Peregu Mare

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Peregu Mare
Deutschpereg, Großpereg
Németpereg, Nagy Pereg
Wappen von Peregu Mare
Peregu Mare (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Gemeinde: Peregu Mare, Peregu Mic
Koordinaten: 46° 14′ N, 20° 54′ OKoordinaten: 46° 13′ 54″ N, 20° 54′ 29″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 32,89 km²
Einwohner: 1.625 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317240
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Emeric Kovacs (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 137
loc. Peregu Mare, jud. Timiș, RO-317240
Website:
Die Lage von Peregu Mare im Kreis Arad

Peregu Mare (deutsch Deutschpereg, Großpereg, ungarisch Németpereg, Nagy Pereg) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, Kreischgebiet, Rumänien. Zu der Gemeinde Peregu Mare gehört auch das Dorf Peregu Mic.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peregu Mare liegt im Kreis Arad, etwa ein Kilometer nördlich der rumänischen Autobahn A1 dicht an der Grenze zu Ungarn, in 38 Kilometer Entfernung zur Kreishauptstadt Arad.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungarn Ungarn Peregu Mic
Ungarn Nachbargemeinden Sederhat
Nădlac Semlac Pecica

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wurde 1241 erstmals urkundlich erwähnt. Der Wardeiner Erzdechan Rogerius erwähnte den Ort Perg in seinem Werk „Carmen miserabile“ anlässlich der Tatareneinfälle.[2]

Varianten der Ortsbezeichnung waren im Laufe der Jahre Mognu Villa Perg (1241), Perek (1320 und 1520), Nagy Pereg (1828–1851). Andere Schreibweisen des Namens waren Beregh, Perek, Füperek, Puszta Nagy-Beregh, Deutschpereg, Nemethpereg. Nach der Dreiteilung des Banats am 4. Juni 1920 infolge des Vertrags von Trianon fiel Großpereg an das Königreich Rumänien. Anfangs war Peregu German und dann Peregu Mare die amtliche Bezeichnung.[2]

Die Ansiedlung von Deutschen erfolgte 1852, als 189 Familien aus Nieder- und Oberösterreich angesiedelt wurden. 1864 kamen neue Familien aus Südmähren und aus der Tschaslauer Gegend in Böhmen hinzu.[2]

Bekannt war Großpereg für seine Pferdezucht. Deshalb wurde es auch „Klein-Mezöhegyes“, nach dem bekannten ungarischen Pferdegestüt, genannt. Sowohl die ungarische als auch die rumänische Armee kauften für ihre Kavallerie und Artillerie im Banat die Pferde in Großpereg ein.[2]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3174 2 2380 356 436
1910 3222 18 1944 588 672
1930 3131 63 1653 616 799
1977 2540 176 1353 344 667
1992 2058 320 1040 143 555
2002 1800 389 838 83 490

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peregu Mare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 2011
  2. a b c d Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7
  3. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002