Cars (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
Deutscher Titel Cars
Originaltitel Cars
CarsLogoWhite.jpg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie John Lasseter,
Joe Ranft
Drehbuch Dan Fogelman,
John Lasseter,
Joe Ranft,
Kiel Murray,
Phil Lorin,
Jørgen Klubien
Produktion Darla K. Anderson
Musik Randy Newman
Kamera Jeremy Lasky,
Jean-Claude Kalache
Schnitt Ken Schretzmann,
Torbin Xan Bullock,
Kevin Nolting,
Stephen Shaffer,
Stan Webb,
Nicholas C. Smith,
Lee Unkrich
Synchronisation
Chronologie
Cars 2 →

Cars ist ein Animationsfilm von Pixar aus dem Jahre 2006. Es ist der erste Film, an dem Regisseur John Lasseter seit Toy Story 2 (1999) wieder als Regisseur und nicht nur als Produzent mitgearbeitet hat. Offizieller Kinostart in Deutschland war der 7. September 2006.

In „Cars“ sind alle Charaktere Autos, die sich wie Menschen bzw. Tiere benehmen. Menschen kommen im Film nicht vor. Am 28. Juli 2011[3] erschien in Deutschland die Fortsetzung des Filmes, Cars 2. Darüber hinaus entstanden zwischen 2008 und 2011 unter dem Titel Cars Toon – Hooks unglaubliche Geschichten eine Reihe von computeranimierten Kurzgeschichten, die im Stil des Films gehalten sind und zum Teil als Vorfilm zu anderen Pixarproduktionen im Kino und im Fernsehen zu sehen waren bzw. sind. Der dritte Teil der Filmreihe kam 2017 unter dem Titel Cars 3: Evolution in die Kinos.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Welt voller anthropomorpher Autos endet ein Rennen zwischen Lightning McQueen, Strip Weathers und Chick Hicks unentschieden. Das Tiebreaker-Rennen soll eine Woche später in Los Angeles stattfinden. McQueen ist bestrebt, sofort nach Kalifornien zu gelangen, und setzt seinen Transporter namens Mack unter Druck, ständig ohne Ermüdung zu reisen. Als sie sich hinauswagen, stört eine Bande säumiger Tuner-Autos Mack, was dazu führt, dass sich sein Anhänger öffnet und McQueen freilässt, der plötzlich eingenickt ist. McQueen rast auf der verzweifelten Suche nach Mack durch die Straßen, wird aber von einem Sheriff entdeckt, der die Verfolgung zu einer mysteriösen verlorenen Stadt führt, die als Radiator Springs bekannt ist. Die anschließende Verfolgungsjagd führt dazu, dass McQueen eine Statue umstößt und den Bürgersteig auf der Hauptstraße ruiniert. McQueen wird festgenommen und vor Gericht gestellt, wo Doc Hudson McQueen befiehlt, die Stadt sofort zu verlassen. Sally, eine ortsansässige Anwältin, tritt in den Rahmen und besteht darauf, dass McQueen die Straße neu pflastern sollte, um gemeinnützige Arbeit zu zeigen, die alle anderen im Gericht unterstützen.

McQueen pflastert die Straße neu, aber die Ergebnisse erweisen sich aufgrund seiner Ungeduld, für das bevorstehende Rennen nach Kalifornien zu fahren, als schäbig. Doc und andere sind mit den Ergebnissen unzufrieden und fordern, dass McQueen noch einmal von vorne anfangen soll. Als er die Straße zum zweiten Mal neu pflastert, stellt sich heraus, dass sie so ist, wie sie sein sollte. McQueen erfährt später, dass Doc einst selbst Rennfahrer war, aber seine Karriere aufgrund eines schweren Unfalls unterbrochen wurde. McQueen scheint romantische Gefühle mit Sally zu entwickeln, die ein zusammenhangsloses Leben in Los Angeles führte und beschloss, nach Radiator Springs umzuziehen, um dort wieder aufzubauen.

Mack und die Medien holen schließlich McQueen ein, um ihn zum bevorstehenden Rennen nach Los Angeles zu bringen. Da das Rennen im Gange ist, ist McQueen aufgrund von Rückblenden nicht vollständig eingestellt und fällt zurück. Er erfährt unerwartet, dass Doc und andere, die er in Radiator Springs kannte, sich seiner Boxencrew angeschlossen haben. McQueen gewinnt seine Form zurück und übernimmt in der letzten Runde die Führung. Chick rammt Strip Weathers, wodurch dieser von der Strecke abkommt und verunfallt. McQueen hält an, während Chick das Rennen gewinnt, und schiebt Strip über die Ziellinie. So verhindert er, dass Strip dasselbe Schicksal ergeht wie einst Doc. Das Publikum und die Medien verurteilen Chick für sein illegales Manöver, sind aber beeindruckt von McQueens Sportsgeist und Philosophie. Die Autos kehren nach Radiator Springs zurück und stellen den Standort auf der Karte wieder her.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation entstand im Auftrag der Film- & Fernseh-Synchron in München. Das Dialogbuch stammt von Benedikt Rabanus, welcher zusammen mit Kai Taschner Dialogregie führte.[5]

Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher[5] Auto
Lightning McQueen Owen Wilson Daniel Brühl NASCAR-Rennauto
Sally Bonnie Hunt Bettina Zimmermann 2002er-Porsche 996
Doc Hudson Paul Newman Friedrich Schoenfelder 1951 „Fabulous“ Hudson Hornet
Hook (orig. Mater) Larry the Cable Guy Reinhard Brock 1955 Chevrolet Stepside
Luigi Tony Shalhoub Rick Kavanian 1960 Fiat Nuova 500
Guido Guido Quarino Marcantonio Moschettini 1955 VESPA Gabelstapler
Flo Jenifer Lewis Sandra Schwittau 1957 Motorama Show Car
Sarge Paul Dooley Ekkehardt Belle Willys MB
Sheriff Michael Wallis Jochen Striebeck 1949 Mercury (Eight) Club Coupe (Polizeiversion)
Bully (orig. Fillmore) George Carlin Helmfried von Lüttichau 1960 VW-Bus T1
Lizzie Katherine Helmond Nadja Tiller Ford Modell T
Ramone Cheech Marin Gudo Hoegel 1959 Chevrolet Impala
Red Joe Ranft 1960 Seagrave Feuerwehrwagen
Chick Hicks Michael Keaton Christian Tramitz 1980 Buick Regal Coupe
Strip „The King“ Weathers Richard Petty Niki Lauda #43 Plymouth Superbird
Mrs. King Lynda Petty Eva Maria Bayerwaltes 1972 Chrysler-Town-&-Country-Kombi
Tex Dinoco H. A. Wheeler Norbert Gastell 1975 Cadillac DeVille Coupe
Mack John Ratzenberger Hartmut Neugebauer 1980 Mack Superliner
Harv Jeremy Piven Hans-Georg Panczak Ford Granada (Vereinigte Staaten)
Heiko Water (orig. Bob Cutlass) Bob Costas Heiko Waßer Oldsmobile Aurora
Chris Dinner (orig. Darrell Cartrip) Darrell Waltrip Christian Danner 1977 Chevrolet Monte Carlo
Kori Turbowitz Sarah Clark Franziska van Almsick 1997 Ford Puma
Klang Ray Magliozzi Mario Barth 1964 Dodge A100
Kling Tom Magliozzi Oliver Kalkofe 1963 Dodge Dart V10
Fred Andrew Stanton Claus Brockmeyer Lada Nova
Van Richard Kind Ulrich Frank 1999 Toyota Sienna
Minny Edie McClurg Ulrike Jenni 1997 Ford Windstar oder 1996–2000 Dodge Caravan
Jay Limo Jay Leno Walter von Hauff 2004 Lincoln Town Car
Mia Lindsey Collins Cora Schumacher 1990 Mazda MX-5
Tia Elissa Knight
Michael Schumacher Ferrari F430
Mika Häkkinen (orig. Mario Andretti) Mario Andretti Mika Häkkinen 1967 Ford Fairlane
Chuck Armstrong Jess Harnell Benedikt Weber (Mood Springs #33)
Claude Scruggs James Earl Jones Ingo Albrecht 1994 Buick Regal Coupe
Sven „Der Gouvernator“ Jess Harnell[6] Christian Tramitz HUMVEE

In der österreichischen Kinofassung ist als Rennkommentator auch Heinz Prüller, der ehemalige Formel-1-Sportkommentator des ORF, zu hören.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik (engl. Score) schrieb der Komponist Randy Newman. Folgende Stücke bilden den Soundtrack zu Cars. Die Titel des deutschen Soundtracks stehen in Klammern.

  1. Real GoneSheryl Crow
  2. Route 66Chuck Berry
  3. Life Is a HighwayRascal Flatts
  4. Behind the CloudsBrad Paisley
  5. Our TownJames Taylor (Unsere StadtOle Soul)
  6. Sh-BoomThe Chords
  7. Route 66John Mayer
  8. Find Yourself – Brad Paisley
  9. Opening Race – Score (Das Eröffnungsrennen)
  10. McQueen’s Lost – Score (McQueen ist verschwunden)
  11. My Heart Would KnowHank Williams
  12. Bessie – Score
  13. Dirt Is Different – Score (Sand ist kein Asphalt)
  14. New Road – Score (Die neue Straße)
  15. Tractor Tipping – Score (Trecker-Erschrecker)
  16. McQueen and Sally – Score (McQueen und Sally)
  17. Goodbye – Score (Abschied)
  18. Pre-Race Pageantry – Score (Showtime vor dem Rennen)
  19. The Piston Cup – Score (Der Piston Cup)
  20. The Big Race – Score (Das große Rennen)

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Detailverliebter Animationsfilm mit vielen witzigen Einfällen und skurrilen Nebenfiguren. Die Animatoren legten den Schwerpunkt konsequent auf die Mimik der virtuellen Blechgesellen. Das Bewegungsarsenal der lackierten ‚Gesichter auf Rädern‘ bleibt zwar aufs Vorwärts- und Rückwärtsfahren und das Gestikulieren mit den Reifen beschränkt, doch weckt diese Reduktion auf liebenswerte Weise Beschützerinstinkte.“

„Rauscht mit Vollgas mitten ins Herz.“

„Tricktechnisch atemberaubend wie gewohnt, sehr witzig, sehr niedlich. Und doch ist dieser auch der erste Pixar-Film mit kleinen Hängern“

„So ist “Cars” im Endeffekt einer der wenigen Pixar-Filme, den man nicht als absoluten Must-See einstufen müsste. Für einen unterhaltsamen Kinoabend ist er aber dennoch klar besser als die meisten Konkurrenz-Produktionen geeignet.“

filmstarts.de[10]

„Mittels modernster Technologie wird eine Filmwelt erschaffen, in der die moderne Technik negativ konnotiert ist. Die Filmemacher der bisherigen Pixar-Filme vermieden diesen Spagat und sprachen die Thematik gar nicht erst an. Nur ist sie in Cars ein zentraler Bestandteil der Geschichte. John Lasseters Film gehört so zu den Animationsfilmen, die trotz spektakulären Bildern und wunderbarer kleiner Details nie so richtig in Fahrt kommen.“

