Bârzava (Arad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bârzava
Bersowa
Marosborsa
Wappen von Bârzava (Arad)
Bârzava (Arad) (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 6′ N, 22° 0′ OKoordinaten: 46° 6′ 24″ N, 21° 59′ 40″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 256,43 km²
Einwohner: 2.707 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317030
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bârzava, Bătuța, Căpruța, Dumbrăvița, Groșii Noi, Lalașinț, Monoroștia und Slatina de Mureș
Bürgermeister: Faur Gabriel (PSD)
Postanschrift: Str. Principală Nr. 314
loc. Bârzava, jud. Arad, RO-317030
Website:
Lage von Bârzava im Kreis Arad
Straße in Berzova, Öl auf Leinwand, von László Paál
Bârzava auf der Josephinischen Landaufnahme

Bârzava (deutsch: Bersowa, ungarisch: Marosborsa) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Bârzava gehören auch die Dörfer Bătuța, Căpruța, Dumbrăvița, Groșii Noi, Lalașinț, Monoroștia und Slatina de Mureș.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bârzava liegt am Fuße des Zărand-Gebirges, an der Nationalstraße Drum național 7, in 61 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Covăsinț Minișel Slatina de Mureș
Conop Nachbargemeinden Groșii Noi
Belotinț Lalașinț Baia

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft Bozova stammt aus dem Jahr 1471. Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1471 Bozova, 1479 Nagbozwa, 1506, 1510 Berzova, 1508–1510 Alsoborza, 1519 Also Bozwa, 1650 Bosowa, 1808 Berzava, 1839 Berzova, 1858–1900 Berzova, 1909 Bârzava, Berzova, 1910 Marosborsa, 1913 Marosborsa, 1921 Bârzava, Marosborsa, 1925 Bârzava.[3]

Bis zum Ersten Österreichischen Türkenkrieg (1526) gehörte die Siedlung zum Königreich Ungarn und danach zum Osmanischen Reich (1526–1699).

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Bersowa eingetragen.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Marosborsa.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Bârzava an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 6955 6680 111 69 95
1910 7349 6923 326 69 31
1930 6069 5749 92 48 180
1977 3982 3887 18 6 71
1992 3279 3225 12 4 38
2002 3019 2959 12 5 43

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. arcanum.hu, Szabó M. Attila: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium
  4. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002