Diensdorf-Radlow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Diensdorf-Radlow führt kein Wappen
Diensdorf-Radlow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Diensdorf-Radlow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 14′ N, 14° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Scharmützelsee
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 9,34 km²
Einwohner: 564 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15864
Vorwahl: 033677
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 112
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 1
15864 Diensdorf-Radlow
Webpräsenz: www.amt-scharmuetzelsee.de
Bürgermeister: Klaus-Bernd Fischer (Förderverein Diensdorf-Radlow)
Lage der Gemeinde Diensdorf-Radlow im Landkreis Oder-Spree
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Diensdorf-Radlow (niedersorbisch Dimšojce-Radłow[2]) ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Scharmützelsee an, das seinen Verwaltungssitz in der Gemeinde Bad Saarow hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Ostufer des Scharmützelsees am Westrand der Beeskower Platte, etwa fünf Kilometer südlich des Kerns von Bad Saarow und grenzt im Norden an den Bad Saarower Wohnplatz Theresienhof. Im Süden schließt sich die Gemeinde Wendisch Rietz und im Osten die Gemeinde Rietz-Neuendorf an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Diensdorf-Radlow hat laut Hauptsatzung[3] keine Orts- oder Gemeindeteile. Die beiden früher selbstständigen Gemeinden Diensdorf und Radlow sind lediglich Wohnplätze innerhalb der (Gesamt-)Gemeinde[4]. Seit 1961 sind Diensdorf und Radlow zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diensdorf wurde erstmals 1490 urkundlich erwähnt. Die erste Eintragung von Radlow stammt aus dem Jahr 1445. Vorgeschichtliche Ausgrabungsfunde beweisen allerdings, dass der Ort schon vor über 3400 Jahren besiedelt wurde. Während Radlow Sitz eines Rittergutes war und von 1634 bis 1802 zu den Löschebrandschen Besitzungen gehörte, blieb Diensdorf eher von Fischern und Bauern geprägt. In beiden Orten spielte die Ziegelei im 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts eine große Rolle. Die überwiegend roten Backsteinhäuser bezeugen dies noch heute. Durch den Ausbau des Storkower Kanals von 1862 bis 1865 erfolgte ein reger Schiffstransport nach Berlin, der Ziegel aus Radlow nach Spandau für den Ausbau der dortigen Zitadelle brachte.

Mit dem Ausbau weiterer Verkehrsanbindungen wie Bahn- und Straßenbau begannen sich die Dörfer zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu Urlaubsorten zu entwickeln. In Diensdorf entstand eine Bootswerft, die den Wassersport und Tourismus im Ort anwachsen ließ.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1964 526
1971 526
1981 545
1985 560
1989 535
1990 532
1991 521
1992 526
Jahr Einwohner
1993 513
1994 491
1995 510
1996 524
1997 533
1998 535
1999 558
2000 551
Jahr Einwohner
2001 567
2002 540
2003 555
2004 558
2005 554
2006 548
2007 555
2008 541
Jahr Einwohner
2009 567
2010 570
2011 565
2012 558
2013 553
2014 567

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeverwaltung

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Diensdorf-Radlow setzt sich aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen.

Wählergruppe Sitze
2003–2008
Sitze
2008–2014
Sitze
2014–2019
Förderverein Diensdorf-Radlow - 5 5
Gemeindefeuerwehrverein 4 2 2
Einzelbewerber Burkhard Mell 1 1 1
Die Linke 3 - -

(Stand Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus-Bernd Fischer (Förderverein Diensdorf-Radlow) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 80,6 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Diensdorf-Radlow und in der Liste der Bodendenkmale in Diensdorf-Radlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diensdorf-Radlow liegt an der Landesstraße L 35 von Fürstenwalde nach Glienicke.

Die Buslinie 430 verbindet den Ort mit Fürstenwalde und Beeskow.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eberhard Cohrs (1921–1999), Komiker und Schauspieler, lebte bis 1977 und 1990 bis zu seinem Tod in Diensdorf

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Diensdorf-Radlow vom 28. Juni 2001 PDF
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Diensdorf-Radlow
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 14–17
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diensdorf-Radlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien