Bocsig

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Bocsig, Caragheorghevici
Bokszeg
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Bocsig (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 25′ N, 21° 57′ OKoordinaten: 46° 25′ 20″ N, 21° 56′ 35″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 74,79 km²
Einwohner: 3.231 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317055
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bocsig, Mânerău und Răpsig
Bürgermeister: Ioan-Florin Ciul (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 591
loc. Bocsig, jud. Arad, RO-317055
Website:
Lage von Bocsig im Kreis Arad
Bocsig auf der Josephinischen Landaufnahme

Bocsig (1925: Caragheorghevici, ungarisch: Bokszeg) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens. Zu der Gemeinde Bocsig gehören auch die Dörfer Mânerău und Răpsig.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bocsig liegt im Kreischtal, im Norden des Kreises Arad, in 61 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad und neun km von der nächstgelegenen Stadt Ineu.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gurba Vasile Goldiș Beliu
Ineu Nachbargemeinden Răpsig
Mocrea Luguzău Bârza

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1553.

Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1553 Bakolzegh, 1808 Bogszeg, Bakszeg, Bakszék, 1828 Bakonyszeg, 1839 Bokszeg, 1851 Bokszeg, 1858, 1863 Bokszeg, 1877 Bokszin, Bokszeg, 1882 Bokszeg, Bokszig, Bokszin, Bcsig, 1893 Bokszeg, 1909 Bocsigg, Bokszeg, 1913 Bokszeg, 1921 Bocig, Bokszeg, 1925 Caragheorghevici, 1932 Bocsig.[3]

Der Ortsname ist auf den Grundbesitzer Boc Beke zurückzuführen, und setzt sich aus dem Namen Boc und dem ungarischen Szeg zusammen, was so viel wie Bocs Residenz bedeutet. 1387 wurde Stefan Loszoncy, ein Nachfahre von Boc Beke, Besitzer der Domäne um Ineu, Pâncota, Dezna, und Bocsig. 1566 gelangte das Gebiet unter Türkenherrschaft bis es nach dem Frieden von Karlowitz (1699) unter österreichische Herrschaft kam. 1732 erfolgte eine Schenkung der gesamten Domäne um Șiria, Ineu, Dezna und Hălmagiu an Herzog Rainald von Modena durch Kaiser Karl VI. 1864 wurde das Gut Bocsig an Prinzessin Persida Karađorđević, die Gattin des serbischen Fürsten Aleksandar Karađorđević verkauft. Sein ältester Sohn Arsa verlor das Gut bei einem Kartenspiel an den französischen Marquis de Lessevolle, der 1881 an Baron Eles Armin verkaufte.[4]

Das Kastell Karađorđević, das sich im Zentrum von Bocsig befindet und heute die Schule beherbergt, wurde 1860 von Aleksandar Karađorđević erbaut, der hier im Exil lebte.[5]

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land, wie das gesamte Banat und Siebenbürgen, dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch Bocsig an das Königreich Rumänien fiel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[6] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3439 3171 130 18 120
1910 4991 4424 439 58 70
1930 5014 4576 181 42 215
1977 4517 4169 141 21 186
1992 3886 3613 118 6 149
2002 3553 3210 95 5 243

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. www.arcanum.hu, Bocsig auf Arcanum
  4. bocsig.ro, Geschichte Bocsig
  5. virtualarad.net, Bocsig auf VirtualArad
  6. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002