesemann jun.
  • seit 1991 Josef Stockel

Sport[Bearbeiten]

SV Lengerich-Handrup[Bearbeiten]

Der Sportverein Lengerich-Handrup wurde 1946 gegründet und war lange Zeit der einzige Sportverein der Gemeinden Lengerich und Handrup. Nähere Informationen unter: Lengerich (Emsland)

VfL Handrup[Bearbeiten]

Der Verein für Leibesübungen Handrup wurde am 20. September 1958 ausschließlich von Geistlichen, Lehrern und Schülern des Herz-Jesu-Klosters in Handrup gegründet. Anfangs wurden die Sportarten Leichtathletik, Faustball und Ringtennis betrieben. Ab 1967 wurde dann auch Volleyball gespielt. Die Volleyballmannschaft des VfL Handrup war die erste Mannschaft des damaligen Landkreises Lingen, die an Punktspielen teilnahm. Später kamen dann noch die Sportarten Turnen, Tischtennis, Schwimmen und Judo dazu. Im Judo konnten in den 70er Jahren einige niedersächsische und norddeutsche Meisterschaften gewonnen werden.

Von 1973 bis 1976 nahm eine Jugendmannschaft am Punktspielbetrieb im Fußball teil, blieb aber erfolglos, so dass der Fußball dem SV Lengerich-Handrup überlassen wurde. Gegen Ende der 70er Jahre wurden die Aktivitäten des Vereins notgedrungen geringer, denn die Zahl der Internatsschüler nahm stetig ab. Zu dieser Zeit konnten dann auch Bewohner der umliegenden Gemeinden dem Verein beitreten. Da zuletzt kaum noch Schüler im Internat wohnten, schliefen die sportlichen Aktivitäten im Verein ganz ein. Der Verein blieb jedoch bestehen.

Nach Absprache mit dem damaligen Vereinsvorsitzenden wurde der VfL Handrup von der Klostergemeinschaft übernommen. Auf der ersten Generalversammlung am 4. März 1988 wurde von den Mitgliedern eine neue Satzung verabschiedet und ein neuer Vorstand gewählt. Der Verein war nun eigenständig und begann mit dem Aufbau einer Tennisabteilung.

Heute stellt der Tennis die Hauptsparte des VfL da. Außer Tennis betreibt der Verein heute noch ein Blasorchester, eine Damengymnastik-, eine Volleyball- und eine Jazz-Dance-Abteilung.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Um 800 v. Chr.: erste Ansiedlungen am Handruper Esch
  • Um 500 v. Chr. bis 400 n. Chr.: neue Ansiedlungen von Mitgliedern sächsischer Stämme
  • Um 100 v. Chr.: Entstehung der ersten Höfe in der Nähe der Esche
  • 890 n. Chr. 1. urkundliche Erwähnung im Heberegister des Klosters Werden/Ruhr, allerdings als Herst=Hersindrophe, was soviel heißt wie Pferdedorf
  • Um 950: Eingliederung in die Pfarrei Lengerich
  • 1619: Erste Vermessungen der Eschländereinen
  • 1812–1815: Sog. Franzosenzeit mit ständigen Requirierungen
  • 1818: Bau der Schule
  • 1863: Bau einer Lehrerwohnung
  • 1870: Beginn der Markenteilung
  • 1911: Verkoppelung der Eschländereinen
  • 1921–1923: Bau des Klosters
  • 1924: Bau der Kirche
  • 1931: Reichspräsidentenwahl, Ergebnis in Handrup: von Hindenburg 355, Hitler 11 Stimmen
  • 1936: Bau des Sportplatzes auf dem Mühlenberg
  • 1938: Flüchtlinge aus dem Sudetenland in Handrup
  • 1945: Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien in Handrup
  • 1955: Umbau der Schule
  • 1958: Gründung des VfL Handrup
  • 1963: Weihe der drei neuen Kirchenglocken
  • 1965: Flurbereinigung und Entwässerung, Gestaltung des Eckelschloots
  • 1968: 1. Umbau der Kirche
  • 1971: Gründung des Kindergartens für die Gemeinden Handrup und Wettrup
  • 1972: Orkanartiger Sturm mit schlimmen Schäden
  • 1974: Bildung der Samtgemeinde Lengerich aus den Gemeinden Bawinkel, Lengerich, Gersten, Handrup, Langen und Wettrup
  • 1976: 250 Jahre Schützenverein Handrup e. V.
  • 1982: Dorferneuerung in Handrup
  • 1984: Abschluss der Flurbereinigung und der Dorferneuerung mit einem großen Dorffest
  • 1987: „Eiskatastrophe“ in Handrup
  • 1988: „Neugründung“ des VfL Handrup
  • 1996: Neubau der Grundschule in der Nähe des Klosters
  • 2002: 2. Umbau der Kirche

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Handrup hat neben einer Grundschule ein Gymnasium. Das Gymnasium Leoninum in Handrup ist eine freie, staatlich anerkannte katholische Schule in der Trägerschaft der Herz-Jesu-Priester. Es versteht sich als ein altsprachliches und neusprachliches Gymnasium mit naturwissenschaftlichem Zweig. Gut 1400 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule in den Jahrgängen 5 bis 13, davon stammen zwei Drittel aus dem Landkreis Emsland und ein Drittel aus dem Landkreis Osnabrück. Am Leoninum arbeiten 100 Lehrerinnen und Lehrer sowie vier Patres, die der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester angehören.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück: Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft: Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber): Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Handrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien