Spreenhagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Spreenhagen führt kein Wappen
Spreenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spreenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 21′ N, 13° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Spreenhagen
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 137,02 km²
Einwohner: 3229 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15528
Vorwahl: 033633
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 469
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstr. 13
15528 Spreenhagen
Webpräsenz: www.amt-spreenhagen.de
Bürgermeister: Bernhard Baumann (SPD)
Lage der Gemeinde Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree
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Über dieses Bild

Spreenhagen ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Sie wird vom Amt Spreenhagen verwaltet, das seinen Sitz in der Gemeinde hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Spreenhagen besteht aus folgenden Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Spreenhagen in einer Urkunde der Ottonen über das Gebiet der Fürstenwalder Stadtforst im Jahre 1285.

Spree bei Hartmannsdorf

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchhofen gehört seit dem 17. September 1961 zu Spreenhagen.[3] Am 31. Dezember 2001 wurde Braunsdorf nach Spreenhagen eingemeindet.[4] Am 1. Juli 2002 kam Hartmannsdorf hinzu.[5] Markgrafpieske wurde am 26. Oktober 2003, gegen den Willen der Mehrheit der Bürger des Ortes (Bürgerbegehren), eingegliedert.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 941
1890 935
1910 1 197
1925 1 169
1933 1 262
1939 1 449
1946 1 174
1950 1 182
1964 1 058
1971 1 089
Jahr Einwohner
1981 1 538
1985 1 558
1989 1 640
1990 1 602
1991 1 590
1992 1 577
1993 1 567
1994 1 730
1995 1 679
1996 1 663
Jahr Einwohner
1997 1 668
1998 1 681
1999 1 727
2000 1 752
2001 2 002
2002 2 695
2003 3 540
2004 3 534
2005 3 535
2006 3 534
Jahr Einwohner
2007 3 526
2008 3 494
2009 3 473
2010 3 441
2011 3 250
2012 3 245
2013 3 208
2014 3 226

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[7][8], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18 % der Einwohner sind Lutheraner, 2 % Katholiken.[9]

Die evangelischen Kirchengemeinden Spreenhagen (Dorfkirche, Hoffnungskirche) und Markgrafpieske gehören zum Kirchenkreis Oderland-Spree der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde St. Johannes Baptist im 15 km östlich gelegenen Fürstenwalde/Spree, Erzbistum Berlin. Ein Gottesdienststandort befindet sich auch im Jugendhaus des Erzbistums Berlin in Alt-Buchhorst, Gemeinde Grünheide (Mark), 12 km nördlich von Spreenhagen. Die Ortschaft Lebbin liegt im nördlichsten Zipfel des Bistums Görlitz. Zuständig ist die Pfarrkuratie Heilig Geist in Beeskow, zu der auch die Kirche St. Maria im 10 km südlich von Lebbin gelegenen Storkow-Hubertushöhe gehört.

Des Weiteren gibt es in Spreenhagen eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 51.7 %
 %
40
30
20
10
0
35,8 %
28,9 %
13,0 %
9,2 %
7,5 %
5,6 %
GfB
DCM
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Die Gemeindevertretung von Spreenhagen besteht aus 16 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • SPD: 6 Sitze
  • Gemeinschaft Freier Bürger: 5 Sitze
  • Dorfclub Markgrafpieske: 2 Sitze
  • Die Linke: 1 Sitz
  • CDU: 1 Sitz
  • NPD: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard Baumann (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 83,6 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Spreenhagen

In der Liste der Baudenkmale in Spreenhagen und in der Liste der Bodendenkmale in Spreenhagen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Die dreischiffige Dorfkirche Markgrafpieske wurde aus Sandstein und Backstein im neugotischen Stil in den Jahren 1896–1898 erbaut. Der Turm ist mit 48 Metern Höhe der höchste im Amtsbereich Spreenhagen. Die Orgel aus dem Jahre 1898 stammt vom Frankfurter Orgelbauer Wilhelm Sauer.
  • Der Gedenkstein von 1975 in der Lindenallee des Ortsteiles Hartmannsdorf erinnert an die Opfer eines SS-Massakers, das in der Nacht vom 21. auf den 22. April 1945 an 16 (nach anderen Angaben 20) Einwohnern des Ortsteiles Hartmannsdorf verübt wurde, die sich der Roten Armee kampflos ergeben wollten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spreenhagen liegt an den Landesstraßen L 23 zwischen Grünheide und Storkow und L 36 zwischen Spreenhagen und Fürstenwalde. Die A 12 mit der Anschlussstelle Storkow durchquert das Gemeindegebiet.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[13] 2 021 2 043 2 056 2 071 2 081 2 058 2 069
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 573 585 592 602 640 634 645

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b c ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 26–29
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  9. Zensusdatenbank
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  13. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  14. Porträt von Marienetta Jirkowsky bei chronik-der-mauer.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spreenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien