Șeitin

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Șeitin
Scheidin
Sajtény
Sajtin
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Șeitin (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 7′ N, 20° 50′ OKoordinaten: 46° 6′ 34″ N, 20° 50′ 20″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 66,04 km²
Einwohner: 2.936 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317315
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Șeitin
Bürgermeister: Totorean Mircea Sabin (PNL)
Postanschrift: Strada Revoluţiei Nr. 47
loc. Șeitin, jud. Arad, RO- 317315
Lage von Șeitin im Kreis Arad
Șeitin auf der Josephinischen Landaufnahme

Șeitin (deutsch: Scheidin, ungarisch: Sajtény, serbo-kroatisch: Sajtin) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Șeitin liegt im Westen des Kreises Arad, am rechten Maroschufer, in 45 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad. Bis zur ungarischen Grenze sind es 15 km auf der Nationalstraße 7 (Nădlac-Arad).[1]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nădlac Peregu Mare Pereg
Igriș Nachbargemeinden Semlac
Sânpetru Mare Periam Satu Mare

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Villa Sahtu stammt aus dem Jahr 1138 in einer Schenkungsurkunde des ungarischen Königs Béla II., der dem Kloster Dumis mehrere Hofgüter schenkte.

Eine Kirche wurde 1755 erstmals urkundlich von dem Arader Bischof Sinesie Jivanovici erwähnt. Unbekannt ist jedoch, wann die Kirche gebaut wurde. Belegt ist, dass 1772 der Bau einer neuen Kirche beantragt wurde, deren Bau 1789 beginnt, wobei die Ikonostase aus der alten Kirche in die neue verlegt wurde, bis 1871 Alexei Dusan und Dresce Vasile eine neue Ikonostase anfertigten. 1928 wurde die Kirche von Iulian Toader bemalt.[3]

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Sejtin eingetragen.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Sajtény.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Șeitin an das Königreich Rumänien fiel.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3993 3680 186 83 44
1910 4696 4246 234 59 157
1930 4539 4078 40 21 400
1977 2988 2754 7 1 226
1992 2713 2551 11 1 150
2002 2996 2807 28 4 157

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. virtualarad.net, Șeitin
  4. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002