Archiș

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Archiș
Sächsisch Erkes
Bélárkos
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Archiș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 29′ N, 22° 3′ OKoordinaten: 46° 28′ 40″ N, 22° 3′ 10″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 68,08 km²
Einwohner: 1.515 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317015
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Archiș, Bârzești, Groșeni und Nermiș
Bürgermeister: Valea Nicolae (PSD)
Postanschrift: Str. Principală Nr. 97
loc. Archiș, jud. Arad, RO- 317015
Website:
Lage von Archiș im Kreis Arad
Archiș auf der Josephinischen Landaufnahme

Archiș (deutsch: Sächsisch Erkes, ungarisch: Bélárkos) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Archiș gehören auch die Dörfer Bârzești, Groșeni und Nermiș.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archiș liegt im Nordosten des Kreises Arad, in 80 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad, am Fuße des Codru-Moma-Gebirges.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beliu Agrișu Mic Hășmaș
Gurba Nachbargemeinden Bârzești
Seliștea Bârsa Cărand

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1552. Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1552 Arkos, 1651 Felsőárkos, 1692 Alkos, 1598 Arkos, 1773 Arkus, 1780–1781 Arkus, Arkuss, Arkis, 1785 Árkus, Arkus, 1785–1786 Arcus, Arkusch, 1789 Arkus, 1796–1799 Arkus, 1808 Árkus, Árkis, 1839 Árkus, 1858, 1863 Árkus, 1882 Árkus, Árkos, Archisiu, 1893 Árkos, Árkus, 1900 Árkus, 1909 Archiş, Árkus, 1913 Bélárkos, 1921 Archiş, Bélárkos, 1932 Archiş, 1974 Archiş.[3]

Archäologische Ausgrabungen auf dem Areal der Gemeinde Archiș haben die Überreste einer trakischen Festung freigelegt. Im 1. Jh. v. Chr. gehörte die Ortschaft zur Provinz Dakien, die zu Trajans Zeiten eine römische Provinz war.[4]

Bis zum Ersten Österreichischen Türkenkrieg (1526) gehörte die Siedlung zum Königreich Ungarn und danach zum Osmanischen Reich (1526–1699). Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme ist Arkus eingetragen. Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Bélárkos. Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Archiș an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[5] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 1882 1822 11 1 48
1910 2351 2314 21 4 12
1930 2364 2348 6 4 6
1977 2109 2108 - - 1
1992 1905 1896 6 1 2
2002 1699 1612 4 1 82

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. arcanum.hu, Szabó M. Attila: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium
  4. strategvest.ro, Die Gemeinde Archiș
  5. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002