FK Qarabağ Ağdam

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FK Qarabağ Ağdam
Vereinslogo
Voller Name Qarabağ Futbol Klubu
Ort Ağdam
Gegründet 23. Juli 1951
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Suraxani-Stadion
Plätze 5.000
Präsident Abdulbari Gözal
Trainer AserbaidschanAserbaidschan Qurban Qurbanov
Homepage www.qarabagh.com
Liga Premyer Liqası
2013/14 1. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Qarabağ Ağdam ist ein aserbaidschanischer Fußballverein, der ursprünglich aus Ağdam in der historischen Region Karabach stammt. Seit der Besetzung der Stadt durch armenische Einheiten im Rahmen des Bergkarabachkonfliktes 1993 ist der Klub in Baku ansässig, denn Agdam ist eine Geisterstadt geworden. Gemeinsam mit Neftçi Baku PFK und dem PFK Turan Tovuz ist der FK Qarabağ Dauergast in der Premyer Liqası, der 1. Liga des Landes.

Geschichte[Bearbeiten]

1951–1968[Bearbeiten]

Nachdem 1951 in Ağdam ein Fußballstadion gebaut worden war, gab es Versuche, ein Profiteam zu gründen. Aus diesen Versuchen ging der Verein hervor, damals unter dem Namen „Məhsul“. 1966 spielte die Mannschaft erstmals um die aserbaidschanische Meisterschaft und wurde Vierter. Größter Erfolg war der zweite Platz im Jahr 1968. Nach 1968 geriet der Verein in finanzielle Probleme und nahm für lange Zeit nicht an der Meisterschaft teil.

1977–1990[Bearbeiten]

1977 wurde der Verein unter dem Namen „Şəfəq“ neu gegründet. 1988 bekam er seinen heutigen Namen und gewann die aserbaidschanische Meisterschaft.

1991–heute[Bearbeiten]

Der Zusammenbruch der Sowjetunion führte zum Krieg zwischen Aserbaidschan und seinem Nachbarn Armenien um die Region Bergkarabach. Im Rahmen des Krieges besetzten armenische Separatisten unter anderem die Stadt Ağdam und halten sie bis heute besetzt. Die Stadt ist fast gänzlich zerstört. Der Verein flüchtete in die Hauptstadt Baku.

Nach der Unabhängigkeit des Landes 1991 spielte man in der 1992 gegründeten Premyer Liqası mit. In der zweiten Saison gewann man den Meistertitel, als man sich in den Meisterschaftsplayoffs durchsetzte. Mit dem Sieg im Pokalfinale gegen İnşaatçı Baku gewann man das Double. In den folgenden Jahren spielte der Verein immer um die Meisterschaft mit. 1997 wurde man zwar nur Tabellenzweiter, aufgrund von „Jugendpunkten“, die für Leistungen der U-15- und U-16-Auswahlen vergeben wurden, wurde dennoch der Meistertitel zuerkannt. In den Jahren 1998 bis 2001 geriet der Verein erneut in finanzielle Schieflage.

2003 wurde die Meisterschaft abgesagt. Das stattdessen stattfindende Turnier zum 65. Geburtstag von Neftçi Baku PFK wurde im Finale im Elfmeterschießen gegen den Gastgeber gewonnen, der Meistertitel wurde für diese Spielzeit jedoch nur inoffiziell vergeben.

2009 wurde man zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte Pokalsieger, als der FK İnter Baku mit 1:0 besiegt wurde.

In den Play-Off-Spielen zur UEFA Europa League 2010/11 trat der Verein am 19. und 26. August 2010 gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund an, schied aber nach Niederlagen im Hin- und Rückspiel aus. 2013/14 traf der Verein in den Play-Offs zur Europa League auf Eintracht Frankfurt und verlor abermals Hin- und Rückspiel. Nach 21 Jahren wurde in derselben Saison zum vierten Mal die aserbaidschanische Meisterschaft gewonnen.

In der Saison 2014/15 erreichte Qarabağ erstmals die Gruppenphase der UEFA Europa League. Nachdem man in der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League knapp am FC Red Bull Salzburg scheiterte, setzte man sich in der Playoff-Runde zur Europa League gegen den FC Twente Enschede durch. In der Gruppenphase schied man dann allerdings als 3. gegen Inter Mailand, Dnipro Dnipropetrowsk und AS Saint-Étienne aus.

Europapokalbilanz[Bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hinspiel Rückspiel
1996/97 Europapokal der Pokalsieger Qualifikation FinnlandFinnland MyPa Anjalankoski 1:2 0:1 (H) 1:1 (A)
1997/98 UEFA-Pokal 1. Quali-Runde TschechienTschechien FK Jablonec 0:8 0:5 (A) 0:3 (H)
1998/99 Europapokal der Pokalsieger Qualifikation DanemarkDänemark FC Kopenhagen 00:10 0:6 (A) 0:4 (H)
1999 UEFA Intertoto Cup 1. Runde IsraelIsrael Maccabi Haifa (a)2:2(a) 2:1 (A) 0:1 (H)
2. Runde FrankreichFrankreich HSC Montpellier 0:9 0:3 (H) 0:6 (A)
2004/05 UEFA-Pokal 1. Quali-Runde SlowakeiSlowakei FK Dukla Banská Bystrica 0:4 0:3 (A) 0:1 (H)
2006/07 UEFA-Pokal 1. Quali-Runde MoldawienMoldawien Zimbru Chișinău 2:3 1:1 (A) 1:2 (H)
2009/10 UEFA Europa League 2. Quali-Runde NorwegenNorwegen Rosenborg Trondheim 1:0 0:0 (A) 1:0 (H)
3. Quali-Runde FinnlandFinnland FC Honka Espoo 3:1 1:0 (A) 2:1 (H)
Play-offs NiederlandeNiederlande FC Twente Enschede 1:3 1:3 (A) 0:0 (H)
2010/11 UEFA Europa League 1. Quali-Runde MazedonienMazedonien FK Metalurg Skopje 5:2 4:1 (H) 1:1 (A)
2. Quali-Runde NordirlandNordirland Portadown FC 3:2 2:1 (A) 1:1 (H)
3. Quali-Runde PolenPolen Wisła Krakau 4:2 1:0 (A) 3:2 (H)
Play-offs DeutschlandDeutschland Borussia Dortmund 0:5 0:4 (A) 0:1 (H)
2011/12 UEFA Europa League 1. Quali-Runde LitauenLitauen Banga Gargždai 7:0 4:0 (A) 3:0 (H)
2. Quali-Runde FaroerFäröer EB/Streymur (a)1:1(a) 1:1 (A) 0:0 (H)
3. Quali-Runde BelgienBelgien FC Brügge 2:4 1:4 (A) 1:0 (H)
2013/14 UEFA Europa League 1. Quali-Runde MazedonienMazedonien FK Metalurg Skopje 2:0 1:0 (A) 1:0 (H)
2. Quali-Runde PolenPolen Piast Gliwice 4:3 2:1 (H) 2:2 n.V. (A)
3. Quali-Runde SchwedenSchweden Gefle IF 3:0 1:0 (H) 2:0 (A)
Play-offs DeutschlandDeutschland Eintracht Frankfurt 1:4 0:2 (H) 1:2 (A)
2014/15 UEFA Champions League 2. Quali-Runde MaltaMalta FC Valletta 5:0 1:0 (A) 4:0 (H)
3. Quali-Runde OsterreichÖsterreich FC Red Bull Salzburg 2:3 2:1 (H) 0:2 (A)
2014/15 UEFA Europa League Play-offs NiederlandeNiederlande FC Twente Enschede (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
Gruppenphase FrankreichFrankreich AS Saint-Étienne 1:1 0:0 (H) 1:1 (A)
ItalienItalien Inter Mailand 0:2 0:2 (A) 0:0 (H)
UkraineUkraine Dnipro Dnipropetrowsk 2:2 1:0 (A) 1:2 (H)

Gesamtbilanz: 54 Spiele, 19 Siege, 14 Unentschieden, 21 Niederlagen, 53:74 Tore (Tordifferenz: −21 Tore)

Erfolge[Bearbeiten]

1 Titel der Aserbaidschanischen SSR
2 inoffizieller Titel, die Meisterschaft wurde abgebrochen
3 Titel aufgrund von „Jugendpunkten“ für Leistungen der Jugendmannschaften

Fans[Bearbeiten]

Die Fans rekrutieren sich einerseits aus Bewohnern des Rayons Agdam und andererseits aus in Aserbaidschan verstreut lebenden Flüchtlingen aus der armenisch besetzten Region.

Weblinks[Bearbeiten]