Emanuel Buchmann

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Emanuel Buchmann Straßenradsport
Emanuel Buchmann bei der DM 2015 in Bensheim
Emanuel Buchmann bei der DM 2015 in Bensheim
Zur Person
Spitzname Emu
Geburtsdatum 18. November 1992
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straßenradsport
Fahrertyp Bergfahrer
Zum Team
Aktuelles Team Bora-hansgrohe
Funktion Fahrer
Verein(e)
2007–2011 KJC Ravensburg
Team(s)
2012
2013–2014
2015–2016
2017–
Team Specialized Concept Store
rad-net Rose Team
Bora-Argon 18
Bora-hansgrohe
Wichtigste Erfolge
Deutsche Straßen-Radmeisterschaften
2015 Deutschland - Straßenrennen
Letzte Aktualisierung: 8. August 2018

Emanuel Buchmann (* 18. November 1992 in Ravensburg) ist ein deutscher Radrennfahrer. 2015 wurde er deutscher Straßenmeister.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 belegte Emanuel Buchmann Rang drei bei der Flandern-Rundfahrt der Junioren. 2014 errang er den Titel des deutschen Bergmeisters in der Klasse der U23 und entschied die Gesamtwertung der Rad-Bundesliga sowie eine Etappe der Rundfahrt Okolo Jižních Čech für sich, bei der er auch Dritter in der Gesamtwertung wurde. Zudem wurde er 2014 Siebter der Tour de l’Avenir sowie jeweils Achter der Mzansi Tour und der Tour d’Azerbaïdjan.

Im Jahr 2015 schloss sich Buchmann dem Professional Continental Team Bora-Argon 18 an und gewann zusammen mit seinen Mannschaftskollegen, das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt des Giro del Trentino. Bei der World-Tour-Rundfahrt Critérium du Dauphiné erreichte er auf der Königsetappe das Ziel gemeinsam mit Tour-de-France-Vorjahressieger Vincenzo Nibali, der als Gesamtführender in die Etappe gestartet war.[1] Bei den deutschen Straßenmeisterschaften errang er nach einer Solo-Attacke wenige Kilometer vor dem Ziel den Titel des deutschen Straßenmeisters der Elite vor Nikias Arndt.[2] Im selben Jahr wurde Buchmann erstmals von seinem Team für die Tour de France nominiert. Dabei belegte er auf der schweren elften Etappe, in deren Verlauf die Strecke über den Col du Tourmalet führte, Rang drei.[3]

2016 erreichte Buchmann zu Beginn des Jahres einen achten Platz in der Gesamtwertung des Giro del Trentino, bei der Dauphiné-Rundfahrt wurde er bei seiner zweiten Teilnahme 20. der Gesamtwertung. Das Ziel, die Tour de France 2016 unter den besten 20 abzuschließen,[4] verpasste er als 21. knapp. Im selben Jahr wurde er 14. im Straßenrennen der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

2017 stieg sein Team unter dem Namen Bora-Hansgrohe in die UCI WorldTour auf[5] und verpflichtete unter anderem die erfahrenen Bergfahrer Rafał Majka und Leopold König für die Grand Tours.[6] Buchmann wurde dennoch weiter als Kapitän bei kürzeren Rundfahrten eingesetzt: Nachdem er bei Paris–Nizza bereits auf der ersten Etappe wegen eines Sturzes aufgeben musste, belegte er anschließend bei der Baskenland-Rundfahrt[7] Platz 13 und bei der Tour of the Alps[8], dem Nachfolger des Giro del Trentino, Platz 7. Die Tour de Romandie schloss er auf Rang 10 in der Gesamtwertung ab, nachdem er auf der Königsetappe der Rundfahrt den dritten Platz belegt hatte.[9] Bei der Dauphiné sicherte er sich den Gewinn der Nachwuchswertung unmittelbar vor Louis Meintjes und belegte Platz 7 in der Gesamtwertung.[10]

Die Tour de France 2017 beendete Buchmann auf Platz 15 und errang damit die beste Platzierung eines deutschen Profis seit fünf Jahren. Nach dem Ausschluss von Peter Sagan und der sturzbedingten Aufgabe von Rafał Majka rückte er in die Rolle des Kapitäns seines Teams Bora-hansgrohe auf.[11] Auf der achten Etappe gehörte er zu einer Ausreißergruppe und trug für kurze Zeit „virtuell“ das Gelbe Trikot. In der Nachwuchswertung um das Weiße Trikot belegte er in der Gesamtwertung Rang drei.

2018 kam er bei fünf World-Tour-Rundfahrten unter die ersten Zehn: Er wurde 10. der Abu Dhabi Tour, 4. der Baskenland-Rundfahrt, 9. der Tour de Romandie, 6. beim Critérium du Dauphiné und 7. der Polen-Rundfahrt. Auf die Tour de France verzichtete er 2018 zugunsten eines Starts als Kapitän bei der Vuelta a España,[12] wo er Zwölfter der Gesamtwertung wurde.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014
2015
2017

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2015 2016 2017 2018
Pink jersey Giro d’Italia
Yellow jersey Tour de France 83 21 15
red jersey Vuelta a España 65 12

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emanuel Buchmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bora-Argon 18 betrieb auf der Königsetappe Wiedergutmachung. radsport-News.com, 13. Juni 2015, abgerufen am 25. Juli 2016.
  2. Christoph Adamietz: Buchmann setzt auf das I-Tüpfelchen noch einen drauf. In: radsport-News.com. Abgerufen am 25. Juli 2016.
  3. Buchmann Dritter auf Tourmalet-Etappe - Majka siegt. rad-net.de, 15. Juli 2015, abgerufen am 15. Juli 2015.
  4. Bora-Argon 18 - Gelingt im dritten Jahr der erste Sieg? radsport-news.com, 30. Juni 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
  5. Decisions of the Licence Commission for the 2017 season. uci.ch, 25. November 2016, abgerufen am 22. April 2017 (englisch).
  6. Leopold König mit klarem Ziel: "Podium bei Grand Tour" für Bora-hansgrohe. eurosport.de, 11. Januar 2017, abgerufen am 22. April 2017.
  7. Valverde gewinnt die Baskenland-Rundfahrt. kicker.de, 8. April 2017, abgerufen am 22. April 2017.
  8. Thomas wehrt alle Angriffe ab, Buchmann wird Siebter. radsport-news.com, 21. April 2017, abgerufen am 22. April 2017.
  9. Porte über Romandie-Gesamtsieg "etwas geschockt". radsport-news.com, 30. April 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  10. Buchmann ist bei den Allerbesten angekommen. radsport-news.com, 11. Juni 2017, abgerufen am 12. Juni 2017.
  11. Jörg Leopold: Topsprinter, Allrounder und Wasserträger: Die Deutschen bei der Tour de France. In: tagesspiegel.de. 21. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2017.
  12. Emanuel Buchmann: Keine Tour de France, aber Vollgas bei der Vuelta. In: cyclingmagazine.de. 4. August 2018, abgerufen am 10. August 2018.