Dnipro Dnipropetrowsk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Fußballverein von Dnipro Dnipropetrowsk, für den Basketballverein siehe BK Dnipro Dnipropetrowsk.
Dnipro Dnipropetrowsk
FC Dnipro Dnipropetrovsk.svg
Voller Name FK Dnipro Dnipropetrowsk
ФК Дніпро Дніпропетровськ
Ort Dnipropetrowsk
Gegründet 1918
Stadion Dniprostadion
Plätze 31.003
Präsident UkraineUkraine Andrij Stezenko
Trainer UkraineUkraine Myron Markewytsch
Homepage www.fcdnipro.dp.ua
Liga Premjer-Liha
2013/14 Vizemeister
Heim
Auswärts
Älteres Logo aus der sowjetischen Zeit
Die Mannschaft von 2010
Fans in Südtribüne

Der FK Dnipro Dnipropetrowsk (ukrainisch ФК Дніпро Дніпропетровськ; UEFA-Transkription FC Dnipro Dnipropetrovsk; russisch ФК Дне́пр Днепропетро́вск, FK Dnepr Dnepropetrowsk) ist ein ukrainischer Fußballverein aus der Stadt Dnipropetrowsk.

Zu den Zeiten der Sowjetunion war Dnipro neben Dynamo Kiew und Schachtar Donezk eine der erfolgreichsten Mannschaften der Ukrainischen SSR und hat in den 1980er Jahren einmal den Pokal und zweimal die Meisterschaft der UdSSR gewonnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Sowjetunion[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1918 als Werkmannschaft der Petrowski-Stahlwerke gegründet, 1936 nahm die Mannschaft erstmals an einer unterklassigen UdSSR-weiten Liga unter dem Namen Stal (= Stahl) teil, 1946 wurde die Mannschaft in Metalurg umbenannt und behielt diesen Namen bis 1961, als sie an die Jugmasch-Werke abgegeben wurde und diesen Namen erhielt. 1968/69 wurde die Mannschaft erneut abgegeben, sie erhielt den Namen Dnepr nach dem Markenname eines ukrainischen Motorrads und einen jungen, neuen Trainer Walerij Lobanowskyj, der bei Dnepr erste Erfahrungen sammelte, bevor er nach 1974 bei Dynamo Kiew zu einem der erfolgreichsten Trainer der Welt wurde. 1971 gelang Dnepr der erstmalige Aufstieg in die höchste sowjetische Liga. Seitdem blieb der Verein, mit Ausnahme eines zweijährigen Zweitligazwischenspiels 1978–80, erstklassig. Nach dem zweiten Aufstieg entwickelte sich Dnepr in den 1980er-Jahren zu einer der besten Mannschaften der UdSSR, die regelmäßig um die Meisterschaft mitspielte. Dem damaligen Team gelang 1983 und 1988 der Gewinn der sowjetischen Meisterschaft, 1988 feierte man auch den sowjetischen Pokalsieg. 1987 und 1989 wurde Dnepr Vizemeister.

Zur damaligen Mannschaft von Dnepr gehörten Stars wie Oleg Protassow, Gennadi Litowtschenko oder Wladimir Ljuty. Zahlreiche Talente stammten dabei aus der eigenen Jugend.

Dnepr war fünf Mal bester Fußballverein der Teilrepublik Ukraine. Gemessen an der Anzahl der Titel war der Club sogar der zweiterfolgreichste ukrainische Verein überhaupt, nach Dynamo Kiew. Während des Bestehens der Sowjetunion war der Club hauptsächlich unter dem russischen Namen bekannt, Dnepr Dnepropetrowsk (auch in der Schreibweise Dnjepr Dnjepropetrowsk). Nach der ewigen Tabelle der sowjetischen Liga liegt Dnjepr unter allen ukrainischen Mannschaften, die je an der sowjetischen Liga teilnahmen, auf Platz 4, insgesamt auf Platz 17.

Ukraine[Bearbeiten]

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion spielte der Club nun in der neugegründeten, ersten ukrainischen Liga, zudem wurde international und auf Klubsymbolen, darunter auch von FIFA und UEFA, nun die ukrainische Bezeichnung des Klubs verwendet, Dnipro Dnipropetrowsk.

