Benutzer Diskussion:Grillenwaage

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Jugend forschte und bekam wikitypischen Ärger[Quelltext bearbeiten]

In den letzten Tagen ging es mal wieder hoch her im Wikipedia-Diskutantenstadl. Eine junge Frau hat im Rahmen von "Jugend forscht" ein altbekanntes Experiment (Einfügen von Fehlern in Artikeln und Beobachtung, wie lange es dauert, bis sie korrigiert sind) durchgeführt und wurde dafür heftig angefeindet. Über die Untersuchung berichtete eine Lokalzeitung und sie bekam sogar einen kleinen Preis dafür. Wie zu erwarten war, erregte sich das übliche "Empöriat" der Community und lief zur gewohnten Form auf. Die Arbeit der Frau wurde natürlich zerpflückt und Forderungen nach Sperrung ihres Accounts laut. Zwei Wikipedianergruppen waren auszumachen, die die Frau und sich gegenseitig heftig verbal attackierten und dabei das Konflikt-Instrumentarium der WP optimal nutzten. Sogar der Verein WMDE wurde eingeschaltet. Bis jetzt setzen sich die Hardliner durch, denn der Account der jungen Forscherin wurde für ein Jahr gesperrt. Es brauchte bis jetzt drei Vandalismusmeldungen, bis die gewünschte Sperre zustande kam. Natürlich geht es weiter, ein Adminproblem ist derzeit im Gange und der Fall könnte noch weitere Wellen schlagen. Da fragt man sich,

  • warum Teile der Community so allergisch auf etwas reagieren, was sowieso ein systemimmanenter Bestandteil dieses Projektes ist, nämlich die altbekannte Fehleranfälligkeit dieser Jeder-kann-mitmachen-Enzyklopädie.
  • handelt es sich um ein Generationsproblem der herablassend-arroganten Art reifer Männer mit jungen Leuten, die sich für die Wikipedia eigentlich ernsthaft interessieren?
  • wie gehen wir mit neuen Leuten, die wir ja eigentlich dringend bräuchten, überhaupt um?
  • warum gelang es nicht, die Frau so zu integrieren, dass wir vielleicht eine neue Autorin bekommen hätten?

Vielleicht können wir gesittet, mit etwas Abstand, in aller Ruhe und Gelassenheit den Fall noch einmal auszugsweise Revue passieren lassen und womöglich selbstkritische Gedanken austauschen. Um Moderation wird gebeten. --Schlesinger schreib! 09:33, 18. Mär. 2018 (CET)

Danke Schlesinger für diese knappe Darstellung. Auch wenn ich wohl nur einen Bruchteil auf den diversen Seiten gelesen habe, kann ich nur sagen: es ist wieder ein sehr trauriges Kapitel der de.Wikipedia, beschämend.
Autorenschwund durch sinkende Zahl neuer Wikipedianer geht weiter - Februar 2018
Dass die Zahl der Autoren weiter sinkt wundert mich nicht mehr angesichts des Bildes, dass die WP bietet. Man hätte es gelassener sehen können und müssen. Die Schülerin hätte man zum JF-Preis beglückwünschen und einladen sollen zu einem Gespräch und zur Mitarbeit, und man hätte auf "Jugend forscht" zugehen sollen. Nun hat man - obwohl kein nennenswerter Schaden passiert ist - einen enormen Schaden selber verursacht. Anstatt diese Chance zu nutzen für das Gewinnen von Schülern. Ich habe gestern im Freundeskreis anläßlich eines Geburtstages dies erzählt, darunter war eine Schülerin aus einem Gymnasium. Sie erzählte von ihren Lieblingsspiel in der Schule, vor allem bei Vertretungsstunden, das lautet: Wikipedia-Battle. Der Lehrer startet von der WP-Hauptseite mit einem zufällig ausgewählten WP-Artikel und gibt ein Ziel (Thema) vor. Die Aufgabe lautet dann: in wenigen Schritten und kurzer Zeit per Wikilinks von diesem Artikel zum Zielartikel zu gelangen. Anstatt die WP so in die Schulen zu bringen veranstaltet aber die Community unter Führung gewisser Admins eine Art Wikipedia-Battle, für das ich mich nur schämen kann. Beste Grüße - Brücke 10:18, 18. Mär. 2018 (CET)
Das Diagramm besagt so zunächst einmal wenig. Erstens ist ein Rückgang der neuen Autoren nicht dasselbe wie ein Rückgang der aktiven Autoren. Bei den Neuzugängen ist zu berücksichtigen, dass man natürlich, bei Null beginnend, erst mal das Reservoir aller möglicher und mitarbeitsgeneigter Menschen anzapft, während späterhin fast nur noch nachwachsende Interessenten gewonnen werden können, die in ihre „Autorenzeit“ eintreten, ganz gleich pb die nun generationell oder nach statistischer Interessenentwicklung gezündet wird. Es ist also bei der Zahl der Autoren selbst in völlig unbedenklicher Lage eine Kurve zu erwarten, die in eine Sättigung übergeht, und bei der Kurve der Neuzugänge ein Fall auf den Nachwuchs.
Hinzu kommen Aspekte, auf die wir hier keinerlei Einfluss haben. Können und wollen etwa die Handydaddler überhaupt noch soviel schreiben wie die älteren Jahrgänge? Wollen Sie nicht vielleicht lieber nur den Daumen heben oder senken oder ihren Befindlichkeiten über die sogenannten sozialen Netzwerke kommunizieren? (Im vorstehenden Satz fehlen vielleicht ein paar Anführungszeichen.)
Das Wikipedia-Battle-Spiel mag an die Wikipedia heranführen, aber ist die Heranführung an deren Nutzung überhaupt noch nötig? Die Mädels und Jungs wissen doch inzwischen, wie man sich manche Mühe bei den Hausaufgaben ersparen kann, nämlich indem man einfach gedankenlos abkupfert, und was wird da oft die naheliegende Quelle sein? Führt das Spiel denn in irgendeiner Weise zur Autorschaft in der Wikipedia? Vielleicht wäre es hierfür hilfreicher, wenn die Deutschstunde stattdessen nicht ausfiele und man in ihr etwas mehr Grammatik lernen würde, als der Bequemlichkeit von Schülern und Lehrern zuträglich ist.
Non sequitur. --Silvicola Disk 10:55, 18. Mär. 2018 (CET)
Schwund bei aktiven Wikipedianern - Februar 2018
<quetsch> Hallo Silvicola, ich könnte Dir in vielem widersprechen, beschränke mich aber auf das Nachliefern nur einer Abbildung. Aber ich möchte nicht weiter das Thema hier verschieben. Deine Negativ-Haltung zu den "Handydaddlern" werde ich wohl nicht korrigieren können, aber ich halte sie für falsch. Später werde ich vielleicht mal meine tiefere Analyse zur WP-Statistik 2017 veröffentlichen, die zeigt, wie viele positiv den Weg zu WP finden, aber nach einem ersten Schritt vom Mief hier abgestoßen werden. Ein Klimawandel wäre in der WP nötig! - Brücke 12:00, 18. Mär. 2018 (CET) Die Diskussion um NOSchool könnte/sollte uns eigentlich den Spiegel vors Gesicht halten ... lesenswert ist der Artikel, den Schlesinger Dir/uns allen unten empfiehlt.
„Das Diagramm besagt so zunächst einmal wenig.“ und „Non sequitur.“ – Ich habe nichts zurückzunehmen. Du hast mit einem Diagramm für etwas argumentiert, was es nicht hergibt. Ich habe es zurückgewiesen, doch eine falsche Begründung invalidiert selbstredend nicht die Behauptung, die kann sich ja mit anderen Argumenten begründen lassen, sondern eben nur die Begründung. --Silvicola Disk 13:49, 18. Mär. 2018 (CET)


Hat die Erforscherin des Erwartbaren nach ihrem Experiment denn die eingebauten Fehler wieder beseitigt oder nicht? Je nachdem würde ich ihr Verhalten mehr oder weniger nonchalant sehen. Den Effekt des Experimentes kann man nachträglich auch über die Versionsgeschichten vorweisen. Zum Verhalten ihr gegenüber:
  • Der Erwischte bekommt natürlich den Segen immer auch für die nicht Erwischten ab, ein bekannter Effekt bei Sanktionssystemen. („Keine Gleichheit im Unrecht“)
  • Bitte nicht immer auf dem Klepper ärgerlicher weißer alter Mann reiten. Wenn man Schüler Arbeiten ihrer Mitschüler korrigieren lässt, kann man sich über ihre Strenge nur wundern. Von einem ähnlichen Effekt berichtet ein Freund, der oft akademische Prüfungen abnimmt, die Assistenten urteilen regelmäßig schärfer als die Professoren. Deine Alterseinordnung der Scharfen ist zunächst mal nur eine Unterstellung.
  • Ob die Experimentatorin sich ernsthaft fürs Mitmachen an der WP interessiert, ist nach dem Berichteten alles andere als klar, sondern nur Spekulation. Möglich ist auch, dass sie nur einen leichten Treffer bei der extrawikipedischen Öffentlichkeit platzieren wollte, und dann tschüss ade dem Projekt hier.
  • Irgendwie wundert es mich nicht sehr, dass Du die Schuld für jede „misslungene Integration“ dem Kollektiv zuschreibst, in das hinein sie erfolgen soll, und die Integrationsaspirantin (sofern sie es überhaupt ist, s.o.) völlig außer Betracht lässt. Gratuliere, Du hast die herrschenden Ideen der Zeit trefflich erfasst und verinnerlicht!
--Silvicola Disk 10:26, 18. Mär. 2018 (CET)
Ich bin mit der Beschreibung nicht einverstanden. Über die Jugend-forscht-Untersuchung weiß ich wenig, das Wenige, was bekannt ist, lässt meines Erachtens darauf schließen, dass sie nicht nur im Einbauen von Fehlern in Artikel bestand. Die Autorin kannte zum Beispiel den Begriff der Relevanzkriterien und es scheint, dass ein Teil der Untersuchung auch der praktischen Anwendung der RK gewidmet war. Zumindest die Ergebnisse, wie sie in einem Video der Autorin und dem Presseartikel präsentiert werden, sind allerdings völlig überraschungsfrei. Es wäre sinnvoll, die ganze Arbeit mal zu lesen, wenn man sie kriegt.
Wieso sich mit der Sperre "die Hardliner durchgesetzt" haben sollen, ist mir nicht ersichtlich. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Autorin diese Konsequenz ihres Handelns einkalkuliert hatte und bereitwillig getragen hätte. Es ist ja nicht so unlogisch, dass die Störung der Wikipedia durch absichtlichen Einbau falscher Informationen mit einer Benutzersperre geahndet wird. Womit die Autorin wohl weniger gerechnet hat und was sie offensichtlich nicht zu akzeptieren bereit ist, ist das Ausmaß der emotionalen Reaktion und insbesondere das Übergreifen auf ihr "wirkliches Leben". Das ist ein bisschen naiv, wer auf verdeckte Weise störend in ein soziales System eingreift, um es zu untersuchen, muss mit heftigen Reaktionen rechnen. Die Reaktionen sind in ihrer Heftigkeit andererseits bedenklich, weil sie auf eine sehr starke und wenig reflektierte emotionale Beteiligung der Reagierenden an der Wikipedia schließen lassen. Dass die Autorin dies nicht erwartet hat, kann ich verstehen, und dass sie dies nicht akzeptiert, ist meines Erachtens richtig. Es ist allerdings auch ein Ergebnis der Untersuchung, wenn auch offenbar ein nicht-intendiertes.--Mautpreller (Diskussion) 10:36, 18. Mär. 2018 (CET)
PS: Ich fände es übrigens sehr interessant, wenn ein Follow-up der Untersuchung von Christian Stegbauer zustande käme (Wikipedia: Das Rätsel der Kooperation. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2009, aber mit Daten von 2006). Ich habe keine Möglichkeit herauszufinden, ob die Autorin diese sehr lesenswerte wikipedistische Arbeit kannte/kennt, das ließe sich nur der Arbeit selbst entnehmen. Stegbauer hatte Fragen gestellt, die meines Erachtens bis heute weitgehend unbeantwortet geblieben sind. Eine der wichtigsten ist die nach dem Selbstverständnis der Wikipedia (bei Stegbauer beschrieben als Wandel von der Aufklärungsideologie zur Produktideologie). Ganz vorsichtig würde ich annehmen (unter Vorbehalt besserer Information), dass sowohl die Autorin als auch die innerwikipedianischen Reaktionen sehr stark auf die Produktideologie abheben und die Aufklärungsideologie nur mehr als Folklore eine Rolle spielt. Vielleicht stimmt das nicht, man könnte diese Hypothese aber versuchen zu prüfen.--Mautpreller (Diskussion) 10:58, 18. Mär. 2018 (CET)
Könntest Du kurz sagen, was Du mit Produktideologie meinst? Wenn es der Wunsch wäre, ein blitzblankes Produkt zu haben, auch wenn es darunter innerlich marode ist, sozusagen vorne hui, hinten pfui, so kann man den hier nicht selten antreffen. Aber ob das zugenommen hat? Wie oft hilft nur Empirie, und mir schiene hier eine an konkreten Editionshistorien orientierte Untrersuchung aussagekräftiger als der übliche sozialwissenschaftliche Rekurs auf Selbstbekundungen mit Multiple-Choice-Fragen u.ä. Ich denke dabei an Fragestellungen wie: Werden bloße Seitensatzfehler schneller beseitigt als grammatische Fehler oder gar logische Fehler in der Darlegung? Wieviele Bearbeitungen gehen bei stark bebilderten Artikeln in die Bildverschieberei im Verhältnis zum Textumbau? Dergleichen dann leidlich objektiv hinzubekommen, ist aber wohl eine gewaltige Herausforderung. --Silvicola Disk 11:20, 18. Mär. 2018 (CET)
Hi Silvicola, ich habe Stegbauer zitiert. Das war eine empirische Untersuchung, deren wichtigstes methodisches Tool die Beobachtung und Auswertung stichprobenartig ausgewählter Seiten war. Nur ergänzend kamen qualitative leitfadengestützte Interviews hinzu. Multiple-Choice-Fragen spielten keine Rolle.
Ich versuche mal die beiden "Ideologien" mit Stegbauer zu charakterisieren: Zur "Aufklärungs-" oder "Befreiungsideologie" gehört der Anspruch, dass "jeder" mitmachen kann, dass Wissen und Wissenshandeln aus proprietären und in sich geschlossenen Winkeln "befreit" und demokratisiert wird, gehören Projekt und Utopie. Zur "Produktideologie" gehört das Bild, dass man ein etabliertes Produkt in Konkurrenz mit anderen produziert und präsentiert. Hierher gehören die Vergleiche mit dem Brockhaus, das Verlangen nach Seriosität und Korrektheit usw. Natürlich schließen sich die einzelnen Elemente dieser beiden "Ideologien" nicht aus, aber es gibt Widersprüche zwischen ihnen. Die Konzentration auf "Fehler" packt die Wikipedia bei der Produktideologie. Falls die Jugend-forscht-Autorin sich ernsthaft mit den Relevanzkriterien und deren Entstehung und Umsetzung beschäftigt haben sollte (was ich schlicht nicht weiß), könnte hier aber auch deutlich mehr "Aufklärungsideologie" mitspielen (Demokratisierung des Wissens und vor allem der Entscheidung über dessen Grenzen).--Mautpreller (Diskussion) 11:41, 18. Mär. 2018 (CET)
Eine Verständnisfrage dazu: Hinsichtlich der Aufklärungsideologie - ist damit gemeint in Bezug auf Wikipedia, dass jeder an der Darstellung etablierten Wissens mitwirken kann oder hat dies (auch über WP hinaus) auch den Aspekt, dass Wissen jenseits etablierter Kreise einen Wert bekommt und rezipiert wird? --Belladonna Elixierschmiede 11:52, 18. Mär. 2018 (CET)
Beides, auch letzteres, aber es geht darüber hinaus. "Befreiungsideologie" trifft es vielleicht sogar besser: die Idee, dass nicht nur "das Wissen", sondern auch die Wissensdarstellung und -produktion selbst über die sozial geschlossenen Kreise hinaus verbreitet werden. Es gibt keine konsistente Darstellung dieser "Ideologien" bei Stegbauer, das sind eher Versuche, die Werte, auf die die Leute in den Diskussionen Bezug nehmen, zu systematisieren und zwei verschiedenen Feldern zuzuordnen.--Mautpreller (Diskussion) 11:59, 18. Mär. 2018 (CET)
Danke. So aufgefasst, würde ich zwischen der alle umfassenden Utopie und einem konkurrentiellen Ansatz wohl den letzteren vorziehen. Konkurrenz ist zumindest auch eine Art von Kritik. Jedoch gibt es leider auch oft eine Konkurrenz nach unten: Sich eingängig und sich lieb Kind machen auf Kosten auch der Korrektheit, Emotionalisierung usw. Ich sage nur noch: Fernsehen. --Silvicola Disk 14:00, 18. Mär. 2018 (CET)


(BK, unterbrochen durch Telefonat) Für katastrophal halte ich vor allem die Außenwirkung. Viel unsouveräner kann man mit so etwas nicht umgehen.
Einerseits ist die "Forschung" hier banal, da nur Fehler in selbstgeschriebene Artikel eingebaut wurden, die kein Schwein interessieren - und zwar Fehler, die auch als solche belanglos sind.
Wären andererseits wirkliche Klöpse eingebaut worden, so könnten die Ergebnisse interessanter sein, aber der Mob würde unmso mehr toben.
Dabei sind die Fehler längst beseitigt.
Eigentlich könnten Leute, die die WP etwas besser kennen als die Forscherin, ihre Lehrer und die Jury jetzt mit ihr sachlich kommunizieren, inwiefern ihr Focus nicht ganz getroffen hat. Und die Ergebnisse ebendieser sachlichen Auseinandersetzung käme dann u. U. auch "draußen" an. --Elop 11:22, 18. Mär. 2018 (CET)
Wie wäre es mit ein paar externen Links auf die Presseartikel oder was auch immer, die die Öffentlichkeit beschäftigt haben? Die fehlen bisher hier. --Silvicola Disk 11:28, 18. Mär. 2018 (CET)
Danke! --Silvicola Disk 14:04, 18. Mär. 2018 (CET)

Findet jemand das Video der Autorin wieder? Das ist m.E. das Aufschlussreichste, was dazu verbreitet wurde. Ich habs gesehen, bin aber nicht sicher, ob es noch im Netz zu finden ist. Wirklich wünschenswert wäre aber die Arbeit selbst.--Mautpreller (Diskussion) 11:54, 18. Mär. 2018 (CET)

Diese Sache wie sie im Kurier und sonstwo "diskutiert" erscheint mir mehrfach verquer, wobei den Diskutanten Rolle und Selbstverständnis einer 17jährigen Schülerin nicht halbwegs klar scheint. Dieses Unverständnis meine ich auch hier teilweise zu erkennen. Schülern/innen wird auf der gymnasialen Oberstufe in der Regel beigebracht, dass Wikipedia im Unterschied zu Sachbüchern und redaktionell verantworteten Fachzeitschriften nicht, aber auch gar nicht zu trauen sei. Dazu kommt: Die Wahrheitsliebe eines sehr jungen Menschen - das behaupte ich jetzt ganz ernsthaft aufgrund meiner Erfahrungen als Lehrer - ist in der Regel so groß, dass er/sie erwartet, Fehler würden umgehend entfernt und oder korrigiert, wenn die dort Tätigen engagiert und kompetent seien. Insofern ist die Herangehensweise der Schülerin verständlich. Dass die Sache derart hochgekocht wurde und jeder sich selbst, dann lange nichts und dann weiter sich selbst dazu beitrug, ist meiner Ansicht nach typisch Wikipedia in seiner, wie soll man das nennen: kollektiven Egomanie. Die Diskussion um die "Jugend-forscht"-Sache ist durch Wikipedianer extrem eskaliert und gehört zu den wirklichen hässlichen Seiten der Wikipedia, die sie mit anderen sozialen Netzwerken teilt. -- Miraki (Diskussion) 12:17, 18. Mär. 2018 (CET)

Es ist vor allem schade, dass wir durch diese unterirdischen Diskussionen und vor allem die Aktionen im RL der Schülerin, die Möglichkeit verspielt haben, die Arbeit einzusehen und ggf in einen Dialog zu treten.--Belladonna Elixierschmiede 13:57, 18. Mär. 2018 (CET)


Vielleicht sollten wir uns auch über die in diesem Fall zu Tage getretenen Defizite in der Wikipedia-Diskussionskultur unterhalten. --Schlesinger schreib! 12:35, 18. Mär. 2018 (CET)

Das wäre wünschenswert. Ich selbst editiere jetzt mittlerweile wieder unter IP. Nach Jahren ohne Account mal einen angelegt, da man per Scripte sich gesperrte Namen durchstreichen lassen kann. Ein paar Metakommentare später wird man schon als Sockenpuppe, oder Sperrumgehung auf die VM gezerrt. Wurde zwar abgeschmettert, aber aufgrund des netten Umgangstons der Kollegen war für mich die Frage beantwortet, warum wir wohl wenig neue Autoren gewinnen. Der Diskussionsstrang zur der jungen Forscherin zeigt auch gut die Abgründe, welche sich bei einigen Alteingesessenen hier verbal auftun. Ich habe den Eindruck, dass neue Autoren immer gleich weggebissen werden, wenn sich für Themen interessieren, die schon besetzt sind. Der Umgangston, mit dem dies geschieht, ist zumeist zwischen Arrogant und Herablassend, wenn nicht gar feindselig. AGF gilt hier schon lange nicht mehr. Auch die ewigen Dauerkonflikte zwischen einigen Benutzern zeigen deutlich, wie mittlerweile miteinander, oder eher über einander, geredet wird. In Berlin gibt es ja das offene Editieren, mit geselligem Beisammensein. Wollte ich immer mal besuchen, in der Hoffnung, dass Menschen im persönlichen Umgang miteinander nicht den selben Umgangston an den Tag legen, als wenn sie hier anonym editieren. Vielleicht ist die Anonymität hier bei Wikipedia auch ein Teil der Ursache für die kritisierte Diskussionskultur. --Plenus spei (Diskussion) 13:20, 18. Mär. 2018 (CET)
Und was soll diese Diskussion bringen? Ich wage mal eine Prognose: Es wird dabei rauskommen, dass die "Diskussionskultur" in de.wp mies, unterirdisch etc. sei. Dass das an bestimmten Accounts liege, die sich nicht im Zaum halten könnten (wobei die Accountnamen unterschiedlich sein werden, je nachdem, wer es schreibt). Dass durchgegriffen werden müsse gegen solche Accounts. Das ist zwar alles Unsinn, aber es wird das Ergebnis sein.--Mautpreller (Diskussion) 13:36, 18. Mär. 2018 (CET)
(BK) Benutzer:Schlesinger, kaum sage ich oben zu einem konkreten Thread meine Meinung: [3], machst du ein paar Minuten später den Allgemein-Thread „Defizite der Diskussionskultur“ auf. Das habe ich bei dir schon öfter erlebt, leider. Vielleicht solltest du mal deine eigene Diskussionskultur überdenken. -- Miraki (Diskussion) 13:38, 18. Mär. 2018 (CET)
Hast du den Eindruck, dass ich das Gespräch im obigen Abschnitt nach deinem Beitrag gezielt "abgewürgt" habe? Das war nicht meine Absicht. Ich halte aber eine Zweigleisigkeit in diesem Themenbereich schon für nützlich. Einerseits die Erörterung des konkreten Falls und andererseits eine allgemeinere Betrachtung über unsere Diskussionskultur parallel dazu. Schade, dass dich das zu stören scheint. Dein Hinweis auf meine Diskussionsskultur hättest du dir aber sparen sollen. Hier auf der Grillenwaage kommen wir ohne ad-personam-Vorwürfe aus.
@Mautpreller: Mag sein, dass es so kommt wie von dir befürchtet. Aber warum sollte man diesen Missstand nicht auch kurz streifen? Doch wenn euch dieser neue Abschnitt stört, nehmt die Überschrift einfach wieder raus. Sie ist nicht so wichtig. --Schlesinger schreib! 13:59, 18. Mär. 2018 (CET)

Das sind keine bloßen „Defizite der Diskussionskultur“, es ist Hate Speech. Es gibt kein Halten mehr, keine Hemmungen. Es ist das Ende allen Diskurses.--Aschmidt (Diskussion) 14:12, 18. Mär. 2018 (CET)

Na da sind wir ja schon.--Mautpreller (Diskussion) 14:13, 18. Mär. 2018 (CET)
(nach BK) Mautpreller, natürlich kann man so eine Diskussion im Keim ersticken. Man kann aber z. B. auch über Ursachen grübeln und überlegen, in wie weit Maßnahmen möglich wären. Wo sind z.B. Parallelen festzustellen?
(nach BK)NOschool hat falsche Angaben in Artikel hineingebracht. Das ist nicht neu, derartige Fälle – insbesondere bei Artikeln aus dem rechtspopulistischen Umfeld – werden täglich auf VM diskutiert. Ergebnis ist i.d.R., dass es zu einer Artikelsperre in der „falschen Version“ kommt und die Protagonisten zu filibusterhaften Diskussionen inkl. 3M gezwungen werden. Ein Konsens ist hier nicht zu erwarten, da hier ein Weltbild dargestellt werden soll, siehe z.B. Burschenschaftler-Artikel. Willkürliches Beispiel mit zugehöriger Diskussion. Sperren sind nur zu erwarten, wenn ein Protagonist zu PA oder E-W provoziert werden kann – nach meiner Wahrnehmung unterschwelliges Ziel in derartigen Diskussionen. Die einzige potentielle Abhilfe WP:BSV verleugnet, dass wir nur Accounts, aber keine Menschen sperren können.
Nebenbei: In meinen Augen wäre der Shitstorm anders ausgefallen, wenn es sich hier nicht um eine junge Frau gehandelt hätte. --Wibramuc 14:25, 18. Mär. 2018 (CET)
Hallo Wibramuc, das ist aber doch ein ganz anderer Fall. In dieser Jugend-forscht-Geschichte hat die Autorin, um die Wikipedia zu untersuchen, selbst in das System eingegriffen. Das ist eine Art Teilnehmende Beobachtung, und zwar eine ganz spezielle Art: eine verdeckte teilnehmende Beobachtung, die absichtliche Regelverstöße einschloss. Das ist nicht prinzipiell zu verurteilen, es kann eine zu rechtfertigende Methode sein. Aber unproblematisch ist sie nicht, sie wirft schwierige methodologische und forschungsethische Probleme auf. Zu den letzteren gehört zum Beispiel, dass User:Brunswyk verständlicherweise sehr wenig begeistert davon war, über die Absichten des Accounts vorsätzlich getäuscht und als Versuchskarnickel missbraucht zu werden.--Mautpreller (Diskussion) 14:38, 18. Mär. 2018 (CET). Siehe etwa [4] --Mautpreller (Diskussion) 14:54, 18. Mär. 2018 (CET)
Fehlerinjektion ist nicht besonders originell, aber wie soll man sonst eine Probe mit Fehlern bekommen. Der Button fehlerhafte Artikel fehlt in meinem Skin. Also müsste man selbst aktiv nach Fehlern in der Wikipedia suchen. Da hat man auch einen Bias in der Stichprobe: wie finde ich Fehler in Artikeln, bei denen ich vom Thema keine Ahnung habe? Außerdem muss man Versionsgeschichten durchforsten, denn die aktuellen Versionen enthalten nur die noch nicht gefundnen Fehler. Bei den Zeitvorgaben konnte bei der Fragestellung gab es außer Fehlerinjektion wohl keine andere Möglichkeit.
Innovativ fand ich, dass sie die eigenen Artikel auf SG? und KALP hat kandidieren lassen. Auch die grenzwertige Relevanz, die teilweise nur durch den Einbau von Fehlinformation (Hochsschullehrer) erreicht wurde, fand ich handwerklich gut gemacht. Was da zu Tage getreten ist hat mich durchaus verblüfft, dass nicht mal bei einer KALP-Kandidatur Fehler entdeckt werden, die man mit 2 Klicks hätte finden können hätte ichnicht vermutet. Das da IPs aus Siena mitstimmen dürfen auch nicht.
Ich persönlich finde die Verletzung der Terms of Use und die Verletzung von WP:AGF ethisch inakzeptabel, aber das scheinen viele im Projekt anders zu werten. Interessant wäre eine Stellungnahme der Projektbetreuerin. Wurde mit der Schülerin darüber gesprochen, hat sich im Vorfeld irgend jemand dauz gedanken gemacht, ist das überhaut mit den Jugend Forscht Regularien vereinbar?

Zwischen der Korrektur der Fehler und der Abgabe der Arbeit sowie der öffentlichen Präsentation der Arbeit liegen mehrere Wochen. Es wäre reichlich Zeit gewesen sich auf der eigenen Disk zu erklären zu sagen, dass man vorsätzlich Fehler eingebracht hat, diese aber alle korrigiert hat und sich für den Vertrauensbruch zu entschuldigen. Diese Chance wurde nicht genutzt.

Nach dem Bekanntwerden des Zeitungsartikels brach der erwartbare Shitstorm los. Daruafhin kam eine Reaktion. Die Kritik an der Forschungsarbeit wurde ihrerseits kritisiert, den Kritikern wurde vorgeworfen die Arbeit nicht gelesen zu haben.
Ist die Arbeit irgendwo publiziert? Falls nicht, wurde den Kritikern die Arbeit zugänglich gemacht. Falls die Antwort beidesmal nein lautet, dann ist die Haltung ich darf Euch öffentlich kritisieren, ihr dürft mich nicht öffentlich kritisieren, denn ihr kriegt meine Arbeit nicht zu sehen. na ja ... --Varina (Diskussion) 17:34, 18. Mär. 2018 (CET)
Hallo Varina. KALP kannst du voll vergessen. Dort wird meiner Erfahrung nach nur an der Oberfläche gekratzt. Eine eingehende inhaltlich Prüfung findet (meist) nicht statt. Wenn ich mich da mal an der Beurteilung eines Artikels beteiligt hatte, war ich in der Regel der Einzige der begründet keine Auszeichnung vergeben wollte (und der in diesem Zuge gleich noch offensichtliche Fehler im Artikel korrigiert hat), aber, anders als in LDs gehts dort weniger um Argumente, sondern es handelt eher um reine Abstimmungen. Es hat mich daher nicht im Geringsten überrascht, dass NOSchools Artikel auf KALP erfolgreich waren... --Gretarsson (Diskussion) 23:08, 20. Mär. 2018 (CET)

Ich will mal noch einen Versuch unternehmen. Benutzer:NOSchool hat ein Review zu ihrem Artikel Gymnasium Neue Oberschule gestartet. Sie stellt sich dort als "relativ neue" Benutzerin mit ihrem ersten Artikel vor und spricht die Wikipedianer an, was es noch zu verbessern gebe: [5]. Dann stellt sie ihn mit ähnlicher Selbstvorstellung bei WP:KLA vor: [6]. Man kann den Verlauf auf der Diskussion:Gymnasium Neue Oberschule nachvollziehen. Die Täuschungsabsicht ist offenkundig, die Autorin suchte nicht, wie sie behauptete, Unterstützung, sondern wollte herausfinden, ob die von ihr absichtlich eingebauten Fehler gefunden werden. Bemerkenswert ist allerdings, dass in der Debatte die emotionalsten Beiträge gerade nicht von den Leuten kamen, mit denen sie zu tun hatte, sondern von anderen. Das gibt zu denken: Ist es vielleicht weniger das (m.E. berechtigte) Gefühl, von der Userin absichtlich an der Nase herumgeführt und in ihrer Gutgläubigkeit ausgenutzt worden zu sein, das die Debatte so hochkochen ließ, sondern eher etwas Abstrakteres, nämlich das Gefühl, als Wikipedia-Kollektiv "betrogen und vorgeführt" worden zu sein? --Mautpreller (Diskussion) 17:07, 18. Mär. 2018 (CET)

Ich war ja selbst schon einmal in der Situation der Schülerin und fand es damals schon bemerkenswert, dass diejenigen, sie sich am meisten mit einem "verratenen Wikipedia-Kollektiv" identifizieren, ausgerechnet diejenigen sind, die sich ansonsten freiwillig außerhalb jeder "Benutzergemeinschaft" ansiedeln, nämlich IPs (1). --Magiers (Diskussion) 17:39, 18. Mär. 2018 (CET)
(nach BK)Über die Motive anderer kann ich nichts sagen. Mir ging es so: Wenn ich meine Arbeitshypothese Fehler in der Wikipedia bleiben meistens unbemerkt hätte belegen wollen hätte ich es nicht besser anstellen können. Mein subjektives Empfinden beschreibt am besten das Wort Heimtücke.
Wenn WP von außen kritisiert/angegriffen wird, stellt sich ein Wir-Gefühl ein und man verteidigt die eigene Gruppe (WP) gegen den äusseren Feind (den Kritiker). Das ist normales menschliches Gruppenverhalten. Das klappt auch bei Wikipedianern.
Wenn ich jemanden in meine Wohnung lasse, er während ich auf dem Klo bin ein paar Wertgegenstände einsackt, mit mir anschliessend einen guten Wein niedermacht und ich am nächsten Tag die Fehlenden Gegenstände neben der Zeitung im Brifkasten finde, und in der Zeitung lese Varina ist zu blöde sich gegen Einbrecher zu sichern, dann fühle ich mich wie? --Varina (Diskussion) 17:47, 18. Mär. 2018 (CET)
(nach BK als Antwort auf Mautpreller) Oder ist es schlicht die bei WP struktur- oder regelbedingt gepflegte Diskussionskultur? Ja, NOSchool hat bewusst falsche Informationen in Artikel eingebaut. So wie ich es tagtäglich gerade in Artikeln aus dem rechtspopulistischen Umfeld auch finde. Im Unterschied zu letztgenannten Autoren hat sie allerdings dazu gestanden und sich sogar dafür entschuldigt.
Wann wurde bei WP ein angemeldeter Benutzer sanktioniert, weil er regelmäßig WP:NPOV missachtete? Ich beobachte zunehmend gezielte Provokationen zur Vermeidung von Filibustern ohne Aussicht auf Konsens, mit dem Ziel, eine Sperre des Gegenübers durch PA oder E-W zu erreichen. So nehme ich einen erheblichen Teil der auf WP:VM eskalierten Konflikte war. Das ist unsere Kommunikationskultur auf WP - wie Aschmidt oben schön schreibt: eine permanente Gratwanderung an Hate-Speech. Das ist traurigerweise WP, das färbt natürlich auf den Umgang mit Accounts wie NOSchool ab. --Wibramuc 17:50, 18. Mär. 2018 (CET)
@Wibramuc: Im Unterschied zu letztgenannten Autoren hat sie allerdings dazu gestanden und sich sogar dafür entschuldigt wo hast Du das gelesen, ich habe nirgendwo eine Entschuldigung gefunden. --Varina (Diskussion) 18:03, 18. Mär. 2018 (CET)
Varina, Du hast recht, sorry, ich hatte das so interpretiert. --Wibramuc 06:44, 19. Mär. 2018 (CET)

Dank für die Beiträge. Varina, ich stimme Dir im Wesentlichen zu. Der Vergleich ist m.E. gut, nur eins trifft er nicht voll: Die Wikipedia ist nicht eine Privatperson, sondern eine durchaus einflussreiche Institution. Dennoch finde ich es wichtig klarzustellen, dass tatsächlich getäuscht wurde und das keine Kleinigkeit ist. Man kann sagen, das ist eine Methode wie bei Günter Wallraff, der einem Priester seine Bedenken als Napalm-Fabrikant beichtete. Das könnte auch zeigen, dass "heimtückische" Täuschung nicht unter allen Umständen ungerechtfertigt sein muss. Bloß war sie hier gerechtfertigt? Hier ging es ja keineswegs um so weitreichende moralische Fragen. Ich halte das in diesem Fall nicht für gerechtfertigt. Vor allem aber würde ich tatsächlich gern das Resultat sehen, also die Forschungsarbeit selbst, und meine, das schuldet die Autorin den Leuten, die sie getäuscht hat. Magiers, das finde ich auch interessant: Wie schnell die Diskussion in das Fahrwasser des Nestbeschmutzungsvorwurfs gerät, und das von allen Seiten. Bei Dir ging es ja um einen völlig anderen Sachverhalt, gewisse Ähnlichkeiten in der Diskussion sind aber m.E. unübersehbar. Wibramuc, ist das nicht wirklich eine andere Geschichte? Die Accounts, von denen Du sprichst, glauben doch im Allgemeinen selbst, was sie schreiben. Oder nicht? --Mautpreller (Diskussion) 18:13, 18. Mär. 2018 (CET)

Mautpreller, zu deinen Überlegungen vielleicht noch als Ergänzung: Ganz am Anfang der Diskussionen (also am vergangenen Wochenende auf FZW wo das alles startete) gab es noch einen Grund des Unmuts, der von mehreren Leuten betont wurde: Die Schülerin hat einen Preis (und ein Preisgeld) dafür bekommen, daß sie WP vorgeführt und verar**** hat; und einen Zeitungsartikel gab es für sie auch noch obendrauf. Tenor also: Sie hat sich auf simple Weise profiliert und bereichert und wir – die Wikipedia – stehen da als die Doofen (wobei das Preisgeld nun wirklich kein Argument ist: es gab insges. 135,- Euro). --Henriette (Diskussion) 18:51, 18. Mär. 2018 (CET)

Ich habe das Gefühl, dass wir uns jetzt im Kreis drehen. Alle maßgeblichen Argumente sind deutlich und begründet ausgesprochen worden, aber solange wir die Arbeit der Schülerin nicht vorliegen haben, wird kaum neues als Erkenntnis hinzukommen. Ich hatte ja schon heute Mittag den Versuch unternommen, eine neue Überschrift einzufügen, was aber auf Ablehnung stieß. Vielleicht wäre jetzt aus Gründen der Übersichtlichkeit ein günstiger Zeitpunkt für einen neuen Ansatz. --Schlesinger schreib! 18:22, 18. Mär. 2018 (CET)

Der Erkenntnisertrag des Experiments ist vorhersehbar gleich Null, zumal es tagtäglich millionenfach durchgeführt wird: Man verteile Müll unterschiedlicher Relevanz an Orten unterschiedlicher Relevanz und wird ungefähr folgendes beobachten: In der Empfangshalle eines Nobelhotels bleibt selbst ein winziges Schnipsel nicht lange liegen, und einen ausgedienten Kühlschrank wird man dort überhaupt nicht unterbringen. An einem abgelegenen Ort, für den sich niemand verantwortlich fühlt, kann dagegen selbst ein großer Brocken u.U. Jahrtausende überdauern. Was bleibt also übrig? M. E. nichts weiter als ein dummer Kinderstreich oder mit viel AGF meinetwegen ein Anfängerfehler, aber zumindest für mich beiläufig auch die Frage, was dieses "Jugend forscht" eigentlich für ein putziges Unterfangen ist. (Als ich das letzte Mal davon hörte, das ist freilich schon einige Jahre her, hatten sie gerade den Vorschlag eines Perpetuum mobile ausgezeichnet.) --Epipactis (Diskussion) 18:52, 18. Mär. 2018 (CET)

Zu Schlesis Zwischenfrage, die inzwischen keine eigene Überschrift mehr hat:

>>Vielleicht sollten wir uns auch über die in diesem Fall zu Tage getretenen Defizite in der Wikipedia-Diskussionskultur unterhalten. --Schlesinger schreib! 12:35, 18. Mär. 2018 (CET)<<

Da wurde bis vor ein paar Tagen die Binsenweisheit bemüht, Schlesi sei es, der eigentlich immer nur "provozieren wolle" (ob das jetzt so war oder nicht).

In den letzten Tagen indes schreibt Schlesi sehr differenzierte Beiträge und wird dennoch reflexhaft und sofort ad personam angemacht, wo das überhaupt nicht angebracht erscheint.

Scheint mir also sehr konstellationsbedingt. Kann aber dazu führen, daß wir nur noch Diskussionen über uns und unsere Konstellationen führen, anstatt miteinander und auch mit denen draußen zu reden.

Zu Epipactis' Ausführungen:

Dem zu Schnipsel und Kühlschrank kann ich nur zustimmen.
Dessen ungeachtet ist es völlig bescheuert, wie die WP auf dieses halbgare Jugend-forscht-Zeug reagiert. Viel Hirnrissigeres als eine lange Accountsperre hätte man dieser ohnehin hysterischen und von Wikipedianerseite vor allem "ego/wikizentrischen" Disk als Top nun wirklich nicht anziehen können. --Elop 22:34, 18. Mär. 2018 (CET)

Die Wikipedia-Diskussionskultur unterscheidet sich meiner Erfahrung nach nicht wesentlich von anderen Internet-Diskussionskulturen, ist aber etwas besser als etwa bei Youtube oder in den Diskussionsforen von Nachrichtenseiten. Insgesamt versteht sich, die letzte Woche war ein deutlicher Tiefpunkt.
Aus meiner Sicht wurde die Diskussion die ersten Tage von einigen wenigen geführt von denen sich ein Teil vor allem in der Wortwahl stark vergriffen haben. Die zivilisierteren Leute haben wohl währenddesen nur mitgelesen oder die Sache ignoriert vielleicht gerade wegen der unsachlichen Diskussionsweise. Mit der Zeit haben sich immer mehr zivilisierte Diskutanten gemeldet und seither läuft das auch recht gut was den Diskusionsstil angeht.
Tja, was hätte man besser machen können? Wie geht man mit unsachlichen Diskussionen um? VM wegen PA? In fremden Beiträgen rumpfuschen? Komplett revertieren mit Hinweis auf WP:DISK und andere? Sich in die Diskussion einschalten und deutlich machen dass das so nicht geht?
Das führt meiner Meinung nach nur zu noch mehr Streit und verschlimmert die Sache eher.
Ich habe mich ja anfangs zurückgehalten in der Hoffnung, dass diese unsachliche Diskussion einfach bald wieder verebbt, anstatt sie anzuheizen. Tja, war wohl nicht. Mein Eindruck ist ja, dass man ähnlich wie bei Wahlen und Abstimmungen, als Einzelner wenig Einfluss auf das Ergebnis hat, aber in Summe natürlich sich schon zeigt ob die vernünftige Mehrheit mitmacht oder untätig zusieht. Sprich, man sollte sich in unsachlichen Diskussionen mit betont sachlichen Beiträgen beteiligen und unhöflichkeiten am besten ignorieren. Funktioniert aber nur wenn, andere das auch so machen. --DWI (Diskussion) 22:56, 18. Mär. 2018 (CET)
Ich bekenne, dass ich den Anfang des Spektakels mitbekommen habe und drauf und dran war, NoSchool etwas auf die Disk. zu schreiben, als sie noch weitgehend leer war, das aber nicht getan habe, weil irgendwas anderes war. Der daraufhin über sie einbrechende Sturm hat mich so abgestoßen, dass ich mir das nicht mal mehr angesehen habe und bis heute nicht weiß, was alles geschrieben wurde (bis auf ein paar Brocken, die hier und da verlinkt wurden). Mir fallen solche Tsunamiwellen extrem schwer im Umgang; bei der Schiedsgerichtsdiskussion im Anschluss an die Magistersache habe ich zwar mitgelesen und mich (zu selten) zu Wort gemeldet, aber bald den Eindruck gehabt, gegen das ohrenbetäubende Brüllen von einigen sowieso keine Chance zu haben gehört zu werden, wenn man nicht ähnlich miteskaliert und provoziert. In solchen Sondersituationen eine Diskussion abzuwürgen wie durch die vielgeschmähte harte Administrierung der Benutzerdiskussion scheint mir ein durchaus probates Mittel. --Andropov (Diskussion) 23:06, 18. Mär. 2018 (CET)
Ja, Andropov, das ist ein echtes Problem, das seh ich auch so. Solche Erregungswellen kriegt man kaum gebrochen, und sie führen selten zu etwas Gutem. Aber gerade deswegen, Elop, bin ich mit Dir da nicht einer Meinung. DWI schrieb im Adminproblem zu Koenraad, der Regelverstoß sei ja unter anderem durch den "Shitstorm" deutlich als unerwünscht gekennzeichnet worden. Ich wiederum finde das die ungünstigste Art, ein Zeichen gegen regelwidriges Verhalten zu setzen. Eine gut begründbare Sperre (muss ja nicht 1 Jahr sein) ohne großes Gewese hätte klar gemacht, dass dies so nicht geht, ohne übergriffige Bemerkungen, Moralisieren und Geschimpfe. Manchmal haben formale Entscheidungen nämlich große Vorteile, sie sind kalkulierbar, beziehen sich auf geschriebene Regeln und kommen ohne moralische Vorwürfe aus.--Mautpreller (Diskussion) 23:47, 18. Mär. 2018 (CET)
PS: Zu DWI: Du sagst: „Sprich, man sollte sich in unsachlichen Diskussionen mit betont sachlichen Beiträgen beteiligen und unhöflichkeiten am besten ignorieren.“ Das finde ich gut, es ist das, was ich immer wieder mal versuche, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Hat gelegentlich den Effekt, dass man von allen Seiten Haue kriegt, aber meist überlebt man das.--Mautpreller (Diskussion) 23:51, 18. Mär. 2018 (CET)
+1 sowohl zu Elop als auch zu Mautpreller. Der "Fall" an sich war eine absolute Lappalie. Ich erinnere mich an zwei ganz ähnliche Projekte aus meiner eigenen Jugend. Das eine bestand darin, ein Schlüsselbund auf dem Gehweg auszulegen und aus einem Versteck mittels eines Fadens wegzuziehen, wenn sich jemand danach bückte. Beim anderen schlenderten wir (ungefähr zehnjährig) mit Schokoladenzigaretten in der Hand die Straße entlang. In beiden Experimenten ging es darum, die Reaktionen der Erwachsenen zu erforschen. Naja, das ist nicht die ganze Wahrheit. Vielleicht wollten wir auch ein wenig, oder vielleicht auch hauptsächlich, provozieren und uns amüsieren. Wegen der Erwartbarkeit der Resultate, die sich tatsächlich auch bestätigt hat, haben wir damals gleich von vornherein darauf verzichtet, sie zu protokollieren und auszuwerten, was rückblickend allerdings schade ist, denn heute wären sie vielleicht historisch interessant, damals war die Pädagogik ja noch ziemlich schwärzlich. - Dass die Reaktionen auf den aktuellen Fall so unverhältnismäßig vehement waren, steht mit dem Anlass in gar keinem kausalen Zusammenhang, dieser diente bestenfalls als Auslöser. Ebensogut hätte es auch um die Frage gehen können, ob man gekochte Eier an der stumpfen oder spitzen Seite öffnet. Wenn dies hier ein gemütlicher und friedvoller Verein wäre, dann wären höchstwahrscheinlich auch die Reaktionen dementsprechend ausgefallen. --Epipactis (Diskussion) 00:26, 19. Mär. 2018 (CET)
@Mautpreller: Sperrprozesse bewirken ja, wie du mal sehr einleuchtend beschrieben hast, dass die Wikipedianer sich über ihre eigenen Grenzen verständigen und diese aushandeln und durchsetzen. Solche Prozesse dienen gerade durch ihre Exklusion des Anderen der Gruppenbildung und -kohäsion. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob eine harte Sperre am Anfang dieser Sache eine Abkühlung gebracht hätte, denn die emotionale Angegriffenheit (dazu gleich) wäre nicht geringer gewesen: Vielmehr kann eine Sperre gerade dazu führen, dass sich die Reihen schließen und man umso lieber in das Gruppenhorn stößt, glaube ich.
@Epipactis: Ich glaube nicht, dass die Heftigkeit der Reaktionen von den Inhalten des Falls zu trennen ist: Sondern ich glaube, dass sich hier die fehlende Anerkennungskultur in diesem Projekt spiegelt. Kaum jemand bekommt mal ein Lob für das eigene Engagement hier, geschweige denn Aufmerksamkeit, obwohl viele hier Zeit, Energie und Herzblut reinstecken und sich wohl auch mit dem Projekt identifizieren. Und diese Schülerin, die es noch dazu nicht mal ernst mit dem Projekt meinte und das entgegengebrachte Vertrauen missbrauchte, bekommt einen Preis und einen Zeitungsartikel und viel Aufmerksamkeit auch in der Wikipedia. Dass mit jedem aufgebrachten Edit die Aufmerksamkeit für die Hochstaplerin und damit die Aufregung darüber noch gesteigert wird, ist dann wohl einem Perpetuum mobile nicht mehr ganz fern. Will sagen: Hart gesagt scheint es mir die immer wieder gekränkte Eitelkeit von uns Wikipedianern zu sein, die manche so auf die Palme gebracht hat. Das wäre bei einer Diskussion über gekochte Eier nicht so. --Andropov (Diskussion) 00:59, 19. Mär. 2018 (CET)
Hattest du nicht den Eindruck, dass 90 bis 100% der Aufregung auf das Konto traditioneller hiesiger Animositäten ging? --Epipactis (Diskussion) 02:04, 19. Mär. 2018 (CET)
Das kann gut sein (wie gesagt, ich habe nicht alles verfolgt), allerdings haben auch diese Animositäten ja eine Motivation. Müsste man mal sozialpsychologisch untersuchen. --Andropov (Diskussion) 10:14, 19. Mär. 2018 (CET)
Eine gut begründbare Sperre (muss ja nicht 1 Jahr sein) ohne großes Gewese hätte klar gemacht, dass dies so nicht geht... (Mautpreller).
Ein Jahr(!!!, da ist kein Ausrufezeichen zu viel) musste in der Tat nicht sein, um genauer zu sein: hätte gar nicht sein dürfen und hat den (Neben?-)Effekt, dass die Relationen, welches extrem aggressiv-destruktive Verhalten bei Wikipedia zu sanktionieren ist, völlig aus den Fugen gerät. Nein, der Shitstorm, wozu ich im Unterschied zu anderen, die einjährige Sperre in ihrer das Verderbliche des Tuns der Schülerin administrativ beglaubigende Wirkung zähle, gegen eine 17jährige Teilnehmerin eines (schulischen) Wettbewerbs, die einen Preis bei Jugend forscht gewinnt, hätte nicht sein dürfen, bloße Kritik an ihrer Methode und deren Zurückweisung hätte genügt. Absolut genügt. Aber wenn sich die Community halt von außen angegriffen fühlt, wie etwa ein Staat von einem Schurken... brechen alle Dämme. -- Miraki (Diskussion) 07:34, 19. Mär. 2018 (CET)
Ich muß mich an der Stelle einfach mal einklinken, weil der Vorwurf, „einige“ aus der Kritik-Fraktion (oder auch selbige in generalis) hätten das Auseinandersetzungsnivoh nach unten neu ausgelotet, sich mittlerweile unwidersprochen durch alle Diskussionsseiten zieht, die sich mit der Sache befassen. Erst mal mea culpa: Auch ich habe mit Polemik und Sarkasmus nicht gespart. Einiges sehe ich mittlerweile anders; auch mich hat der Shitstorm, in welchen die Kritik in Teilen abgeglitten ist, erschreckt und in der Folge zu einem partiellen Umdenken bewogen. Meiner Wahrnehmung nach jedoch hat die NOKritik-Fraktion die Polarisierung ebenso mit Leidenschaft mitbetrieben. Haupt-Malaise aktuell ist die unvermittelbare Jahressperre, die sich meiner Meinung nach ursächlich aus dieser beidseitig betriebenen Wiki-Polarisierung heraus entwickelt hat. Nun ist der Salat da, und das „Gute“ daran ist, dass es mittlerweile fast egal ist, ob die aktuelle Sperre reduziert/aufgehoben wird oder nicht. Gegen den Rest kann man nichts machen: personenorientierte Feindbilder werden in de:wiki eben mit Leidenschaft gesucht; manchmal kommt mir de:wiki vor wie eine Dritte Halbzeit in Permanenz. Machen kann man dagegen nichts: das ist ein (inoffizielles) ehernes Prinzip der Konstellation, welche der große Guru seinerzeits zusammengebastelt hat. Anders gesagt: Sowas kommt von sowas. --Richard Zietz 09:37, 19. Mär. 2018 (CET)
@Miraki: Ich gehe davon aus, dass die Autorin eine Sperre einkalkuliert hat. Sie ist trotz ihres Alters bereits eine geübte und erfahrene Experimentatorin und Schreiberin, wie man aus öffentlich zugänglichen Quellen ohne weiteres erfahren kann, und hat bereits mehrfach wissenschaftlich publiziert. Ihre Wikipedia-Geschichte zeigt das ebenfalls, inklusive der überlegten, offenbar langfristig sorgfältig geplanten Versuchsanordnung. Sie kennt offenbar das Regelwerk sehr gut, auch die Institutionen etwa der Relevanzkriterien, des Reviews, von Schon gewusst, von KLA. Das heißt aber noch nicht, dass sie sich vorstellen konnte, wie es ist, Gegenstand einer charakteristischen Erregungswelle zu werden. Ihr eigenes Statement lässt deutlich auf beides schließen, und ich plädiere entschieden dafür, beides ernst zu nehmen. Das heißt für mich: 1) Das Vorgehen bei der Studie widerspricht auf jeden Fall den Terms of Use und ist zudem ein Vertrauensbruch (Brunswyk zum Beispiel hat das sehr nachvollziehbar geschildert). Darauf ist eine formale Reaktion erforderlich. Die muss nicht zwingend in einer Sperre bestehen, aber ohne eine solche Reaktion geht es um unsert- wie ihretwillen nicht. 2) Es wäre wichtig, die Studie zu kennen, um rauszufinden, wie dieses methodische Vorgehen motiviert ist und was dabei rausgekommen ist (und was vielleicht ihre regelwidrige Intervention rechtfertigen könnte). Bislang muss man sich dabei wesentlich auf Zeitungsberichte stützen. Das könnte auch entschieden helfen, eine Policy für Derartiges zu entwerfen. 3) Die Form der Erregungswelle ist seit jeher ein Problem in der Wikipedia und hier zeigt sich das wieder einmal sehr deutlich. Es wird glaube ich sowohl von der Autorin als auch in der Debatte massiv unterschätzt, dass die Wikipedia eben kein IT-System ist, das man mit "Fehlerinjektionen" testen kann, sondern in allererster Linie ein soziales System, das auf Basis seiner sozialen (zwischenmenschlichen) Beziehungen funktioniert (oder nicht funktioniert). Auch die Autorin ist ja soziale Beziehungen eingegangen, um ihr Konzept durchzukriegen. Wir haben im Grunde nach wie vor kein Konzept, mit den damit verbundenen sozialen Kämpfen und Diskursformen umzugehen. Koenraads Sperre war jedoch kein Teil dieser Erregungswelle. Er hat sich ganz formal auf die Terms of Use und die Grundprinzipien bezogen, ohne irgendeine moralische Verurteilung auszusprechen. Diese Formalisierung hat Vorteile im Umgang, sie ist kalkulierbar (anders als zum Beispiel die SG-Sperre für Meister und Margarita). Sie reicht sicher nicht aus, um mit den Aufgipfelungen der Erregungswellen fertig zu werden, aber Teil davon ist sie entschieden nicht.--Mautpreller (Diskussion) 11:14, 19. Mär. 2018 (CET)
Danke für deine nachvollziehbare und nachdenkenswerte Antwort, Mautpreller. Ich denke allerdings, dass du bei deiner Hervorhebung der Kompetenzen (wissenschaftliches Arbeiten) und des überaus kühl und berechnenden Vorgehens (besonders gute Kenntnis des Regelwerks von Wikipedia, das rücksichtslos ausgenutzt worden sei) der 17jährigen Schülerin überziehst. Ich meinte das durchaus ernst, was ich eingangs schrieb: Die Wahrheits- oder soll man sagen: Faktenliebe eines sehr jungen Menschen ist in der Regel so groß, dass er/sie erwartet, Fehler würden umgehend entfernt und oder korrigiert, wenn die dort Tätigen engagiert und kompetent seien. Das macht die Vorgehensweise verständlich und nimmt einen fähigen jungen Menschen sehr wohl ernst. Zustimmung zu deinen Punkten 1 und 2: Das Vorgehen der Schülerin war regelwidrig und ihr dies deutlich zu machen, war geboten und es wäre in der Tat zielführend ihre Untersuchung zu kennen. Widerspruch zu deinem 3 Punkt in zweierlei Hinsicht: Zum einen greift es mir zu kurz, diesen Verlust an humaner Orientierung im späteren Umgang mit der Schülerin nur als „Erregungswelle“ zu klassifizieren. Zum anderen sehe ich schon eine Verbindung statt Abspaltung mit der administrativen Ein-Jahres(!)-Sperre – und sei es nur in funktionaler Hinsicht, dass diese Sperre Wikipedianer in ihren Hass-Tiraden befeuerte, habe die 17jährige doch etwas ganz, ganz Schlimmes gemacht, für das man lange gesperrt werden müsste. -- Miraki (Diskussion) 17:33, 19. Mär. 2018 (CET)
Ich wollte eigentlich nicht berechnendes und rücksichtsloses Verhalten betonen, sondern die Kompetenz der Autorin in richtige Licht rücken. Dass jemand, der über WP schreibt, sich mit ihren Institutionen zunächst mal vertraut macht, ist bekanntlich nicht immer üblich, auch nicht bei Wissenschaftlern.--Mautpreller (Diskussion) 20:53, 19. Mär. 2018 (CET)

@Andropov: „Vielmehr kann eine Sperre gerade dazu führen, dass sich die Reihen schließen und man umso lieber in das Gruppenhorn stößt, glaube ich.“ Ja sicher, das ist möglich. Ich glaube aber, man muss unterscheiden. Es gibt Sperren, die als Willkürakt erscheinen oder mit erniedrigenden oder anheizenden Begründungen versehen sind. Es gibt aber auch welche, die ohne solche eher eskalative Begleitung auskommen. Ich weiß auch nicht, ob man das scharf trennen kann, aber die Unterschiede gibt es jedenfalls. - Was die Dynamik dieser Erregungswellen anbelangt, habe ich keine rechte Antwort. Es mischen sich wohl verschiedene Sachen, Anerkennungsdefizite, Verteidigung des eigenen Orts in der Wikipedia (dessen man sich nie so richtig sicher sein kann), Wagenburgverhalten usw. Was mir zu denken gibt, ist, dass es zwar möglich, aber alles andere als leicht ist, auf die tatsächlich vorhandenen inhaltlichen/sachlichen Konflikte einzugehen und den emotionalen Überschuss mal links liegenzulassen. Die Debatte hakt sich immer wieder an bekannten Ressentiments und Lagerbildungen fest und wenn man sich denen verweigert, wird man oft kaum verstanden. Dazu kommt natürlich auch, dass sich niemand völlig von eigenen Ressentiments und Gefühlen freimachen kann. Man kann natürlich immer sagen, es geht nur um Accounts, aber die bringen halt alle naturgemäß etwas mehr mit als bloß ein gemeinsames Projekt und strikt darauf bezogene Interessen und Eigenschaften. - Meine prägendste Erfahrung als Admin war, dass das Agieren in voller Öffentlichkeit in solchen Situationen eine äußerst anstrengende Situation ist, weil man sich einen "neutralen" Standpunkt mühsam erkämpfen muss und dabei immer wieder aus dem Gleichgewicht gerät bzw. auch gebracht wird, zumal ja alles schriftlich fixiert ist und einem jederzeit wieder vorgehalten werden kann.--Mautpreller (Diskussion) 13:25, 19. Mär. 2018 (CET)

Dieses Motivbündel, das du identifizierst, finde ich plausibel, Mautpreller, danke. Dass eine Sperre für weniger Wagenburg sorgen könnte, scheint mir nur dann der Fall, wenn der Gesperrte wirkliche Freunde/Fürsprecher/Nahestehende hat, und das kann man bei NOSchool ausschließen: Die Wikipedianer sind in einer Weise vereint gegen sie eingestellt, wie ich es selten erlebt habe und wie es mich irgendwie befremdet. Vielleicht bräuchte es in solchen Situationen Notfallteams, also Admins, die sich koordinieren, auch damit die ungeheure Last der Entscheidung und ihrer Nachwirkungen auf mehrere Schultern verteilt werden. --Andropov (Diskussion) 16:31, 19. Mär. 2018 (CET)
(BK)"Die Wikipedianer sind in einer Weise vereint gegen sie eingestellt, wie ich es selten erlebt habe..." Also vereint hab ich nicht wahrgenommen, eher zerstritten.
"die Dynamik dieser Erregungswellen" sollte wirklich mal analysiert werden. Soweit ich weis, reagieren Menschen mit Agression (oder Flucht) wenn etwas bedroht ist, das ihnen wichtig ist. Anscheinend sahen manche der Diskussionsteilnehmer vor allem die Wikipedia bedroht, insbesondere ihr Ansehen(?) oder ihre Glaubwürdigkeit, vielleicht sahen manche auch ganz besonders ihre eigenen Arbeitsergebnisse bedroht. Darunter auch einige die nur wenig Selbstbeherrschung haben und dann schreiben was sie denken, und zwar genau so wie sie es denken. (Manch einer hat letzteres sogar zugegeben). Das mag vielleicht auch damit zusammenhängen was man im RL so erlebt: Der eine hört ständig "Steht auf Wikipedia, also muss das ja stimmen" der andere "Da kann ja eh, jeder alles reinschreiben, da darf man kein Wort glauben". Wer das letztere dauernd hört, der zeigt dann womöglich auch mal eine Überreaktion. --DWI (Diskussion) 17:52, 19. Mär. 2018 (CET)
@DWI: Stimmt, vereint ist da wohl der falsche Begriff, aber dass ausnahmslos alle NOSchools Verhalten doof fanden, kann man glaube ich konstatieren. Vielleicht eher im Streit vereint oder so, wie war nochmal das Europamotto? :) --Andropov (Diskussion) 18:39, 19. Mär. 2018 (CET)

Der Begriff "Wagenburg" hört sich in diesem Zusammenhang zwar interessant an. Aber eine Wagenburg wird doch erst dann gebildet, wenn ein Angriff bevorsteht. Warum wurde die Schülerin als Bedrohung aufgefasst? Sie war allein, hatte, soweit bekannt, keinen "Sockenzoo" und trotzdem haben sich etwa geschätzt 50 durchaus angesehene Wikipediauser, die immer auch bei solchen Diskussionen mitmischen, und hocherfahren in "Konfliktnutzung" (ich erlaube mir diese kleine Provokation) nach Feierabend und am Wochenende sind, eine eigendynamische Eskalationsspirale erlaubt, die jedenfalls für mich den Anschein hatte, nicht gänzlich unwillkommen gewesen zu sein. Gibt es keine Möglichkeit, diese Eigendynamik zu unterbrechen? Dass das auch sonst überall im Netz zu beobachten ist, ist klar, aber für die WP sollten Mechanismen zur Eindämmung erarbeitet werden --Schlesinger schreib! 17:32, 19. Mär. 2018 (CET)

Schöne Frage. Ober offensichtlich möchten die Herren Mautpreller, Miraki und Andropov das doch lieber unter sich diskutieren. Uns restlichen hier fehlt es da, bei allem, doch etwas an der nötigen Intellenz. --Richard Zietz 18:11, 19. Mär. 2018 (CET)
Die Frage finde ich auch gut gestellt, Schlesinger. Wir alle wissen, dass viele hier den Streit und das Popcorn lieben und deshalb gern nochmal ein bisschen Öl nachgießen und eine Schippe drauflegen, wenn der Streit und die Empörung zu versiegen drohen. Da Wikipedia aber definitionsgemäß Freizeitbespaßung ist, weil hier kein Geld zu verdienen ist, glaube ich nicht, dass man Leute zu einem Aufgeben des Streits verdonnern kann, dazu ist der Spaßgewinn einfach zu groß. Hartes, schnelles Durchgreifen in Diskussionen, wenn sie eskalieren, wäre da meine bevorzugte Lösung. Nur ist der Spaßfaktor für die Administratoren dabei so gering, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es dauerhaft genügend Mitarbeiter mit Masochismuspotenzial gibt, die immer wieder die Spielverderber spielen wollen. --Andropov (Diskussion) 18:35, 19. Mär. 2018 (CET)
Es müssen ja nicht die Admins machen: Auch die Community, oder wenigstens eine mehr oder minder hartnäckige Portion davon, kann emotional ausufernde Diskussionen durchaus eindämmen. Man kann Leuten den Spaß (naja) am Getöse nehmen, indem man sie ignoriert. Man kann dem Getöse trockene Sachlichkeit entgegensetzen. Und man kann – das ist wirklich ganz einfach! – sachlichen Beiträgen mit einem simplen „+1” oder mit einem Satz zur Bestätigung („Das sehe ich auch so. Danke dafür.”) mehr Gewicht in einer Diskussion verleihen. Das löst nicht alle Probleme von sofort auf gleich, aber es hilft tatsächlich ein Stück. --Henriette (Diskussion) 19:05, 19. Mär. 2018 (CET)
(BK) Sofern die von dir aufgestellte Theorie über Streit und Popcorn auf mich gemünzt sein sollte, Andropov, weiß ich nicht so recht, womit genau ich mir die Ehre verdient habe. Ich habe in der causa sicher einen Kurier-Artikel verfasst (striktly mit just the infos, wie ich mal meinen würde). Darüber hinaus habe ich eine Position vertreten, die sich von deiner (und der einer Reihe anderer) unterschieden hat (auch wenn ich diesbezüglich gern einräume, im Eifer des Gefechts das ein oder andere Mal einen Style aufgezogen zu haben, den ich mittlerweile bereue). Dass ich – aus Gründen, die ich an der Stelle nicht nochmal anführen will – meine Haltung zwischenzeitlich stark geändert habe, dürfte der ein oder die andere zwischenzeitlich ebenfalls mitbekommen haben.
Kurz gesagt: Falls ich unter „Diskussions-Quarantäne“ stehen sollte, fände ich das zwar sehr betrüblich, würde dem jedoch – frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss – einfach Rechnung tragen. Nur muß man – ich bin in der Beziehung einfach simpel gestrickt – mir das sagen. Ich kann durchaus Klartext vertragen. Selbiger würde mir schlichtweg den Frust ersparen, mich in Diskussionen einzuklinken, wo man meine werte Person lieber auf der auswärtigen Türseite sieht. Wenn ihr allerdings denkt, ihr könnt hier grillenwaagetechnisch den Club der Edlen mit den reinen Händen aufziehen (unter Moderation von Kollege Mautpreller, der den Account der Schülerin am liebsten für ein Jahr auf den Mond gebeamt hätte) und die Schuldfrage bei der Adresse Zietz abladen, weil die darauf eh ein Abo auf sowas hat, dann habt ihr euch in der Tat geschnitten. – Also, wie gesagt: Info gern; ich nehm’s kurz und schmerzlos. --Richard Zietz 19:29, 19. Mär. 2018 (CET)
Nein, das war eine allgemeine Feststellung, Richard, und ich würde Persönliches hier gern raushalten (gern anderswo). Ich überblicke, wie ich oben schrieb, die Diskussionen zu diesem Komplex nicht und habe aus deiner Feder nur einen einzigen Difflink gelesen, weshalb ich mir bestimmt kein Urteil über deine Beteiligung daran anmaße. Dass du oben eingeräumt hast, nicht alles richtig gemacht zu haben, rechne ich dir hoch an. Ich sehe nicht, wo ich dich hier ausgegrenzt hätte, und schlage vor, dass wir einfach zur Sache weiter diskutieren, gern gemeinsam. --Andropov (Diskussion) 19:40, 19. Mär. 2018 (CET)
Richard, ich wüsste nicht, dass Du unter Diskussions-Quarantäne stehst. Von mir aus sicher nicht. Ich hab mich auf die Beiträge von Miraki, Andropov und DWI bezogen, weil mir zu denen grad was einfiel. Ich seh Dich nicht lieber auswärts, sondern gern hier.--Mautpreller (Diskussion) 20:43, 19. Mär. 2018 (CET)
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Sorry, vielleicht habe ich wirklich zu überempfindlich (re)agiert. @Andropov: Rückmail erfolgt aus Zeitgründen später / heute abend. --Richard Zietz 08:56, 20. Mär. 2018 (CET)
  • Ich möchte mich bei allen, die sich hier mit ernsthaften Gedanken über den schwierigen Fall geäußert haben, bedanken. Am stärksten war Mautpreller engagiert, das Thema liegt ihm wohl sehr am Herzen. Leider blieb mein Versuch, ebenfalls über die in meinen Augen sehr schlechte Diskussionsskultur in der Wikipedia zu sprechen, erfolglos, das Thema muss wohl anderweitig behandelt werden. Ich denke, dass der Fall "Jugend forscht" damit hier erledigt ist. Unten wird ja bereits eine neues Thema begonnen, was mich aber nicht so sehr interessiert. Ich verabschiede mich von euch und möchte noch auf die Zugriffszahlen für die Grillenwaage hinweisen [7], die zeigen, dass es durchaus einen Bedarf an konstruktiven Gesprächen im nachdenklicheren Teil der Community, abseits des lauten Boulevards, gibt. --Schlesinger schreib! 09:02, 21. Mär. 2018 (CET)

Zum Thema Diskussionskultur gab es kürzlich einen Beitrag im Deutschlandfunk [8] Der behandelt zwar öffentliche (politische) Debatten, aber das meiste lässt sich leicht auf Hierzuwiki übertragen. "Streit gelingt, wenn die Streithähne nach dem emotionalen Ausbruch noch ein Minimum an Bereitschaft zu erkennen geben, dass sie die Argumente des jeweils anderen zumindest auf sich wirken lassen wollen." Das war wohl bei uns teils nicht mehr gegeben - auf beiden Seiten. --DWI (Diskussion) 13:14, 2. Apr. 2018 (CEST)

Manch einer bricht erst gar nicht emotional aus. Aber man sollte wohl nicht regelmäßig erwarten, was vielen unmöglich ist … --Silvicola Disk 15:00, 2. Apr. 2018 (CEST)

Das Café[Quelltext bearbeiten]

Ich weiss nicht so recht, wo ich das sinnvollerweise zur Sprache bringen soll bzw. ob es überhaupt sinnvoll ist, es zur Sprache zu bringen, aber... nun, ich dachte mir mal, dass ich hier nicht ganz falsch und wohl an einem dafür geeigneteren Ort bin als im Café. Es geht um dessen Entwicklung, die mir ein wenig Sorgen bereitet. Nun war ich ja noch nie ein besonders fleissiger Leser oder Schreiber im Café und vielleicht liege ich auch falsch mit meinem Eindruck, meinem "Bauchgefühl". Um so mehr würde mich interessieren, ob andere meine Wahrnehmung teilen. Also. Mir kommt es so vor, als sei das Café früher wirklich auch ein Ort für "Entspannung, Erheiterung, Kommunikation, Kreativität oder Unterhaltung" gewesen, wie es in der einleitenden Box heisst. Stammtischgepolter gab es dabei durchaus auch immer wieder. Aber wenn ich in letzter Zeit so reinschaue, habe ich das Gefühl, dass der Ort unerfreulicher geworden ist. Statt gelöstem Geplauder herrscht ein irgendwie übelgelauntes... wie soll ich's sagen... Gegrummel? Geraunze? vor. Witz oder Humor gibt es kaum, dafür mehr verbittert wirkende Ironie und Häme. Dass die unlustige Seite Wikipedia:Humorarchiv/Irrenhaus 2017 einfach so mal zur Unterseite erklärt wurde und im gleichen Jahr mit Wikipedia:Café/Trump Tower eine "echte" Unterseite extra für Trump-Diskussionen angelegt wurde (vielleicht in der ehrenwerten Absicht, das Café davon zu entlasten, ist nun aber auch prominent verlinkt, womit Trump in der Café-Einleitung dauerpräsent ist), dürfte auch nichts verbessert haben.

Andererseits scheint das deutschsprachige Café in der Wikipedia-Welt sowieso eine ziemlich einmalige Erscheinung zu sein. Es gibt keine Interwiki-Links - also wohl keine Entsprechung in anderssprachigen Wikipedias. Die Village pump in der englischen Wikipedia beispielsweise (ist verlinkt mit unserer anders konzipierten und ziemlich dysfunktionalen Wikipedia:Projektdiskussion) ist topseriös und dient der ernsthaften Diskussion von Wikipedia-Angelegenheiten. Eine Seite einfach nur so zum "off-topic"-Plaudern, ein generelles Diskussionsforum wie das Café scheint in der en-Wikipedia nirgends vorgesehen zu sein, oder irre ich mich? Und wenn das wirklich so ist und auch in den anderen Sprachversionen keine Café-Entsprechung zu entdecken sein sollte... könnte man sich fast fragen, ob wir uns mit einer solchen Seite nicht gar auf einem Holzweg befinden? Braucht unsere Community wirklich so etwas? Wenn ich mir das Café, wie es jetzt daherkommt, so anschaue, dann bin ich mir - um auf meinen eingangs geschilderten Eindruck zurückzukommen - nicht sicher, dass es die Community der deutschsprachigen Wikipedia bereichert und, wie es wohl mal die Intention war, zu einem angenehmen Arbeitsklima beiträgt (indem es eine Plattform für einen ungezwungenen persönlichen Austausch abseits der Artikelarbeit bieten würde). Gestumblindi 23:28, 20. Mär. 2018 (CET)

Da ich selbst kaum im Café vorbeischaue und so gut wie nie an Diskussionen dort teilnehme, interessiert es mich, was andere dort zu finden hoffen. Ich habe gerade mal nachgeschaut, zumindest von den Abrufzahlen kann es das Café mit der Kurierdiskussion und FZW aufnehmen (zum Vergleich auch die WP:VM, die zwar deutlich mehr Abrufe hat, aber in derselben Liga spielt). Es scheint also durchaus ein Interesse an dieser Seite zu bestehen. Die Trump-Unterseite (am 14. Mai 2017 offenbar letztmals bearbeitet) fällt mir heute zum ersten Mal auf, was ich interessant finde, weil ich ja den Artikel Donald Trump betreue und dort nie jemand mit einer Café-Frage aufgeschlagen ist: Da scheint sich die Cafésphäre zur Artikelarbeit vollkommen abzuschotten. --Andropov (Diskussion) 23:57, 20. Mär. 2018 (CET)
Worin soll das Problem liegen? Wenn es Dir dort missbehagt, dann schau einfach nicht rein; nach Deiner Darlegung –der Hinweis darauf, dass andere WPs dergleichen nicht haben, heißt ja wohl auch, dass Dich eine Löschung nicht gerade stören würde – könntest Du ja offenbar ganz gut ohne die Seite leben. Also lösche sie eben in Gedanken.
Vielleicht ist es ja umgekehrt sogar ein Vorzug des deutschen Wikipedia, dass Ärgerliches damit an einem Ort gebündelt abgeht.`Umso ungestörter bist Du dann anderswo. Die Cloaca maxima jedenfalls war ein großer zivilisatorischer Fortschritt. --Silvicola Disk 00:05, 21. Mär. 2018 (CET)
Also ich hab ja im Meta-Raum ne ganze Menge auf der Beo, aber nicht das Café. In den seltenen Fällen in denen ich doch mal vorbeigeschaut habe, hatte ich immer deinen (Gestumblindis) jetzigen Eindruck. Vielleicht war was vor 10 Jahren tatsächlich anders. --DWI (Diskussion) 00:49, 21. Mär. 2018 (CET)
Ich weiß nicht, ob das Café jemals anders war. Es gab jedenfalls 2012 schon einmal eine Verschiebung von WP:Café nach WP:Eckkneipe (Wikipedia:Café/Archiv 2012 Q3#Nacht(r)ag: Neben diesem Wikipedia:Cafés jetzt doch auch die Eckkneipe), was für mich tatsächlich die Diskussionskultur dort treffender beschreibt. Es ist halt Stammtisch und hinter vielen Beiträgen steckt so ein "das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen" von Meinungen, die im Artikelnamensraum nichts zu suchen hätten. Deswegen auch das übellaunige Gegrummel bzw. als Endstufe die komplette Abschottung zur Artikelarbeit. Ob man das braucht? Aus meiner Sicht nicht, jedenfalls nicht im WP-Namensraum: Für die Weiterentwicklung der Enzyklopädie leistet die Seite nichts und gibt eher denen einen Heimat, die dazu auch gar nichts beitragen können oder wollen. Ungeeignet ist sie jedenfalls, um dort Neulinge hinzuschicken. Deswegen hat man ja bei der letzten Neulingswerbeaktion auch eine alternative WP:Teestube ins Leben gerufen. --Magiers (Diskussion) 10:16, 21. Mär. 2018 (CET)
Irgendwann war das Café mal ganz nett. Inzwischen kommt es mir allerdings so vor, als ob es quasi zu einer Auskunft-Müllhalde mutiert ist. fz JaHn 12:04, 21. Mär. 2018 (CET)

Ich imitiere – mit Verlaub – bei meinem Einleitungssatz jetzt mal den Kollegen Schlesinger: Die Entwicklung einer Plattform von der topseriösen thematischen Diskussionsseite (das entspräche derzeit in etwa den Fragen zur Wikipedia) zu einer bloßen Laberseite ist nicht neu. ;) Meine Interessen sind weit gespannt, und ich bin seit langem vielerorts online unterwegs. Das Usenet hat es gerade hinter sich, Wikipedia hinkt da etwas hinterher. Im Usenet kam es im Zuge der DSL-Flatrates seit der ersten Hälfte der 2000er-Jahre zu einem Niedergang der Diskussionskultur, seit der Eternal September geendet hatte: Es kam zu einem starken und nachhaltigen Benutzer-Schwund. Der Exodus der Benutzer verstärkte sich in de.*, als die Telekom (und in der Folge die anderen ISPs) ihre Newsserver 2010 abschalteten; news.cis.dfn.de wurde kostenpflichtig; und der Zugang zum textbasierten Usenet informalisierte sich dadurch mehrheitlich, ähnlich wie kurz darauf die Diaspora-Pods oder Freifunk-Netzwerke entstanden, wo jeweils Nerds, die kompetent genug sind, die Infrastruktur zu betreiben, Gleichgesinnten freien Zugang zu einem Datennetz oder einer Plattform gewähren. Später lösten sich die Grenzen der Foren auf: Obwohl die einzelnen Newsgroups streng hierarchisch organisiert und per Charta thematisch untereinander abgegrenzt sind, wurde auf einmal nicht nur ausnahmsweise, sondern immer mehr off-Topic diskutiert. Das ging über mehr als zehn Jahre so. Erst in den beiden letzten Jahren hat es sich etwas beruhigt und auch die Qualität der Beiträge steigt wieder. Zwischenzeitlich war auch die Selbstverwaltung schon mal mangels Beteiligung an den Abstimmungen in Gefahr, aber auch das scheint sich seit der Jahreswende wieder gefangen zu haben. – Bei alledem bitte auch nicht die Auskunft vergessen – eine wirklich freie Frage-und-Antwort-Seite mit treuen Accounts, die nur ganz am Rande etwas mit der Erstellung einer Enzyklopädie zu tun hat. – Mir geht es da ähnlich wie Gestumblindi: Solche Entwicklungen sind nicht nebensächlich, sondern im Gegenteil: Sogar sehr wichtig fürs Ganze, denn die Aufmerksamkeit und die Arbeitskraft, die dort landen, fehlen bei der eigentlichen Content-Erstellung. Die Benutzer, die sich dort sammeln, die meisten lesen – wie überall – nur mit und tragen nichts bei, hängen auf der Plattform fest. Sie tragen meist nichts mehr bei, kehren aber immer wieder gewohnheitsmäßig hierher zurück und tummeln sich heute eben beim Tratsch in der Eckkneipe. Das sind Zeichen eines Verfalls der Community.--Aschmidt (Diskussion) 19:00, 21. Mär. 2018 (CET)

Das Café ist wirklich eine alternative Realität: Wikipedia:Café#Die Wikipedia-Verschwörung. --Magiers (Diskussion) 21:37, 7. Apr. 2018 (CEST)

Man sieht doch dort klar, dass einige nicht einmal Ironie verstehen, was schon allein etwas Unterhaltsames an sich hat, auf das ich ohne den Diskussionspunkt hier nicht einmal gestoßen wäre. Wenn einige den bekannten englischen Satz “It's better to keep silent and be thought a fool than to speak up and remove all doubt” nicht beherzigen – umso besser für alle anderen. Manche meinen ja immer, Äußerungsfreiheit solle es nur für die diskutablen Ansichten gaben, das wäre aber unklug, weil so den mit den indiskutablen Traktierten manche freiwillige Enthüllung sonst entginge. Nun völlige Freiheit der Äußerung zeigt den kompletten intellektuellen Glanz mancher Meinung und manches Meinenden. --Silvicola Disk 22:10, 7. Apr. 2018 (CEST)
Zum Thema Wikipedia-Verschwörung möchte ich gern sagen, dass User Leif seine anfängliche Einschätzung im Lauf der Diskussion korrigiert hat, die Leute sind eben so, wie sie sind, und manchmal sind sie voreilig. Wenn der Thread damals dazu beitrug, einen Menschen zum Reflektieren zu bringen und eine ursprüngliche Meinung zu revidieren, dann empfinde ich das als ein Ereignis, das an Stammtischen eher selten vorkommt. Ich habe auch eine Meinung, warum manche das Café als Stammtisch einordnen, aber diese äußere ich nur auf Nachfrage.--Bluemel1 (Diskussion) 00:27, 19. Apr. 2018 (CEST)

Socken oder das Recht zum Tragen von Waffen[Quelltext bearbeiten]

Sockenpuppen scheinen derzeit ein wichtiges Element für die erfolgreiche Wikipediaexistenz zu sein. Ähnlich wie der Waffenkult in den USA, der zu einer unüberschaubaren Zahl von legalen Waffen bei der dortigen Bevölkerung geführt hat, gibt es auch in der hiesigen bürgerlichen Community offenbar eine große Zahl von legalen multiplen Accounts, die aber verstärkt missbräuchlich, nicht nur im politischen Machtpoker, eingesetzt werden. Artikel werden durch mehrere Wikipediaaccounts, die alle einem Menschen dahinter zuzuordnen sind, inhaltlich manipuliert, mittlerweile kam auch heraus, dass Wahlen massiv beeinflusst wurden. Die Tendenz scheint in Richtung einer zunehmend missbräuchlichen Verwendung dieser multiplen Accounts zu gehen. Da stellt sich die Frage, wie man damit umgehen sollte. Ein Verbot von Sockenpuppen wird vehement abgelehnt, die Sockenfreunde haben ihre Socken, Arbeitsaccount, Sperrprüfungsaccounts und was es da alles noch so gibt, liebgewonnen und fahren offenbar gut damit. So lassen sich mit (Wegwerf)-Socken hervorragend persönliche Angriffe, Sticheleien und Mobbing gegen Feinde, und die auch im Internet außerhalb der WP beliebten Falschbehauptungen und Lügen immer unterhalb der Grenze zu einer Sperre verbreiten, ohne dass der seriöse gehaltene bürgerliche Hauptaccount Schaden nimmt. Bleibt die Aggression unterhalb der Eingreifschwelle eines zufällig anwesenden VM-Admins (der vielleicht selbst Socken zur Aggression unterhält), wird sie eben weiter verwendet und der nächste Account zur Reserve schon mal aufgebaut. Es könnte sich sogar eine Art Sport daraus entwickeln, wie effektiv Socken manipulieren können, ohne dass etwas dagegen gemacht werden kann. Andererseits wird immer gern als Ausrede zur Verwendung von Socken das Editieren in brisanten Themen, wie beispielsweise der Pornografie, Politik oder Wirtschaftsinteressen (wie jahrelang bei Saatgutkonzern "Monsanto") genannt. Manche Wikipedianer haben, um einen guten Eindruck zu machen, ihre Socken und Mehrfachaccounts offen deklariert. Oder nur einen Teil davon? Man merkt, dass Misstrauen durchaus um sich greift. Wer in seiner Artikelarbeit mit dem Problem konfrontiert ist, steht vor der Frage, was ehrliche Autorenarbeit überhaupt noch wert ist. Zerfrisst das Misstrauen die Community? --Schlesinger schreib! 08:38, 30. Mär. 2018 (CEST)

Da hast du den nagel schon getroffen. Freiheit ist zwar ein wichtiges Gut aber es verpflichtet auch. Nur weil ich die Freiheit habe Nebenaccauts einrichten zu dürfen/können (es gibt durchaus gerechtfertigte Gründe, so zum Beispiel die ganzen offizellen XY (WMDE) XY (WMCH) usw. Accaunts), heisst das nicht, dass ich sie zu meinen Nutzen einsetzen soll (Doppelabstimmungen, vortäuschen von Mehrheiten usw.). Denn erst dann wird ein Zweitacc zur Sockenpuppe, wenn ich ihn ausserhalb der zu rechtfertigenden Aufgabe verwende (Wikipedianer vs. offizieller WMDE Acc), und das vor den anderen auch noch verschweige. Ein reiner Porno-Accaunt der nur zum editieren von schlüpfrigen Artikeln benutzt wird, und sich dessen Besitzer bzw. dessen Besetzerin nur mit seinem Haupttaccaunt an Meta-Sachen beteiligt, ist auch kein Problem. Das gleiche wie für die Freiheit, gilt eben auch für die Anonymität. --Bobo11 (Diskussion) 09:02, 30. Mär. 2018 (CEST)
(BK) Sanktioniert wird nur der „missbräuchliche“(!) Einsatz von Sockenpuppen, was natürlich die Vorstellung festigt, Sockenpuppengebrauch sei in der Regel nicht „missbräuchlich“. Und in der Tat gibt es ja viele Kolleginnen und Kollegen, die niveauvoll und differenziert vom ganz und gar unproblematischen, wenn nicht segensreichen Wirken dieser Vielfachaccounts zu erzählen wissen. Außer halt von wenigen Ausnahmen „missbräuchlichen“ Einsatzes, Ausnahmen halt, welche die (positive) Regel betsätigen würden ...
Ich bin der Auffassung, dass zwar die Nutzung eines Nicks statt Klarnamens geboten sein kann. In meinem Themenbereich etwa, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg, hätte man sonst nicht nur die ganzen Ewig- und Neugestrigen, Revisionisten und Rechtsextremisten am Hals, sondern auch profilierungssüchtige Accounts, die im realen Leben kein Bein auf den Boden bekommen, aber nun ihre Chancen sehen, sich auf Kosten von Klarnamensträgern, die im wissenschaftlichen und/oder publizistischen bekannter als sie selbst sind, hemmungslos zu profilieren. Um so notwendiger erscheint es mir, mit einem - und nicht zwei, drei usw. Nicks zu arbeiten. Sonst werden Artikel zunehmend manipuliert, Diskussionen zur Farce und das Vertrauen unter Wikipedianern zerstört.
Schlesingers Überlegungen möchte ich noch ein komplementäres Beispiel beifügen. In gleichem Maß wie der IP-Sockenpuppen-Gebrauch zuzunehmen scheint, nimmt das wirkliche Vertrauensnetz unter Wikipedianern ab. Ich erinnere mich an die ersten Jahre hier, als ich bei etlichen Kollegen eine Benutzerunterseite sah, mit dem Hinweis: diesen Wikipedianern vertraue ich! Wer so etwas heute praktizieren würde, stünden in vielfachem Verdacht: Er würde anderen als den genannten misstrauen; er würde Sachargumenete durch Netzwerke ersetzen; er würde Kumpanei betreiben um Artikelinhalte in seinem Sinne zuzubetonieren und so weiter und sofort.
Was tun? Sicher, Rezepte gibt es keine. Aber wir können eine Art Grundvertrauen zu uns selbst und den Kollegen/innen praktizieren, indem wir jede Gemeinschaftsideologie ablehnen, Kollegen/innen, die wir lange kennen trotz aller Widersprüche wertschätzend begegnen (d.h. auch so kritisieren, dass sie ihr Gesicht wahren können und ihr Grundanliegen nicht lustvoll zerstört wird), neue Accounts, wo man ernsthaftes Bemühen erkennen kann, unterstützen, ohne aber AGF-Gefühlsduselei zu betreiben.
Ostergrüße -- Miraki (Diskussion) 09:14, 30. Mär. 2018 (CEST)
Miraki, kurz zu diesem: „Ich erinnere mich an die ersten Jahre hier, als ich bei etlichen Kollegen eine Benutzerunterseite sah, mit dem Hinweis: diesen Wikipedianern vertraue ich! Wer so etwas heute praktizieren würde, stünden in vielfachem Verdacht: Er würde anderen als den genannten misstrauen; er würde Sachargumenete durch Netzwerke ersetzen …” – tatsächlich wurde das gut gemeinte und gut gedachte Vertrauensnetzwerk schon kurz nach seiner Einführung pervertiert: Es tauchten nämlich ratzfatz Mißtrauens-Listen auf. Die natürlich umgehend als „Prangerlisten” gedeutet und verstanden wurden (woraus am Ende dann einer der ersten SG-Fälle resultierte, dessen Entscheidung heute noch ein paar Kollegen zuverlässig auf die Barrikaden bringt :))
Und ich stimme Dir sehr gern hierin zu: „Aber wir können eine Art Grundvertrauen zu uns selbst und den Kollegen/innen praktizieren, indem wir jede Gemeinschaftsideologie ablehnen, Kollegen/innen, die wir lange kennen trotz aller Widersprüche wertschätzend begegnen …” – so ist es! Beste Ostergrüße --Henriette (Diskussion) 10:39, 30. Mär. 2018 (CEST)
Mir sind aus der jüngeren Zeit die beiden Sockenzoos um Tonialsa und Shisha-Tom bekannt, d. h. es wurden kürzlich zwei größere Fälle aufgedeckt. Deswegen alleine würde ich aber nicht behaupten, dass die Sockennutzung zugenommen hat. Mein Eindruck kann natürlich täuschen, vor allem wenn ich bedenke, dass ich im konfliktträchtigen ANR-Bereich kaum aktiv bin. Die wenigen Ausnahmen, bei denen ich doch mal bei umstrittenen Themen mitgemacht habe, empfand ich immer als anstrengend und kräftezehrend. Und Misstrauen wurde dadurch bei mir auch verstärkt. Wer wirklich der Meinung ist, vom Misstrauen zerfressen zu werden, könnte vielleicht als Sofortmaßnahme sich erstmal anderen Themenfeldern zuwenden. Mir hat das gut getan.
Eine andere Sache sind die Wahlmanipulationen. Wie kann man die unterbinden? --DWI (Diskussion) 14:18, 30. Mär. 2018 (CEST)
Feedback zum Eingangsstatement: die derzeitige Wikifanten-Stimmmung gut auf den Punkt gebracht; die Betitelung – Chapeau! – schlägt sogar den Bogen zum aktuellen Trump-Fakenews-Hurrah-Zeitgeist. Gut den Bogen zum Thema schließend und soeben mit Vergnügen angeschaut: Hell or High Water – ein texanischer Neowestern, der, die Hölle weiß genau warum, sogar einen Wikipedia-Artikel hat (Achtung, Spoiler!). Ansonsten – Jobvorschlag an dich: Mach doch ne Ausstiegs-Beratung auf; für ne Existenzgründung dürfte es sicher langen. --Richard Zietz 22:56, 30. Mär. 2018 (CEST)

Ein typischer aktueller "Sockenfall" dürfte dieser sein. Ein offenbar erfahrener WP-User legte mehrere Sockenpuppen für den alleinigen Zweck an, den Artikel Margit Meissner, eine österreichische Holocaust-Überlebende, aus der Wikipedia mittels Löschanträge zu eliminieren [9] und [10]. Beide Male wurde dies aber rückgängig gemacht. Dann trat auf einmal der bekannte FPÖ-nahe Wikipediauser "Bwag" auf und stellte noch einmal wortgleich den Löschantrag der Sockenpuppen: [11], doch auch der wurde wieder rückgängig gemacht. An diesem Karfreitag versuchte es nun unser Sockenpuppenbetreiber erneut: [12], was aber, wie zu erwarten, auch nicht erfolgreich war. Der ganze Vorgang spielte sich innerhalb von zwei Tagen ab und sorgte für unnötige Beschäftigung der ernsthaft am Artikel interessierten Kollegen. Dass der Artikel in der Wikipedia Bestand hat, dürfte dem Sockenpuppenbetreiber eigentlich klar gewesen sein, doch worum geht es ihm? Geht es ihm darum, die Autoren des Artikels so zu zermürben, dass sie irgendwann ausflippen und aufgeben? Oder nur darum, eine braune Duftmarke zu setzen? Oder ist es eindeutiger rechter Antisemitismus, der in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft, und damit auch in der WP-Community, immer stärker Wurzeln schlägt? --Schlesinger schreib! 09:14, 31. Mär. 2018 (CEST)

Immerhin, lieber Schlesi, wurde dieser Sockenpuppenbefall abgewehrt und Donna Gedenk erhielt Unterstützung. Insgesamt haben 25 weitere Autoren daran mitgewirkt und geholfen, diesen Artikel deutlich auszubauen und dafür auch die Belege durch intensive Recherchen zu erbringen. Es ist also auch ein Beispiel dafür, wie kollaboratives Arbeiten funktionen kann, wenn man will. Frohe Ostern! - Brücke 09:49, 1. Apr. 2018 (CEST)

Ich hab das mit den Socken eh nie verstanden und halte jegliche Verwendung einer Socke neben dem eigentlichen eigenen Account für einen Missbrauch. --Jens Best Antifa.svg 21:41, 9. Apr. 2018 (CEST)

Neuer Fall: Ist der Account mit dem Nickname "Schiedsgericht" eine Sockenpuppe?[Quelltext bearbeiten]

In einer offenbar gegenwärtig nicht von allen Schiedsrichtern getragenen Aktion wurde bereits 2015 ein Account Benutzer:Schiedsgericht angelegt, der zuerst dazu dienen sollte, dem Schiedsgericht die Verwendung der Wikipedia-E-Mail-Funktion zu ermöglichen. So sollte erreicht werden, dass nicht einzelne Schiedsrichter Mails verschicken, sondern das Schiedsgericht als offenbar seriösere Institution. Später kam die Aufgabe der Moderation in heiklen SG-Falldiskussionen dazu [13] und [14]. Der Account wird, soweit bekannt, von mehreren Personen genutzt, was aber nur unter bestimmten Umständen toleriert wird. Seit dem 7. April wird das Thema auf der Schiedsgerichtsseite Wikipedia_Diskussion:Schiedsgericht#Account_'Schiedsgericht' besprochen und argwöhnisch beäugt. Benutzer:Brodkey65 hält den den Account "Schiedsgericht" für eine verzichtbare Sockenpuppe und machte eine V-Meldung die ihm in der Folge eine Zwölfstundensperre einbrachte. Andere sehen in dieser Art von intransparenten Schiedsgerichtsaktionen kein Problem. Vernünftigere Stimmen fordern, wie immer, dass solche Aktionen mit einem Meinungsbild vorher legitimiert werden müssten. Das Misstrauen in die eigentlich nicht unwichtige Institution 'Schiedsgericht', wird durch diese Intransparenz und das Verstecken einzelner gewählter Schiedsrichter hinter einem anonymen, nicht zuordbaren WP-Account, verstärkt. Was halten die Grillenwaagenleser von der Sache? --Schlesinger schreib! 20:48, 9. Apr. 2018 (CEST)

Ich halte es auch für Problematisch. Das gemeinsame empfangen und versenden von E-Mails kann man auch anderes lösen. Ich weis zwar nicht wer oder was die „vernünftigen Stimmen“ sind, die sind mir irgendwie noch nie in der WP persönlich begegnet. Aber „Vernünftigere Stimmen fordern, wie immer, dass solche Aktionen mit einem Meinungsbild vorher legitimiert werden müssten.“ tönt schon mal nicht schlecht.--Bobo11 (Diskussion) 20:59, 9. Apr. 2018 (CEST)
Das SG kann gemeinsam Mails empfangen: Die haben nämlich eine Mailingliste. Es kann trotzdem ganz praktisch sein auch per WikiMail Mails senden und empfangen zu können; ich halte die Mail- und Kurier-Verwendung (siehe: Benutzer:Schiedsgericht) für gänzlich unproblematisch. Problematisch ist die (momentan gewünschte und vorgestern auch praktizierte) intransparente Verwendung als Moderationsaccount. --Henriette (Diskussion) 21:15, 9. Apr. 2018 (CEST) P.S.: Das mit dem MB habe ich vorhin irgendwas zwischen erwähnt und gefordert (wobei ich nicht weiß, ob ich vernünftig bin … wahrscheinlich nur so mittel, wenn ich Glück habe ;))
Gegenfrage:Wer will schon vernünftig sein? So wie ich dich persönlich kennen gelehrt habe, trau ich mir folgende Urteil zu, DU Henriette sicher nicht (Jedenfalls nicht immer) ;). --Bobo11 (Diskussion) 21:23, 9. Apr. 2018 (CEST)
Ich sehe das auch eher kritisch (im Prinzip wie Henriette)... --Gridditsch 21:26, 9. Apr. 2018 (CEST)
Da Ghilt die Grillenwaage jüngst als Beispiel für eine "Mehrpersonenverwendung" einbrachte:
Soweit ich mich daran erinnern kann, hatte TAM auch mal anfangs vorgeschlagen, den Account für Moderationen hier zu verwenden. Aus der Restwiegerszene kam indes Widerspruch, sodaß es nie dazu kam.
Und vor ein paar Jahren hatte es tatsächlich mal den Fall gegeben, daß Maupre und ich bezüglich der Moderation zu einem Thema völlig unterschiedlicher Meinung gewesen waren (TAM hatte damals keine exponierte Meinung gehabt, Embedo war längst verstorben).
Dort kann man folgerichtig nachlesen, welcher Grillenwieger welche Ansicht per Individualaccount vertreten hatte.
Dessen ungeachtet hatte ich aber zwischendrin, als sich die Frage gestellt hatte, den Mailaccount von "Grillenwaage" so eingestellt, daß automatisch alle 3 Betreiber eine an ebenden Account gerichtete Mail zeitnah bekommen. Und sie antworten selbtredend gegebenenfalls als einzelne GW-Betreiber und nicht als "Kollektiv"!
LieGrü -- Elop 00:27, 10. Apr. 2018 (CEST)
Ja, genau. Und wers nicht glaubt, kann die Beitragsliste von Benutzer:Grillenwaage nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Grillenwaage .--Mautpreller (Diskussion) 10:44, 10. Apr. 2018 (CEST)
Schlesingers Raunen von Intransparenz in dem Fall scheint mir denn doch zu weit gegriffen. Das SG handelt als Kollegium aufgrund von Beschlüssen. Wobei wir es nach meiner Erinnerung zu meiner Zeit 2011/12 noch geschafft hatten, E-Mails als SG zu versenden, ohne dass dabei Rückschlüsse auf bestimmte Mitglieder des Schiedsgerichts als Absender möglich waren. Einer von uns war damals hinreichend technisch kompetent, um das zu bewerkstelligen. Ohne dem SG von 2015 zu nahe zu treten: Die Lösung über so einen Gruppenaccount finde ich im Vergleich zu der früheren Praxis eher dilettantisch, wenn es nur um den Versand von E-Mails geht… und Verlautbarungen wurden traditionell über den jeweiligen Community-Account eines Schiedsrichters nach vorheriger interner Abstimmung für das SG gezeichnet. Diese Abstimmung entfällt auch hier nicht, sie müsste auch einer Verlautbarung über einen eigenen WP-Account vorausgehen. Der Account ist daher m. E. überflüssig. Er erscheint mir eher wichtigtuerisch.--Aschmidt (Diskussion) 01:41, 10. Apr. 2018 (CEST)
Bitte auf Geraune, das überall Geraune wittert und entsprechende Pings verzichten. --Schlesinger schreib! 09:42, 11. Apr. 2018 (CEST)
Sehe ich auch so. Der Account sollte vernünftigerweise stillgelegt werden. -- Hans Koberger 07:40, 10. Apr. 2018 (CEST)
Eine Sockenpuppe ist er eher nicht. Was mich stört, ist die Intransparenz beim Moderieren. Beispielsweise, wenn ich mit einer Aktion nicht einverstanden bin. Dann muss ich mich an ein anonymes Konto wenden, bei dem ich nicht weiß, ob die Person die ich anspreche auch die ist, die diese Aktion vorgenommen hat und welche Person jetzt darauf antwortet. Auch fühle ich mich unwohl bei der Vorstellung, dass mein Gegenüber mich, bzw. meinen Account einschätzen kann, ich aber nicht den anderen, weil ich ihn schlichtweg nicht kenne. Es macht für mein Agieren sehr wohl einen Unterschied, ob ich mit Mautpreller einen Disput habe oder mit Freddy.
Im übrigen finde ich, dass das Schiedsgericht in dem Gefüge Wikipedia eine sehr sensible Rolle inne hat. Insofern sollte es mit dieser auch offen und sensibel umgehen.--Belladonna Elixierschmiede 10:22, 10. Apr. 2018 (CEST)