Benutzer:Ulitz

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Fairytale Trash No.svg Die Löschung der Seite „Benutzer:Ulitz“ wurde ab dem 19. August 2008 diskutiert und abgelehnt. Für einen erneuten Löschantrag müssen gemäß den Löschregeln neue Argumente vorgebracht werden.
Antifalogo.svg

„Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“ (Zitat eines letztlich unbekannten Urhebers, wird u.a. Goethe zugeschrieben)

Aus aktuellem Anlass: kein mensch ist illegal

**Extremismuskeule der herrschenden Politik gegen Linke - Kontra aus den Sozialwissenschaften

Benutzer-Unterseite seit 12.03.2011 mit Linksammlung zu einem Thema, das mit der Bevorzugung des deutschen sogenannten "Verfassungsschutzes" und der Vertreter der Totalitarismus-Theorie bislang in weiten Teilen des Artikelnamensraums eine fragwürdige Rolle spielt. - hauptsächlicher Inhalt der Unterseite: Weblinks zu renommierter Publizistik, sozial- und polititikwissenschaftlichen Äußerungen in der "Extremismus"-Debatte etc., die in Wikipedia fast keine Berücksichtigung finden (im Gegensatz zur verlautbarten Meinung (dem "POV") der herrschenden Politik im deutschsprachigen Raum)

Babel:
Dieser Benutzer ist "Feuer und Flamme" für diesen Staat (oder sonst einen) ... bzw. zählt sich zu dieser virtuellen Wiki-Fraktion, in Anbetracht dessen, ... ist sozusagen "entflammt"
Ich hoffe, ich störe.“ – in memoriam Peter Paul Zahl (gest. 24.01.2011). Der Genannte bei einer Lesung im Ratinger Buch-Café Peter & Paula am 28. September 2006.
"Which side are you on?" - In Memoriam Pete Seeger, (gest. 27.01.2014)
Zum Thema "blaue Nazis" (Pegida, AfD, FPÖ, sog. "besorgte" (Wut)Bürger und ähnlichem Pack:
Im folgenden ein Auszug aus Sascha Lobos Spiegel online Kolumne Pegida: Nichts sehen, nichts hören, viel sagen, Vieles daraus erinnert mich an Tendenzen eines mitunter relativ einflussreichen Teils der de-Wikipedia-"Community". Zitatauszüge:
"Ein neuer Bürgertypus betritt die Bühne: der Latenznazi
Der Erfolg von Pegida liegt darin begründet, xenophobe Signale zu senden, ohne dass sich Sender oder Empfänger das eingestehen müssten. Die Erkennungscodes funktionieren sogar so eindeutig, dass man sich die ständige Scheindistanzierung leisten kann, "Wir sind keine Nazis", "Wir haben nichts gegen Ausländer", "Wir sind für das Asylrecht". Diese Sätze brauchen nicht einmal mehr das früher typische "aber" dahinter, man versteht sich auch so.
Der "taz"-Journalist Philip Meinhold twitterte: "Die Nazis haben den Ruf der Nazis so versaut, dass heute nicht mal mehr Nazis Nazis sein wollen." Das ist lustig, aber unvollständig. Vielmehr kommt mit Pegida ein neuer politischer Bürgertypus auf die Bühne - der unbewusst Rechtsextreme oder Latenznazi.
Also Leute, die rechtsextreme Positionen vertreten, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, dass sie rechtsextrem sind. Und deren Vorahnung, ihre Haltung könnte problematisch sein, eben nicht dazu führt, die Haltung zu überdenken, sondern sich vorauseilend durch bloße Behauptung zu distanzieren. Ohne aus den eigenen Worten auch nur die geringsten Konsequenzen zu ziehen. Man erklärt, für das Asylrecht zu sein, aber verdammt zugleich "Asylanten". Genau diese Realitätsverdrängung ist ein Grund zu größter Besorgnis, dahinter steht ein Problem bestürzenden Ausmaßes.
[...]
Pegida ist ein Symptom für die deutsche Gesellschaft, und der Blick in die Köpfe der Protagonisten im Internet hilft, das Symptom einzuordnen. Justizminister Heiko Maas hat hundertprozentig recht damit, dass Pegida eine "Schande für Deutschland" ist. Allerdings keine überraschende. Mit Pegida geht eine Saat auf, die seit vielen Jahrzehnten in Deutschland gesät wurde, auch in Westdeutschland. Denn gerade was Ausländerfeindlichkeit angeht, ist die Entkopplung der eigenen, lautstark erklärten Haltung von den daraus folgenden Taten Standard.
Das politische Gelaber, dass Deutschland ein "weltoffenes und gastfreundliches Land" sei, quoll aus Hunderten Mündern in Tausende Mikrofone, während auch durch die politischen Beschlüsse deutscher Regierungen an Europas abgeriegelten Grenzen Tausende zerschellten oder ertranken....." (Zitatauszug Ende)
Ich möchte ergänzen: Die Geisteshaltung der Pegida-Anhänger ist im Prinzip dieselbe - nur scheinbar "unpolitische" - Geisteshaltung derer, die Anfang der 1930er Jahre den Nazis per Wahlentscheid letztlich zur Macht verhalfen, und es 12 Jahre später und ca. 50 bis 60 Millionen durch Deutschland und Deutsche verschuldete Todesopfer nicht gewesen sein wollten (vgl. Extremismus der Mitte) ... à la "wird man wohl noch sagen dürfen" etc..

Heiho - ich bin Ulitz, und ich habe "natürlich" "absolut keine Ahnung" ... von nix, ... "aber mitreden wollen", "stänkern", "aufrechte Deutsche diffamieren", "echte Demokraten als Nazis beschimpfen" ... vielleicht sollte ich erst mal "arbeiten gehen" anstatt dem "deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegen"... oder, "wenn es mir hier nicht passt", nach "Nordkorea", "Kuba", "Iran". "Irak", "Afghanistan" ... etc. auswandern! ... - vor 20 Jahren war's ja noch die Tätärä oder Moskau .... Wie auch immer - Ich bin hier in der toitschen Wikihoppsassa, und soweit es in meiner Möglichkeit steht, werde ich den Benutzern, die voriges sinngemäß absondern - die Beliebigkeits-"Regeln" "persönlicher Angriff" und "Wikiquette" hin oder her - ... äääh ... "auf die Füße treten" Kurz gesagt: ich bin das, was Teile der hiesigen "Community" als "Projektstörer" (teilweise mit Ungeziefer oder anderen Tierattributen assoziiert und so benannt) bezeichnet.

Einleitend zunächst mal aus gegebenen Anlässen: zum Zustand der de-eh-Wikihoppsassa - zumindest (nicht nur) auf der Meta-Ebene. - bzw. eine assoziative kleine Prognose/Parabel zur Zukunft/oder bereits Gegenwart (?) der Wikipedia:

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Der Maschinist in dampfende Lethargie versunken
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken
Der Funker zu feige, um SOS zu funken
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus - und Kurs auf's Riff
(übernommen von da: Das Narrenschiff v. Reinhard Mey ... Der Auszug ist nur der Refrain, wobei der gesamte Liedtext IMO durchaus ebenfalls treffend für den Zustand der WP ist)

Ulitz setzt sich aus meinem Vornamenskürzel und einem Teil meines Nachnamens zusammen. Ich bin irgendwann im Februar 2004 auf Wikipedia gestoßen. Das Konzept hatte mir zunächst gefallen (sozusagen gelebte Aufklärung im Computerzeitalter in etwa diesem Sinn ... Variation 2, 3), aber dann ....

.... Inzwischen - (Stand 2011; real dabei seit 2004) ist meine Skepsis schon seit langem und zunehmend gewachsen. Ich habe meine Aktivität - bezogen auf die Neueinstellung von Artikeln - massiv eingeschränkt. Wer will, mag es als (unbefristeten) "Bummelstreik" bezeichnen. .... (siehe Statement unter nachfolgenden Überschriften)
Sporadisch habe ich vor, weiterhin ab und zu auf im Folgenden genannte Probleme hinzuweisen, auch, wenn ich deswegen Gefahr laufe, teilweise auch langfristig per zusammenfabulierten Willkürbegründungen ("persönlicher Angriff", "Kein Wille zu was auch immer immer erkennbar" ... etc.) gesperrt zu werden (vgl. Mein Sperrlog) ... und auch, wenn manche Benutzer meinen, mich und ein paar andere, die die Sachlage ähnlich wie ich sehen dürften, als "virtuelle Brandstifter" diffamieren zu können. Dazu als Erwiderung:
"In der de-Wikipedia gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat."
(in Abwandlung eines Zitats von Carl von Ossietzky - aus - im Original - "Deutschland" habe ich "de-Wikipedia" gemacht)
allegorische Darstellung eines Teil der Admins bei der Arbeit - nach Hinweisen/Kritik/Warnungen, dass bestimmte Kreise des "rechten Rands der Gesellschaft" die WP zu unterwandern versuchen -: Nix "hören", nix "sagen", nix "sehen" (Siehe beispielhaft diesen Meinungsaustausch mit der Tendenz, das Problem totzuschweigen, und diejenigen, die es benennen, möglichst aus der WP auszugrenzen); ebenfalls eine erschreckend aufschlussreiche Diskussion ist hier zu finden
Passend zum abgewandelten Ossietzky-Zitat: Nachdem es in Verlauf der vergangenen Jahre bis heute immer wieder mal zu unbegründeten Sperrungen gegen Strukturkritiker in der Wikipedia kam, - gegen Kritiker, die zudem teilweise auch deswegen langfristig gesperrt wurden/werden, weil sie es wagen/gewagt haben, auf der meta-Ebene die Strukturen der deutschen Wikipedia zu kritisieren, und zudem das Verhalten einiger Admins kritisch bis satirisch zu analysieren, verweise ich zur Verdeutlichung/Veranschaulichung dessen, was seit einiger Zeit in der de-Wikipedia vor sich geht, auf diesen Text eines weiteren WP-Benutzers: "Tagebuch eines inneren Emigranten", eine Art Parabel über die Etablierung und Festigung einer Willkürherrschaft (in der Wikipedia) durch einen gewissen Admin-Klüngel (oft als "Chatmob" bezeichnet). ... Ein Klüngel, der zu meinen scheint, er hätte eine Art Hoheitsstatus über das Projekt, und damit sich das Recht anmaßt, quasi autokratisch/eigenmächtig darüber zu entscheiden, wer hier auf der meta-Ebene was "sagen" darf oder nicht (Nein- dieser Klüngel besteht nicht aus Nazis, aber es handelt sich um einen Klüngel, der teils aus Ignoranz, teils aus Unwissen bzw. Halbbildung, teils aus Eitelkeit, teils aus arroganter Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung - selbst überzeugt, im Sinne des Projekts zu handeln - nicht erkennt oder nicht erkennen will, welchen Tendenzen er hier zuarbeitet. Denn in der Tendenz werden diejenigen zunehmend gesperrt oder rausgemobbt, die das Problem benennen, während die Problemträger, die sich bislang natürlich (noch) nicht offen als Nazis outen, aber zumindest in ihrer Geisteshaltung (erkennbar beim Überblick ihrer Beiträge, nicht nur in Diskussionen) - oftmals von denselben Adminsitratoren, die die Kritiker hier kicken, geschützt werden.

Problem: Rechtstendenziöse Entwicklungen in der Wikipedia - Que faire?

... bzw: Vereinnahmungstendenzen von WP-Teilbereichen durch Rechtsaußen; Strategien, Helfer und Helfershelfer oder - in Anlehnung an ein tschechisches Bonmot -: „Als ’Wikipedianer’ muss man nicht unbedingt ein Vollidiot sein, aber es erleichtert die Sache ungemein

Zur Situation erst mal folgender Weblink: Kampf ums Image eine Rezension aus der taz vom 11.8.07 zu: Stephan Braun, Ute Vogt (Hg.): "Die Wochenzeitung 'Junge Freiheit'. Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden".. Artikelzitat im Zusammenhang zu Strategien/Verhalten der "Junge Freiheit", Organ der Neuen Rechten und/oder seiner Anhänger mit Bezug auf die de-Wikipedia: "... Wie viel Empörung ist diese Zeitung überhaupt noch wert? Wen interessiert noch, welche Diskurse die JF-Gemeinde gerade in ihrem Nischenorgan pflegt? - Eine Antwort darauf gibt der Beitrag von Margret Chatwin über die Internetkampagnen der JF und den Kampf um die Meinungshoheit im Onlinelexikon Wikipedia. Denn die entscheidenden Schlachten um Images und Begriffe werden längst im Internet geschlagen. Genau um diese "kulturelle Hegemonie" geht es neurechten Strategen, da sie im Internet gut getarnt eine Zielgruppe erreichen können, die vermutlich niemals die Junge Freiheit kaufen würde. - Frappierend genau zeichnet Chatwin nach, wie neurechte Akteure bei Wikipedia systematisch versuchen, das Bild der Jungen Freiheit zu schönen und deren Gegenspieler in ein schlechtes Licht zu rücken. So seien Autoren aus dem rechtsextremen Spektrum aus der JF-Verlagsgeschichte bei Wikipedia verschwunden - andererseits seien dem SPD-Mann Braun bei Wikipedia nicht nur Studienaufenthalte in Israel und an der US-Ostküste, sondern auch angebliche "Vorwürfe" über eine "nie eindeutig bewiesene" Tätigkeit als Stasi-IM angedichtet worden ..." (aus TAZ-online vom 11.08.07)

Ich für meinen Teil habe - durchaus im Sinn des oben genannten Zitats - nach inzwischen mehr als 5 Jahren Mitwirkung in diesem Projekt und gerade auch Erfahrung in zeitgeschichtlichen und politisch umkämpften Artikeln bereits vor mehr als 2 Jahren festgestellt, dass sich Wikipedia zunehmend in eine einseitige Richtung mit politideologisch in verschiedenen Artikeln und Themenfeldern äußerst fragwürdigen Inhalten entwickelt - zumal in den Bereichen Zeitgeschichte (seit Beginn des 20. Jhdts.), Politik und Gesellschaftswissenschaften. Im Bereich der Militärgeschichte und allgemein in Militaria-Angelegenheiten habe ich den Eindruck einer rechtslastigen Tendenz schon länger. Bloß habe ich dort so gut wie nichts gemacht, da es nicht “mein Thema” ist.

Mit zunehmender Bekanntheit und dem quantitativen Wachstum der Wikipedia wurden/werden immer mehr Dillettanten von diesem Projekt angezogen, die die Schlagzeilen, die ihnen in der “BILD“- oder auch mal der “National-Zeitung” vorgesetzt werden, für bare Münze zu nehmen scheinen und deren gedankliches und sprachliches Niveau entsprechend ihrer Alltagslektüre tiefer gelegt ist. Toitscher “Mainstream” im widerlichsten Sinn des Wortes eben. Die Dummheit solcher Möchtegerns wird dabei oft genug durch großmäuliges und pöbelndes Auftreten auf diversen Diskussionsseiten kompensiert und zugleich veranschaulicht.

Die Störer haben den Umgang (auch die Umgehung) dieses Regelwerks inzwischen relativ gut im Griff, nutzen es für sich, offenbar ohne dass die Admin-Gemeinde, abgesehen von ein paar wenigen, einen Handlungsbedarf erkennt, so mit dem Problem umzugehen, dass die Störer wirklich und effektiv ausgeschlossen werden (können). Hauptsache, man bleibt „neutral“ – Prosit. Wenn’s hoch kommt, wird vielleicht gerade mal etwas an der Oberfläche geritzt – z.B. wenn alle paar Monate mal wieder ein neuer Rechts-POV-Sockenzoo mit einer neuen Hundertschaft an Accounts auffliegt. Und wer macht sich schon die Mühe, deren Edits im Nachhineinen auf inhaltliche Korrektheit oder NPOV zu überprüfen? Es gibt jdf. genug Müll, der stehen geblieben ist. Allerdings - um das nicht untergehen zu lassen - ja, es gibt umgekehrt in Einzelfällen auch sinnvolle Edits von gesperrten Benutzern, die gelöscht wurden. Auch ein Problem, das zunehmend auffällt: Es wird offenbar immer weniger auf die Inhalte geachtet, sondern lediglich darauf, wer etwas geschrieben hat.

Flankiert und geschützt werden solche Leute, die oft genug und zigfach Mehrfachaccounts anlegen (ganze Sockenpuppenzoos), von ein paar scheinintellektuell daherkommenden Konservativen, Neurechten und “Mitte-Extremisten“, deren vorrangiges Ziel es offensichtlich ist, alles, was für sie irgendwie nach links (=“linksextremistisch“ =pfui) riecht, aus der Wikipedia zu verbannen oder - wo dies schwerlich möglich ist - entweder mit dem Faschismus in einen Sack zu stecken bzw. anderweitig zu verteufeln. Dazu genügt es oft, ein paar undifferenzierte pejorative Schlagworte aus - teilweise veralteten oder regionalen - (Landes-)Verfassungsschutzberichten zu übernehmen und an herausgehobener Stelle einzufügen (“wo der VS doch so schön sachlich und objektiv ist“ - in deren Sprache nennt sich das dann “reputabel” oder “relevant“, … möglichst wohl noch den Superlativ davon).

Auf dem rechten Auge hingegen sind dieselben selbsterklärten “Neutralinskis” oft blind. Neonazistisches Gesabber wird verharmlost oder bagatellisiert, wenn es nicht manchmal gar propagiert wird (wo sich doch niemand als Nazi sieht - natürlich outet sich hier niemand selber als (Neo)Nazi - so dreist sind sie nun doch nicht - tja ... noch nicht). Mit einer vorgeblichen, verbal vor sich her posaunten “Neutralität”, die keine ist, plädieren die “Pappenheimer” im Effekt für (eine falsch verstandene) “Toleranz” gegenüber faktisch intoleranten, menschenfeindlichen und anti-aufklärerischen Ideologien und Inhalten. Tja - was sich nicht alles mit dem schön klingenden Stichwort “Meinungsfreiheit” und “NPOV” kolportieren lässt. Wenn ich mir die Opfer rechtsextremer Gewalt - allein schon der letzten beiden Jahrzehnte in Deutschland - vor Augen führe, wird für mich der kaltschnäuzige, höhnisch-arrogante Zynismus, der in solcher Heuchelei liegt, unerträglich.

Tja … ich sehe es durchaus so, dass die Rechtsaußen-Szene (nicht nur die, aber es ist nun mal die Szene, auf die ich in den Themengebieten, in denen ich bislang gearbeitet habe, immer wieder gestoßen bin), … dass diese Szene hier auf dem Vormarsch ist, und die gegebenen WP-Strukturen in ihrem Sinn taktisch und strategisch nutzt, um in der WP in den ihr wichtigen Themenfeldern eine Diskurs- und schließlich Definitionshoheit zu gewinnen. Argumente werden ignoriert, es wird abgelenkt, die wesentlichen Aspekte zerredet). Dabei gehen die Pappenheimer teilweise nicht ungeschickt vor. Ihre Mittel u.a.: Anlegen verschiedener Benutzerkonten, teilweise bewusste Wegwerfaccounts, teilweise auf lange Sicht angelegte Schläfer- und Notfallaccounts, teilweise Querfrontsocken, mit denen sie sich das Vertrauen auch von eigentlichen politischen Gegnern zu erschleichen versuchen, die Ansprache und Einbindung von eher konservativen, sich oft als „liberal“ ausgebenden Usern, die bestimmte „Werte“ der Rechten im Prinzip mit vertreten (z.B. „Patriotismus“, antilinke Einstellungen etc.). Beim Editieren reichen ihre methoden von der beliebten Einfügung diverser bausteine ("nicht neutral", sehr beliebt auch "fehlende Quellen" bei ihnen nicht genehmen, wenn auch auf der hand liegenden Informationen, oder, wenn es doch Quellen gibt, deren Glaubwürdigkeit, "Reputabilität" oder "Relevanz" zu bestreiten. In den Diskussionen wird nicht auf Argumente eingegangen, auf ganz andere Themen ausgewichen, und - wenn irgendwelche rhetorisch simplen Tricks nicht mehr ausreichen - geht's dann bis zum Lächerlich machen und der Verhöhnung des argumentativen Gegners. Pöbeleien, Beleidigungen und Mobbing ergänzen das Repertoire.

So ist ein Teil der Wikipedia in den genannten Bereichen (v.a. in weniger frequentierten Nischenbereichen) zu einer Arena für ideologisch zunehmend von braun (an)gefärbten Dummbeuteln dominierte Schlammschlachten geworden - mit dem Ergebnis, dass das Projekt verstärkt zum Schlagwort-Sprachrohr des deutschen Verfassungsschutzes, des neurechten “Junge Freiheit“-Lesezirkels oder von noch ekligerem verkommt.

Nebenbei: In Punkto Verfassungsschutz-Einschätzungen geht es den meisten der entsprechenden Protagonisten offensichtlich nicht um die sachlich verwertbaren/objektivierbaren Informationen des Verfassungsschutzes, sondern darum, seine schlagwortartig-diffamierenden Wertungen zu übernehmen - zumal gegenüber den tatsächlich doch sehr unterschiedlichen Spektren der “ach so bösen” “Linksextrrrremisssstten“ (man rrrolle das R und spucke das S), wo bereits das Bekenntnis einer antifaschistischen Haltung bei gewissen Damen und Herren den mal hasserfüllten, mal höhnischen Geifer triefen lässt - “sind doch so oder so alles gewaltbereite Autonome“, “Mauermörder” - und wenn nicht, dann eben “politisch korrekte“ “Gutmenschen“, die in ihrer “moralistischen” “Naivität” vor lauter “erhobenem Zeigefinger” die “Realität nicht wahrnehmen“ und “sich vor den stalinistischen Karren spannen lassen“ … all dieses Geschwätz eben, das vor nicht 20 Jahren “geh doch nach drüben” oder “euch müsste man an die Wand stellen” hieß). Kurz gesagt: Mit Pauken und Trompeten zurück zum Halali des Kalten Krieges der 50er Jahre, wenn nicht noch ein bis zwei Jahrzehnte weiter in die (vollikss)toitsche Vergangenheit.

Bei Themen rund um den Nationalsozialismus oder damit assoziierten Zusammenhängen dagegen kann die entsprechende Tendenz bis hin zur positiven Referenzierung von Holocaustleugnern bei den Literaturangaben oder der Verlinkung von rechtsextremen, auch strafrechtlich fragwürdigen Webseiten reichen.

All dies wird hier immer seltener verhindert. Dagegen stößt das Bemühen, gegen derartige Tendenzen anzugehen, oft genug auf Ignoranz eines nicht unbedeutenden Teils der Administratoren (manche würden vielleicht gern was gegen diese Tendenzen machen, aber viele scheinen sich mit der Thematik nicht auszukennen oder trauen sich nicht). Manchmal werden Leute, die auf der Vandalenmeldeseite auf Rechts-POV aufmerksam machen, ihrerseits gesperrt, wohingegen einige Pöbelsocken-Anwälte anscheinend Narrenfreiheit besitzen, und - wenn deren Sperrlog mit relativ kurzfristigen Sperren aufgrund doch recht oft vorgekommener allzu auffälliger Unflätigkeit doch etwas lang geraten ist - immer mal wieder reinkarnieren können. Ja, ja, ich weiß: Auch ich bin schon unflätig geworden; aber auf Dauer kann auch mir eben mal der Kragen platzen.

Tja - Que faire? - Ich weiß es nicht. Mir ist all das inzwischen etwas viel geworden. Es gibt durchaus noch andere als mich, die versuchen, gegen diese Tendenzen anzugehen, aber meine Hoffnung, dass sich der genannte Trend doch umkehren könnte, ist inzwischen extrem(istisch) gesunken. Ich weiß, dass sich auch so manche/r Admin mit dem täglichen Hickhack überfordert fühlt - und ich beneide sie nicht um ihren oft undankbaren Job: Dennoch wäre zu wünschen, dass stärker auf braun angefärbten Müll, der hier - teilweise durchaus in subtiler Form - hereingeschwappt kommt, geachtet wird, und dass eben auch von denjenigen, die die Möglichkeit dazu haben, gegen die entsprechenden Pappenheimer entschlossener und konsequenter vorgegangen wird. Dazu wäre es halt auch mal notwendig, sich die Mühe zu machen, zu schauen, was sich inhaltlich hinter so manchem Konflikt verbirgt, anstatt stur dem in meinen Augen oft regelfetischistischen Formalismus zu folgen. Immerhin habe ich mal gelernt, dass die Regeln für die Menschen da sein sollen, und nicht umgekehrt.

Mein Dank und meine Anerkennung gilt all jenen, die - bei aller individuellen Unterschiedlichkeit - trotz alledem weiter versuchen, gegen die genannten Trends anzuschreiben. Dazu gehören Benutzer mit durchaus verschiedenen Auffassungen in politischen Detailfragen, manchmal auch Leute, mit denen ich teilweise auch schon in kontroverse Diskussionen geraten bin, bei denen ich jedoch in einem demokratischen Grundkonsens bislang auf eine faire Zusammenarbeit gestoßen bin.

Ich bin nicht der erste, der seine Mitarbeit in Wikipedia eingeschränkt hat. Vor mir gab es andere, die mit ihrem „Tschüs“ die Konsequenzen aus den Entwicklungen zogen. Benutzer:Herr Andrax ist schon seit längerer Zeit in eine Streikphase getreten, die er auf seiner Benutzerseite begründet. Und vor noch längerer Zeit hat Benutzer:Griesgram eher stillschweigend seinen Hut genommen – ebenso wie Benutzerin:Barb und diverse andere. Nicht alle aus ein und denselben, aber im Effekt sich durchaus ähnelnden Gründen, wenn auch verschieden gewichtet. Es gibt noch weitere, darunter nicht wenige fachlich versierte Autoren, gerade in historisch und gesellschaftspolitisch relevanten Gebieten, die hier gegangen, teilweise gegangen worden sind, die es aufgegeben haben, noch weiter einen Kampf gegen Windmühlen und einen inzwischen riesigen und trägen Wasserkopf eines kaum noch adäquaten Regelwerks zu führen; eines teilweise unsinnigen Regelwerks, das hier anscheinend für viele wichtiger zu sein scheint als der ursprüngliche Zweck des Projekts, die Erstellung einer Enzyklopädie, die diesen Namen verdient hätte.

Dokumentationen/Analysen des Verhaltens der auffälligsten Rechts-POV-Sockenzoos im WP-Benutzernamensraum

Nachtrag: Antidiscrimination-Policy – Wikipedia und politische Verantwortung

Noch als quasi P.S.nachgetragen: Und liebe Leutz, noch eine kleine Empfehlung am Rande: Hört auf, die WP als ein „unpolitisches“ Projekt zu begreifen! Ob man es nun will oder nicht: Selbstverständlich ist sie ein hochpolitisches Projekt, um so mehr, je größer ihre Bedeutung im Internet geworden ist. Daraus erwächst eine gesellschaftspolitische Verantwortung, die natürlich auch moralisch-ethische Dimensionen im Sinne der Aufklärung mit einschließt, denen Rechnung zu tragen längst überfällig ist. Wer das nicht wahrhaben will, oder davor die Augen verschließt, arbeitet letztlich denen in die Hände, die das Projekt z.B. im Sinn eines Forums für Hasspropaganda gegen bestimmte marginalisierte Bevölkerungsgruppen missbrauchen. Sicher: Wir haben hier im Artikelnamensraum nicht darüber zu entscheiden, was gut oder böse, falsch oder richtig ist. Jedoch auch der Anspruch, nicht zu werten oder „Neutralität“ zu wahren, findet dort seine Grenzen, wo, …ich sags mal platt … gegen die Menschenwürde verstoßen wird, wo Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Nationalität, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung unterdrückt, ausgebeutet, oder auch ermordet werden (und das nicht irgendwo in einem fernen Winkel der welt, sondern bereits "vor unserer Haustür" - eben auch im deutschsprachigen Raum). Und das sind Bereiche, gegenüber denen Toleranz, Neutralität und Meinungsfreiheit ihre Grenzen finden müssen. Zu viele scheinen mir vor diesem Hintergrund der auch gesellschaftspolitischen Verantwortung der Wikipedia noch die Augen zu verschließen und sich in einer Art Wikipedia-Wolkenkuckucksheim zu wähnen, die mit der Welt, in der wir leben, nicht wirklich etwas zu tun haben soll. Meine Empfehlung: Es wäre an der Zeit, dass sich die "Community" dieser Verantwortung stellt. – Besonders ihr mit den „erweiterten Rechten“ - ihr habt am ehesten die Möglichkeit, die Grundlagen dafür zu schaffen – bevor es dazu kommt, dass hier diejenigen quasi unter der Hand die Leitlinien festlegen, die die genannten ethisch-moralischen Aspekte bewusst und gewollt in ihr Gegenteil verkehren. Sie arbeiten jdf. bereits eifrig daran - nicht nur in sächsischen Dörfern, bayrischen Bierzelten oder der vorpommerschen Provinz, sondern auch in der de-Wikipedia.


Weitere externe Verweise zum entsprechenden Problem rechtstendenziöser als auch anderer problematischer Entwicklungen in der Wikipedia

Kommentar meinerseits - auch zu den empörten und teilweise eben wieder diffamierenden Debatten in der Angelegenheit auf diversen Disk.-Seiten hier: Es geht hier doch nicht um die Anzeige von Frau Schubert, sondern darum, dass die WP ein grundlegendes Problem hat, das zunehmend - nun eben auch von außen - erkannt wird. Ein Problem, das intern eben nicht wirklich, jedenfalls nicht konsequent angegangen wird. Der Weg der Anzeige erscheint mir lediglich als ein - wenn auch wenig durchdachtes, aber immerhin publicitywirksames, in meinen Augen auch legitimes - Mittel, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen; ein Versuch, mal ein paar Leute aufzuwecken. - Nun - die Anzeige wurde inzwischen zurückgenommen, aber die Vorwürfe nicht: Sie haben in der Tat auch unabhängig von der "Anzeige" ihre Berechtigung, denn das Problem der - teilweise durchaus auch subtilen - NS-Propaganda in der WP besteht weiterhin. Die Benutzer, die für Entsprechendes und tendenziell ähnliches Zeug, das zu diesem Wirbelwind geführt hat, verantwortlich sind, setzen mehr oder weniger ungestört ihr "Tageswerk" fort. Und die sog. "Community" (ein großer Teil von ihr) schlummert weiter. Wie so oft wird in den Metadebatten kaum nach den Problemverursachern gefragt (die teilweise über ein lupenreines, leeres Sperrlog verfügen), sondern es wird auf diejenigen eingehauen, die auf das Problem aufmerksam machen. Die NS-Verherrlichung, die entsprechenden Devotionalienschauen, verharmlosend-vernebelnde Geschichtsklitterung ist jedenfalls - zumindest mir und einigen anderen hier - nichts Neues, und es erstreckt sich weit über die von Frau Schubert angegangene Thematik wie z.B. den HJ-Artikel hinaus. Aber "Schuld" sollen wieder mal nicht die Verursacher des Mülls haben, sondern im übertragenen Sinn "die Überbringer der schlechten Nachrichten" (natürlich alles sog. "Linksextremisten", - Grund genug, um weiter in Ignoranz zu verharren und Nazis, Antisemiten und Rassisten, Militaristen und das ganze Gesocks - incl. deren "superneutralen" und "staatstragenden" Unterstützern - weitermachen zu lassen?). Wikipedia - ein Ort der Aufklärung und Ausgewogenheit? ... Märchenstunde.
  • sueddeutsche.de: Bernd Graff: "Die neuen Idiotae - Web 0.0 ", 7. Dezember 2007 - auch ein interessanter, das Problem analysierender Artikel, wenn auch über die WP und die hier genannte Problematik hinausgehend, sie aber mit meinend - im Artikel auf Seite 3: Zitatauszug: .... Prätentiöse Mittelmäßigkeit regiere das Projekt, getragen "von Leuten, die nicht kooperieren könnten und - noch schlimmer - nicht einmal kapierten, dass ihnen das Wissen fehlt."
In diesem Zusammenhang erscheint mir ein Auszug aus dem Gedicht "Große Zeiten" (Weblink) von Erich Kästner durchaus passend:
Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.


etc. ... drum herum

Weitere - schon etwas ältere - allgemeinere Eindrücke, Gedankenfetzen zu Wikipedia (Regeln, NPOV etc.)

Teilweise wurden Gedanken, die ich in für mich wichtigen Punkten teile, bereits von anderen Benutzern formuliert, z.B. [[1]]. Ich für meinen Teil stelle fest, dass ich mir bei vereinzelten Benutzern, die in politischen Bereichen editieren (v.a. vom rechten Rand und von Mitte-Extremisten), die sich selbst für Neutral halten, kaum einen Konsens vorstellen kann und mich in manchen Diskussionen gelegentlich selbst zu satirischen und polemischen Kommentaren hinreissen lasse. Ich selbst glaube nicht an den NPOV (Neudeutsch: "Neutraler Standpunkt") bzw. halte ihn für relativ (vgl. auch diese Benutzerseite, die die Sache gut formuliert auf den Punkt bringt). Den Anspruch des "NPOV" im Sinne einer möglichst sachlichen, ausgewogenen, objektiven und an belegbaren Fakten orientierten Darstellung unterstütze ich natürlich. Für verwirklichbar halte ich ihn jedoch nicht - man kann sich ihm bestenfalls annähern. Ich für meinen Teil versuche diesbezüglich mein Bestes im Artikelnamensraum. In den Diskussionen halte ich ggf. mit meiner Meinung (POV) nicht hinterm Berg, schaue aber, das ich beim Artikelthema bleibe.

Ein paar Anmerkungen und Zitate zu meiner ideologischen u.a. Etikettierung (wem´s beliebt ... oder auch nicht) - zwecks Transparenz oder so

Niemand hat das Recht zu gehorchen

Von manchen einschlägigen Benutzern (die sich zum Teil kaschierend als "liberal", "konservativ" betiteln oder gar offen als national gesinnt (alternativ: patriotisch) bezeichnen und fast immer ihre angebliche "Neutralität" lauthals vor sich her posaunen) werde ich hier mal offen, mal (vermutlich) insgeheim als "Linksradikaler", womöglich auch als "Linksextremist" gehandelt (wobei viele, die in dem Bereich IMO keine Ahnung haben, meinen, mich mal in die stalinistische, mal in die anarchistische Ecke einsortieren zu können - und natürlich die Schattierungen, die es dazwischen so gibt). Ich für meinen Teil möchte mal bescheiden sagen, dass mir so viel radikalinskische Ehre gar nicht gebührt. Ob ich dann, wenn's drauf ankäme, für eine entsprechende/linksradikale Etikettierung konsequent genug wäre, weiß ich nicht, kann's nur hoffen. Nur eins: Ich tue mir schwer, mich selbst in ein bestimmtes/konkretes Spektrum dessen, was als "links" betrachtet wird, einzuordnen - ein Stalinist bin ich jdf. nicht. Ansonsten: Auch, wenn man mich ab und zu auf einschlägigen Demos antreffen mag, mag ich eigentlich keine Massenaufläufe (eine MLPD-Angehörige hat mir im realen Leben mal in empörtem Tonfall vorgeworfen, ich sei ein Massenfeind - dass ich das als Kompliment nahm, hat sie - glaube ich - nicht verstanden).

Es gibt sehr unterschiedliche historische Persönlichkeiten (z. B. Heinrich Heine, Rosa Luxemburg, Albert Einstein, Karl Kraus, Erich Mühsam, Kurt Tucholsky, Peter Ustinov, John Lennon, Ulrike Meinhof, Georg Kreisler (Zitat von Kreisler: "Man schreibt Böses, um Gutes zu bewirken"), Fritz Teufel (Zitat aus der TAZ über letzteren: „Mit wenigen gesetzten Worten aufgeplusterte Autorität der Lächerlichkeit preiszugeben, das war seine Spezialität“)... u.a.), über deren Haltung ich im Überblick eine positive Meinung habe, aber ich bin kein "Fan" von irgend jemand und ich mag keine Heldenverehrung. Und wenn mir jemand z. B. mit "Vaterland" oder "(Deutscher) Leitkultur" oder "Du bist/Wir sind ... (D., Papst, Weltmeister in weiß der Teufel für Disziplinen, u.a.)" und ähnlichem dummdeutschdoofen Mist kommt, dann argumentiere ich nicht, weil sinnlos. Spott und Hohn sind für mich in solchen Fällen meist die einzig angemessene Reaktion. Dennoch begebe ich mich im Artikelnamensraum oft genug in Themenbereiche, in denen es gerade um dieses Zeug (historisch-politisch: deutsche Geschichte der letzten 200 Jahre) geht. Na ja - ich denke halt, dass man sich in dem, was man angreift, doch ein wenig auskennen sollte - bzw. sich darum bemühen sollte, diese Kenntnis und die Zusammenhänge in einem auch über "Deutschland" hinausgehenden Kontext einigermaßen zu durchdringen. Zu behaupten, dass ich das durchdringe, wäre eine Anmaßung. Dazu ist die Geschichte zu komplex. Aber diese Komplexität macht die Mitarbeit eben spannend - und ... man lernt nie aus.

Aber auch an dieser Stelle erst mal der Link auf einen anderen Benutzer, dessen Vorstellungstext ich nahezu 100%ig ebenfalls teile - und der leider (wen wundert´s beim aktuellen Zustand der WP bzw. Tendenzen in einigen Teilbereichen?) nur noch sehr selten in der WP editiert: Siehe [[2]]

Ansonsten zur besinnlichen Erheiterung:

Deutschland? - Nie wieder!“ (Marlene Dietrich - vgl. in dem Zusammenhang auch: Nie wieder Deutschland)

Ich habe nichts gegen Deutsche. Einige meiner besten Freunde sind Deutsche.“ (sozusagen in Assoziation auf meine nicht nur unpatriotische, sondern auch antipatriotische Einstellung - nach Hermann L. Gremliza aus einer älteren konkret-Ausgabe)

Es ist einer ja kein Verbrecher, nur weil er Verbrechen begeht.
Der Terrorist stellt sich besser, der im Dienst des Staates steht
(Walter Mossmann, Auszug aus der Balllade vom toten Matrosen, beispielhaft bezogen auf den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten H.-G. Filbinger bzw. die sogenannte Filbinger-Affäre und die polit. Zustände in der BRD (Westdeutschland) Ende der 70er Jahre ... sieht heute IMO im Prinzip nicht anders aus)

"Links sein heißt kein Vaterland haben, nicht um einen nationalen Standort in der Welt rangeln, sondern denen, die in diesem System das Sagen haben, die Pest an den Hals zu wünschen" (Thomas Ebermann - zitiert in Reinhard Mohr: "Der Oskar-Lafontaine-Komplex", SPIEGEL Online 21. Sept. 2008 [3])

Hinter der Fassade.- „Daß Demokratie or whatever you may call it in Deutschland keine Tradition hat als verlorene Kriege und re-education, erzählen die Deutschen selber. Hinter dieser Beschönigung ihre Rancune gegen die droit de l'homme (Menschenrechte /MB) aber steht die Bereitschaft, in jenen fanatischen Patriotismus auszubrechen, der sich vor dem anderer Völker dadurch auszeichnet, daß er keine Idee hat, daß er in bloßer kollektiver Barbarei besteht. Nichts von Liebe ist darin, das beweist schon der offenkundig zum schamlosen Kitsch herabgesunkenen Heimatrummel von landsmannschaftlichen pressure groups und Edelweißromanen. Nichts ist wahr als Machtgier und Aggression. Wie sollte denn ein Volk Selbstbewußtsein aufbringen, das in der jetzt lebendigen Generation auf Befeehl eines zugleich schlauen und wahnsinnigen Demagogen zwölf Jahre lang den Mord als Handwerk übte, das die Nachbarn überfiel und die Welt unterjochen wollte, ein Volk, das nach der Niederlage sogleich die Feinde, weil sie jetzt die Herren waren, als Befreier begrüßte, nach dem ersten Schrecken jedoch den Haß gegen die Befreier entdeckte und mit jedem Tag, an dem es ihm auf Grund der fremden Hilfe besser geht, sich zu neuen Taten rüstet. Nirgendwo in zivilisierten Ländern ist so wenig Grund zum Patriotismus wie in Deutschland, und nirgendwo wird von den Bürgern weniger Kritik am Patriotismus geübt als hier, wo er das Schlimmste vollbracht hat. Berlin, die Wiedervereinigung, die Gebiete jenseits der Oder des zu Recht besiegten Deutschlands werden zu Stimulantien der neuen patriotischen Gesinnung, die von einem unheimlichen Willen gegen inneren, ja gegen äußeren Widerspruch sich ausbreitet. Unaussprechbar, weil unreflektiert und von keinem vernünftigen Grund gestützt, vom Westen schlau die Reputation erborgend, man sei ein liberales Volk, man teile die politische Geschichte mit der freien Welt, schickt man sich an, der Freiheit den nächsten Streich zu spielen. Der Kotaus vor den Widerstandskämpfern, die offiziellen Absagen an den Antisemitismus, von den Synagogenbesuchen der Bürgermeister bis zum Schweigen bei Anne Frank, all dieses bereits kleinlaut und formell gewordene Schuldgetue hat bloß die Funktion, sich zum rechten Patriotismus wieder das gute Gewissen zu machen, sofern es nicht bloße Reklame für amerikanische Foundations ist. Der Patriotismus in Deutschland ist so furchtbar, weil er so grundlos ist.Max Horkheimer 1959 (Ein Text zum Thema deutscher Patriotismus, geschrieben vor fast 60 Jahren, heute mind. so aktuell wie damals)


Eine Debatte über die Linke und die Nation muss diese Wiederbelebung der nationalen Debatte von rechts erkennen und zwar nicht als eine rein ideologische Debatte, als eine solche, die nur die "Ewiggestrigen" führen. Es handelt sich bei dieser Mainstream-Diskussion zur Nation um die logische Begleitmusik des ... politischen Prozesses, was bald wieder in dröhnende Marschmusik umschlagen könnte.“ - Winfried Wolf; Schluss-Satz des Beitrags Nationale Begleitmusik zum Thema "Deutscher-sein" und "Deutsche Geschichte" in der Wochenzeitschrift Freitag vom 01.03.2002 (Der gesamte Beitrag fasst einige Gedanken zur neu aufgeworfenen "nationalen Frage" des beginnenden 21. Jhdts. zusammen, die auch ich für bedenkenswert halte und im Wesentlichen teile)

"Mögen anderswo dem amerikanischen Kulturimperialismus die tradierten Lebensformen ganzer Nationen zum Opfer gefallen sein [...] in Deutschland aber begann mit dem amerikanischen Kulturimperialismus nicht die Barbarei, sondern die Zivilisation." - Wolfgang Pohrt (geklaut von da)

... Mein Leben ist mir zu kostbar, mich unter einen Apfelbaum zu stellen und ihn zu bitten, Birnen zu produzieren. Ich nicht mehr. Ich habe mit diesem Land, dessen Sprache ich so wenig wie möglich spreche, nichts mehr zu schaffen. [...] ich bin damit fertig....“ (eines von vielen Zitaten von Kurt Tucholsky zum Thema "Deutschland" - aus Politische Briefe (letzter Brief an Arnold Zweig 1935) - Reinbek 1984, Seite 121)

Eine Katze, die eine Maus tötet, ist grausam. Ein Wilder, der seinen Feind auffrißt, ist grausam. Aber das grausamste von allen Lebewesen ist eine patriotische Frau“ (Kurt Tucholsky)

Die Militaristen irren. Es ist gar nicht die Aufgabe der Pazifisten, sie zu überzeugen – sie sollen vielmehr in einem Kampf, der kein Krieg ist, besiegt, nämlich daran gehindert werden, über fremdes, ihnen nicht gehöriges Leben zu verfügen. Man mache sie unschädlich; einzusehen brauchen sie gar nichts. Ich bin für militaristischen Pazifismus.“ (Kurt Tucholsky)

Am Chauvinismus ist nicht so sehr der Haß gegen die fremden Nationen als die Liebe zur eigenen unsympathisch“ - (Karl Kraus, aus Karl Kraus Lesebuch, Suhrkamp TB 1987, S. 105)

Die Ehre ist der Wurmfortsatz im seelischen Organismus. Ihre Funktion ist unbekannt, aber sie kann Entzündungen bewirken. Man soll sie getrost den Leuten abschneiden, die dazu inklinieren, sich beleidigt zu fühlen“ - (Karl Kraus, aus Karl Kraus Lesebuch, Suhrkamp TB 1987, S. 105)

„Ich habe das Einfache immer kompliziert, weil ich dachte, so einfach kann es gar nicht sein, was sich dann später auch schlagartig herausgestellt hat.“ (nach Hanns Dieter Hüsch, "zitiert" aus meiner Erinnerung)

„Man verachte die Leute, die keine Zeit haben. Man beklage die Menschen, die keine Arbeit haben. Aber die Männer, die keine Zeit zur Arbeit haben, die bewundere man“ (Karl Kraus)

„Ich habe keine Zeit, um mich kurz zu fassen“ (soll angeblich ein Zitat von Karl Marx sein)

„Niemand hat das Recht, zu gehorchen“ (Hannah Arendt)

„Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern.“ (Wolfgang Neuss)

„Ich weiß, dass ich nichts weiß, aber ich suche die Wahrheit. Ihr aber wisst nichts und bildet euch doch so viel auf euer Wissen ein“ - (Sokrates - zugeschrieben)

Zwei Dinge sind unendlich: Die menschliche Dummheit und das Universum. Bei letzterem bin ich mir aber nicht so sicher“ (sinngemäß nach Albert Einstein - zitiert aus meiner Erinnerung)

Der gesunde Menschenverstand ist die Summe der Vorurteile, die man bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt hat“ (nochmal Albert Einstein)

Was auch immer geschieht - nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken“ (Erich Kästner)

Die Stecknadel, der man den Kopf abschlug, dachte, der Kopf sei entbehrlich - und war nun von vorn und von hinten gefährlich“ (nochmal Erich Kästner)

"Was keiner
geglaubt haben wird
was keiner
gewusst haben konnte
was keiner
geahnt haben durfte
das wird dann wieder
das gewesen sein
was keiner
gewollt haben wollte "
(Erich Fried)
"Jesus war Pole - und Jude dazu
Jesus war ein Schwarzer - und kam aus Peru
Jesus war Türke - und Jesus war rot
Mensch, Jesus, bleib oben, sonst schlagen sie dich tot!"
(Refrain aus einem Lied von Bettina Wegner - im Übertragenen Sinn gemäß meines eigenen (Agnostiker-)Verständnisses dessen, was Jesus bedeuten könnte)

Ich glaube ja nicht an ein Weiterleben nach dem Tode, aber trotzdem nehme ich Unterwäsche zum Wechseln mit“ (nach Woody Allen, zitiert aus meiner Erinnerung)

Ich möchte keinem Verein angehören, der Leute wie mich als Mitglieder aufnimmt“ (frei nach Groucho Marx), siehe auch Marx Brothers - in dem Zusammenhang passend auch dieses Lied von Reinhard Mey: "Bevor ich mit den Wölfen heule"

Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden“ (einer der wenigen gelungenen Aussprüche des historischen Preußen-Diktators Klein Fritzchen)

Die Zeit zu schildern, ist eure heilige Pflicht.
Erzählt die Taten! Beschreibt die Gesinnungen!
Nur - kränkt die Schornsteinfeger nicht!
Kränkt die Jäger und Briefträger nicht!
Und kränkt die Neger, Schwäger, Krankenpfleger und
Totschläger nicht!
Sonst beschweren sich die Innungen.
(Erich Kästner: Aufforderung an die "Journalistenzunft" - für die leute, die das nicht auf Anhieb kapieren: Sowas nennt man Satire! Siehe auch nächstes Zitat von Kurt Tucholsky) In Assoziation zu einer VM-Meldung des Benutzers EscoBier, weil er den sich auf einer Diskussionsseite befindenen Vergleich bundesdeutscher Behörden (i.e.S. des Verfassungsschutzes) mit verbeamteten Parasiten für WP-unwürdig hielt. 3 Tage musste unser Esco schreien, um eine automatische Archivierung zu verhindern, bis ihn ein Admin erhörte und die Passage löschte. Tja, man muss nur lange genug quengeln, bis einem die Mama an der Supermarktkasse doch ein Überraschungsei kauft.)

Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel [...] Übertreibt die Satire? Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, [...] Aber nun sitzt zutiefst im Deutschen die leidige Angewohnheit, nicht in Individuen, sondern in Ständen, in Korporationen zu denken und aufzutreten, und wehe, wenn du einer dieser zu nahe trittst. Warum sind unsere Witzblätter, unsere Lustspiele, unsere Komödien und unsere Filme so mager? Weil keiner wagt, dem dicken Kraken an den Leib zu gehen, der das ganze Land bedrückt und dahockt: fett, faul und lebenstötend....“ (aus Kurt Tucholsky: Was darf die Satire? in Assoziation zu Schäuble, Schönbohm, Koch und dem deutschen Verfassungsschutz ... ähem ... und der entsprechenden POV-Seilschaft in der de.Wikipedia)

Ergänzend dazu, in Assoziation zu einigen WP-"Herrschaften": „Das, worum mir manchmal so bange ist, ist die Wirkung meiner Arbeit. Hat sie eine? (Ich meine nicht den Erfolg; er läßt mich kalt.) Aber mir erscheint es manchmal als so entsetzlich wirkungslos: da schreibt man und arbeitet man – und was ereignet sich nun realiter in der Verwaltung? Bekommt man diese üblen und verquälten, quälenden invertierten Anstaltsweiber fort? Gehen die Sadisten? Werden die Bürokraten entlassen (…)? Das bedrückt mich mitunter.“ (Kurt Tucholsky:Briefe. Auswahl 1913–1935. Berlin 1983, S. 255)

In Erwägung unserer Schwäche machtet
ihr Gesetze, die uns knechten soll'n
die Gesetze seien künftig nicht beachtet
in Erwägung,
daß wir nicht mehr Knecht sein woll'n.
In Erwägung, daß da Häuser stehen
während ihr uns ohne Bleibe laßt
haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen
weil es uns in uns'ren Löchern nicht mehr paßt.
In Erwägung, daß wir der Regierung
was sie immer auch verspricht,
nicht trau'n
haben wir beschlossen, unter eig'ner Führung
uns ein gutes Leben aufzubau'n.
In Erwägung, ihr hört auf Kanonen
and're Sprachen könnt ihr nicht versteh'n
müssen wir dann eben, ja das wird sich lohnen
die Kanonen auf euch dreh'n.
in Assoziation auf sämtliche Wikipedia-Regeln, auch die "Unverrückbaren, insbesondere NPOV, und einen teil der ach so "neutralen" Adminschaft (Bertolt Brecht - Auszug/ein paar Strophen aus „Resolution der Kommunarden“ aus dem Jahr 1934 - Weblink des vollständigen Textes, modernere Version von 'Heiter bis Wolkig' oder etwas aggressiver die Punkinterpretation der Gruppe 'Dritte Wahl' auf youtube.com
"...der Vorwurf des Linksfaschismus ist Ausdruck einer Zerfallsstufe des bürgerlich-liberalen Bewußtseins, das von der fühlbaren Brüchigkeit der Institutionen und Regeln betroffen ist und doch in den sozialistischen Alternativen nur das Ende aller Sicherheit und Freiheit zu entdecken vermag […].
Der Linksfaschismus ist die Projektion der systemimmanenten Faschisierungstendenzen auf leicht diskriminierbare Randgruppen […]. Wer die Sicherheit der Freiheit dem Staat […] überläßt, ist Opfer einer fatalen Illusion: er glaubt an die Existenzfähigkeit einer Demokratie ohne Demokraten."
(Oskar Negt 1968) ... Angesichts des immer mal wiederkehrenden Anwurfs von rechtskonservativen bis neonazistischen de-WP-Benutzern, ich oder Leute aus einem mir nahestehenden "Umfeld" seien sog. "Linksfaschisten". Wolfgang Abendroth und Oskar Negt gaben verschiedene Antworten auf den ursprünglich von Jürgen Habermas stammenden Vorwurf. Vorausgehendes Zitat aus: Wolfgang Abendroth, Oskar Negt (Hrsg.): Die Linke antwortet Jürgen Habermas, Europäische Verlagsanstalt, 1968
Die Zukunft is' 'ne abgeschoss'ne Kugel"
auf der mein Name steht, und die mich treffen muss
eine Sache is', wie ich sie fange:
Mit'm Kopp', mit'm Arsch, mit der Hand oder mit der Wange
Trifft sie mich wie ein Torpedo?
Oder trifft sie wie ein Kuss?
Aus dem Gundermann-Lied "Die Zukunft". Nu' - vielleicht bin ich ja ein "Fan" von diesem Typ (leider viel viel zu früh verstorben). Mehr von/über/im Zusammenhang mit Gundermann findet sich auf you Tube.


"Früher schriebst Du Bücher, damit andere Menschen, Kinder und auch solche Leute, die nicht mehr wachsen, läsen, was Du gut oder schlecht, schön oder abscheulich, zum Lachen oder Weinen fandest. Du glaubtest, Dich nützlich zu machen. Es war ein Irrtum, über den Du heute, ohne daß uns das Herz wehtut, nachsichtig lächelst.

Deine Hoffnungen waren das Lehrgeld, das noch jeder hat zahlen müssen, der vermeinte, die Menschen sehnten sich vorwärts, um weiter zu kommen. In Wirklichkeit wollen sie nur nicht stillstehen, weil sie Angst vor der Stille haben, nicht etwa vorm Stillstand! Ihr Weg ist der Kreis und ihr Ziel, seine Peripherie immer schneller und möglichst oft zurückzulegen. Die Söhne überrunden ihre Väter. Das Ziel des Ringelspiels ist der Rekord. Und wer den gehetzt blickenden Karusselfahrern mitleidig zuruft, ihre Reise im Kreise sei ohne Sinn, der gilt ihnen mit Recht als Spielverderber. [...].

[...] Sei es drum! [...] Du jedoch ziehe Deinen bescheidenen geistigen Anteil, den Du an diesem rührenden Unternehmen hattest, mit dem heutigen Tage aus dem Geschäft! [...] Dich jammert die Zeit, die Du, um sie zu nützen und zu helfen, hilflos und nutzlos vertatest! [...]

Der Teufel muß Dich geritten haben, daß Du Deine kostbare Zeit damit vergeudetest, der Mitwelt zu erzählen, Kriege seien verwerflich, das Leben habe einen höheren Sinn als etwa den, einander zu ärgern, zu betrügen und den Kragen umzudrehen, und es müsse unsere Aufgabe sein, den kommenden Geschlechtern eine bessere, schönere, vernünftigere und glücklichere Erde zu überantworten! Wie konntest Du nur so dumm und anmaßend sein! Warst Du denn nur deshalb nicht Volksschullehrer geblieben, um es später erst recht zu werden? [...]

Sokrates, Campanella, Morus und andere ihresgleichen waren gewaltige Dickköpfe. Sie rannten, im Namen der Vernunft, mit dem Kopf gegen die Wand und gingen, dank komplizierten Schädelbrüchen, in die Lehrbücher der Geschichte ein. Die Wände, gegen die angerannt wurde, stehen unverrückt am alten Fleck, und nach wie vor verbergen sie den grenzenlosen Horizont. Deshalb riet Immanuel Kant, zum Himmel empor und ins eigene Herz zu blicken. Doch auch davor scheuen die Menschen zurück, denn sie brauchen Schranken: und wer sie beschränkt nennt, sollte das gelassen tun und nicht im Zorn."

Auszüge aus "Brief an mich selbst" von Erich Kästner von 1940, in Assoziation zum Vorwurf einiger Admins u.a. an die WP-Kritiker in der WP, sie würden nur noch stören, anstatt Artikelbeiträge zu schreiben (Masse statt Klasse?, WP als "Leistungsgesellschaft"?), woraus dann schnell der Vorwurf "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar" als Grund für die Sperrung eines (Admin-)Kritikers abgeleitet wird, sobald die (enzyklopädische) Kompetenz des Admins in Frage gestellt wird. - Den ganzen Text habe ich online hier gefunden - dort etwa bis zur Mitte der Seite scrollen.

