Vărădia de Mureș

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Vărădia de Mureș, Totvărădia, Vărădia Slovacă
Waradia, Slowakisch Waradia
Tótvárad
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Vărădia de Mureș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 0′ N, 22° 9′ OKoordinaten: 46° 0′ 22″ N, 22° 9′ 24″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 118,58 km²
Einwohner: 1.755 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317380
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Vărădia de Mureș, Baia, Julița, Lupești, Nicolae Bălcescu, Stejar
Bürgermeister: Miculiţ Crina Melania (PSD)
Postanschrift: Str. Principală Nr. 126
loc. Vărădia de Mureș, jud. Arad, RO-317380
Website:
Lage von Vărădia de Mureș im Kreis Arad
Vărădia de Mureș auf der Josephinischen Landaufnahme

Vărădia de Mureș (volkstümlich: Totvărădia und Vărădia Slovacă, deutsch: Waradia, Slowakisch Waradia, ungarisch: Tótvárad) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Vărădia de Mureș gehören auch die Dörfer Baia, Julița, Lupești, Nicolae Bălcescu und Stejar.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vărădia de Mureș liegt im Maroschtal, in der Kontaktzone des Siebenbürgischen Erzgebirges mit dem Zărand-Gebirge, in 81 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicolae Bălcescu Julița Lupești
Bulci Nachbargemeinden Sâvârșin
Ostrov Birchiș Căpâlnaș

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung von Waradia stammt aus dem Jahr 1369. Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1369 Waradia, Varadi, 1427 Waradya, 1479 Castellum Varadya, Varadia, 1660 Váradja, 1808 Várad, Tót-Várad, Tótváradja, 1913 Tótvárad, 1909 Totvărădia, 1919 Vărădia de Mureș.[3]

1369 befand sich hier eine alte Erdfestung „Varadi“, die mittelalterliche Festung Castellum Varadya erscheint 1479 in den Zeitdokumenten.

Bis zur Türkenherrschaft nach dem Ersten Österreichischen Türkenkrieg (1552) ist die Geschichte des Dorfes eng mit der Geschichte der Festung verbunden. Ende des 15. Jahrhunderts wird die Ortschaft zum Markt erhoben.[4] Laut der Beschreibung des Historikers Evliya Çelebi gibt es in der Festung und in der „Palanka“ (Vorort) 150 Häuser.

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Totvaradje eingetragen. Während der Habsburgerzeit gehörte die Ortschaft zur Theiß-Maroscher Militärgrenze. Die Festung wurde während des Kuruzenkrieges völlig zerstört und 1709 aufgegeben.

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Tótvárad.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Totvărădia an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[5] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 4378 4300 22 34 22
1910 4948 4787 150 7 4
1930 4213 4107 33 3 70
1977 2829 2781 35 6 7
1992 2279 2261 11 3 4
2002 2112 2084 10 - 18

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vărădia de Mureș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. fatornyosfalunk.com, András János: Geschichte der Siebenbürgischen Ortschaften
  4. varadia-de-mures.ro, Vărădia de Mureș
  5. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002