Zerind

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Zerind
Nagyzerénd
Wappen von Zerind
Zerind (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 37′ N, 21° 31′ OKoordinaten: 46° 37′ 25″ N, 21° 31′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 61,39 km²
Einwohner: 1.320 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317420
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Zerind, Iermata Neagră
Bürgermeister: Alexandru Simandi (PNL)
Postanschrift: Str. Principală Nr. 1
loc. Zerind, jud. Arad, RO- 317420
Zerind auf der Josephinischen Landaufnahme

Zerind (ungarisch: Nagyzerénd) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Zerind gehört auch das Dorf Iermata Neagră.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zerind liegt im Norden des Kreises Arad, an der Grenze zum Kreis Bihor. Die Ortschaft erstreckt sich entlang des Crișul Negru, in 25 km Entfernung von Salonta und 12 km von Chișineu-Criș. [3]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iermata Neagră Avram Iancu Tămașda
Vărșand Nachbargemeinden Vânători
Pilu Chișineu-Criș Mișca

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Villa Zerind stammt aus dem Jahr 1169.

Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in den Zeitdokumenten auf: 1332–1337 "Villa Zelend", 1483 Zelend, 1512 Nagy Zelend, 1567–1579 Nagyzerinde, 1771 Nagyzerind, 1828 Nagyzerénd, 1851 Nagyzerind, 1913 Nagyzerind.[4]

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Nagy Zerend eingetragen.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Nagyzerénd.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Zerind an das Königreich Rumänien fiel.

Zerind war schon immer ein ungarisches Dorf. Hier gibt es heute noch eine reformierte Kirche, ein ungarischer Gesangsverein, ein ungarischer Literaturklub und eine ungarische Kunstgalerie, sowie Schulunterricht in ungarischer Sprache.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[5] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3172 141 3008 19 4
1910 4646 97 4530 10 9
1930 4703 544 3932 28 199
1977 2181 79 2074 1 27
1992 1679 58 1564 1 56
2002 1466 91 1347 1 27

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. primariazerind.ro, Bürgeramt Zerind
  4. a b primariazerind.ro, Geschichte von Zerind
  5. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002