Rauen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rauen
Rauen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rauen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 20′ N, 14° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Spreenhagen
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 21,59 km2
Einwohner: 1984 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15518
Vorwahl: 03361
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 408
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 13
15528 Spreenhagen
Bürgermeister: Sven Sprunghofer
Lage der Gemeinde Rauen im Landkreis Oder-Spree
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Über dieses Bild

Rauen ist eine Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Spreenhagen an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauen ist ein Angerdorf und liegt an den Rauener Bergen.

Südlich des Ortes befinden sich die als Naturdenkmal geschützten, auch Markgrafensteine genannten Rauener Steine. Sie gelten als die größten Findlinge in der Mark Brandenburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Rauen gehören der bewohnte Gemeindeteil Grauer Esel und die Wohnplätze Forsthaus Rauen, Fuchsbau, Heidehof, Karlshöhe, Kiesweg, Stadtberg und Westend.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Rauen (von Ruwen) bedeutet am Berghang und auch stiller, heiliger Ort.

Das Dorfbild wurde bis zum 18. Jahrhundert von der Wehrkirche und den Bauerngehöften um den Anger bestimmt. Die Kirche diente durch ihre massive Bauweise als Zufluchtsort und Verteidigungbastion. In Rauen lebten 1518 14 Bauern und ein Kötter; Abgaben wurden nur an die Kirche geleistet. Von 1631 bis 1633, im 30-jährigen Krieg, wurde das Dorf verwüstet und ausgeplündert. 1770 wurden neben dem Anger die ersten Büdnerhäuser gebaut. In ihnen lebten Tagelöhner, die im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft betrieben. Von 1827 bis 1829 wurden in Rauen Braunkohlefelder entdeckt. Der Abbau seit 1842 und die Ansiedlung von Bergleuten aus dem Harz bestimmten wesentlich die weitere Entwicklung Rauens. Auf Grund billiger Eisenbahntarife und günstiger Steinkohlepreise wurden die Kohlegruben 1905 stillgelegt. Die Bodenreform 1945/1946 enteignete drei Großbauern. Das Land wurde an Umsiedler und Neubauern verteilt. Bis 1960 traten alle Bauernhöfe der LPG bei.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1 089
1890 1 150
1910 1 375
1925 1 380
1933 1 703
1939 2 166
1946 1 784
1950 1 930
Jahr Einwohner
1964 1 785
1971 1 798
1981 1 619
1985 1 556
1989 1 511
1990 1 493
1991 1 473
1992 1 462
1993 1 468
1994 1 521
Jahr Einwohner
1995 1 612
1996 1 686
1997 1 742
1998 1 780
1999 1 833
2000 1 867
2001 1 876
2002 1 892
2003 1 897
2004 1 880
Jahr Einwohner
2005 1 886
2006 1 929
2007 1 913
2008 1 957
2009 1 948
2010 1 948
2011 1 953
2012 1 964
2013 1 950
2014 1 979
Jahr Einwohner
2015 1 979
2016 1 984

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[3][4] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Rauen besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Transparentes Rauen 5 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • Kompetenz für Rauen 2 Sitze
  • Stadtberg-Westend-Kiesweg 2 Sitze
  • Bürgerforum Rauen 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2003: Rosemarie Arenstedt[6]
  • 2003–2008: Eckart Kultus[7]
  • seit 2008: Sven Sprunghofer[8]

Sprunghofer wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 90,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. November 2000 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine grüne Leiste begleitet oben von einer schwarzen Granitschale mit drei Füßen und unten von einem grünen Dreiberg, belegt mit einer bezinnten und oben schwarz bekreuzten goldenen Kirchturmspitze.“[11]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Rauen

In der Liste der Baudenkmale in Rauen und in Liste der Bodendenkmale in Rauen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Die Dorfkirche Rauen entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Feldsteinen. Im Innenraum stehen unter anderem vier Schnitzfiguren, die vom einem Altar aus der Zeit um 1480/1490 stammen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauen liegt an der Landesstraße L 361 zwischen Storkow und Fürstenwalde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Kilper: Wo die großen Steine sind. Ein Rauener erinnert sich. Verlag Die Furt 2010, ISBN 978-3-939960-11-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Rauen
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 22–25
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Oder-Spree
  7. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 28
  8. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 10
  9. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014
  11. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg