Hüttingen an der Kyll

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hüttingen an der Kyll
Hüttingen an der Kyll
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hüttingen an der Kyll hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 6° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 214 m ü. NHN
Fläche: 2,94 km2
Einwohner: 356 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06565
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 058
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Leo Maus
Lage der Ortsgemeinde Hüttingen an der Kyll im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenHiselMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Hüttingen a.d. Kyll
Sehenswürdigkeiten des Ortes Hüttingen a.d. Kyll.

Hüttingen an der Kyll ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keramikfunde wiesen auf eine Siedlung aus dem zweiten Jahrhundert hin, diese Überreste wurden jedoch im Zuge des Bahnbaus zerstört. Hüttingen wird erstmals 844 in einer Tauschurkunde zwischen Graf Sigard und dem Kloster Prüm als „Uttingtron“ urkundlich erwähnt. Aus dem Jahre 1570 ist die Existenz einer Kapelle überliefert.

Bis zur napoleonischen Regentschaft gehörte Hüttingen zur Herrschaft Seinsfeld und zur Propstei Bitburg in der Grafschaft Luxemburg. 1795 kam der Ort unter französischer Verwaltung zur Mairie Auw im Kanton Dudeldorf. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Hüttingen preussisch und gehörte innerhalb des Regierungsbezirkes Trier und des Kreises Bitburg zur Rheinprovinz. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Hüttingen 1949 Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform wurde Hüttingen an der Kyll in die Verbandsgemeinde Bitburg-Land integriert.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hüttingen an der Kyll, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 241
1835 305
1871 317
1905 327
1939 338
1950 386
Jahr Einwohner
1961 382
1970 360
1987 348
1997 328
2005 340
2015 356

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hüttingen an der Kyll besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hüttingen an der Kyll
Wappenbegründung: Das Wappen weist auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur Abtei Prüm hin, was auf die Abtskrümme im unteren Schildteil zurück zu führen ist, während das Antoniuskreuz auf den Orts- und Kirchenpatron hinweist. Die durch Hüttingen fließende Kyll wird durch den Wellenschnitt symbolisiert.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Filialkirche St. Antonius von 1777
  • Naturdenkmal „Hüttinger Wasserfall“ in der Dorfmitte
  • Erlebnispfad „Tanzlay“ – die Schlucht mit gewaltigen Kalksteinplatten und dem herabstürzenden Daufenbach
  • Über das Gemeindegebiet sind einige – teils sehr alte – Wegekreuze verteilt.
  • Wanderrouten von und nach Hüttingen an der Kyll. [5][6]
  • Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag.
  • Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag).
  • Ortsbildprägendes Wohnhaus mit Treppengiebel von 1779.
  • Jagdhaus aus Backstein vom Architekten Prof. Nikolaus Bienefeld (Schulstraße 33, Privatgrundstück). [7]
  • Der 2011 gebaute Raugerinnebeckenpass der Kyll an der Hüttinger Mühle. [8][9]
  • Ehemalige Hüttinger Mühle „Richhartzmühle“ von 1795 (Hauptstraße 2).
Siehe auch

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 7. Juni 1995 wurden die Naturschutzgebiete In der Held bei Hüttingen mit der Nummer NSG-7232-077 und Wingertsberg bei Hüttingen mit der Nummer NSG-7232-090 ausgewiesen.
  • Am 8. Dezember 1999 wurde das Naturschutzgebiet Am Münchensberg bei Hüttingen mit der Nummer NSG-7232-097 ausgewiesen.[10]
Siehe auch

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerten, Wisniewski, Höster: Die Kyll-Geschichte und Geschichten um einen Eifeler Wasserlauf. Hrsg.: Bernd Spindler, Verbandsgemeinde Kyllburg, Oktober 2006.
  • Michael Berens: Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. Sondernummer 8/9 1992. Fotos: Heinz Drossard.
  • Zur Geschichte der Mühlen in Bitburg Stadt und Land. Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes, Heft 3, 1991. http://www.gak-bitburg.de/
  • Bernd Altmann, Hans Caspary: Kreis Bitburg-Prüm. Stadt Bitburg, Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Irrel (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 9.2). 1. Auflage. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1997, ISBN 3-88462-132-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  5. Wanderroute Erdorf-Hüttingen. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  6. Wanderroute Hüttingen-Philippsheim. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  7. Jagdhaus Schulstraße 33, Hüttingen a.d.Kyll. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  8. Raugerinnebeckenpass der Kyll. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  9. Raugerinnebecken Hüttingen an der Kyll. Abgerufen am 23. Februar 2017.
  10. Die Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 28. September 2016.