Surwold

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Surwold
Surwold
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Surwold hervorgehoben
52.9722222222227.522222222222225Koordinaten: 52° 58′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Nordhümmling
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 54,89 km²
Einwohner: 4261 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26903
Vorwahl: 04965
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 051
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 75
26903 Surwold
Webpräsenz: www.surwold.de
Bürgermeisterin: Andrea Schmidt (CDU)
Lage der Gemeinde Surwold im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
Über dieses Bild

Surwold ist eine Gemeinde im äußersten Norden des Landkreises Emsland im westlichen Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Nordhümmling, deren Verwaltungssitz Esterwegen ist.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Ortsteile von Surwold liegen im Emsland am Nordrand des Hümmling südlich des Küstenkanals.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt Papenburg, im Norden die Gemeinde Rhauderfehn im Landkreis Leer, im Osten die Gemeinden Bockhorst, Esterwegen und Breddenberg, im Süden die Gemeinde Börger in der Samtgemeinde Sögel und im Westen die Gemeinden Neubörger, Dörpen und Neulehe in der Samtgemeinde Dörpen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Surwold besteht aus den beiden Ortsteilen

  • Börgerwald
  • Börgermoor

Börgerwald

Der südlich gelegene Ortsteil Börgerwald mit rd. 1.800 Einwohnern liegt am nördlichen Rande des hügeligen und waldreichen Hümmlings, 5–42 Meter über dem Meeresspiegel. Die Nutzung der Landschaft ist durch die Landwirtschaft geprägt. Bemerkenswert ist die "Serpentine" der L51 im Bereich der Grundschule, hier wird ein Höhenunterschied von rund 15 m überwunden, die Steigung der Straße beträgt rund 8 %.

Am Segelflugplatz in Börgerwald ist der Luftsportverein Papenburg am Steinberg zu Hause.

Weit über die regionalen Grenzen hinaus ist der Ortsteil durch den Kirchenchor St. Josef und die Blaskapelle Börgerwald bekannt[2]. Alljährlich zieht es zahlreiche Feierwillige am zweiten Juli-Wochenende zum berühmten Schützenfest nach Börgerwald. Ganz besonders am Montag wird ausgiebig der berüchtigte Frühschoppen mit der BKB gefeiert[3].

Börgermoor

Der nördliche Ortsteil Börgermoor grenzt an die Stadt Papenburg und hat einen Bade- und Angelsee und inlineskatergerechte Straßen, die sich aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens auch zum Radfahren mit kleineren Kinder eignen. Bekannt ist die Jugendhilfe Johannesburg, die seit 1914 besteht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung der Siedlungen geht auf das Jahr 1879 zurück. 1934 wurden beide Orte, bis dahin Teile der politischen Gemeinde Börger, zu einer selbstständigen Gemeinde zusammengefasst. Die neue Gemeinde erhielt den Namen Surwold nach dem Friesenkönig Surwold, einer Sagengestalt, die geschichtlich nicht nachgewiesen werden kann.

Während der Zeit des Nationalsozialismus lag in der Nähe von Börgermoor das KZ Börgermoor, eines der Emslandlager. Bekannt wurde es durch das Lied von den Moorsoldaten.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten]

Bürgermeisterin der Gemeinde ist Andrea Schmidt (CDU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Surwold setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Ihm gehören nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 drei Parteien an.

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2016 statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größte Arbeitgeber sind die Firma Husen Stahlhallenbau, die Firma Jansen Brandschutz-Tore GmbH & Co. KG , die Firma Eko-Dekor (Oberflächenveredelung) sowie die Firma Borchers (Garten- und Landschaftsbau). Eine große Rolle spielen immer noch die Torfabbaubetriebe und Erdenwerke.

Weiterhin ist die Johannesburg in Börgermoor zu nennen, wo etwa 300 Mitarbeiter über 600 Jugendliche und junge Erwachsene von der Grundschule bis zur Gesellenprüfung in über 37 Berufen begleiten. Die Johannesburg bietet zudem Wohnmöglichkeiten für die Jugendlichen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In beiden Ortsteilen gibt es eine katholische Kirche (St. Johannes der Täufer in Börgermoor und St. Josef in Börgerwald), in Börgermoor auch eine evangelische Kirche (Zur Gnade Christi). Surwold verfügt über zwei Kindergärten, zwei Grundschulen, eine Hauptschule und eine Realschule. Ärzte, Zahnarzt und Apotheke sind vor Ort. Es gibt in Börgerwald einen Supermarkt, in Börgermoor einen Discounter. Bäckereien, KFZ-Werkstätten und Tankstellen gibt es in beiden Ortsteilen. Alle wichtigen Handwerksbetriebe sind vor Ort, ebenso Banken mit Geldautomaten.

Der Ortsteil Börgermoor wird durch den von Osten nach Westen verlaufenden Küstenkanal getrennt. Es gibt einen Binnenhafen für Güterumschlag und einen Yachthafen mit eigenem Bootsclub.

Freizeit[Bearbeiten]

Eine Reihe von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung findet sich im Ortsteil Börgerwald. So verfügt dieser über die Freizeitanlage „Surwolds Wald“, in der sich ein Kletterparkour, eine Sommerrodelbahn und eine Minigolfanlage befinden. Für Kinder ist ein Kinderspielplatz und der Märchenwald vorhanden. Im Sommer 2011 eröffnete ein Campingplatz. Weiterhin gibt es einen Segelflugplatz und ein beheiztes Freibad.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück - Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling - Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels - Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth , Heinrich Dünheuft - Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber) - Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Blaskapelle Börgerwald
  3. Schützenverein Börgermoor e.V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Surwold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien