Nikias Arndt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nikias Arndt Straßenradsport
Nikias Arndt (2017)
Nikias Arndt (2017)
Zur Person
Geburtsdatum 18. November 1991
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße/Bahn
Zum Team
Aktuelles Team Sunweb
Funktion Fahrer
Team(s)
2010–2012
2013-
LKT Team Brandenburg
Argos / Giant / Sunweb
Wichtigste Erfolge

Cadel Evans Great Ocean Road Race 2017
eine Etappe Giro d’Italia 2016
eine Etappe Vuelta a España 2019

Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2020

Nikias Arndt (* 18. November 1991 in Buchholz in der Nordheide) ist ein deutscher Radrennfahrer. Er ist der Sieger des Cadel Evans Great Ocean Road Race 2017 sowie je einer Etappe des Giro d’Italia 2016 und der Vuelta a España 2019.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arndt war in den Nachwuchsklassen vornehmlich im Bahnradsport erfolgreich. Er wurde 2006 deutscher Jugendmeister im Punktefahren und 2007 in der Einerverfolgung. Außerdem gewann er auf der Straße 2007 bei der Europäischen Jugendolympiade in Belgrad die Silbermedaille beim Kriterium.

In der Juniorenklasse konnte Arndt 2008 die Gesamtwertung des „Cup of Grudziadz Town President“ in Polen für sich entscheiden. Im Jahr darauf gewann er zwei Teilstücke bei der Junioren-Friedensfahrt, jeweils eine Etappe bei den „Driedaagse van Axel“, sowie bei der Niedersachsen-Rundfahrt. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Moskau wurde er Vierter im Einzelzeitfahren, und auf der Bahn gewann er die Bronzemedaille im Omnium und in der Mannschaftsverfolgung. 2011 entschied Arndt die Gesamtwertung der Rad-Bundesliga für sich.

Zwischen 2010 und 2012 fuhr Arndt für das deutsche LKT Team Brandenburg und gewann in dieser Zeit unter anderem vier Etappen der Thüringen-Rundfahrt und als Fahrer der deutschen Nationalmannschaft eine Etappe der Tour de l’Avenir. 2011 wurde er deutscher Meister in der Einer- und Mannschaftsverfolgung der Elite.

Zur Saison 2013 wechselte zum niederländischen UCI ProTeam Argos-Shimano,[1] für welches im Massensprint der dritten Etappe des Arctic Race of Norway seinen ersten bedeutenden internationalen Erfolg auf der Straße erzielen konnte.[2] Im August und September 2013 fuhr er seine erste Grand Tour, die Vuelta a España, bei der er auf der 21. Etappe in Madrid im Massensprint Dritter wurde. 2014 und 2015 wurde Arndt bei den Deutschen Straßenmeisterschaften jeweils Zweiter im Zeitfahren und 2015 außerdem im Straßenrennen.

Sein bis dahin größter Erfolg gelang ihm beim Giro d’Italia 2016 als Sprintsieger der Abschlussetappe nach der Distanzierung von Giacomo Nizzolo, der Sacha Modolo behindert hatte.[3] Ebenfalls im Sprint gewann er 2017 das Cadel Evans Great Ocean Road Race und damit sein erstes Eintagesrennen der UCI WorldTour, bei dem er sich in einem 23-köpfigen Vorderfeld durchsetzen konnte.[4]

2017 startete Nikias Arndt erstmals bei einer Tour de France. Auf der 19. Etappe belegte er Rang zwei hinter Edvald Boasson Hagen, nachdem sich die beiden Fahrer zuvor aus einer 20-köpfigen Ausreißergruppe gelöst hatten.[5] Bei der Tour de France 2018 startete er als Road Captain für sein Team Sunweb mit der Aufgabe, die Taktik der sportlichen Leitung im Rennen umzusetzen.[6] 2019 gewann er die achte Etappe der Vuelta a España.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2019

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009
2011

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour20132014201520162017201820192020
Maglia Rosa Giro d’Italia14887
Gelbes Trikot Tour de France8467116126
Rotes Trikot Vuelta a España13610215969

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Nikias Arndt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. radsport-news.com vom 25. Oktober 2012: Nikias Arndt und Preidler zu Argos-Shimano
  2. radsport-news.com vom 10. August 2013: Arndt sprintet zum ersten Profisieg
  3. Arndt gewinnt die Schlussetappe am Grünen Tisch. radsport-news.com, 29. Mai 2016, abgerufen am 29. Mai 2016.
  4. Arndt holte sich Extra-Motivation bei den Australian Open. radsport-news.com, 29. Januar 2017, abgerufen am 29. Januar 2017.
  5. Arndt von Boasson Hagens Konterattacke überrumpelt. In: radsport-news.com. 21. Juli 2017, abgerufen am 22. Juli 2017.
  6. Christoph Leuchtenberg: Nikias Arndt: Diesen Buchholzer muss Froome fürchten. In: mopo.de. 18. Juli 2018, abgerufen am 19. Juli 2018.