... Gesellschaft suche ich dort, wo sie sich in jedem Einzelnen abspielt, Politik da wo sie eine gemeinsame Wurzel mit vermeintlich unpolitischen Lebensbereichen hat. Karl Valentin ist mein Vorbild darin, das Selbstverständliche in Zweifel zu ziehen, denn das Selbstverständliche ist die empfindlichste Seite jeder Gesellschaft. Ich möchte, dass mein Zuhörer fühlt, wie dicht bei ihm die Grenze zum Unerforschten liegt, ja dass sie durch ihn selbst hindurch geht. Es geht darum, einige Dinge umzustoßen, die bei uns so sehr feststehen: dass Phantasie nicht präzise, dass Traum nicht konkret, dass Denken nicht sinnlich sei, dass Poesie und eine kritische Sicht der Welt nicht zusammengehören.

Christof Stählin, 1976 (Hervorhebung in Fettschrift durch mich - eigene Anmerkung: wie schön die deutsche Sprache manchmal sein und mit ihr inhaltliche Anliegen zum Ausdruck gebracht werden können ... auch wenn diese Sprache in der WP - gerade von denen, die "deutsch" für weiß Gott was Besonderes halten - oft so verhunzt wird. Zitat gefunden beim nämlichen Artikel; habe Stählin in den 70ern mehrfach live gesehen und gehört .)

»Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.«

Abraham Lincoln (sinngemäß freie Übersetzung) - nicht, dass ich nun der absolute "Lincoln-Fan" wäre, aber immerhin: Dieses Zitat hat etwas mit meiner Motivation zu tun, hier trotz allem verzapften "Bockmist", der auch fürderhin in WP steht, bis jetzt dabei geblieben zu sein.
»Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht,
die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen!
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind,
wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder,
die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!«
Auszug (Schlusspassage) aus Günter Eichs Gedicht: "Wacht auf" (1950) (ganzer Text online)
Der Satiriker vermutet: Es ist der Sinn des gesunden Menschenverstandes, verrückt zu werden. Aber nicht alles, was der Satiriker schreibt oder sagt, ist Satire. Allerdings – um ernsthafte Schwierigkeiten zu vermeiden, muss er die Leute glauben machen, es handle sich um Satire.
Für den Satiriker gilt:
Weltbetrachtung – ja.
Weltanschauung – nein.
Toleranz Null.
Toleranz ist nur eine bequeme Ausrede für Leute, die sich nicht zwischen ja und nein entscheiden können.
(Henning Venske, Schlusspasage aus Für die Nachfolgenden)

Meine Projektstörungen (ausgewählte Artikel)

Neu angelegt

Artikel, die ich neu angelegt habe (teils schon vor meiner Anmeldung - als anonyme Nummer - im Einzelfall unbeabsichtigt auch später als IP-Nr.), und auch wesentlich bearbeitet habe - in alphabetischer Reihenfolge:

Hauptautor

Artikel, die ich wesentlich ausgebaut und an denen ich grundsätzlich herumgebastelt habe - alphabetische Reihenfolge:

Artikel-erweiternde Mitarbeit

In nennenswertem Umfang Passagen beigesteuert, ausgebaut und überarbeitet habe ich die Artikel - alphabetische Reihenfolge:

Links, auf die ich gestoßen bin/wurde (bevor sie - mir - verloren gehen)

Wikipedistisches und so

Gegenöffentlichkeit (Abteilung: reputable Information und Wissen):

Ein büssken wat anneres, tiefer bohrendes, als die veröffentlichte (herrschende) Meinung aus BILD, Focus, Spiegel, Welt, FAZ etc.)

A - Infos zum braunen Gesockse und Gegenstrategien
  1. Website von Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin
  2. Website von redok
  3. Website von Antifaschistisches Infoblatt
  4. Antifaschistische Nachrichten
  5. Website von Netz gegen Nazis
  6. Downloadbare Dossiers des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin
  7. Der Rechte Rand
  8. NPD-Blog
  9. Nazis im Staatsdienst - die V-Leute des Verfassungsschutzes, Panorama-Beitrag, 13.02.2009
  10. Bomenbau-Anleitungen von Rechtsextremen im Internet, VS weiß Bescheid, und unternimmt ... nichts. Kontraste-Beitrag, 21.08.2009
  11. Initiativen gegen die aktuelle Politik der deutschen Innenbehörden, die Extremismustheorie auszuweiten, z.B. Förderprogramme gegen Rechts einzuschränken, und Maßnahmen gegen Linke und Ausländer auszuweiten:"Extrem Banane" und "Gemeinsam gegen jeden Extremismus? Nicht mit uns!" - Aufruf zur kollektiven Verweigerung politischen Unsinns
  12. Reinhard Kühnl: Faschismustheorien - Ein Leitfaden (PDF-Datei)
B - Diverses (was nicht unbedingt in der Sonntagszeitung steht: 
    Aktionen, Demos, Hintergründe, ... etc.)
  1. Heise.de
  2. Telepolis
  3. German Foreign Policy
  4. de.indymedia
  5. linksunten.indymedia
  6. Graswurzelrevolution - Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft
  7. Bild Blog
  8. Linkliste des Nadir.org-Netzwerks, Links zu div. autonomen, antimilitaristische, antirassisistische, anarchistischen u.ä. linken Gruppen und Initiativen.
  9. Contraste - Monatszeitung für Selbstorganisation
  10. infopartisan.net
  11. Patrick Hagen: „Die Antideutschen und die Debatte der Linken über Israel (relativ detaillierte Magisterarbeit mit umfangreicher Literaturliste und zahlreichen Belegverweisen. Themen: Antizionismus und Antisemitismus in der außerparlamentarischen Linken in Deutschland, Entwicklung der sog. Antideutschen v.a. ab Ende der 1980er, Einfluss des KB, Jean Améry, Moishe Postone, Eike Geisel, Wolfgang Pohrt, Wertkritik, Politik des Staates Israel und die Haltung der radikalen Linken dazu etc.

Sonstiges Querbeet (in- und außerhalb Wikipedia) - bevor ich's vergesse

Für den Kabarettisten sollte gelten: | Weltbetrachtung – ja. | |Weltanschauung – nein. | Toleranz Null.
Toleranz ist nur eine bequeme Ausrede für Leute, die sich nicht zwischen ja und nein entscheiden können.
„Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort "meckern" kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden. [...] Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln? - Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.“
  • Deutsche Richter von 1940, Gedicht von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1929 (zum Thema Studentenverbindungen, Corps und Burschenschaften ... in de-WP leider seit Jahren von mal mehr mal weniger einschlägigen "Autoren" besetzt, dabei oft genug fragwürdige rechte bis rechtsextreme Tendenzen und Strukturen dort beschönigend oder unterschlagend
  • Wie lacht es sich als Jude? oder "... treffen sich zwei jüdische Künstler …". Das könnte der Anfang eines womöglich geschmacklosen Witzes sein; ist es aber nicht … dennoch amüsant-interessante Gegenüberstellung von Georg Kreisler und Oliver Polak, beide im weiten Sinn deutschsprachige Kabarettisten jüdischer Identität aus unterschiedlichen Generationen (der eine - Kreisler - selbst von den Nazis bedroht und emigriert, nach 1945 nach Europa zurückgekehrt, der andere - Polak - ein bezüglich des vorausgegangenen von Deutschland ausgegangenem Zivilisationsbruchs nachgeborener Comedian im Deutschland der Gegenwart.

Kulturell-Politisches - Noch'n paar Sachen, die meinereiner so guckt oder hört ("linksextremistische Propaganda" u.a.)

Auch schön (nicht unbedingt politideologisch):
Dit' un' dat'
    • "Das Leben des Brian", die Steinigungsszene. Statt dem Stichwort Jehova denke man sich das Stichwort Nazi ... Erstaunlich, wie Monty Python die Entwicklung der de-WP bereits 22 Jahre vor ihrer Entstehung so treffend vorausgesehen haben. Die Rollen und ihre Darsteller: Der Delinquent:Brummfuss (Ersatzbelegung: Simplicius, Widescreen u.a. "Diderodisten"); Der Hohepriester: irgendeinvon ca. 20 bis 30 fast beliebig einzusetzender Admin aus dem Chatmob. Die bärtigen Damen: geifernde Community. Die Bärte sind die Accounts der Realpersonen (irgendwas wie "Dr. stud. nat. et phil" = "Doktor" studiert natürlich nicht viel), die Steine ihre "Argumente". Die beiden Römer (als Laurel/Hardy-Verschnitt): Das ehrenwerte "Schiedsgericht".

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