Nach der Unabhängigkeit der Ukraine konnte „Dnipro“ zwar keinen Titel mehr gewinnen, erreichte aber dreimal das Pokalendspiel und landete sechsmal unter den ersten drei der ukrainischen Meisterschaft. Dnipro Dnipropetrowsk gehört zu den vier Mannschaften, neben Dynamo Kiew, Schachtjor Donezk und Tawrija Simferopol, die noch nie aus der Premjer-Liha abgestiegen sind. Hauptsponsor des Vereins ist seit vielen Jahren die Privat-Gruppe, eine einflussreiche Firmengruppe mit Sitz in Dnipropetrowsk. Bekannteste Spieler des Vereins sind Andriy Rusol, der das erste Tor der Ukraine bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erzielte, Oleh Wenglinskij, der Ukrainische Fußballer des Jahres 2003 und Alexei Bluhm, der nach 14 Sekunden das schnellste Tor der Wyschtscha Liha erzielte. Seit Oktober 2010 wird Dnipro vom zweimaligen UEFA Cup-Sieger Juande Ramos trainiert. Trainer des FK Dnipro war u.a. auch Bernd Stange (1995/96).

Mehrmals hatte Dnipro an den europäischen Wettbewerben teilgenommen, davon zweimal an dem Europapokal der Landesmeister (1985, 1990), dabei konnte der Verein jeweils das Viertelfinale erreichen. In der UEFA Europa League 2011/12 scheiterte Dnipro in der Play-off-Runde an dem englischen Vertreter FC Fulham.

Besser verlief es für den ukrainischen Vertreter in der Europa League Saison 2012/13. Dort konnte die Mannschaft nicht nur die Gruppenphase erreichen, sondern sich mit 5 Siegen und nur einer Niederlage souverän gegen den SSC Neapel, die PSV Eindhoven und AIK Solna als Gruppensieger behaupten. In der Zwischenrunde schied Dnipro nach einer 0:2-Auswärtsniederlage und einem 1:1 zuhause gegen den Schweizer Vertreter FC Basel aus. [1]

Nach dem Erfolg in der Playoff-Runde, erreichte Dnipro Ende August 2013 die Gruppenphase der Europa League 2013/14. Sie belegten in ihrer Gruppe den zweiten Platz und qualifizierten sich damit für die K.O.-Runde, in der sie gegen Tottenham Hotspur ausschieden.

Stadion[Bearbeiten]

Dnipro Dnipropetrowsk trägt seine Heimspiele im Dniprostadion aus, das am 14. September 2008 nach einer dreijährigen Bauzeit eröffnet wurde und eine Kapazität von 31.003 Zuschauerplätzen aufweist.

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Nr. Position Name
16 TschechienTschechien TW Jan Laštůvka
71 UkraineUkraine TW Denys Boyko
91 UkraineUkraine TW Igor Vartsaba
2 RumänienRumänien AB Alexandru Vlad
3 TschechienTschechien AB Ondřej Mazuch
5 UkraineUkraine AB Vitaliy Mandzyuk
14 UkraineUkraine AB Jewhen Tscheberjatschko
17 KroatienKroatien AB Ivan Strinić
23 BrasilienBrasilien AB Douglas
44 UkraineUkraine AB Artjom Fedezkij
4 UkraineUkraine MF Serhiy Krawtschenko
6 GeorgienGeorgien MF Jaba Kankawa
7 UkraineUkraine MF Denis Kulakow
Nr. Position Name
8 BrasilienBrasilien MF Giuliano
10 UkraineUkraine MF Jewhen Konopljanka
19 GeorgienGeorgien MF Alexander Kobachidse
20 PortugalPortugal MF Bruno Gama
22 UkraineUkraine MF Denis Olejnik
28 UkraineUkraine MF Jewhen Schachow
29 UkraineUkraine MF Ruslan Rotan (C)Kapitän der Mannschaft
36 UkraineUkraine MF Ruslan Babenko
89 UkraineUkraine MF Serhij Politylo
9 KroatienKroatien ST Nikola Kalinić
11 UkraineUkraine ST Jewhen Selesnjow
18 UkraineUkraine ST Roman Sosulja
99 BrasilienBrasilien ST Matheus

Stand: April 2014

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Ukraine und GUS

Europa

Südamerika

Amerika

Afrika

Trainer[Bearbeiten]

(unvollständig)

Weblinks[Bearbeiten]

  1. [1] - abgerufen am 9. Februar 2013