Critic.de[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Arbeitstitel des Films lautete „Route 66“, wurde 2002 aber auf „Cars“ geändert, damit der Film nicht mit der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1960er Jahren verwechselt werden würde. Für die deutsche Fassung war ursprünglich „Cars – Autos wie wir“ vorgesehen, inzwischen wird er aber auch in Deutschland nur noch unter dem Originaltitel vermarktet.
  • Bei der Überfahrt nach Kalifornien gibt es auf der Interstate einen Cameo-Auftritt der Vögel aus Pixars Kurzfilm Der Vogelschreck (Originaltitel: For the Birds). Diese sind die einzigen nicht motorisierten Lebewesen im Film.
  • In einer Szene beim Abschlussrennen ist der Pizza-Planet-Truck aus Pixars erstem Kinofilm Toy Story zu sehen, der seitdem in den meisten Pixarfilmen vorkommt.
  • Die Handlung von Cars weist starke Parallelen zum Film Doc Hollywood mit Michael J. Fox auf.[12]
  • Lightning und Hook vergnügen sich mit „Traktorschubsen“. Das verweist auf die urbane Legende des Kuhschubsens.
  • Während der Produktion starb Joe Ranft, der als Co-Regisseur mitwirkte, bei einem Autounfall. Der Film wurde ihm gewidmet.
  • Heiko Waßer und Christian Danner, die Formel-1-Kommentatoren von RTL synchronisieren auch die Kommentatoren im Film.
  • Das Städtchen Radiator Springs ist durch Originalorte an der Route 66 inspiriert worden. Ramone’s Body Shop lehnt sich an das U-Drop_Inn in Shamrock (Texas). Der Brownlee Diner in Glenrio (Texas) gehört ebenso zu den Gebäudevorbildern, wie das Midpoint Café an der Route 66 in Adrian (Texas), die Inspiration für das Flo’s V-8 Café bildete. Vorbild für die Figur des Hook (Tow Mater) war ein alter rostiger L-170 Truck der Firma International Harvester. Er steht als Dekoration vor dem Four Women on the Route Diner an der Main Street von Galena (Kansas).
  • Der Disney-Film Planes spielt im selben Serienuniversum wie Cars, wurde allerdings nicht von Pixar produziert.
  • Strip „The King“ Weathers wird im Deutschen vom dreifachen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda gesprochen. Hauptfigur Lightning McQueen wird von Daniel Brühl gesprochen, der später Lauda in dessen Filmbiografie Rush – Alles für den Sieg darstellte.
  • Das Budget für diesen Film war 120 Mio. US-Dollar. Das Einspielergebnis betrug weltweit rund 462 Mio. US-Dollar.[13]
  • 2006 gab es eine Brasilianische Computeranimationsreihe über eine Welt, in der nur Autos leben mit dem Titel The Little Cars. Diese weist starke parallelen zum Film Cars auf, die Ausrichtung der Serie ist aber stärker für Kinder ausgelegt. In Deutschland erschien diese Serie nur auf DVD.

Fortsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es erschienen zwei Fortsetzungen des Films: Cars 2 (2011) und Cars 3: Evolution (2017).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cars (film) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Cars. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2006 (PDF; Prüf­nummer: 106 671 K).
  2. Alterskennzeichnung für Cars. Jugendmedien­kommission.
  3. morgenpost.de: Die CARS sind wieder da!, Artikel vom 24. Juni 2011, abgerufen am 4. Juli 2011.
  4. filmstarts.de
  5. a b Cars. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 21. September 2012.
  6. Cars (2006) – IMDb. Abgerufen am 12. Juli 2020.
  7. Cars. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  8. Cars. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 18. Juli 2021.
  9. Cars. In: cinema. Abgerufen am 18. Juli 2021.
  10. filmstarts.de
  11. Critic.de
  12. Cars wirkt wie ein computeranimierter Doc Hollywood (Memento des Originals vom 17. Juni 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ctv.ca (englisch); Abruf: 31. Juli 2010.
  13. Cars (2006). In: Box Office Mojo. Abgerufen am 25. Juli 2019.