Auw an der Kyll

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Auw an der Kyll
Auw an der Kyll
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Auw an der Kyll hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 6° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Speicher
Höhe: 166 m ü. NHN
Fläche: 0,98 km2
Einwohner: 122 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54664
Vorwahl: 06562
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 36
54662 Speicher
Webpräsenz: www.auw-an-der-kyll.de
Ortsbürgermeister: Günter Kirsch
Lage der Ortsgemeinde Auw an der Kyll im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Blick auf Auw an der Kyll

Auw an der Kyll ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Speicher an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt im Kylltal der Südeifel, einem kleinen Zuflusstal der Mosel, nahe der Kreisstadt Bitburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mauerreste einer römischen Fluchtburg zwischen Auw und Preist lassen erkennen, dass bereits die Römer in der Region um Auw siedelten. Der Ort Auw wurde im 13. Jahrhundert erstmals in einer Urkunde als Ouve erwähnt, in den Jahren 1565 und 1606 als Auwe. Der Name könnte auf das althochdeutsche owa, awa, mittelhochdeutsch owe, awe, dann uwe, au = Insel, vom Wasser umflossenes Land. Diese Wörter sind urverwandt mit dem lateinischen aqua, gotisch ahva für Wasser. Im 18. Jahrhundert taucht der Ort als Avia vel Auw auf.

Am 1. Januar 1971 wurde nach der Zusammenlegung der Landkreise Bitburg und Prüm die Zusatzbezeichnung „an der Kyll“ angenommen[2] – zur Unterscheidung von der gleichnamigen Gemeinde Auw bei Prüm. Im Jahr 2005 lebten in Auw 185 Menschen in 55 Häusern, die sich auf 10 Straßen verteilten.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Auw an der Kyll, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 47
1835 60
1871 71
1905 74
1939 141
1950 198
Jahr Einwohner
1961 223
1970 222
1987 183
1997 196
2005 164
2015 122

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Auw an der Kyll besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Schräglinksgeteilt von Silber und Blau, oben ein aus der Teilung wachsender roter geflügelter Drache, unten eine silberne Lilie.“

Landesgeschichtlich war Auw bis zur Französischen Revolution Teil der Herrschaft Scharfbillig im Herzogtum Luxemburg. Aus diesem Grund wurden als Hauptfarben Silber und Blau gewählt. Ortsgeschichtlich waren die späteren Grafen von Kesselstatt Besitzer des Ortes. Ihr Wappenzeichen, in Silber ein roter Drache, steht als Symbol für den ehemaligen Grundherrn und wurde daher in den oberen Teil aufgenommen.

Die Lilie im unteren Wappenfeld bezieht sich auf eine alte Legende der Gegend: Drei Jungfrauen seien mit einem Esel von einem Felsen über die Kyll gesprungen, aber nur dank der Jungfrau Maria sicher ans andere Flussufer gelangt, dem Platz des heutigen Auw. Die Lilie ist das Symbol der Jungfräulichkeit sowie von Maria. Auch ist Auw seit über 300 Jahren ein bekannter Marienwallfahrtsort.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auw an der Kyll hat seit 1955 eine Freiwillige Feuerwehr, die jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli das Feuerwehrfest unter den Kastanien veranstaltet und einen Sportverein, die FSG Auw an der Kyll, die jedes Jahr ein Sportfest auf dem Sportplatz organisiert und die auch einen Fitnessraum im 1980 gebauten Gemeindehaus unterhält.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Auw an der Kyll. Ehem. Empfangs-, Stellwerks- und Nebengebäude

Der Bahnhof Auw an der Kyll liegt an der Eifelstrecke (KölnEuskirchen – Gerolstein – Trier), auf der im Schienenpersonennahverkehr unter dem Markennamen VAREO die Eifelbahn (RE/RB 22) Köln - Euskirchen - Gerolstein – Trier mit Fahrzeugen der Baureihe 620 und Baureihe 622 verkehrt.

Für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT)

Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude an der Eifelstrecke Trier – Köln wurde um 1870 erbaut. Gleichzeitig entstand gleich daneben ein Nebengebäude, welches als Abort und Stall genutzt wurde. Er liegt – vom Dorf aus gesehen – jenseits der Gleiskörper, zwischen Kyll und der Bahnstrecke. Zu erreichen war er bis 1985 durch einen Bahnübergang. Ab 1995 verbindet ihn ein schmaler Weg entlang der Kyll und der Bahnstrecke mit dem Straßennetz des Ortes.

Die Bahnhofsgebäude entsprechen in vielen Teilen den anderen Empfangsgebäuden an der Eifelbahn im Kylltal, wie in Philippsheim oder Trier-Ehrang. Nur ein späterer, eingeschossiger Anbau zur Unterbringung des Stellwerkes unterscheidet ihn von vielen seiner Artgenossen. Gemeinsam ist allen Bahnhöfen im Kylltal die Verblendung mit Rotsandsteinquadern (die Gebäudeecken meist rustiziert) und die Dominanz gotisierender Architekturelemente (Türen, Fenster, Giebel, Erker etc.), teilweise gemischt mit solchen der deutschen Renaissance.

1985 wurden die Gebäude von der Deutschen Bundesbahn aufgegeben und zerfielen langsam. Von 1995 bis 1999 wurden die Gebäude entkernt, grundlegend renoviert und seitdem als Einfamilienhaus genutzt.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auw ist durch die Buslinien 326 und 403 an Speicher und Bitburg angebunden. Die Bahnbus- bzw. spätere RMV-Linie 6279 nach Trier wurde Ende der 1990er Jahre eingestellt.

Persönlichkeiten des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Auw an der Kyll – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 203 (PDF; 2,5 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen