Carlsberg (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Carlsberg
Carlsberg (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Carlsberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 30′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Leiningerland
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 7,03 km2
Einwohner: 3419 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 486 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67316
Vorwahl: 06356
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 007
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Webpräsenz: www.carlsbergpfalz.de
Ortsbürgermeister: Werner Majunke (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Carlsberg im Landkreis Bad Dürkheim
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Über dieses Bild

Carlsberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie ist nach der Einwohnerzahl die größte Gemeinde der Verbandsgemeinde Leiningerland. Carlsberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am nördlichen Rand des Pfälzerwaldes zwischen dem Gebirgszug der Haardt im Süden und der Autobahn A6 im Norden im Leiningerland auf einer Höhe von 330 m.

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Carlsberg und Hertlingshausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung von Carlsberg bestand im Mittelalter die Siedlung Seckenhusen, an die noch der Seckenhäuserhof erinnert.[3] Auf einer Rodungsfläche am Matzenberg entstanden im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts zahlreiche Hofstellen.[4] Die Streusiedlung wurde zunächst Matzenberg genannt.[5] Der ab 1753 bezeugte Name Carlsberg erinnert an den seit 1740 regierenden Grafen Georg Carl I. August Ludwig von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen, den Sohn Graf Georgs II. von Leiningen.[5]

Älter als Carlsberg selbst ist sein Ortsteil Hertlingshausen. In Hertlingshausen bestand seit etwa 1160 das Augustinerinnen-Kloster Hertlingshausen. Dieses wurde erstmals 1212 urkundlich als Hertingeshusen erwähnt.[6] Nach einem Großbrand 1460 und einer Plünderung 1504 gab man das Kloster 1520/21 auf. Bei der Klosteraufhebung war der Ort bereits existent, da stattdessen eine Pfarrei errichtet wurde. Der lokalen Überlieferung nach soll aus den Steinen des Klosters der Großteil des Dorfes aufgebaut worden sein.

Carlsberg gehörte zum 1969 erloschenen Landkreis Frankenthal (Pfalz). Bei der Gebietsreform entstand am 7. Juni 1969 die heutige Gemeinde durch Zusammenschluss von Carlsberg mit der Gemeinde Hertlingshausen.[7] Carlsberg wurde in den Landkreis Bad Dürkheim eingegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Carlsberg besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU FWG iCH Gesamt
2014 6 10 4 20 Sitze
2009 5 9 5 1 20 Sitze
2004 5 8 3 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Carlsberg-Hertlingshausen e. V.
  • iCH = Initiative Carlsberg-Hertlingshausen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister Werner Majunke (CDU) wurde bei der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 mit 83,3 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Carlsberg (Pfalz)
Blasonierung: „In Rot ein durchgehendes angetatztes goldenes Kreuz, oben links eine silberne Lilie, oben rechts ein silbernbewehrter silberner Adler, unten links eine schräglinks gelegte wachsende goldene Speerspitze, unten rechts eine wachsende grüne Tanne.“
Wappenbegründung: Es wurde am 25. Februar 1970 von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt und entspricht dem 1963 durch das Mainzer Innenministerium genehmigten Wappen von Hertlingshausen (seit 7. Juni 1969 Ortsteil von Carlsberg).

Das ehemals leiningen-westerburgische Dorf Hertlingshausen ist aus dem gleichnamigen Kloster entstanden. Auf die Augustiner-Chorfrauen verweist die Lilie, auf die Westerburgische Herrschaft das goldene Kreuz in Rot, auf die Leininger Grafen der Adler. Speer und Tanne als Zeichen für Wild und Wald charakterisieren die landschaftliche Lage der Gemeinde.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgerfreundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am dritten Samstag im März findet das Eingeschärrtes am Neuen Sauhäuschen vom Verschönerungs-Verein Hertlingshausen(VVH) statt. Der Hexenrock der Matzeberjer Berghexe im Sängerheim folgt in der Walpurgisnacht am 30. April. Der Männergesangverein MGV "Liederkranz 1925 e. V. veranstaltet jedes Jahr Mitte Juni das Sommernachtsfest. Im Anschluss gibt es dann am letzten Wochenende im Juni den "Power beim Bauer". Am zweiten Juli Wochenende folgt die Kerwe in Carlsberg. Am Neuen Sauhäuschen gibt es am letzten Wochenende im Juli die Sauhäuschen-Kerwe, veranstaltet vom Verschönerungs-Verein Hertlingshausen. Die Kerwe in Hertlingshausen findet am ersten Augustwochenende statt. Seit dem Jahr 2012 findet am ersten Wochenende im Oktober der Pfalztrail statt. Zum Abschluss des Jahres folgt der Weihnachtsmarkt und die Adventausstellung - Rund ums Bürgerhaus am ersten Adventwochenende.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudi Klug, Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz, wohnt vor Ort
  • Hans Ponader (1911–1988), Pfälzer Heimat- und Mundartdichter

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carlsberg (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Martin Dolch; Albrecht Greule: Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1991, S. 432.
  4. Namen der Matzenberger Höfe
  5. a b Martin Dolch; Albrecht Greule: Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1991, S. 89.
  6. Martin Dolch; Albrecht Greule: Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1991, S. 208.
  7. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 174 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister (Memento vom 26. August 2014 im Internet Archive)