Tauț

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Tauț
Tautz
Feltót, Taucz
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Tauț (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 17′ N, 21° 55′ OKoordinaten: 46° 17′ 25″ N, 21° 54′ 51″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 206,06 km²
Einwohner: 1.779 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317355
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Tauț, Minișel, Minișu de Sus und Nadăș
Bürgermeister: Lela Florin
Postanschrift: Str. Principală Nr. 613
loc. Tauț, jud. Arad, RO-317355
Website:
Lage von Tauț im Kreis Arad
Tauț auf der Josephinischen Landaufnahme

Tauț (deutsch: Tautz, ungarisch: Feltót, Taucz) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Tauț gehören auch die Dörfer Minișel, Minișu de Sus und Nadăș.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tauț liegt am Fuße des Zărand-Gebirges, in 55 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Măderat Șilindia Camna
Târnova Nachbargemeinden Minișu de Sus
Drauț Nadăș Minișel

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung von Feltoth stammt aus dem Jahr 1496.

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Taucz eingetragen.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Feltót.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Tauț an das Königreich Rumänien fiel.

Anhand von archäologischen Ausgrabungen, die 1999 begannen, wurden die Überreste einer mittelalterlichen Festung freigelegt. Die heutige Form erhielt das Dorf infolge der Systematisierung zur Zeit der Habsburgermonarchie. Die Ausgrabungen legten einen Gebäudekomplex rund um eine mittelalterliche Kirche frei. Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut. Ursprünglich handelte es sich um eine Kirche im romanischen Stil, die dann in einen gotischen Stil umgebaut wurde. Die Festung ist eine bedeutende touristische Attraktion,[3] ebenso der Stausee von Tauț. Dank umfangreicher Investitionen in den Bau von Ferienhäusern entstand am See ein ganzes Feriendorf.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 5742 5605 72 46 19
1910 7581 7190 353 28 10
1930 6848 6667 91 14 76
1977 3770 3721 9 - 40
1992 2489 2465 5 - 19
2002 2177 2149 5 - 23

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tauț – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. aradcityguide.ro, Die Ausgrabungsstätte Tăuți
  4. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002