Wilfried Peffgen

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Wilfried Peffgen, 1979

Wilfried Peffgen (* 1. Oktober 1942 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Wilfried Peffgen probierte in seiner Jugend zunächst andere Sportarten wie Hand- und Fußball aus, bis er beim Radsport landete und schon als 16-jähriger Deutscher Straßenmeister der Junioren wurde. 1962 belegte er den vierten und 1964 den zweiten Platz bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der Amateure. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio wurde er Sechster im Straßenrennen und ein Jahr später Deutscher Straßenmeister. 1965 bestritt er zum zweitenmal die Tour de l’Avenir und sicherte sich den Sieg auf der ersten Etappe in Köln und somit das Gelbe Trikot. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1965 empfahl er sich mit dem siebenten Platz für eine Karriere im Profilager, die im Dezember 1965 beim Kölner Sechstagerennen begann.

Der Kölner fuhr 190 Sechstagerennen, die meisten davon mit seinem langjährigen Partner Albert Fritz. Dabei brachte er es auf 16 Siege, 41 zweite und 29 dritte Plätze. Seine größten Erfolge auf der Bahn hatte Peffgen jedoch als Steher. Dreimal - 1976, 1978 und 1980 - wurde er gemeinsam mit seinem langjährigen Schrittmacher Dieter Durst Weltmeister in dieser Disziplin und viermal Europameister.

Viermal startete Peffgen bei der Tour de France : 1967 in der deutschen Nationalmannschaft (ausgeschieden), 1969 im Salvarani-Team als Helfer von Rudi Altig (52. der Gesamtwertung), 1972 in der deutschen Rokado-Mannschaft (63.) und 1973 im Trikot des deutschen Profiteams Ha-Ro, als er wiederum Paris nicht erreichte. 1968 konnte er bei der Spanien-Rundfahrt einen Etappensieg erringen und sich bei der Deutschen Straßenmeisterschaft 1972 als Sieger ehren lassen. Bei der Straßenweltmeisterschaft 1972 fuhr er als 16. über den Zielstrich. Insgesamt gewann er als Profi neun Straßenrennen in Belgien, Spanien, Großbritannien, der Schweiz und in der Bundesrepublik, zuletzt 1981 in Göppingen. Ab 1974 fuhr er fast nur noch Steher- und Sechstagerennen und verabschiedete sich am 2. Januar 1983 als Aktiver bei den Kölner Six-Days mit einem zweiten Platz.

Heute betreibt Wilfried Peffgen in Köln ein Fahrradgeschäft und war zudem bis 2009 als Sportlicher Leiter des Dortmunder Sechstagerennens tätig.

Siege bei Sechstagerennen[Bearbeiten]

1972
Münster (mit Albert Fritz) und Zürich (mit Albert Fritz und Graeme Gilmore)
1973
Köln und Münster (mit Albert Fritz)
1976
Köln (mit Dieter Kemper), Herning, München und Zürich (mit Albert Fritz)
1977
Bremen (mit Albert Fritz)
1978
Köln, Bremen und Münster (mit Albert Fritz)
1979
Groningen (mit Rene Pijnen) und Münster (mit Albert Fritz)
1980
Antwerpen (mit Rene Pijnen und Roger de Vlaeminck)
1982
Köln (mit Albert Fritz)

Literatur[Bearbeiten]

  • Roger de Maertelaere: Mannen van de Nacht, Eeklo 2000, S. 233

Weblinks[Bearbeiten]