Gurahonț

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Gurahonț
Gurahonz
Gurahonc, Honctő
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Gurahonț (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 16′ N, 22° 21′ OKoordinaten: 46° 16′ 11″ N, 22° 20′ 31″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 170,91 km²
Einwohner: 3.973 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317145
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Gurahonț
Bürgermeister: Moțica Ana Lenuţa
Postanschrift: Str. Avram Iancu Nr. 29
loc. Gurahonț, jud. Arad, RO-317145
Website:
Lage von Gurahonț im Kreis Arad
Gurahonț auf der Josephinischen Landaufnahme

Gurahonț (deutsch: Gurahonz, ungarisch: Gurahonc, Honctő) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gurahonț liegt im Osten des Kreises Arad, in 100 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pescari Iosaș Gura Văii
Bonțești Nachbargemeinden Dumbrava
Mustești Brazii Budești

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft Hunc stammt aus dem Jahr 1386. Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1386 Hunc, 1439 Hunnczteu, 1441 Hontheu, 1464 Honczfalwa, 1518 Gurahoncz, 1574 Honcz, 1601 Gaura, 1697 Gura, 1784 Honcz, 1715 Gurahoncz, 1808 Gurahoncz, 1839, 1851 Gurahoncz, 1858, 1863 Gurahoncz, 1873, 1877 Gurahonc, 1881–1900 Gurahoncz, 1909 Gurahonţ, Gurahoncz, 1910 Honcztő, 1913 Honctő, Honctői, 1921 Gurahonţ, Honcztő, 1925 Gura-Honţ, 1932 Gurahonţ. [3]

Nach der Eroberung Timișoaras (1552) im Ersten Österreichischen Türkenkrieg zogen die Türken in Richtung Kreischgebiet. 1574 ist Bayezid als Gutsherr von Gurahoncz eingetragen. Im 17. Jahrhundert sind verschiedene ungarische Adelsfamilien, wie etwa die Familie Borosbeny, im Besitz des Gutes.[4]

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Gura Honcz eingetragen. Auf der Josephinischen Karte ist zu sehen, dass Gura Honcz am linken Ufer der Weißen Kreisch lag, während am rechten Ufer die Ortschaften Iosaș und Iosășel lagen. Heute ist Iosășel in Gurahonț einverleibt.[4]

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Gurahoncz.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Gurahonț an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[5] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 4842 4576 175 51 40
1910 6796 5741 942 89 24
1930 6100 5568 227 79 226
1977 5384 5296 52 20 16
1992 4895 4816 32 11 36
2002 4506 4399 15 5 87

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. arcanum.hu/hu, Szabó M. Attila: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium
  4. a b eutopiamall.com, Monografie Gurahonț
  5. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002