Rauen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rauen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rauen
Rauen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rauen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 20′ N, 14° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Spreenhagen
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 21,59 km²
Einwohner: 1979 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15518
Vorwahl: 03361
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 408
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 13
15528 Spreenhagen
Bürgermeister: Sven Sprunghofer
Lage der Gemeinde Rauen im Landkreis Oder-Spree
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Über dieses Bild

Rauen ist eine Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Spreenhagen an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauen ist ein Angerdorf und liegt an den Rauener Bergen.

Südlich des Ortes befinden sich die als Naturdenkmal geschützten, auch Markgrafensteine genannten Rauener Steine. Diese Steine gelten als die größten Findlinge in der Mark Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Rauen (von Ruwen) bedeutet am Berghang und auch stiller, heiliger Ort.

Das Dorfbild wurde bis zum 18. Jahrhundert von der Wehrkirche und den Bauerngehöften um den Anger bestimmt. Die Kirche diente durch ihre massive Bauweise als Zufluchtsort und Verteidigungbastion. In Rauen lebten 1518 14 Bauern und ein Kötter; Abgaben wurden nur an die Kirche geleistet. Von 1631 bis 1633, im 30-jährigen Krieg, wurde das Dorf verwüstet und ausgeplündert. 1770 wurden neben dem Anger die ersten Büdnerhäuser gebaut. In ihnen lebten Tagelöhner die im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft betrieben. Von 1827 bis 1829 wurden in Rauen Braunkohlefelder entdeckt. Der Abbau 1842 und die Ansiedlung von Bergleuten aus dem Harz bestimmten wesentlich die weitere Entwicklung Rauens. Auf Grund billiger Eisenbahntarife und günstiger Steinkohlepreise wurden die Kohlegruben 1905 stillgelegt. Die Bodenreform 1945/1946 enteignete drei Großbauern. Das Land wurde an Umsiedler und Neubauern verteilt. Bis 1960 traten alle Bauernhöfe der LPG bei.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1 089
1890 1 150
1910 1 375
1925 1 380
1933 1 703
1939 2 166
1946 1 784
1950 1 930
1964 1 785
1971 1 798
Jahr Einwohner
1981 1 619
1985 1 556
1989 1 511
1990 1 493
1991 1 473
1992 1 462
1993 1 468
1994 1 521
1995 1 612
1996 1 686
Jahr Einwohner
1997 1 742
1998 1 780
1999 1 833
2000 1 867
2001 1 876
2002 1 892
2003 1 897
2004 1 880
2005 1 886
2006 1 929
Jahr Einwohner
2007 1 913
2008 1 957
2009 1 948
2010 1 948
2011 1 953
2012 1 964
2013 1 950
2014 1 979

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2][3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Rauen besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[4]

  • Transparentes Rauen 5 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • Kompetenz für Rauen 2 Sitze
  • Stadtberg-Westend-Kiesweg 2 Sitze
  • Bürgerforum Rauen 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit einer Stichwahl am 12. Oktober 2008 Sven Sprunghofer.[5] Er wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 mit 90,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[6] gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 17. November 2000 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine grüne Leiste begleitet oben von einer schwarzen Granitschale mit drei Füßen und unten von einem grünen Dreiberg, belegt mit einer bezinnten und oben schwarz bekreuzten goldenen Kirchturmspitze.“[8]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Rauen

In der Liste der Baudenkmale in Rauen und in Liste der Bodendenkmale in Rauen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauen liegt an der Landesstraße L 361 zwischen Storkow und Fürstenwalde.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[9] 1 117 1 136 1 164 1 189 1 200 1 199 1 213
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 584 580 598 610 614 610 622

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Kilper: Wo die großen Steine sind. Ein Rauener erinnert sich. Verlag Die Furt 2010, ISBN 978-3-939960-11-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 22–25
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  5. Baumann und Sprunghofer gewählt. In: Märkische Onlinezeitung, 13. Oktober 2008
  6. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014
  8. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  9. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien